Ein Mikrofon für frischgebackene Podcaster

Das Yeti X von Blue ist ein USB-Mikro­fon für Pod­caster, Gamer und Live-Streamer. Es hat eine gute Klang­quali­tät und darf dank des gefälligen Designs auch bei Video­kon­fe­ren­zen ins Bild ge­rückt wer­den.

Heutzutage produziert jedermann und seine Grossmutter einen eigenen Podcast. Das hat interessante Verschiebungen im Gadget-Bereich zur Folge: Früher waren hochwertige Mikrofone eine nischige Angelegenheit, die nur Musiker und Tontechniker interessierte. Inzwischen sind sie zwar nicht zum absoluten Mainstream-Gadget geworden. Doch sie sind interessant genug, dass es Produkte abseits des spezialisierten Handels gibt.

Als Beleg für diese Behauptung führe ich den Umstand an, dass ich inzwischen Testgeräte aus dem Audio-Bereich angeboten bekomme, obwohl ich nicht für ein Musiker- oder Tontechniker-Fachmedium schreibe. Es handelt sich im konkreten Fall um das Yeti X von Blue, das bei Amazon für um die 130 Euro zu haben ist. Blue ist eine Untermarke von Logitech.

Das Yeti macht einen soliden Eindruck: „Ein Mikrofon für frischgebackene Podcaster“ weiterlesen

Transkribieren, wie eus d Schnurre gwachse isch

Töggl.ch verschriftlicht Audio- und Videoaufnahmen in Schweizer Mundart. Wenn das funktioniert, wäre das ein Segen für alle, die Interviews und Protokolle führen. Ob es funktioniert, zeigt mein Test.

Ich werde häufig um Tipps zu digitalen Themen angegangen. Neulich ist das wieder einmal passiert. Ein Herr hat mir folgendes Anliegen unterbreitet:

Ich werde absehbar beruflich einige Interviews mit unterschiedlichen Personen führen müssen und suche daher eine Transkriptionssoftware, die mir bei der weiteren textlichen Bearbeitung behilflich sein kann. Ich arbeite auf einem iMac, nehme Interviews in der Regel mit meinem iPhone auf. Idealerweise sollte das Programm auch (verständliche) Schweizer Dialekte ins Hochdeutsche übersetzen können.

Zu diesem Zweck sollte ich die passende Software empfehlen. Ich habe auf die diversen Möglichkeiten zur maschinellen Transkription hingewiesen, die im Lauf der Zeit hier im Blog zum Zug gekommen sind¹, aber auch meinem Zweifel Ausdruck verliehen, dass ich die zweite Vorgabe derzeit für unerfüllbar halte: „Transkribieren, wie eus d Schnurre gwachse isch“ weiterlesen

On air, noch bevor man sich aus dem Bett erhoben hat

Audio Hijack von Rogue Amoeba ist ein Hilfsprogramm, das einem ein kleines Tonstudio ersetzt und nicht nur dabei hilft, beliebige Audioquellen aufzuzeichnen, sondern auch ermöglicht, ein Webradio zu betreiben oder Podcasts aufzunehmen.

Bei einem Kopfhörertest neulich (Der Kopfhörer, mit dem man wahrscheinlich nicht erschossen wird) habe ich nebenbei die Software Audio Hijack erwähnt und eine ausführliche Besprechung versprochen. Und voilà, heute ist es so weit.

Und ja, wahrscheinlich trage ich Eulen nach Athen, weil jeder, der dieses Audio-Hilfsprogramm sinnvoll einsetzen kann, es vermutlich schon längst kennt, nutzt und liebt. Es existiert nämlich schon seit ewig – wie Wikipedia erklärt, hat es seinen Anfang als Plugin für MacAmp für Mac OS 9 genommen. Dieses Programm gibt es seit 1997 und es tat damals genau das, was man vermutet: Es hat, wie sein Geschwisterchen WinAmp, MP3-Musikdateien abgespielt.

Andererseits – und das ist nun ein hervorragender Grund, das Programm trotzdem zu besprechen –, sind in der letzten Zeit viele neue Audio-Anwendungsfälle dazugekommen: „On air, noch bevor man sich aus dem Bett erhoben hat“ weiterlesen

Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android

Ich habe der Verspre­chung nicht getraut, wonach die Videoleap-App fürs Ferien­video und ebenso für den Block­buster taugen soll. Nach einem Intensiv-Test glaube ich das noch immer nicht – mag die App aber trotzdem.

