Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck

Die Edison-Lampe von Philips ist nicht nur ein Hingucker, sie lässt sich per Bluetooth auch via Smartphone steuern, ohne dass man einen Hue-Hub benötigen würde. Die App hat allerdings noch Verbesserungspotenzial.

Ich bin der Vernetzung des trauten Heims nicht abgeneigt, aber auch nicht euphorisch. Denn in vielen Fällen erkauft man sich einen kleinen Fortschritt mit einem grossen Administrationsaufwand:

Per Startbildschirm kann man eine oder mehrere Lampen gemeinsam und mittels Vorgaben steuern.

Man muss seine smarten Stecker mit Firmware-Updates versorgen und sicherstellen, dass auch ja das WLAN nie ausfällt. Und auch wenn das gewährleistet ist, funktioniert der Kram in so und so vielen Fällen aus unerfindlichen Gründen dann doch nicht. Wir lernen: Auch der gute alte Lichtschalter hat seine Berechtigung.

Trotzdem wollten es die Umstände, dass sich neulich ein smartes Gadget in unser Heim verirrt hat. Es handelt sich um die Edison Lampe mit Glühdraht von Philips (LWV001), die für ungefähr 30 Euro bei Amazon zu haben ist.

Die Lampe stammt aus der Hue-Familie und ist nicht vollsmart, sondern nur halbsmart ist, wenn ich so sagen darf. Sie hat kein WLAN, sondern Bluetooth und lässt sich ohne den Hub verwenden, der bei Philips Hue-Bridge heisst¹. Das ist ein Nachteil, weil es die Möglichkeiten einschränkt. Wenn man einen Hub hat, dann arbeiten die Lampen mit dem zusammen – man verbaut sich daher nichts. „Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck“ weiterlesen

Ein toller Laptop, dem erst einige Marotten auszutreiben sind

Einer der Spitzen-Laptops von HP im ersten Augenschein. Plus zwei Tipps, wie Windows am Laptop gmögiger wird.

Ich habe das Vergnügen, von HP eines der Spitzengeräte aus dem Notebookbereich zu testen, das Spectre x360 15 eb0720nz. (Um Gaby Salvisberg vom «PC Tipp» nicht zu ärgern, werde ich es nicht «Flagship Model» nennen.) Es ist bald auf dem Weg zurück zum Absender. Ein paar Erkenntnisse will ich dazu festhalten. Es geht ein bisschen ums Gerät, aber vor allem um das, was mich an Windows-Laptops im Allgemeinen stört.

Gut versteckt: Der Einschaltknopf in der anderen Ecke.

Also, erstens der Laptop selbst: Er hat ein 15-Zoll-Display mit einem 4k-Display, HDR und Amoled, das mich in den Bann geschlagen hat. Keine Frage, für anspruchsvolle Grafikanwendungen ist das ein schönes Gerät, das für um die 2000 Franken seinen Preis hat, aber im Vergleich zu einem gut ausgestatteten Macbook trotzdem ein ansehnliches Preis-Leistungsverhältnis zu bieten hat.

Ein paar Stichworte dazu: Intel Core i7, Nvidia GeForce GTX 1650 mit Max-Q-Design und 4 GB GDDR5 dediziert, 16 GB DDR4-RAM, 1 TB-SSD von Intel, guter Sound dank Lautsprechern von Bang & Olufsen und Wifi 6.

Der USB-C-Anschluss in der abgewinkelten Ecke könnte übersehen werden…

Die Ausstattung gefällt mir auch: Es gibt einen MicroSD-Schlitz, HDMI 2.0, einen USB-A-Anschluss und zwei für USB-C, einer davon mit Thunderbolt 3 und den «Kill Switch» für die Webcam, den HP seit einiger Zeit verbaut.

Mir wären drei USB-C-Steckplätze lieber, aber natürlich ist es auch nicht verkehrt, für USB-A keinen Adapter zu brauchen. Die Webcam kann auch für die Anmeldung mit Gesichtserkennung benutzt werden und es gibt einen Fingerabdrucksensor für Windows Hello.

