Zeitvertreib für Wortmenschen

«Words of Wonders» ist ein Scrabble-artiges Buchstabenrätsel, bei dem der Spieler aus einer Handvoll Buchstaben möglichst viele sinnvolle Wörter heraustüfteln muss.

Mit meiner Mutter spiele ich gelegentlich Scrabble. Und obwohl ich der Journalist der Familie bin, weiss sie mit ihren Buchstaben meist mehr anzufangen als ich. Das hat mit Training zu tun – denn wer oft scrabbelt, der hat für manche ungünstige Kombination aus seltsamen Konsonanten und raren Vokalen eine erfolgversprechende Strategie parat.

Vielleicht haben ihre regelmässigen Siege auch damit zu tun, dass mir Worte vor allem innerhalb eines Kontexts einfallen und nicht einfach so, nur anhand ihrer buchstäblichen Erscheinung. Das wiederum hat sicherlich damit zu tun, dass ich Journalist bin – denn das vordringliche Ziel meiner Berufsgattung ist es nicht, ansprechendes Schriftbild zu erzielen, sondern wichtige Inhalte auf die passende Weise zu transportieren. Das rede ich mir zumindest ein.

Als neulich jemand auf Twitter die App Words of Wonders (Wortkreuz) erwähnt hat, bin ich sogleich auf die angesprungen. Die scheint mir ideal für jemanden wie ich, der unbotmässige Scrabble-Lücken aufweist. Sie ist mit dem bekannten Worträtselspiel verwandt, eignet sich aber bestens fürs Solo-Spiel und dürfte bei regelmässiger Anwendung auch die Punktzahl beim Scrabbeln verbessern.

Ein paar Buchstaben – und was daraus wird

Das Spielprinzip ist einfach: „Zeitvertreib für Wortmenschen“ weiterlesen

Nicht so schick wie das Startmenü – aber viel praktischer

In Windows gibt es, gut versteckt, eine Liste mit allen installierten Programmen, die das Startmenü in Sachen Benutzerfreundlichkeit um Längen schlägt.

Ich habe neulich eine Handvoll Tipps für alle, die die Taskleiste und das Startmenü von Windows lieben oder hassen vom Stapel gelassen. Darin ging es unter anderem um die Vollbildansicht des Startmenüs, die eine nützliche Übersicht aller installierter Programme bietet.

Die ist praktisch. Aber auch sie beseitigt das grundlegende Problem mit dem Startmenü nicht. Das besteht darin, dass dieses Startmenü für Otto Normaluser erfunden worden ist. Für versierte Anwender – neudeutsch würde man vom sog. Poweruser sprechen – legt es zu grossen Wert auf Schnickschnack und es ist zu wenig auf schnelle Bedienbarkeit getrimmt.

Für mich ist ein Gradmesser, wie gut sich eine Benutzerschnittstelle per Tastatur bedienen lässt. Das ist mit dem Startmenü grundsätzlich möglich: Mit der Tastenkombination Ctrl + Escape öffnet man das Startmenü. Mit der Tabulatortaste springt man nun von der Startleiste am linken Rand zu der alphabetischen Liste der Programme und dann zu den Kacheln. Die alphabetische Programmliste kann man auch mit den Maustasten durchblättern oder es ist möglich, durch Drücken einer Buchstabentaste zu einem bestimmten Anfangsbuchstaben zu hüpfen.

Das funktioniert, doch wenn man das Startmenü zugeklappt hat, wird die Ansicht zurückgesetzt. Wenn man ein zweites Mal möchte, welche Programme man installiert hat, die mit F beginnen, dann fängt man wieder von vorn an. „Nicht so schick wie das Startmenü – aber viel praktischer“ weiterlesen

Zwei Apps für gestreamte Hörbücher

Die beiden Apps Spooks und Eary machen die Mankos von Spotify und Apple Music wett und bringen Hörbücher komfortabel zu Gehör.

Neulich habe ich eine Anleitung versprochen, wie man Spotify-Mankos ausbügelt. Ehrlicherweise muss man sagen, dass das aber vor allem eine Tirade war, weil mir beim Streamingdienst etliches nicht gefällt.

