Kind, mal doch nicht immer, sondern fotografiere auch mal!

Die Nikon Coolpix W150 ist eine Kompaktkamera, die nicht mit tollen technischen Merkmalen punktet, sie sich aber dank Wasserdichtheit und Stossfestigkeit für Kinder eignet.

Neulich hat meine Tochter eine meiner Schreibtischschubladen durchwühlt und die Kompaktkamera von Samsung entdeckt, die ich vor neun Jahren hier im Blog vorgestellt habe und die seitdem in Vergessenheit geraten ist.

Sie wollte sie sofort ausprobieren und weil die Kamera abgeschrieben war, sprach auch nichts dagegen. Nach dem Aufladen war sie wieder einsatzbereit, und die fast Fünfjährige hat mit viel Begeisterung alles abgelichtet, was ihr vor die Linse kam.

Leider war die Freude von kurzer Dauer. Der Akku hat nach Jahren in der Schublade schnell schlappgemacht und war nach drei-, viermaligem Wiederbeleben überhaupt nicht mehr aufzuladen. Keine Frage, dass das Tränen gegeben hat.

Darum habe ich meiner Tochter Ersatz versprochen. Denn das Fotografieren ist eine kreative Beschäftigung, die ich gerne fördern würde. Und noch etwas: „Kind, mal doch nicht immer, sondern fotografiere auch mal!“ weiterlesen

Das smarte Home macht Fortschritte – aber nicht schnell genug

Mit zwei neuen Wifi-Switches von Mystrom nimmt unser smartes Home Gestalt an. Auf der positiven Seite ist zu vermelden, dass die Inbetriebnahme einfacher geworden ist. Zu kritisieren bleibt, dass die Software Nachholbedarf hat.

Ich habe neulich zwei neue Wifi-Switches von Mystrom gekauft. Das sind Adapter, die man zwischen die Steckdose und ein beliebiges Elektrogerät klemmt, woraufhin man besagtes Gerät über die Mystrom-App, oder aber auch via Apple Homekit steuern kann. Ich habe den Switch im Detail im Beitrag Ein Quäntchen Smartheit fürs Eigenhome besprochen.

Zwei Dinge sind mir im Vergleich zum Vorgänger aufgefallen: „Das smarte Home macht Fortschritte – aber nicht schnell genug“ weiterlesen

Das Bargeld in der Defensiven

Corona hat dem elektronischen Bezahlen einen grossen Schub verpasst. Zurecht, wie ich finde, weil ApplePay und auch Twint gegenüber dem Cash gewichtige Vorteile haben. Genau darum müssen sich nun auch die Handyhersteller öffnen.

Während der Pandemie ist der Gebrauch von Bargeld stark zurückgegangen. Das ging so weit, dass die 2020 geprägten Münzen noch gar nicht in Umlauf gebracht wurden, wie man anfangs Juni lesen konnte.

Eine spannende Entwicklung! Was mich angeht, hat Corona keine Verhaltensänderung bewirkt. Seit sich mit meiner EC-Karte kontaktlos bezahlen kann, mache ich das. 2018 habe ich mit dem Schweizer Zahlungsdienstleister Twint experimentiert, allerdings mit mässiger Begeisterung. Ich habe schon 2017 ApplePay ausprobiert, war mit der virtuellen Kreditkarte von Boon aber nur mässig zufrieden. Seit im Oktober 2019 meine Hausbank, die ZKB, ApplePay eingeführt hat, ist das meine bevorzugte Zahlungsmethode. Ich nehme an, dass ich dieses Jahr höchstens ein-, zweimal Bargeld abgehoben habe.

Vor Kurzem habe ich beim SRF das Tagesgespräch mit Andreas Dietrich gehört, der Professor für Banking an der Hochschule Luzern ist. Das hat mir einige Denkanstösse vermittelt. „Das Bargeld in der Defensiven“ weiterlesen

Als Facebook mich vor sich selber warnte

Die grosse Scheinheiligkeit bei Facebook: Unmoralische Angebote sind völlig okay, solange sie nicht allzu öffentlich stattfinden.

Neulich hat sich Facebook blamiert. Und nicht nur ein bisschen. Ich würde sagen, das Mark Zuckerberg bis zu den Unterhosen im Fettnäpfchen versunken ist.

