Frischluft fürs Homeoffice

Der Airthings View Plus ist ein Sensor, der Temperatur, Luft­feuch­tig­keit, CO₂, Fein­staub und flüch­tige Verbin­dungen, Luft­druck und Radon misst und hilft, für gute Luft­quali­tät zu sorgen. Ich habe das im Home­office schätzen gelernt.

Seit einigen Tagen habe ich den Airthings View Plus in Betrieb. Das ist ein smarter Sensor für Temperatur und Raumluft, den ich als Testgerät erhalten habe. Er misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kohlenstoffdioxid (CO₂), flüchtige organische Verbindungen (VOC), Feinstaub (PM2,5), Luftdruck und Radon. Er kostet 319 Franken bei Galaxus, bzw., mit zusätzlichem Anti-Schimmel-Kit, 352 Euro bei Amazon.

Im Vergleich zu meinem Eve Room-Sensor (Wie es im Smarthome riecht, muss kein Geheimnis bleiben) punktet der Airthings View Plus mit der grösseren Datenfülle. Sieben Datenpunkte sind nun mal einfach besser als drei. (Eve Room ermittelt Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VOC.) Auf die Angabe des Luftdrucks könnte ich verzichten, zumal ich den auch von meiner smarten Uhr erfahre.

Als überaus nützlich erweist sich die CO₂-Angabe: „Frischluft fürs Homeoffice“ weiterlesen

Eine Auszeit von der Apple Watch

Meine On-Off-Beziehung mit Apples smarter Uhr ist in eine Off-Phase getreten. Aus einem nichtigen Grund habe ich sie an den Nagel gehängt und die Karenz dann verlängert: Was mir nun fehlt – und was nicht.

Mit der Apple Watch habe ich eine On-Off-Beziehung: Ich habe ein Leihexemplar zum Schweizer Start 2015 getestet, mir damals selbst aber keine eigene Uhr gekauft. Zum fünften Geburtstag habe ich mich auf die Series 5 eingelassen und die bis vor kurzem getragen; zuletzt im Wechsel mit einem Modell aus der Series 7.

Von hundert auf null in einem Tag – Apples Fitness-App kann so grausam sein.

Nun habe ich mir – oder, wenn man so will, der Uhr – eine Auszeit gegönnt. Der Auslöser war eine Trotzreaktion meinerseits.

Ich hatte für das Osterwochenende im Ausland das Ladekabel der neuen Series 7 eingepackt, dabei aber übersehen, dass die keinen USB-A-, sondern einen USB-C-Anschluss hat. Da ich keinen passenden Adapter dabei hatte, konnte ich die Uhr nicht aufladen.

Das hatte zur Folge, dass ich meine Ringe nicht füllen konnte und meine Strähnen bei den drei Ringen Bewegen, Trainieren und Stehen nach mehr als zwei Jahren abrupt und brutal abgerissen ist.

Darüber war ich so frustriert, dass ich die Uhr mit Nichtbeachtung bestraft und in die Schublade gelegt habe. Naheliegend wäre, natürlich, eine schnelle Versöhnung gewesen. Doch während der zwei Tage ohne die Uhr habe ich festgestellt, dass die Watch ohne Zweifel das Gerät aus dem Hause Apple ist, zu dem ich das zwiespältigste Verhältnis habe. Um diese Selbsterkenntnis zu vertiefen, bleibt sie vorerst dort, wo sie gerade ist.

Was mich aber nicht daran hindert, die Sache hier im Detail zu diskutieren. „Eine Auszeit von der Apple Watch“ weiterlesen

Fürs Geräteturnen nicht zu empfehlen

Die Airpods 3 sind eine deut­liche Verbes­serung gegenüber dem Vor­gänger­modell. Apple hat einige Mankos ausge­räumt, trotzdem sind sie in dieser Preis­kate­gorie nicht meine erste Wahl.

Ich hatte die Gelegenheit, die Apple Airpods in der dritten Generation zu testen und mit der zweiten Generation zu vergleichen, die ich hier besprochen habe. Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Ich habe damals den Klang als Schwachstelle ausgemacht, was für einen Mittelklasse-Kopfhörer unverzeihlich ist.

Diese Scharte hat Apple ausgewetzt. Die Airpods 3 klingen so gut, dass sie sich auch für Musik eignen, und nicht nur für Podcasts und Hörbücher –und wie es sich für ein Modell dieser Preisklasse gehört. Im direkten Vergleich habe ich den Eindruck, meine Bose Sport Earbuds (Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel) würden noch dynamischer und runder klingen, wobei die Unterschiede an einem kleinen Ort sind.