Die Kritik bezog sich vor allem auf die Hörbücher und Podcasts. Denn während die App dem Zweck des Musikhörens weitgehend gewachsen ist, legt sie bei den Inhalten mit gesprochenem Wort erstaunliche Mängel an den Tag.

Offenbar haben die Spotify-Leute mein Blog gelesen. Jednefalls gibt es nun die geforderte Zuletzt gehört-Liste.

Ich komme aus zwei Gründen auf diesen Beitrag zurück. Erstens hat Spotify kurz nach der Veröffentlichung meines Beitrags die Zuletzt gehört-Funktion nachgereicht. Sie findet sich auf der Startseite beim Uhren-Knopf rechts oben, und sie ist eine echte Verbesserung: Man sieht, nach Tagen sortiert, was man sich angehört hat.

Das ist sinnvoll, aber leider auch noch nicht perfekt. Einerseits ist diese Liste am Smartphone nun zwar brauchbar. In der Desktop-App hilft einem Zuletzt gehört bei Hörbüchern noch immer nicht weiter, weil nur Alben, nicht aber Titel aufgeführt sind.

Andererseits kann man keine Titel aus der Liste löschen oder ausblenden. Das möchte man aber ganz bestimmt tun, wenn man wieder einmal seinen guilty pleasures gefrönt hat.

Wer hätte das gedacht? Es gibt Extra-Apps fürs Streamen von Hörbüchern

Der zweite Grund, das Thema noch einmal anzuschneiden, ist ein Tipp, den ich auf Twitter erhalten habe. „Zwei Apps für gestreamte Hörbücher“ weiterlesen

Nachtigall, ick hör dir pfeifen

Die App Zwitschomat klärt Naturbanausen wie mich darüber auf, welchen Vogel ich gerade singen höre – egal, ob ich von der Vorführung nun erfreut oder genervt bin.

Apps, die uns die Welt erklären: Es gibt bestimmt Leute, die darob die Nase rümpfen, weil sich das Smartphone in dieser Rolle gar wichtig macht. Mich stört das allerdings nicht. Ich bin mir bewusst, dass ich in manchen Bereichen erschreckende Bildungslücken aufweise und habe keine Mühe, mir auf technischem Weg über die hinweghelfen zu lassen.

Zwei Apps, die mir beim Verständnis meiner Umwelt helfen, habe ich in den Beiträgen Floraler Ermittlungshelfer und Wie wäre es mit einem QR-Code? vorgestellt. Sie finden sagen einem, mit was für Pflanzen man es zu tun hat, wenn man das nicht selbst weiss.

Nun besteht die Natur bekanntlich nicht nur aus Gewächsen. Es gibt auch Tiere, insbesondere solche, die Geräusche von sich geben. Zu den lärmigsten Kreaturen gehören, gerade in dieser Jahreszeit, die Vögel. Sie krächzen, piepsen, zwitschern und jubilieren, dass es eine Freude ist. Oder ein Ärgernis: „Nachtigall, ick hör dir pfeifen“ weiterlesen

Zwei Klempner für Amerikas Seelennotstand

Nach Verbrechen, der Bibel und Sex nun auch noch die USA – ich bespreche «OK, America?» von «Die Zeit» und analysiere, warum es ausgerechnet einer Wochenzeitung gelungen ist, eine stringente Podcast-Strategie auf die Beine zu stellen.

Ich kann nicht versprechen, dass ich hier im Blog alle Podcasts von «Die Zeit» besprechen werde. Ich habe zwar hier «Zeit Verbrechen», hier «Woher weisst du das?», in dem es um Sex geht, vorgestellt. Und hier «Unter Pfarrerstöchtern» zur Bibel.

Aber es gibt bei «Die Zeit» noch eine ganze Menge mehr zu hören. Auf dieser Seite habe ich  ein Dutzend Serien gezählt. Plus drei, die im Moment auf Eis liegen. Zu den pausierenden Produktionen gehört ausgerechnet der Digitalpodcast mit dem klingenden Namen Wird das was? – was in dem Fall selbstreferenziell gemeint sein könnte.

Ob das noch was wird?

