Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten

Da heute jeder seinen eigenen Podcast hat, brauchen auch alle Leute eine Software, um Gespräche via Internet zu führen und sie in perfekter Qualität aufzuzeichnen. Und dafür habe ich heute einen Tipp, nämlich Zencastr.

Ich hatte das Vergnügen, neulich bei Martin Rechsteiner alias Pokipsie in einer Folge seines Podcasts Geektalk zu Gast zu sein. Die werde ich an dieser Stelle verlinken, sobald sie online ist – und natürlich ist das eine echte Hörempfehlung, weil das Gespräch, so glaube ich, kurzweilig geworden ist und auch ein paar Einsichten bereithält. Jedenfalls ging es mir so.

In diesem Blogpost hier soll es aber um die Software gehen, die Martin unser Gespräch verwendet hat. Wir sassen nicht im gleichen Raum, was derzeit sowieso nicht opportun ist, sondern haben uns via Internet unterhalten. Dafür kam Zencastr zum Einsatz.

Die Software hat gewisse Gemeinsamkeiten mit StudioLink, jenem Produkt, das wir vom Nerdfunk für die Aufzeichnung unserer Folgen aus dem Homestudio einsetzen. Ich habe sie im Beitrag Mit Studio-Link klingt Radio besser vorgestellt.

Doch Zencastr weist einige Merkmale auf, die es von StudioLink abheben und die mich dazu bringen, auf das Thema zurückzukommen: „Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten“ weiterlesen

So klappt es mit den Screencasts!

Wie fabriziert man ein Erklärvideo, das nicht zu viel und nicht zu wenig zeigt und das das richtige Timing aufweist? Dazu gibt es heute ein paar Tipps, die teils auch für Powerpoint-Präsentationen anwendbar sind.

Neulich ist mir – wie schon so oft – ein Jubiläum durch die Lappen gegangen: Die digitalen Patentrezepte, meine Videorubrik für den Tagesanzeiger, gibt es seit fünf Jahren. Am 16. Juni habe ich hier die erste Folge präsentiert. Und seitdem sind noch mehr als zweihundert dazugekommen.

Eine Gelegenheit, hier ein paar Tricks für die Screencasts zum Besten zu geben. Ein Screencast ist das bewegte Äquivalent zum Bildschirmfoto; also die Anzeige des Computers oder Mobilgeräts, die in Form eines Videos eingefangen wird. Ich nutze noch immer die gleichen Programme, die ich allesamt hier im Blog vorgestellt habe: „So klappt es mit den Screencasts!“ weiterlesen

Eine App für Leute, die auch mal mit zittrigen Händen filmen

Die Emulsio-App stabilisiert Videoaufnahmen; zum Beispiel solche, die man mit der Spiegelreflexkamera und dem Tele aus der Hand gefilmt hat.

Wir hatten neulich Besuch von einem Igel im Garten. Mit meinem Telezoom habe ich einige Fotos gemacht und auch eine kurze Videosequenz gedreht.

Doch wie es nicht anders zu erwarten war: Wenn man mit einer Brennweite von 300 Millimentern (beim APS-C-Sensor) aus der Hand filmt, dann ist das Resultat eine sehr wackelige Angelegenheit. Vor allem, wenn man gerade kein Stativ griffbereit hat und keine Stabilisierung im Objektiv oder der Kamera zur Verfügung hat.

Ich wollte diese Aufnahme stabilisieren. Und zwar möglichst unkompliziert und am liebsten direkt am iPhone. Ich hätte die Aufnahme natürlich am Mac in Final Cut importieren und dort nachbearbeiten können: Apples Videoschnittprogramm kann verwackelte Aufnahmen hervorragend beruhigen. Doch weil ich schon auf dem Sofa lag, wollte ich mir den Weg ins Büro ersparen.

… und bevor ihr mich einen faulen Sack nennt: „Eine App für Leute, die auch mal mit zittrigen Händen filmen“ weiterlesen

Videoschnitt-App für den durchschnittlichen Youtuber

Adobe Rush ist eine Videoschnitt-App fürs Smartphone und Tablet. Auf den ersten Blick gefällt sie gut Auf den zweiten Blick offenbaren sich einige unverzeihliche Mängel.

Ich war der Meinung gewesen, ich hätte alle mobilen Apps vorgestellt, die Adobe für den Videoschnitt bereithält: Ich habe mich  schon mit Adobe Clips auseinandergesetzt und auch versucht herauszufinden, was es mit Adobe Spark Video auf sich hat.

