Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne

Mit der Open-Source-Software OBS Studio produziert man fernsehreife Streaming-Shows und Videokonferenzen. Wenn man sie denn zum Laufen bekommt.

Neulich habe ich die lustige ManyCam-App vorgestellt. Sie ist gewissermassen ein virtueller Bildmischer, mit dem man diverse Bild- und Audioquellen zu einem Videofeed zusammenführt, den man live streamt, aufzeichnet oder in eine Videoconferencing-Anwendung einspeist. Eine solche App ermöglicht es, nicht bloss ein statisches Signal, zum Beispiel von einer Webcam, auszugeben, sondern einen produktionstechnisch aufgewerteten Mix, in dem man zum Beispiel zwischen mehreren Kameras umschaltet.

Nun hat man mir auf Twitter zu verstehen gegeben, dass ich besser OBS Studio getestet hätte. Das ist eine Software, die ungefähr das gleiche tut, aber Open-Source und damit gratis ist.

Wie es der Zufall will, bin ich dieser Software – das Kürzel OBS steht für Open Broadcaster Software – vor kurzem begegnet. Ich habe nämlich eine Software zum Aufzeichnen des Bildschirminhalts bei Windows gesucht. Ich verwende zwar normalerweise Hypercam (Beim Fensterln mitfilmen), doch da bei dieser Software die Lizenz an die Hardware gebunden ist, wird es überaus mühsam, wenn man sie auf einem Testgerät einsetzen möchte.

In meinem Fall hat das nicht funktioniert: „Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne“ weiterlesen

Mal eben schnell das eigene Fernsehprogramm starten

Manycam ist ein kleines Fernsehstudio im Software-Format: Mit der App verwendet man in Videokonferenzen oder im Live-Streaming mehrere Kameras und blendet Videos, Bilder und Text ein.

Fürs Streaming und für Videokonferenzen kann man nicht nur die eingebaute Webcam, sondern auch eine Spiegelreflex-, Videokamera oder aber das Smartphone verwenden: Diese Möglichkeiten habe ich in den beiden Beiträgen Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming und Das Smartphone als Webcam behandelt.

Damit diese Sache nun richtig rund wird, braucht es noch ein Puzzleteilchen: Nämlich die Möglichkeit, zwischen all den Video-Inputs zu wechseln. Eine Bildregie wie beim Fernsehen, mit der Möglichkeit, dem Publikum unterschiedliche Perspektiven zu liefern. Diese machen den Vortrag per Videokonferenz oder die Übertragung im Live-Stream deutlich abwechslungsreicher. Es besteht die Chance, dass man sich einen Profi-Bonus einhandelt. Und je nach Situation ergibt sich auch ein echter Vorteil, indem man über eine zweite Kamera Gegenstände oder Notizen zeigen oder Bilder, Videos und Präsentationen zuspielen kann.

Stellt sich die Frage: Wie geht dieser Zaubertrick? „Mal eben schnell das eigene Fernsehprogramm starten“ weiterlesen

Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt

Ein ausführlicher Test der App EpocCam, die das iPhone als Webcam für Windows und Mac nutzt. Sie gibt in Videokonferenzen mehr Gestaltungsfreiheit, hat aber auch ein paar Nachteile.

Neulich habe ich im Beitrag Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming beschrieben, wie man eine via HDMI angeschlossene Spiegelreflex- oder Videokamera als Webcam benutzt. Das funktioniert ziemlich unkompliziert und bringt uns zur Frage, ob man denn auch das iPhone oder iPad als externe Kamera für seinen Windows-PC oder Mac benutzen könnte.

Und ja, natürlich: Auch das geht. Es gibt mehrere Apps zu diesem Zweck; aber ich habe mich für EpocCam entschieden. Diese App fürs iPhone und iPad kostet 8 Franken. Der dazugehörende Treiber ist für Windows und Mac verfügbar und kostenlos.

Warum sollte man das Smartphone als Kamera nutzen, wenn man bereits eine Webcam besitzt; sei es nun eingebaut oder extern?

Ich sehe einen Hauptvorteil: „Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt“ weiterlesen

Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt

Eine geheime, unerfüllte Leidenschaft meinerseits ist die Produktion eines Animationsfilms. Das Equipment und Ideen sind vorhanden und auch die passende App ist auserkoren. Jetzt fehlt nur noch etwas.

Kinder wecken Erwartungen bei ihren Eltern: Manche wünschen sich, dass ihre Söhne und Töchter zu irgendwelchen Höhenflügen ansetzt: Akademische Grade erringt, in der Armee mindestens den Rang des Korpskommandanten erreichen, in eine adlige Familie einheiraten oder in Hollywood durchstarten – irgendetwas in der Art.

