Muss ich jetzt wirklich noch Jassen lernen?

Die Jassrunde, das Hauskonzert, der Sport. Die Anliegen des Publikums während des Lockdowns.

Im Beitrag #StayTheFuckHome – und trotzdem reisst der Kontakt nicht ab habe ich Tipps zur Kommunikation während des Lockdowns gesammelt. Wie nicht anders zu erwarten war, hat das diverse Fragen nach sich gezogen. Diese Fragen – zumindest jene von allgemeinem Interesse – greife ich in einem zweiten Video auf und versuche, möglichst nützliche Antworten zu liefern.

Das fällt mir nicht in jedem Fall leicht. Denn justament bei jenem Anliegen, das ich mit Abstand am häufigsten gehört habe, muss ich passen. Es geht um einen Bereich, in dem ich so unbewandert bin, dass man mich eigentlich ausbürgern müsste. Es geht nämlich ums Jassen. Das gilt als das Schweizer Nationalspiel und wird mit Karten gespielt – viel mehr weiss ich aber auch nicht darüber.

Doch was tut ein Journalist, wenn er über ein Thema nichts weiss? Genau, er recherchiert. Und so bin ich in der Tat auf Möglichkeiten gestossen, wie man seinen Jass-Abend in den virtuellen Raum verlagern kann. Es gibt sogar mehrere Möglichkeiten:

Die Variante, die mir am sympathischsten erschien, weil sie von einem alten Bekannten stammt, ist jassfederal.ch. Das hat Matthias Sala mit seinen Mitstreitern entwickelt. Sala ist jener Mann, dessen Mafia-Spiel ich seinerzeit leidenschaftlich gerne gespielt habe.

Eine zweite Variante ist jasse.ch: Die scheint auch ganz in Ordnung zu sein. Sie macht jedoch einen etwas vernachlässigten Eindruck, da die letzten News auf der vordersten Seite vom 10. September 2017 stammen. Aber wenn es funktioniert…

Letztlich nicht erwähnt habe ich die Variante von Swisslos. Da kann man teils gratis spielen. Bei manchen Partien muss man jedoch einen Einsatz leisten. Aber solche Geldspiele sind nicht mein Ding – und gerade jetzt sollte man die Gemeinsamkeit und nicht die Gewinnchance hochhalten.


Ihre Fragen und Tipps zum Leben in Quarantäne

Nebst dem Jassen geht es auch um die Möglichkeit, in der Familie ein Hauskonzert zu veranstalten, zum Beispiel unter Zweckentfremdung der mit der Videokonferenz-Lösung Zoom.

Und es geht auch um den Sport: Bei diesem Thema lasse ich die App 7 Minute Workout (Der Quälgeist aus der Sport-App) noch einmal zum Zug kommen. Und gebe auch die Empfehlungen von Facebook weiter, die da lauten: Mach doch Sport mit echten Menschen statt mit der App: Man kann via Facebook beim «Home Office Challenge»  Yoga treiben oder sich von Michele als Personal Trainer schinden, pardon: ertüchtigen lassen.

Ja, es ist eine Art Revival der alten Kummerbox. Auch wenn nur temporär und aus gegebenem Anlass. Aber es macht mir nach wie vor Spass, auf Fragen aus dem Publikum einzugehen. Und ich bin überzeugt, dass dieser Leserdialog gerade in herausfordernden Zeiten seine Berechtigung hat.

Zur Abrundung hier noch der Link zu den Software-Tipps zur Coronavirus-Pandemie von Heise.de: Es ist beachtlich, was die alles Programmen zusammengetragen haben, die einem bei der Bewältigung des Alltags helfen können – aus den Kategorien Kommunikation & Heimarbeit, Netzwerk & Infrastruktur, Dokumenten- & Informations-Management, Personal-Management, Streaming, Gesundheit, Lernen und Unterhaltung, Multimedia und Gaming.

Da ist manches dabei, das man sich dann auch nach der Pandemie etwas näher ansehen könnte. Zum Beispiel  Duden Learnattack, die Epapers von Gruner & Jahr oder Microsoft Teams – obwohl ich mit letzterem bislang nicht wirklich warm geworden bin.

Beitragsbild: Annca, Pexels-Lizenz

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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