Zwei Dinge habe ich zu kritisieren: „Ein toller Laptop, dem erst einige Marotten auszutreiben sind“ weiterlesen

Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming

Ich habe einen günstigen HDMI-Capture-Adapter mit meiner Sony-Videokamera und meiner Spiegelreflex von NIkon getestet und dabei eine kleine Überraschung erlebt.

Bei der Produktion für meine Videos experimentiere ich mit neuen Verfahrensweisen. Dabei soll meine Spiegelreflexkamera, die D7000 von Nikon, häufiger zu Einsatz kommen. Bis jetzt habe ich vor allem mit der Sony AX100e (Eine patente Kamera) gefilmt.

Da die D7000 keinen umklappbaren Monitor hat, wollte ich ausprobieren, was es bringt, den Laptop als Kameramonitor zu verwenden. Zu diesem Zweck habe ich mir einen HDMI-Capture-Adapter angeschafft.

Das ist ein Gerät, das das Live-Signal der Kamera via HDMI-Kabel abgreift und per USB in den Rechner einspeist. Auf diese Weise hat man das Live-Signal am Computer zur Verfügung und kann seine Video- und Spiegelreflexkameras fürs Live-Streaming und für Videokonferenzen nutzen.

…. und nein, man sollte nicht auf die Idee kommen zu diesem Zweck, die Kamera per HDMI mit dem bei vielen Computern vorhandenen HDMI-Anschluss zu verbinden: „Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming“ weiterlesen

Laufen in Zeiten der Pandemie

So peinlich dieses Geständnis an dieser Stelle auch ist. Aber: Wir haben uns ein Laufband angeschafft und sind obendrein ganz zufrieden damit.

Diese Pandemie macht uns nun schon seit bald einem Jahr das Leben schwer. Sie führt dazu, dass wir viel zu Hause hocken und uns mit Homeoffice und Kontakteinschränkungen manchmal wie Gefangene fühlen. Das nötigt uns eine stoische Duldungshaltung ab – und auch die Fähigkeit zur Improvisation.

Es gibt eine Errungenschaft in diesem Haushalt, die auf die Coronapandemie zurückzuführen ist. Ich bilde mir ein, dass sie mit ebendieser Fähigkeit zur Improvisation zusammenhängt. Böse Zungen würden nun ins Feld führen, dass es hochgegriffen und beschönigend sei, einen Frustkauf «Improvisation» zu nennen. Und ja, ich teile die Ansicht, dass es sich die Leute oft zu einfach machen, wenn sie sämtliche Probleme in ihrem Leben mittels Konsum zu lösen versuchen. Doch weil es im vorliegenden Fall um ein simples Problem und eine effektive Lösung geht, bin ich grosszügig.

Aber etwas konkreter: „Laufen in Zeiten der Pandemie“ weiterlesen

Ein völlig analoges Gadget, das mir die Augen öffnet

Ein Gadget, das es in Vernetzt gäbe – das mir aber auch ohne den digitalen Anschluss jede Menge Spass bereitet.

Ich hatte unlängst das Vergnügen, meinen Geburtstag zu feiern. Etwas weniger vergnüglich war es, während dieses Vorgangs mitanzusehen, wie die Zahl, die mein Alter angibt, in eine unflätige Höhe geschossen ist. Und ja, ich weiss: Man wird jedes Jahr zum Glück nur ein Jahr älter. Aber trotzdem hat unser dezimales Zahlensystem die Eigenschaft, alle zehn Jahre einen scheinbaren Sprung zu vollziehen. Dieser Sprung ist es, der die Kraft hat, uns Betroffene in seelische Verzweiflung zu stürzen.