Eine zweite Krux bei den Airpods ist meiner Erfahrung nach die Verohrenschmalzung: „Fürs Geräteturnen nicht zu empfehlen“ weiterlesen

Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung

Was leistet die neue smarte Sportuhr von Garmin? Was ist neu im Vergleich zur Fēnix 5 und anders als bei der Apple Watch Series 7? Ein Testbericht in sieben Kapiteln.

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, als ich vor fünf Jahren die Fēnix 5S von Gramin getestet habe. Ich hielt sie für okay, habe mich aber an den Benachrichtigungen gestört. Infolgedessen war meine Besprechung nicht gerade euphorisch.

Die alte rechts hat mich während bald fünf Jahren begleitet. Wie schlägt sich die Neue im Vergleich?

Doch siehe da: Ich habe die Uhr bis vor kurzem getragen und sie nur abgelegt, um die Fēnix 7S zu testen, um die es hier gleich gehen wird. Das zeigt, wie wichtig Langzeittests sind. Der erste Eindruck ist zwar selten falsch, aber nicht immer vollständig.

Verborgene Tugenden – wie die Zuverlässigkeit und die Qualitäten beim Sport – zeigen sich erst nach und nach im Alltag. Und es gab noch zwei weitere Funktionen, die ich erst mit der Zeit entdeckt und im Beitrag Smarte Uhrdreingaben dargelegt habe.

Ich habe die 5S seinerzeit vor allem als universelle Smartwatch getestet:  „Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung“ weiterlesen

Apples kleiner Lautsprecher kann sich hören lassen

Der Homepod Mini in einem ersten Augenschein: Der Klang ist eine positive Überraschung, die Bedienung gewohnt simpel. Doch Siri hat noch Nachholbedarf.

Seit dieser Woche gibt es den Homepod Mini offiziell auch in der Schweiz – und zwar, nachdem er in anderen Ländern bereits seit Oktober 2020 erhältlich ist. Die Schweiz ist kein Ödland mehr, was smarte, vernetzte Lautsprecher angeht. Denn im April hat Amazon mitgeteilt, dass die Alexa-Sprachdienste nun auch in der Schweiz und in Belgien verfügbar seien.

Ich habe von Apple zwei Homepod Mini für den Test bekommen und in einen ersten Augenschein genommen. Für einen ausführlichen Test reicht es noch nicht, weil gerade die interaktiven Funktionen natürlich ausprobiert werden müssen.

Insbesondere interessiert mich, wie gut meine gut fünfjährige Tochter mit dem Lautsprecher zurechtkommt: „Apples kleiner Lautsprecher kann sich hören lassen“ weiterlesen

Ein Kopfhörer nur zum Musikhören

Die neuen, ans audio­phile Publikum gerich­teten Ohr­stöp­sel von Senn­heiser: Die IE 600 klingen toll, sind aus einem Mate­rial, das der Nasa nicht zu schade für den Mars ist und sind em­pfeh­lens­wert – so sie ana­to­misch passen.

Von Sennheiser habe ich die IE 600 als Testgerät bekommen. Das sind Kopfhörer, die sich gemäss Pressemeldung durch Robustheit und einen herausragenden Klang auszeichnen. Ausserdem ist die Produktionsweise bemerkenswert:

Durch ein patentiertes 3D-Druckverfahren wurden die Gehäuse des IE 600 aus amorphem Zirkonium ZR01 hergestellt, einem Metall mit einer glasartigen Atomstruktur, die ihm die dreifache Härte und Biegefestigkeit von Hochleistungsstahl verleiht.

Das klingt eindrücklich, zumal die Pressemeldung einen auch wissen lässt, dass das ZR01 auch in der Raumfahrt eingesetzt werde und die Bohrköpfe des Nasa Mars Rover daraus gemacht seien. Bekanntlich steht die audiophile Nutzerschaft auf derlei exquisite Materialien, während ich – im Vergleich dazu eher ein Vertreter der Pragmatiker-Fraktion – bislang nicht das Problem hatte, dass die Kapseln meiner Ohrstöpsel den Alltagsanforderungen nicht gewachsen gewesen wären.

Jedenfalls ist der Unterschied zu normalen Kopfhörern mit den Fingerkuppen zu ertasten: „Ein Kopfhörer nur zum Musikhören“ weiterlesen

Tippen auf Mechanisch mit Logitech

Die Pop Keys Machanical ist eine mechanische Tastatur von Logitech und eine Zierde für jeden Schreibtisch. Ihren Zweck als Eingabegerät erfüllt sie akzeptabel. Die dazu passende Pop-Mouse überzeugt hingegen nicht.

