Ein grosses Plus an Sicherheit und Privatsphäre

Meine kleine Reihe über den neuen Raspberry Pi artet offensichtlich zum Vierteiler aus. Nach den Beiträgen über den Raspi Modell 4, dessen Inbetriebnahme und die Cloud-Hosting-Software Nextcloud geht es heute um die Nextcloud-Client-Programme für Windows und Mac. Die habe ich bisher noch nicht besprochen – ein Versäumnis, das an dieser Stelle wettgemacht wird.

Zur Rekapitulation: Nextcloud ist eine Software, die entweder bei einem Hostinganbieter (zum Beispiel bei Infomaniak) oder auf einem eigenen kleinen Server läuft – der Raspberry Pi bietet sich dafür an. Es gibt aber auch Leute, die ihr Glück mit einem NAS probieren; offensichtlich nicht immer mit grossem Erfolg.

Doch wenn es funktioniert, bekommt man ein eigenes kleines Datenwölkchen, das Dateien synchronisiert (wie Dropbox, Google Drive oder Onedrive), bei dem man seinen Kalender hat (wie Google Calendar) und wo man auch seine Kontakte hinterlegt. „Ein grosses Plus an Sicherheit und Privatsphäre“ weiterlesen

Hier blüht uns ein modernes Mail-Erlebnis

In meiner kleinen Reihe zu Mailprogrammen ging es hier um Mailbird und hier um Em Client. Heute ist Mailspring an der Reihe. Dieses Programm hat einen optimistischen Namen, der einen Neuaufbruch verheisst – und eine frische, einladende Oberfläche. Und man bekommt das Programm kostenlos für Windows, Mac und Linux.

Das könnte dazu führen, dass an dieser Stelle sogleich Euphorie einsetzt. Ist das das Mailprogramm der Zukunft? Einen kleinen Dämpfer gibt es sogleich beim ersten Start. Man kann Mailspring nicht nutzen, ohne eine Mailspring-ID anzulegen. Das ist ein Nutzerkonto, das laut Supportdokument zwingend notwendig ist:

Creating a Mailspring ID is necessary because existing email protocols like IMAP and SMTP do not provide a way to associate metadata with email messages. For example, to snooze an email on your laptop and unsnooze it on your work computer, Mailspring needs to be able to store the date you’ve selected on it’s own and sync it between your devices.

Die herkömmlichen Mailprotokolle erlauben es nicht, E-Mails mit Metadaten zu versehen. Darum müssen diese Metadaten separat gespeichert werden. Und damit man sie überall zur Verfügung hat, braucht es die Cloud. Das ist einerseits einleuchtend.

Andererseits dürfte das manche Interessenten dazu zwingen, auf Mailspring zu verzichten. „Hier blüht uns ein modernes Mail-Erlebnis“ weiterlesen

Tipps zu Passwörtern und Passwortmanagern

Jaa, ich weiss, ich hätte längstens über Fido2 schreiben müssen. Dieses Thema steht auch weit oben auf meiner Liste. Und nein, es würde nicht bedingen, dass ich zum Hundehalter werde. Fido2 ist ein (mutmasslich) brauchbares Konzept, wie man Passwörter zum Verschwinden bringt. Man braucht einen Sicherheitsschlüssel wie den Solo Key, der per USB und NFC funktioniert und auf Kickstarter innert zwanzig Minuten finanziert worden war.

Also, versprochen: Dieses Video (oder Post) kommt irgendwann. Heute geht es um den klassischen Weg des Logins im Netz, der bekanntermassen mit Benutzernamen und Passwort erfolgt. Apple eine Menge getan, um es komfortabler zu gestalten und den Umgang mit den Passwörtern zu vereinfachen.

Einen der Tricks habe ich neulich im Beitrag Automatische Passwortabfüllung vorgestellt. Nebst dem erkläre ich im Video auch die nützlichen Funktionen, um Passwörter zu teilen – per Airdrop oder mit WLAN sogar automatisch.

„Tipps zu Passwörtern und Passwortmanagern“ weiterlesen

Das lange Warten auf den besseren Homescreen

Meistens gefallen mir die Updates besser, bei denen Apple nicht das ganze System umpflügt, sondern kleine Verbesserungen vornimmt. In aller Regel ist es so, dass es die kleinen Veränderungen sind, die über die Zeit einen Unterschied machen – und manchmal sogar jene, die Apple noch nicht einmal an die grosse Glocke hängt.

Für iOS 13 stimmt das bedingt. Mir gefällt der dunkle Modus ganz gut. Das ist eine Kleinigkeit, bei der Apple trotzdem nicht davor zurückscheut, ein Tamtam darum zu veranstalten. Aber gut, Klappern gehört zum Handwerk, wie der deutsche Volksmund sagt.

Im Video stelle ich die wichtigsten Neuerungen von iOS 13 – und vor allem auch von iPad OS 13 vor. Das wird, wie gestern bekannt wurde, am 19. September verfügbar sein.


Ein besserer Homescreen – und 6 weitere Verbesserungen

Das ist der aufgemöbelte Homescreen, der nun nicht mehr nur aus lächerlich grossen Icons besteht. Stattdessen sind die Widgets sichtbar, die man bis anhin separat herbeiwischen musste.