Aber gut, zum Glück bin ich mental heil aus dieser Sache herausgekommen. Das hat auch mit dem einen Geschenk zu tun, das ich erhalten habe. Das ist geradezu prädestiniert, die Dinge in Relation zu rücken – und uns Menschen zu verstehen zu geben, dass wir auf der Skala des Grossen und Ganzen keine Bedeutung haben und uns demzufolge nicht zu wichtig nehmen sollten.

Also, falls es an dieser Stelle noch nicht klargeworden ist. Ich habe etwas geschenkt bekommen, mit dem ich schon lange geliebäugelt habe: „Ein völlig analoges Gadget, das mir die Augen öffnet“ weiterlesen

Das neue Macbook Air in einem ersten Augenschein

Meinen Vorbehalten zum Trotz hat mich Apples neuer Laptop mit dem brandneuen M1-Prozessor beeindruckt. Trotzdem: Ein paar Kritikpunkte bleiben. Und die Frage, wie die Konkurrenz reagieren wird.

Meine Frau hat sich dazu durchgerungen, ihr geliebtes Macbook Air von 2010 in den wohlverdienten Ruhestand zu entlassen. Als Ersatz hat sie sich das neue Macbook Air angelacht, das an dieser Veranstaltung hier der staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert worden ist.

Sie gibt es zwar nicht sehr gerne aus der Hand. Trotzdem hat sie mir erlaubt – herzlichen Dank! – es einem kurzen Augenschein zu unterziehen. Ich habe keinen brutalen Benchmark-Test darauf laufen lassen oder probehalber 15-stündige Videos in 48k rendern lassen. Derlei Tests überlasse ich gerne anderen.

Mich interessiert mehr, wie ein solches Gerät sich im Alltag schlägt. Entscheidender ist meines Erachtens das subjektive Gefühl, das man als Nutzer hat: Ist es flink genug für die Alltagsaufgaben? Macht es Spass, damit Dinge zu erledigen? Oder findet man Dinge, die einen stören oder bei der Arbeit behindern?

Und dazu habe ich einige Beobachtungen: „Das neue Macbook Air in einem ersten Augenschein“ weiterlesen

Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel

Den Sport Earbuds von Bose mangelt es etwas an Ausdauer. Ansonsten kann man diese für Sportler entwickelten True-Wireless-Kopfhörer nur empfehlen.

Für den Sport und oft auch für Spaziergänge mit geringen sportlichen Ambitionen verwende ich seit längerem Kopfhörer von Bose. Ursprünglich ein kabelgebundenes Modell, dann seit 2017 die hier besprochen Bluetooth-Variante namens SoundSport. Ich habe mich darum gefreut, das Nachfolgemodell testen zu können. Das habe ich für die grosse Kopfhörer-Typologie bei den Tamedia-Blättern (🔒💰) getan.

Dieses Nachfolgemodell heisst Bose Sport Earbuds (Amazon Affiliate). Sie kosten um die 160 Euro bzw. etwa 186 Franken bei Digitec. Und sie haben sich gegenüber dem Vorgänger stark verändert.

Man könnte sagen, dass eine gewisse Airpodifizierung stattgefunden hat: Das Nackenkabel, das die beiden Kapseln verbunden hat, ist verschwunden. Die Earbuds verwenden nun die sogenannte True-Wireless-Bauweise. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man zwei getrennte Ohrteile hat, die durch kein Kabel verbunden sind.

True Wireless hat zwei unbestreitbare Vorteile: „Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel“ weiterlesen

Die hohe Kunst der Inszenierung

Der Beoplay H95 im Test: Ist dieser Kopfhörer, der mich fast dazu verleitet hätte, ein Unboxing-Video zu fabrizieren, tatsächlich 900 Franken wert?

Eine der dämlichsten Modeerscheinungen, die in letzter Zeit die Tech-Welt heimgesucht hat, sind die sog. Unboxing-Videos: Man sieht jemandem zu, wie er ein Gerät aus der Verpackung nimmt. Das hat keinerlei Nutzwert für den Betrachter. Der einzige Zweck eines solchen Videos ist, die Vorfreude zu steigern und das Produkt zu zelebrieren. Entsprechend ist ein solches Video keine journalistische Leistung, sondern Marketing.