Ich bin in dieser Sache weniger spezifisch. Ich bin zufrieden, wenn der Nachwuchs keine arschlochhaften Charakterzüge entwickelt, sondern sich als senkrechtes menschliches Wesen entpuppt. Was, bei Licht betrachtet, auch kein kleiner Wunsch ist. Nebenbei hoffe ich ausserdem noch, dass ich meine Tochter irgendwann dafür begeistern kann, mit mir einen Stop-Motion-Film zu drehen.

Wie beschrieben habe ich in meiner Jugend noch das Medium des Super-8-Films miterlebt. Bei dem waren die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten im Vergleich zur heutigen Handykamera  primitiv. Doch mit manchen Kameras konnte man einzelne Frames belichten. Das fand ich extrem faszinierend: „Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt“ weiterlesen

Drei heisse Tipps für Bildschirmfotografen

Den wahren Screenshotprofi erkennt man daran, dass er nicht in Verlegenheit gerät, wenn der Screenshot mehr abbilden soll als das, was auf dem Bildschirm Platz hat. Ich erkläre, wie das Gesamtbild entsteht.

Nachdem es vor Kurzem im Beitrag Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Forschungsbedarf besteht um Screenshots aus linguistischer Sicht ging, soll dieses weltbewegende Thema nun, wie es sich für ein Tech-Blog gebührt, auch auf der ganz praktischen Ebene abgehandelt werden. Und zwar mit einigen Tipps für Leute, die zumindest Teile ihres Alltags damit zubringen, solche Screenshots anzufertigen. Also, los gehts!

Screenshots von Webseiten in ganzer Länge

Safari speichert Websites in ganzer Länge.

Eine praktische Neuerung in Safari am iPhone und iPad besteht darin, dass man wie bei Firefox nun Webseiten in voller Länge screenshotten kann (siehe auch hier).

Dazu lädt man die frag­liche Seite und drückt die Tasten­kom­bination für das Bild­schirm­foto (Lauter und die Seiten­taste bei Model­len ohne Home­knopf, bzw. Seiten­taste und Home­knopf bei Model­len mit).

Nun braucht man bloss noch in der Voransicht des Screenshots von Bildschirm auf Ganze Seite umzuschalten.

Beliebige Screens in Überformat zusammenbasteln

Bei manchen Websites funktioniert das Fotografieren der ganzen Seite nicht. Ich begegne diesem Problem immer mal wieder, zum letzten Mal auf Googles Website mit den Einstellungen zur personalisierten Werbung (siehe Alibiübungen und Fehleinschätzungen von Google).

In solchen und ähnlichen Fällen gibt natürlich auch eine Lösung: „Drei heisse Tipps für Bildschirmfotografen“ weiterlesen

Ist das das Nonplusultra fürs Radio?

Ich habe Hindenburg getestet, ein Programm für rasende Radioreporter und beantworte die Frage, ob das auch für Podcaster und Videoproduzenten taugt.

2012 habe ich im Beitrag Wie verwegene Kerle ihr Audio schneiden das Open-Source-Programm Audacity vorgestellt. Es ist für die Bearbeitung von Audiodateien zuständig und gehörte bei mir damals trotz der, Zitat, «angestaubten Oberfläche» zu den regelmässig benutzten Anwendungen: Audacity kam mindestens einmal pro Woche zum Einsatz, oft sogar häufiger.

Audacity: Noch so «schön» wie vor zwanzig Jahren.

Daran hat sich in den letzten neun Jahren nichts Wesentliches verändert. Die Oberfläche ist noch immer angestaubt bzw. quasi unverändert. Und ich benutze die Software noch immer regelmässig für die Nachbearbeitung der Nerdfunk-Aufnahmen und meiner (allerdings nicht mehr so häufigen) Video-Voiceovers.

Es ist somit keine Übertreibung, wenn ich sage, dass dieses Programm sich bewährt hat. Trotzdem habe ich neulich ein seit längerem geplantes  Vorhaben in die Tat umgesetzt und mir Hindenburg näher angeschaut. Nein, nicht der Zeppelin – der ist nämlich abgestürzt. Sondern die Software, die aus Dänemark stammt.