Doch ich habe Adobe unterschätzt. Die haben noch mehr Apps im Ärmel. Die App Numero drei für die Videokreation heisst Premiere Rush. Es gibt sie für Android und fürs iPhone und iPad und ihr spezielles Merkmal sei, dass sie sich speziell um die Bedürfnisse von Youtubern kümmere, erklärt Adobe.  Gemäss «The Verge» kann man besonders einfach für die grossen Webplattformen, namentlich Snapchat, Instagram, Facebook, Twitter und Vimeo exportieren.

An der Stelle kann man sich natürlich fragen, ob es dafür eine eigene App braucht. Wieso nicht einfach die vorhandenen Apps, inklusive dem guten alten Premiere für den Desktop, mit solchen Exportmöglichkeiten ausstatten? (Abgesehen davon, dass es diese Exportmöglichkeiten längst irgendwogibt.)

Der Name Rush deutet indes an, dass es nicht nur um den Export geht, sondern auch um eine schnelle, beziehungsweise geradezu hektische Produktionsweise: „Videoschnitt-App für den durchschnittlichen Youtuber“ weiterlesen

Die Turbomaus für Scrollrad-Raser

Die Logitech MX Master 3 ist die teuerste Maus, die ich mir je gekauft habe. Doch es hat sich gelohnt, auch wenn ich mich nicht davon abbringen lasse, dass wahre Computerfreaks Tastaturakrobaten und keine Mausschubser sind.

Gestern ging es an dieser Stelle um meine neue Tastatur. Es ist nicht zwingend, aber nahe liegend, dass es zu dieser Tastatur auch die passende Maus braucht. Denn eines der neuen Features der Logitech MX Keys besteht darin, dass man sie mit bis zu drei Geräten koppeln und parallel verwenden kann. Welches Gerät man bedient, steuert man über drei Tasten.

Nun ergibt diese Funktion erst so richtig Sinn, wenn man eine Maus zur Verfügung hat, die sich ebenfalls in den Dienst mehrerer Herren stellt.

Klar, da ich nebst meinem Windows-Computer auch das Macbook und das iPad zu steuern gedenke, könnte ich beim Zweit-Gerät aufs Trackpad und beim Drittgerät auf den Touchscreen zurückgreifen. Das wäre je nach Situation aber unpraktisch. Und wie ich neulich im Beitrag Maus schlägt Touch habe feststellen dürfen, ist die Mausunterstützung jene Funktion des neuen iPad OS, die mir am besten gefällt.

Es war daher naheliegend, mich für die Logitech MX Master 3 zu entscheiden. Die kostet 99 Franken bzw. 90 Euro, und ist somit mutmasslich die teuerste Maus, die ich je besessen habe. Sie wird als professionell, hyper-effizient, ergonomisch, komfortabel beschrieben – und scheint tatsächlich eine gute Wahl für musophil veranlagte Zeitgenossen zu sein.

Ich gehöre zu den Leuten, die bei den Effizienzbemühungen eher bei der Tastatur als bei der Maus ansetzen: „Die Turbomaus für Scrollrad-Raser“ weiterlesen

Bei einem Videoclip schnell mal die Schere ansetzen

Drei einfache Methoden, um bei Windows bzw. via Web einen Clip am Anfang und Ende zurechtzustutzen.

Neulich wollte ich ein Video auf Twitter hochladen (Video hier, Kontext da). Da das vorne und hinten etwas zu lang war, habe ich mich gefragt: Welches ist die einfachste Methode, ein Video zu kürzen, ohne sich erst irgend ein Sharewareprogramm installieren zu müssen – und auch ohne die Notwendigkeit, eine ausgewachsene Videoschnittsoftware wie Premiere zur Hand zu haben.

Ich habe es als erstes mit VLC probiert. Denn wie seinerzeit festgehalten: VLC ist auf allen Plattformen unverzichtbar. Und VLC ist zwar eigentlich ein Programm für die Wiedergabe. Doch das Programm hat viele versteckte Talente und kann Video- und Audiodateien auch transcodieren (umwandeln) und bearbeiten.

Und tatsächlich: VLC kann Ausschnitte nehmen – wenngleich das Prozedere ungewohnt und nicht sonderlich präzise ist: „Bei einem Videoclip schnell mal die Schere ansetzen“ weiterlesen

Mit Studio-Link klingt Radio besser

Die Qualitätsoffensive beim Nerdfunk war ein voller Erfolg: Wir haben Skype in die Wüste geschickt und auf Studio-Link umgestellt.