Zugegeben: Tech-Podcasts gibt es mehr als genug, auch in meinem Podcatcher. Ich bin mir übrigens meiner Schuld bewusst, selbst zu diesem Missstand beizutragen, indem wir auch beim Nerdfunk dieses übernutzte Feld beackern. „Zwei Klempner für Amerikas Seelennotstand“ weiterlesen

Wie man Fotos ohne Cloud verschlagwortet

Eine automatische Inhaltsanalyse von Fotos, die offline funktioniert: Das ist mit Excire möglich. Zwar leistet sich die Software gelegentliche Fehler und Auslassungen, ist aber trotzdem eine Empfehlung wert.

Regelmässige Leserinnen dieses Blogs werden festgestellt haben, dass ich eine pedantische Ader habe. Die zeigt sich nicht in allen Lebenslagen. Zum Beispiel habe ich kein Problem mit einem unaufgeräumten Büro. Aber in digitalen Dingen kenne ich keine Gnade. Darum habe ich neulich mein Blog auf Vordermann gebracht. Und ich kann mich mit Inbrunst um digitale Metadaten kümmern. Bei der Musik. Vor allem aber bei den Fotos.

Ich habe seinerzeit in Lightroom meine Digitalfotos akribisch verschlagwortet. Ich habe eine Bildlegende gesetzt und Stichworte vergeben und manchmal sogar eine ausführliche Beschreibung verfasst. Und das, nach den Ferien, bei Hunderten von Bildern. Und es war mir wichtig, die Bilder mit präzisen GPS-Daten zu versehen. Das war vor zehn Jahren recht aufwändig, aber ich hatte eine ausgeklügelte Methode entwickelt.

Ansatzweise neurotisch

Da ich keine Fotoagentur bin, war das ansatzweise neurotisch. Ich hatte irgendwann ein Einsehen und damit aufgehört. Auch aus äusserem Anlass. Das Verschlagworten von Bildern ist zeitraubend, und irgendwann war mir der Aufwand zu gross.

Ausserdem hat sich die Erkenntnis eingeschlichen, dass die ganze Arbeit vergebene Liebesmüh sein könnte. Wir erinnern uns: „Wie man Fotos ohne Cloud verschlagwortet“ weiterlesen

Das Empire schlägt zurück: Wo Windows den Mac abtrocknet

So toll der Mac und sein Betriebssystem auch sind: In einigen Punkten kann Mac OS nicht mit der Konkurrenz mithalten. Die Top-6, wo Windows mehr zu bieten hat.

Ist das ein k. o.? Wo der Mac über Windows triumphiert: In dem Beitrag habe ich fünf Stärken eruiert, die Apples Computer den hunds­ge­wöhn­lichen PCs voraushaben. Doch dieses Duell endete nicht mit einem totalen Triumph von Mac OS. Es gibt nämlich auch einige Dinge, die Windows dem Konkurrenten voraus hat. Und darum geht es nun in dieser zweiten Runde: Um die Bereiche, in denen Microsoft obsiegt. Und ja, auch diese Rangliste hier ist natürlich subjektiv.

Platz sechs: Die Windows-Zeitleiste

Die Windows-Timeline, eingeführt mit dem April-2018-Update, ist ein nützliches Ding. Ich habe sie im Beitrag Das Patentrezept für echte Windows-Verbesserungen ausführlich vorgestellt. „Das Empire schlägt zurück: Wo Windows den Mac abtrocknet“ weiterlesen

Ist das das Nonplusultra fürs Radio?

Ich habe Hindenburg getestet, ein Programm für rasende Radioreporter und beantworte die Frage, ob das auch für Podcaster und Videoproduzenten taugt.

2012 habe ich im Beitrag Wie verwegene Kerle ihr Audio schneiden das Open-Source-Programm Audacity vorgestellt. Es ist für die Bearbeitung von Audiodateien zuständig und gehörte bei mir damals trotz der, Zitat, «angestaubten Oberfläche» zu den regelmässig benutzten Anwendungen: Audacity kam mindestens einmal pro Woche zum Einsatz, oft sogar häufiger.

Audacity: Noch so «schön» wie vor zwanzig Jahren.