Okay, kleiner Einwand: Einen Nutzen haben Unboxing-Videos. Nämlich für Leute wie mich, die ihre Testgeräte nach dem Test zurückschicken – und dann herausfinden müssen, wie zum Teufel Gadget, die Kabel, Anleitung und das Zubehör jemals in diese winzige Schachtel gepasst haben. Daran scheitere ich regelmässig. Und deswegen habe ich auch schon Hilfe bei Youtube gesucht. Aber klar: Man könnte stattdessen beim Auspacken zu Dokumentationszwecken ein Handyfoto machen.

Neulich habe ich mir aber trotzdem fast eine halbe Sekunde lang überlegt, selbst ein solches Video zu machen. Nämlich, als neulich ein Testexemplar des Beoplay H95 bei mir eingetroffen ist.

Bei diesem Gadget bekommt man als Erstes eine edle Kartonschachtel in die Finger. „Die hohe Kunst der Inszenierung“ weiterlesen

Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber

Die Z5 in einem ersten Augenschein. Ich an Nikons jüngster Vollformat-Systemkameras einiges zu loben – doch aus einem ganz bestimmten Grund kann ich sie trotzdem nicht zum Kauf empfehlen.

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, die Z5 (Amazon Affiliate) von Nikon zu testen. Es handelt sich um Nikons Einstiegsmodell in die Klasse der spiegellosen Vollformatkameras. Die beiden grösseren Geschwister sind die Z6 und die Z7. Es gibt mit der Z50 auch eine Variante mit APS-C-Sensor.

Die Z6 konnte ich seinerzeit ausführlich testen. Ich habe hier im Blog ein paar Details besprochen und sie beim Tagi kurz in unseren Gadget-Empfehlungen (🔒💰) erwähnt.

Die Z6 hat mir damals sehr gut gefallen. Darum stellt sich sogleich die Frage, ob das auch bei der Z5 der Fall ist – oder ob man Abstriche machen muss, die schmerzhaft oder sogar inakzeptabel sind. Und das sind die sechs Unterschiede zwischen den beiden Modellen, die mir relevant erscheinen:

Der Sensor. Er wird bei der Z5 nicht rückwärtig belichtet wie bei der Z6. Die Back Side Illumination (BSI) führt zu einer etwas grösseren Lichtempfindlichkeit. „Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber“ weiterlesen

So befriedigt man WLAN-mässige Expansionsgelüste

Der Fritz Repeater 2400 im Test: In meinem Büro bewirkt er leider kein Wunder, doch bei der Funk-Expansion in den Garten spielt er bestens mit.

Die netten Presseleute von AVM haben mir neulich ungefragt den Fritz Repeater 2400 (Amazon Affiliate) zugeschickt. Das ist ein Gerät, das um die 77 Euro bzw. 83 Franken kostet und die Reichweite des WLANs verbessern soll – und ganz einfach in der Benutzung ist. Man müsse bloss zwei Knöpfe drücken, um es in Betrieb zu nehmen, verspricht die Anleitung auf der Verpackung.

Mein Büro ist so gelegen, dass sich kein Ethernet-Kabel zum Router ziehen lässt. Auch die WLAN-Verbindung ist nur mittelmässig prächtig. Da käme mir dieses Gerät gerade recht.

Also, was taugt es? Die einfache Inbetriebnahme funktioniert leider schon einmal nicht. Die Vorgehensweise wäre wie folgt: Man steckt den Repeater ein, drückt den Connect-Knopf und betätigt am Modem dem WPS-Knopf. Dumm nur, dass mein Router, hier beschrieben, keinen solchen Knopf hat – was aus Sicherheitsgründen zu begrüssen ist. „So befriedigt man WLAN-mässige Expansionsgelüste“ weiterlesen