Und ja, man könnte die Sache auch für einen Ausrutscher halten; eine kleine Fehleinschätzung, wie sie gelegentlich vorkommen können. Und ja, Facebook verwendet für so viele Algorithmen, die alle nicht perfekt sind. Das ist ein Problem für sich, weil beim Kampf gegen Hass auf der Plattform Lücken offen bleiben, durch die ein gewisser Anteil an Gift durchrutscht

Doch in dem Fall geht es nicht um die Algorithmen, sondern darum, dass Facebook die eigene Scheinheiligkeit offen legt.

«Es gibt viele sexy Frauen in dieser Gruppe»

Angefangen hat die Sache mit einem Video, in dem ich mich mit den unerwünschten Kontaktanfragen bei Facebook beschäftige. „Als Facebook mich vor sich selber warnte“ weiterlesen

Frage an euch: Wie viel würdet ihr für mein Blog zahlen?

Keine Angst, ich habe nicht die Absicht, zum Kommerzblogger zu mutieren. Aber es geht um die spannende Frage der Verdienstmöglichkeiten im Web: Wie steht es um das Social Payment à la Patreon? Und ergäbe sich daraus gar die Möglichkeit, sich von der Schweizer Eidgenossenschaft medienfördern zu lassen?

Wie viel ist euch die Lektüre dieses Blogs hier wert?

Diese Frage stelle ich weiter unten in einer Umfrage zur Debatte. Doch erst braucht es ein paar einleitende Worte – denn es gilt ein mögliches Missverständnis von vornherein auszuräumen.

Also: Ich habe nicht vor, dieses Blog hier, das ich seit 14 Jahren als Hobbyprojekt betreibe, nun plötzlich zu kommerzialisieren. Ich bin nicht auf die Idee gekommen, mir einen Businessplan aus den Fingern zu saugen, fünf Leute anzustellen und ab dato einen auf dicke Hose zu machen. Mir geht es wie wie (mutmasslich) euch, wenn jemand vom idealistischen in den kaufmännischen Modus wechselt: Ich seufze und versuche, meine Enttäuschung zu verbergen.

Nein. „Frage an euch: Wie viel würdet ihr für mein Blog zahlen?“ weiterlesen

Spotify hasst alle DJs

Früher konnte man in DJ-Apps auch Musik von Spotify verwenden. Das geht nicht mehr. Taugt Tidal als Ersatz?

In letzter Zeit frage ich mich immer häufiger, ob Spotify noch ein sympathisches Unternehmen ist. Wir haben darüber im Nerdfunk gesprochen, als es um die Veränderungen ging, die das Streaming in den letzten gut zehn Jahren bei unseren Musikgewohnheiten herbeigeführt hat. Die Frage «noch gut oder schon evil» ist auch aufgetaucht, als ich aufgezeigt habe, mit welchen Mitteln Spotify das Podcast-Geschäft vereinnahmen will (siehe hier und hier mit Bezahlschranke).

Als ob das nicht genug wäre, hat Spotify eine überaus nützliche Funktion gekillt: Dritt-Apps dürfen seit letztem Jahr nicht mehr auf das Spotify-Katalog zugreifen. Es ist nicht mehr möglich, mit einer DJ-App Musikstücke via Streaming ins Programm einfliessen zu lassen. Ich habe das während meiner Karriere als Morgenmoderator bei Radio Stadtfilter oft und gern getan; und zwar mit der hier vorgestellten Pacemaker-App.

Djay, Edjing Mix, Traktor DJ und Tap DJ – nicht alle taugen fürs Streaming

Es stellt sich die Frage: Gibt es denn Ausweichmöglichkeiten? Kann man statt Spotify zum Beispiel Apple Music, Tidal oder Deezer nutzen?

Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht: „Spotify hasst alle DJs“ weiterlesen

Microsofts hilfreicher Windows-Geist

Power Automate Desktop von Microsoft automatisiert wiederkehrende Abläufe. Auf den ersten Blick wirkt die Anwendung kompliziert. Doch bei einem Test erledigt sie die Aufgabe unbürokratisch.