Daran hat sich in den letzten neun Jahren nichts Wesentliches verändert. Die Oberfläche ist noch immer angestaubt bzw. quasi unverändert. Und ich benutze die Software noch immer regelmässig für die Nachbearbeitung der Nerdfunk-Aufnahmen und meiner (allerdings nicht mehr so häufigen) Video-Voiceovers.

Es ist somit keine Übertreibung, wenn ich sage, dass dieses Programm sich bewährt hat. Trotzdem habe ich neulich ein seit längerem geplantes  Vorhaben in die Tat umgesetzt und mir Hindenburg näher angeschaut. Nein, nicht der Zeppelin – der ist nämlich abgestürzt. Sondern die Software, die aus Dänemark stammt.

Hindenburg ist, anders als Audacity oder meinetwegen auch Adobe Audition kein universeller Audio-Editor, sondern ein Programm, das explizit für Journalisten und Produzenten beim Radio entwickelt wird. Das klingt schon einmal sehr gut: „Ist das das Nonplusultra fürs Radio?“ weiterlesen

Wenn eine künstliche Intelligenz Farbe herbeizaubert

Wie gut sind Soft­ware­programme, die aus Schwarz­weiss­auf­nahmen bunte Bilder machen? Ich habe das anhand eines authen­tischen Jugend­selfies ausprobiert.

Es ist beeindruckend, was künstliche Intelligenz bei altem Bildmaterial zu leisten vermag: Sie erhöht die Auflösung, rechtet ruckelige Filmsequenzen ruhig, entfernt Bildstörungen und macht Schwarzweiss-Aufnahmen bunt.

Diese Restauration verändert unsere Wahrnehmung: Digital aufgefrischte Zeitdokumente wirken nicht mehr wie historische Artefakte, die uns heute nichts mehr angehen. Die gefühlte Distanz wird kleiner – auch wenn uns die Bilder natürlich niemals so direkt betreffen, wie ein Selfie, das wir selbst vor drei Tagen fabriziert haben.

Diesen Effekt habe ich im Beitrag Und plötzlich wirkt die Vergangenheit frisch und lebensecht (Abo+) beschrieben und einige eindrückliche Beispiele zusammengesucht, die die Möglichkeiten solcher Algorithmen demonstrieren. Es gibt inzwischen nämlich eine lebendige Szene, die sich der Aufgabe verschrieben hat, das letzte aus alten Filmaufnahmen herauszuholen.

Seit ich den Artikel geschrieben habe, wollte ich selbst eine solche Software ausprobieren. Als Testobjekt habe ich folgendes Foto ausgesucht, das mich in meinem Jugendzimmer zeigt – und das ich ohne Koketterie als Perle aus meinem Fotoarchiv bezeichnen würde. „Wenn eine künstliche Intelligenz Farbe herbeizaubert“ weiterlesen

Ist das ein k. o.? Wo der Mac über Windows triumphiert

Was kann Mac OS besser als Microsofts Betriebssystem? Meine Top-Fünf-Rangliste mit Apples Vorteilen – und einem weiteren Vorteil, der ausser Konkurrenz läuft.

Neulich feierte Mac OS ein rundes Jubiläum, was ich für die Tamedia-Zeitungen mit 20 Tipps zum 20. Geburtstag (Abo+) gewürdigt habe.

Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, bei denen Mac OS Windows überlegen ist – ohne Wenn und Aber.

Und damit diese Erkenntnis nicht mein Privatvergnügen bleibt, hier eine Rangliste mit meinen persönlichen Favoriten:

Platz fünf: Die mitgelieferten Apps

Ich bin kein grosser Fan von Apple Mail. Trotzdem ist dieses Mailprogramm ohne Zweifel um Welten besser als die Mail-App von Microsoft. Das Gleiche gilt auch für den Kalender und die Kontakte. Apple punktet ausserdem bei der Musik- und der Podcast-App, bei Fotos und iMovie – auch wenn Windows bei diesem Punkt aufgeholt hat (Aus einem Mauerblümchen wird eine richtige Foto-App).

Nicht zu vergessen: „Ist das ein k. o.? Wo der Mac über Windows triumphiert“ weiterlesen