Neulich habe ich die Foto-App Photoleap vorgestellt, die mir ganz gut gefällt. Sie stammt vom israelischen Unternehmen Lightricks, das noch weitere Apps in petto hat.

Eine davon ist Facetune 2; ein alter Bekannter, mit dem man Selfies nach allen Regeln der Kunst aufmotzt. Zu der habe ich zwiespältige Gefühle: Sie zielt so offensichtlich auf ein Massenpublikum, dass mich das misstrauisch stimmt: Man kann, so fürchte ich, nicht die Selfie-knipsenden, von Eitelkeit getriebenen Instagram-Horden beglücken und gleichzeitig professionelle Ansprüche bedienen. Doch Facetune schafft diesen Spagat so erstaunlich gut, dass ich überzeugt bin, dass ein Profifotograf, der die App mit Bedacht einsetzt, in ihr ein nützliches Werkzeug vorfindet.

Wenn Lighttricks es schafft, mit Apps die auf Effekt bedachten Laien und die Profis gleichermassen anzusprechen, dann komme ich nicht umhin, mir ein weiteres Produkt anzusehen, nämlich die Videoleap-App.

Die App ist wiederum eine grosse Nutzerschaft gedacht. „Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android“ weiterlesen

Mit einem iPhone doppelt filmen

Die DoubleTake-App zeichnet am iPhone Videos gleichzeitig mit zwei Kameras auf. Damit lassen sich auch professionelle Projekte realisieren – eine Zusatzkamera zur Ausfallsicherung ist aber zu empfehlen.

Seinerzeit habe ich die DuetCam-App vorgestellt: Sie filmt mit dem iPhone gleichzeitig mit der Front- und der Rückkamera. Ideal, um eine Szene zu zeigen und die gleichzeitig zu kommentieren.

Ein Problem hat diese App: Sie verschmilzt die beiden Ansichten zu einem einzigen Video, bei dem die Selfie-Kamera als kleines Fenster in die Aufnahme der Frontlinse eingebettet ist. Das ist für eine Ad-hoc-Reportage völlig ausreichend. Aber für eine professionelle Produktion hätte man lieber getrennte Videoaufnahmen, sodass für den Schnitt alle Möglichkeiten offen bleiben.

Das ist mit der DoubleTake-App möglich, die es für zwei Franken fürs iPhone gibt. Sie stammt vom gleichen Hersteller, von dem auch die hochgelobte Filmic-App kommt. Sie ist allerdings etwas knifflig in der Anwendung – wenn man nicht aufpasst, erhält man wie bei DuetCam einen einzigen Clip, in dem die verschiedenen Perspektiven zusammengebacken sind. „Mit einem iPhone doppelt filmen“ weiterlesen

So lässt sich die Audio-Wiedergabe am iPhone aufzeichnen

Die Bildschirmaufnahme-Funktion von iOS ist eine überaus praktische Angelegenheit: Sie ist nicht nur für Screencasts hilfreich, sie ermöglicht es auch, die gerade laufende Tonausgabe mitzuschneiden.

Am iPhone gibt es seit einiger Zeit eine Funktion zum Aufzeichnen des Bildschirms – es braucht somit keine Extra-Software wie Programm Screenium mehr, die ich seinerzeit im Beitrag Screencast-Fliessbandarbeit am Mac vorgestellt habe (siehe auch So klappt es mit den Screencasts!).

Nein, es geht ganz einfach: „So lässt sich die Audio-Wiedergabe am iPhone aufzeichnen“ weiterlesen

Das überhaupt beste Feature von Powerpoint

Microsofts Präsen­tations­pro­gramm ist dann praktisch, wenn es nicht ums Präsentieren geht: Man kann mit ihm auch Screen­casts aufnehmen. Oder Diashows oder Anleitungen produ­zieren.

Ich gehöre zu den Leuten, die Microsofts Präsentationsprogramm nicht wohlgesonnen sind. Das merkt man auch hier im Blog: Im Beitrag Powerpoint? Braucht das noch einer oder kann das weg? habe ich voller Inbrunst Alternativen vorgestellt und im Beitrag Lizzie, sag mal, was mich an Powerpoint nervt noch einmal nachgedoppelt.