Das ist ganz nett. Aber beim Homescreen hätte für meinen Geschmack die Innovationsfreude etwas grössere Blüten treiben dürfen. Der Homescreen war beim iPad immer eine Absonderlichkeit – und ein exemplarisches Beispiel dafür, dass man Elemente der Benutzerschnittstelle für andere Bildschirmgrössen nicht einfach skalieren sollte. „Das lange Warten auf den besseren Homescreen“ weiterlesen

Google, Paranoia, Superhelden

Set dem letzten Aufwisch sind ein paar Wochen ins Land gezogen. Und das waren die Themen, die mich beschäftigt haben:

„Google, Paranoia, Superhelden“ weiterlesen

Fotosicherung: Mission accomplished

Nachdem der Raspberry Pi sein Plätzchen hier um Haushalt gefunden und die Nextcloud installiert ist, komme ich nun dazu, mir Gedanken darüber zu machen, ob sich die Sache eigentlich gelohnt hat – und ob ich sie zur Nachahmung empfehlen würde.

Denn man könnte eine solche «Ich baue mir meine eigene Cloud»-Aktion aus reiner Spass an der Freude betreiben. Oder aus ideologischen Gründen – und um Google, Microsoft und Dropbox eins auszuwischen. Aber was mich angeht, hätte ich gerne, dass der Nutzen den Aufwand rechtfertigt. Darum also die Frage: Was taugt die Nextcloud?

Bevor ich zur Antwort komme, noch ein kleiner Nachtrag: Ich habe mein Problem mit der externen Festplatte letztendlich ganz einfach gelöst. „Fotosicherung: Mission accomplished“ weiterlesen

Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks

Wie jeder (halbwegs) kreative Mensch habe auch ich die Idee im Hinterkopf, irgendwann mal einen Roman zu schreiben. Oder ein Drehbuch. Oder zumindest ein kleines Hörspiel oder ein Kinderbuch.

Das Dumme ist nur, dass es leider nicht damit getan ist, ein paar gerade Sätze aufs Papier oder den Bildschirm zu bringen. Es reicht auch nicht, dass man es schafft, eine Situation stimmungsvoll zu beschreiben oder sich einen knackigen Dialog auszudenken.

Nein, leider nicht. Das sind zwar die Disziplinen, die handwerklich aktive Schreiber wie ich einigermassen hinbekommen. Aber die reichen leider noch nicht einmal für eine Kurzgeschichte. Denn nebst dem Schreiben muss man sich einen Plot ausdenken, Figuren erschaffen und die passenden Orte für die Handlung wählen.

Und je nach angestrebter Dichte und Komplexität, muss man nicht nur eine, sondern sogar mehrere Realitätsebenen schaffen: „Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks“ weiterlesen

Wie Outlook – aber mit (etwas) weniger Ballast

Im Beitrag Der Mailvogel ist gelandet habe ich erklärt, weswegen ich auf der Suche nach einem neuen Mailprogramm bin und Mailbird getestet. Damit war meine Suche nach dem Nachfolger von (*peinlich berührtes Räuspern*) Windows Live Mail nicht abgeschlossen. Denn für manche Nutzer mag Mailbird okay sein. Meine, zugegebenermassen speziellen Bedürfnisse erfüllt dieses Programm nicht.

Darum geht die Suche heute mit eM Client weiter. Die erste Hypothek dieses Programms ist sein Name. In Deutsch kaum auszusprechen und auch auf Englisch das Gegenteil von originell – daran ändert auch die vertauschte Gross-Kleinschreibung nichts, im Gegenteil. Aber mit der verunglückten Namenswahl würde man vermutlich leben können, wenn das Programm sonst überzeugt. „Wie Outlook – aber mit (etwas) weniger Ballast“ weiterlesen

Abgedroschene Lebensweisheiten zum Thema UX Design

User in yer face klingt nach einem Rechtschreibfehler im Wort User Interface, zu Deutsch Benutzerschnittstelle. Es ist bei näherer Betrachtung aber ein lustiger Kalauer. In your face bedeutet in Englisch eine auf Konfrontation angelegte Kommunikationshaltung.

Finde hier bitte deine Landesflagge.

Und darum geht es userinyerface.com: Um eine Webanwendung, bei der man als Nutzer in aller Deutlichkeit vorexerziert bekommt, wie nervig schlechte Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine sind. Man verplempert mit ihnen seine Zeit, fühlt sich dumm und unfähig und kommt womöglich überhaupt nicht an sein Ziel.

Es geht um eine simulierte Anmeldung bei einem Webdienst, bei der man ein Formular möglichst schnell und akkurat ausfüllen sollte. Es fängt aber schon damit an, dass auf der Hauptseite der Link zu dem Formular kaum aufzufinden ist. „Abgedroschene Lebensweisheiten zum Thema UX Design“ weiterlesen

Der Mailvogel ist gelandet

Ich stelle das Mailprogramm Mailbird vor. Und bespreche vorher erst einmal, warum einen Mailprogramme heute überhaupt noch interessieren sollten.

In diesem Blog predige ich ständig, dass man alte, vom Hersteller nicht mehr unterstützte Programme nicht weiterverwenden soll. Wegen des Sicherheitsrisikos, Kompatibilitätsproblemen – und weil man nicht in der Vergangenheit leben soll.

Selbst halte ich mich nur bedingt an diesen Rat. Ich nutze noch immer – und das ist jetzt wirklich ein bisschen peinlich – Windows Live Mail. Dieses Programm kam 2006 heraus und hat es bis 2017 gemacht. Es in die Wüste zu schicken, ist überfällig.

Es gibt zwei Gründe, weswegen das Windows Live Mail hier noch immer den Dienst verrichtet.  Erstens gibt es keine offensichtliche Alternative. Zweitens habe ich ausgeklügelte Arbeitsabläufe beim Mail, die sich nicht so ohne weiteres über den Haufen werfen lassen. „Der Mailvogel ist gelandet“ weiterlesen