Hindenburg ist, anders als Audacity oder meinetwegen auch Adobe Audition kein universeller Audio-Editor, sondern ein Programm, das explizit für Journalisten und Produzenten beim Radio entwickelt wird. Das klingt schon einmal sehr gut: „Ist das das Nonplusultra fürs Radio?“ weiterlesen

Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming

Ich habe einen günstigen HDMI-Capture-Adapter mit meiner Sony-Videokamera und meiner Spiegelreflex von NIkon getestet und dabei eine kleine Überraschung erlebt.

Bei der Produktion für meine Videos experimentiere ich mit neuen Verfahrensweisen. Dabei soll meine Spiegelreflexkamera, die D7000 von Nikon, häufiger zu Einsatz kommen. Bis jetzt habe ich vor allem mit der Sony AX100e (Eine patente Kamera) gefilmt.

Da die D7000 keinen umklappbaren Monitor hat, wollte ich ausprobieren, was es bringt, den Laptop als Kameramonitor zu verwenden. Zu diesem Zweck habe ich mir einen HDMI-Capture-Adapter angeschafft.

Das ist ein Gerät, das das Live-Signal der Kamera via HDMI-Kabel abgreift und per USB in den Rechner einspeist. Auf diese Weise hat man das Live-Signal am Computer zur Verfügung und kann seine Video- und Spiegelreflexkameras fürs Live-Streaming und für Videokonferenzen nutzen.

…. und nein, man sollte nicht auf die Idee kommen zu diesem Zweck, die Kamera per HDMI mit dem bei vielen Computern vorhandenen HDMI-Anschluss zu verbinden: „Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming“ weiterlesen

Die Premiere muss leider verschoben werden

Mir blüht ein Umstieg von Final Cut Pro von Apple zu Adobe Premiere Pro. Dazu habe ich erste Beobachtungen – und auch eine klare Empfehlung, welche Software für Neueinsteiger die bessere Wahl ist.

Seit bald sechs Jahren produziere ich meine Videoserie Digitale Patentrezepte. Die Schnittsoftware, die zu diesem Zweck zum Einsatz kommt, ist Final Cut Pro von Apple. Ich habe sie in der Zeit schätzen gelernt: Sie hat alle Funktionen, die ich brauche, und ich komme zügig und effizient ans Ziel.

Nun sieht es aber nach einem Wechsel zu Premiere Pro von Adobe aus. Er ist überfällig: Meine Kollegen vom Videoteam bei der Tamedia sind vor mehreren Jahren umgestiegen. Mein Sonderzüglein war bislang kein grundsätzliches Problem, da ich fertige Videos fabriziere. Trotzdem wäre es sinnvoll, dass wir alle mit der gleichen Software arbeiten, allein wegen der viel zitierten Synergien.

Ein Wechsel hat einen klaren Vorteil: Ich kann nicht nur mit meinem Macbook schneiden, sondern auch mit Windows. Das würde ich sehr begrüssen, allein, weil Apples Strategie bei den Macs und bei der Pro-Software immer mal wieder Fragen aufwirft. Ich habe mir deswegen seinerzeit Davinci Resolve angesehen, bin damit aber nicht warm geworden.

Es gibt einen klaren Nachteil, und der liegt auf der Hand: „Die Premiere muss leider verschoben werden“ weiterlesen

Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten

Da heute jeder seinen eigenen Podcast hat, brauchen auch alle Leute eine Software, um Gespräche via Internet zu führen und sie in perfekter Qualität aufzuzeichnen. Und dafür habe ich heute einen Tipp, nämlich Zencastr.

Ich hatte das Vergnügen, neulich bei Martin Rechsteiner alias Pokipsie in einer Folge seines Podcasts Geektalk zu Gast zu sein. Die werde ich an dieser Stelle verlinken, sobald sie online ist – Die ist hier online. Und natürlich ist das eine echte Hörempfehlung, weil das Gespräch, so glaube ich, kurzweilig geworden ist und auch ein paar Einsichten bereithält. Jedenfalls ging es mir so.

In diesem Blogpost hier soll es aber um die Software gehen, die Martin unser Gespräch verwendet hat. Wir sassen nicht im gleichen Raum, was derzeit sowieso nicht opportun ist, sondern haben uns via Internet unterhalten. Dafür kam Zencastr zum Einsatz.

Die Software hat gewisse Gemeinsamkeiten mit StudioLink, jenem Produkt, das wir vom Nerdfunk für die Aufzeichnung unserer Folgen aus dem Homestudio einsetzen. Ich habe sie im Beitrag Mit Studio-Link klingt Radio besser vorgestellt.

Doch Zencastr weist einige Merkmale auf, die es von StudioLink abheben und die mich dazu bringen, auf das Thema zurückzukommen: „Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten“ weiterlesen