Es ist wohl dieser Abneigung zuzuschreiben, dass ich eine wirklich praktische Funktion von Powerpoint bislang übersehen habe. Dabei wäre sie mir schon des Öfteren sehr zupass gekommen. Doch Digichris hat mich im Nerdfunk in der Folge 573 aufgeklärt, was man mit Powerpoint tun kann, selbst wenn man niemals die Absicht hat, die Menschheit mit Folien zu langweilen: „Das überhaupt beste Feature von Powerpoint“ weiterlesen

Youtube polyglott

Es ist keine Kunst, bei Googles Videoplattform Untertitel in fremden Sprachen hinzuzufügen. Mithilfe des grossartigen Übersetzungsdienstes Deepl ist es sogar ein Klacks.

Untertitel in Youtube: Das ist ein Thema, mit dem ich mich neulich im Beitrag Tricks für den Massen-Upload bei Youtube am Rand beschäftigt habe.

Mir ist aufgefallen, wie simpel es ist, gute Untertitel bereitzustellen: Wenn man seinen Moderationstext in schriftlicher Form vorliegen hat, dann braucht man ihn bloss hochzuladen. Die Synchronisation – also das Platzieren des Textes an der richtigen Stelle im Video – muss man nicht manuell erledigen.

Zum Glück, denn das wäre eine überaus mühsame Arbeit. Doch Youtube ist offensichtlich in der Lage, den Text automatisch mit der Tonspur in Übereinstimmung zu bringen. Und nicht nur das: Die Synchronisation ist gemäss meinen ersten Tests ziemlich zuverlässig. Und selbst wenn es einzelne Fehler geben sollte, sind die manuell schnell korrigiert.

Diese erfreuliche Erfahrung hat mich auf die Idee gebracht auszuprobieren, Untertitel in einer anderen Sprache zur Verfügung zu stellen. „Youtube polyglott“ weiterlesen

Tricks für den Massen-Upload bei Youtube

Ein Video bei Googles Videodienst hochzuladen, ist keine Kunst. Aber wie stellt man es am besten an, wenn man eine ganze Schwette von Clips aufs Mal dort deponieren will? Einige Tricks dazu.

Ich werde seit einiger Zeit gelöchert, meine Patentrezept-Videos auch via Youtube zur Verfügung zu stellen. Als Freelancer habe ich sie mit nicht exklusiven Nutzungsrechten produziert und darf sie selbst zweitverwerten. Ich würde das so oder so mit einer zeitlichen Verzögerung zur Premiere bei Tamedia tun und zu den Hintergründen auf den Originalartikel verweisen.

Aber bevor ich mich an das Experiment wage, will ich zwei Fragen klären: Erstens: Bringt es etwas? Denn falls nicht, kann ich mir die Arbeit auch sparen. Zumal die bei mehr als 250 Videos beträchtlich wäre.

Die zweite Frage steht damit im Zusammenhang. Nämlich: „Tricks für den Massen-Upload bei Youtube“ weiterlesen

Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne

Mit der Open-Source-Software OBS Studio produziert man fernsehreife Streaming-Shows und Videokonferenzen. Wenn man sie denn zum Laufen bekommt.

Neulich habe ich die lustige ManyCam-App vorgestellt. Sie ist gewissermassen ein virtueller Bildmischer, mit dem man diverse Bild- und Audioquellen zu einem Videofeed zusammenführt, den man live streamt, aufzeichnet oder in eine Videoconferencing-Anwendung einspeist. Eine solche App ermöglicht es, nicht bloss ein statisches Signal, zum Beispiel von einer Webcam, auszugeben, sondern einen produktionstechnisch aufgewerteten Mix, in dem man zum Beispiel zwischen mehreren Kameras umschaltet.

Nun hat man mir auf Twitter zu verstehen gegeben, dass ich besser OBS Studio getestet hätte. Das ist eine Software, die ungefähr das gleiche tut, aber Open-Source und damit gratis ist.

Wie es der Zufall will, bin ich dieser Software – das Kürzel OBS steht für Open Broadcaster Software – vor kurzem begegnet. Ich habe nämlich eine Software zum Aufzeichnen des Bildschirminhalts bei Windows gesucht. Ich verwende zwar normalerweise Hypercam (Beim Fensterln mitfilmen), doch da bei dieser Software die Lizenz an die Hardware gebunden ist, wird es überaus mühsam, wenn man sie auf einem Testgerät einsetzen möchte.

In meinem Fall hat das nicht funktioniert: „Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne“ weiterlesen