Eine Software, die schon ewig der Besprechung harrt, ist Power Automate. Das ist Microsofts Umgebung für Automatisierungsaufgaben. Es gibt sie seit 2016 und sie wird oft mit Automator von Apple verglichen. Nicht ganz zu Recht, wie ich finde. Natürlich beackern beide das gleiche Aufgabengebiet, indem sie uns Nutzern wiederkehrende Aufgaben abnehmen wollen. Aber die Höhe der Einstiegshürden ist unterschiedlich: Mit Automator kommt man ruckzuck zurecht.

Automate hingegen erschliesst sich einem nicht sogleich, weswegen ich die Behandlung hier im Blog auch vor mir hergeschoben habe: Die Gefahr, dass ich Unsinn schreibe, weil ich die Funktionsweise nicht komplett durchdrungen habe, ist relativ gross. Aber da ich einen Informationsauftrag habe, gibt es heute kein Zurück. Hier kommt die grosse Vorstellung von Power Automate Desktop; einer Software, die man hier kostenlos herunterlädt.

Die Begrüssung fällt nüchtern aus.

Startet man sie, erscheint ein Fenster, das mit Meine Flows überschrieben und komplett leer ist. Hilfreich an dieser Stelle wären einige Beispiele, die einem den Einstieg erleichtern würden.

Aber es muss auch ohne gehen. „Microsofts hilfreicher Windows-Geist“ weiterlesen

Das mit Iina ist mehr als nur ein Techtelmechtel

Iina ist eine aufgeräumte Mac-Wiedergabesoftware, die alle möglichen Formate abspielt, für Youtube benutzt werden kann und beim Funktionsumfang fast an VLC herankommt.

Ich bin ein grosser Fan von VLC. Das sieht man daran, dass ich dieser Medien-Wiedergabesoftware hier im Blog ein Schlüsselwort zugestanden habe: Diese Ehre wird nicht jeder popeligen Software zuteil.

Doch sosehr ich VLC schätze: Ich bin nicht mit dieser Software verheiratet und ihr nicht zur Treue verpflichtet. Ich lasse auch andere Programme an meine Multimediadateien. Am Mac polygamiere ich mit Iina.

Und ja, es ist nicht zu leugnen, dass diese Dreiecksbeziehung dem Umstand geschuldet ist, der VideoLAN Client inzwischen 25 Jahre alt ist. In Internetjahren bedeutet das, dass Methusalix im Vergleich wie ein Springinsfeld ausschaut. „Das mit Iina ist mehr als nur ein Techtelmechtel“ weiterlesen

Zwei missratene Podcasts von der BBC

«Pieces of Britney» und «Who Killed Emma?» sind zwei Beispiele dafür, wie schwierig es ist, trotz hohem Engagement für eine Sache die journalistische Distanz zu wahren.

So viele tolle Podcasts es gibt, immer mal wieder begegne ich auch Produktionen, die mir zuwiderlaufen. «Other People’s Problems» etwa, bei dem man Ohrenzeuge bei richtigen Psychotherapiesitzungen wird, was sogar für einen Podcast zu weit geht.

Heute prangere ich zwei Grenzüberschreitungen an, die beide von der BBC stammen.

Pieces of Britney

Erstens Pieces of Britney von BBC4 und der Podcasterin Pandora Sykes. Die Idee hinter dieser achtteiligen Reihe ist völlig in Ordnung: „Zwei missratene Podcasts von der BBC“ weiterlesen

Alles Gute hat sein Ende

Nach sechs Jahren und 267 Folgen ist Schluss: Heute erscheint die letzte Folge in meiner Videoreihe «Digitale Patentrezepte».

Heute habe ich eine betrübliche Mitteilung zu machen: Im Lauf des Tages erscheint bei Tagesanzeiger.ch und den anderen Tamedia-Newssites die letzte Folge «Digitale Patentrezepte».

Im finalen Video geht es um einen souveränen Umgang mit der Technik: Ich gebe zehn Tipps, wie man sich von Smartphone, Computer und anverwandten Geräten nicht unterbuttern lässt, sondern einen souveränen Umgang mit ihnen pflegt. Sie ist unter dem Titel Mit 10 Tipps zum besseren PC- und Handy-Nutzer online.

Dieses 267. Video ist ein würdiger Abschluss für ein Projekt, das mir viel bedeutet hat und das ich seit fast genau sechs Jahren mit viel Herzblut betrieben habe und das mich oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führte. „Alles Gute hat sein Ende“ weiterlesen