Mechanische Tastaturen sind ein Ding. Naja, zumindest für eine kleine, eingeschworene Fangruppe, die gross genug ist, dass das Phänomen inzwischen den Massenmarkt erreicht hat. Als Beleg dafür nehme ich die Pop Keys Mechanical, die Logitech mit der dazu passenden Pop Mouse dieser Tage lanciert. Die Tastatur kostet um die 120 Euro bei Amazon, die Maus etwa dreissig Euro.

Um diese beiden Eingabegeräte soll es in diesem Blogposts hier zur Hauptsache gehen. Doch erst müssen wir erst dem Phänomen auf den Grund gehen und herausfinden, warum es überhaupt eines ist. Also, was finden wir über die Motivation der Exponenten aus dem Mechanik-Lager heraus? „Tippen auf Mechanisch mit Logitech“ weiterlesen

Auf die WLAN-Tempotube drücken

Die Fritzbox 5530 ist ein Router und Glasfaser-Modem, die den neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6 unter­stützt. Ein Test zeigt, dass das in der Praxis massiv mehr Ge­schwin­dig­keit für die Inter­net­ver­bin­dung bringt.

Seit meinem Umstieg auf den Internetanschluss per Glasfaser von Init7 (Fiber ahoi!) habe ich den Turris-Omnia-Router verwendet, den ich im Beitrag Der Nerd-Router ausführlich gewürdigt habe. Und obwohl ich den schätze, habe ich ihn neulich ausgetauscht. Nämlich gegen die Fritzbox 5530 JT, die es für um die 174 Franken bei Digitec bzw. für 170 Euro bei Amazon gibt.

Zwei Gründe haben mich bewogen, den altgedienten Router zu ersetzen.

Der erste Grund besteht darin, dass der Router gelegentliche Aussetzer hatte. Die zeigten sich darin, dass das 5-GHz-Netz verloren ging und erst nach einem Neustart wieder zugänglich war. In der letzten Zeit war es immer häufiger nötig geworden, den Router neuzustarten. Es liegt auf der Hand, dass das nervt – vor allem, wenn zwei Leute im Homeoffice arbeiten und ab und zu an Videokonferenzen teilnehmen müssen.

Der zweite Grund ist im technischen Fortschritt begründet: „Auf die WLAN-Tempotube drücken“ weiterlesen

Die Zeit der Computermonster ist vorbei

Zum ersten Mal in meinem Leben besitze ich einen mobilen Windows-Computer. Dass es so weit gekommen ist, daran ist Corona nicht ganz unschuldig.

Beitragsbild: Ja, selber Komponenten zusammenzubauen, hat einen gewissen Reiz (ATX computer power supply/stockmedia.cc, CC BY 3.0).

Zum ersten Mal in meinem Lebe besitze ich einen Windows-Laptop. Das mag erstaunlich klingen, zumal ich meine Karriere als Computernutzer mit Windows 3.1 bzw. OS/2 angetreten habe. Ersteres kam 1992 auf den Markt – und ja, liebe Kinder, es gab bei diesen Systemen weder E-Mail noch Webbrowser. Alles, was man auf diesen Geräten an Daten zur Verfügung hatte, musste man entweder selber produzieren oder aber dem System mittels Disketten zuführen.

Nun waren damals Laptops noch ziemliche Ungetüme und nicht sonderlich portabel. Gleichzeitig waren sie teuer und in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Als annähernd mittelloser Student tat man gut daran, sein Geld in eine Rechenmaschine in der damals üblichen Bauform zu investieren.

Das war der Tower: „Die Zeit der Computermonster ist vorbei“ weiterlesen

Tipps für den Tolino

Acht Tricks, um das Maxi­mum aus dem E-Book-Reader von Thalia, Orell Füssli, Welt­bild, Hugen­dubel und Co. he­raus­zu­ho­len: Wie man Screen­shots macht, ein Ruhemodus-Fotos wählt, Wunsch-Schriften und Notizen benutzt, Wörter­bücher ergänzt und das Gerät schützt.

Neulich habe ich den Tolino Vision 6 ausführlich getestet und mit dem Kobo Libra 2 verglichen. Ich habe auch erklärt, wie man es am besten anstellt, wenn man eigene Inhalte aufs Gerät bringen will – hier die Tipps, wenn man die Cloud verwenden mag. Das klappt mit Epub-Dateien und PDFs direkt; andere Inhalte kann man mit Calibre oder mit einer der hier aufgeführten Apps konvertieren.

Das Testgerät bietet mir nun auch eine gute Gelegenheit, um ein paar Tipps für die E-Book-Reader zum Besten zu geben: „Tipps für den Tolino“ weiterlesen