Derzeit ist vieles anders. Auch bei Radio Stadtfilter. Dort ist der Sendebetrieb eingeschränkt, weil … naja, ihr könnt es euch ausmalen. Der Nerdfunk soll aber weitergehen. Das ist uns wichtig. Erstens, weil der digitale Aufklärungsbedarf in Zeiten von Homeoffice und Videoconferencing hoch ist. Und zweitens, weil wir der Ansicht sind, dass man so ein Projekt durchziehen muss, so lange es nur geht.

Und dieser Tage ist es zum Glück gar keine so grosse Sache, eine Sendung in sendefähiger Qualität von zu Hause aus zu produzieren. Ich habe vor gut vier Jahren im Btwareüro eine Studioecke eingerichtet, die den etwas grossspurigen Namen Bruehlgarden Studios trägt.

Mit einer Sache war ich aber unzufrieden. Die Verbindung zu meinen beiden Mitstreitern Kevin Rechsteiner und Digichris habe ich bisher mittels Skype aufgebaut. Das funktioniert unkompliziert. Aber es ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Erstens ist die Audioqualität mässig. Und zweitens gibt es eine recht grosse Latenz (Verzögerung). „Mit Studio-Link klingt Radio besser“ weiterlesen

Immer Ärger mit Soundaufnahmen bei Windows

Wieder einmal eines dieser Themen, das ausser mich niemanden interessiert: Die Wahl der Audio-Schnittstelle bei Windows.

Bei jeder meiner Voiceover-Aufnahmen für ein Patentrezept-Video habe ich mit einem lästigen Problem herumgeschlagen. Der Pegel aus meinem Mischpult kam leise oder viel zu leise in meinem Aufnahmeprogramm an. Der Grund war mir nicht klar – ebenso wenig, warum der Pegel so wenig konstant war.

Nun habe ich kürzlich die Ursache entdeckt. Ich nehme an, ich wäre schon früher draufgestossen, hätte ich nicht eine uralte Version von Audacity verwendet (ja, ich verwende tatsächlich dieses Programm, mit dem verwegene Kerle ihr Audio schneiden). Vielleicht hat auch ein Windows-Update weitergeholfen. Aber jedenfalls ist die Sache nun so viel einfacher, dass ich die Lösung hier für die Nachwelt festhalten will – und für mich selbst, weil mir solche Dinge gelegentlich auch wieder entfallen.

Also, es ist so: „Immer Ärger mit Soundaufnahmen bei Windows“ weiterlesen

Ein bisschen mehr Licht macht jedes Video schöner

Was haltet Ihr von der Produktbezeichnung Aputure Amaran AL-F7? Wenn man sich die technische Modellnummer am hinteren Ende (AL-F7) wegdenkt, dann stellen sich angenehme Assoziationen ein. Handelt es sich um einen exotisch gewürzten Tee. Oder vielleicht ein Massageöl, das sich besonders für Tantra-Begeisterte eignet? Filmkenner erinnern sich vielleicht auch an einen tamilischen Action-Gangsterfilm von 1992 – der hiess aber nur Amaran.

Was auch immer euch durch den Kopf geht: Die Wirklichkeit ist leider profan. In Echt handelt es sich um eine Videoleuchte. Es gibt sie für 119 Franken bei Digitec und für 117 Euro bei Amazon. Ich habe sie mir angeschafft, weil meine beiden Qudos von Knog (im Beitrag Mehr Licht! besprochen) nach 4½ Jahren schlappmachen. Das heisst: Die Lämpchen sind noch ganz in Ordnung. Aber die Akkus zeigen Ermüdungserscheinungen und halten nicht mehr so lange durch, wie ich es brauche.

Nun hätte ich mir noch ein Rotolight Neo 2 anschaffen können. Das nutze ich seit knapp zwei Jahren (siehe Lichtspiele), und es erfüllt seinen Zweck ganz gut. Es ist aber etwas gar teuer, trotz der Preisreduktion auf inzwischen um die 210 Franken. Ausserdem ist es etwas unhandlich.

Darum habe ich nach einer Videoleuchte gesucht, die in etwa so flexibel ist wie das Neo 2, aber kompakt genug, dass man es auch einfach mal in einen Rucksack (wie diesem hier) werfen und mitnehmen kann.

Die Wahl fiel auf besagte Aputure Amaran AL-F7. „Ein bisschen mehr Licht macht jedes Video schöner“ weiterlesen