Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming

Ich habe einen günstigen HDMI-Capture-Adapter mit meiner Sony-Videokamera und meiner Spiegelreflex von NIkon getestet und dabei eine kleine Überraschung erlebt.

Bei der Produktion für meine Videos experimentiere ich mit neuen Verfahrensweisen. Dabei soll meine Spiegelreflexkamera, die D7000 von Nikon, häufiger zu Einsatz kommen. Bis jetzt habe ich vor allem mit der Sony AX100e (Eine patente Kamera) gefilmt.

Da die D7000 keinen umklappbaren Monitor hat, wollte ich ausprobieren, was es bringt, den Laptop als Kameramonitor zu verwenden. Zu diesem Zweck habe ich mir einen HDMI-Capture-Adapter angeschafft.

Das ist ein Gerät, das das Live-Signal der Kamera via HDMI-Kabel abgreift und per USB in den Rechner einspeist. Auf diese Weise hat man das Live-Signal am Computer zur Verfügung und kann seine Video- und Spiegelreflexkameras fürs Live-Streaming und für Videokonferenzen nutzen.

…. und nein, man sollte nicht auf die Idee kommen zu diesem Zweck, die Kamera per HDMI mit dem bei vielen Computern vorhandenen HDMI-Anschluss zu verbinden: „Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming“ weiterlesen

Kann Bookbeat Audible das Wasser reichen?

Seit einem Jahrzehnt kaufe ich meine Hörbücher bei Audible. Wäre es nicht Zeit für einen Wechsel – zumal es bei Bookbeat Hörbücher à dis­cré­ti­on gibt? Ich habe mir diesen Entscheid nicht einfach gemacht.

Ich bin ein fleissiger Bücherkonsument. Leser kann man das aber im Grunde nicht nennen, weil ich mir seit mehr als zehn Jahren Literatur hauptsächlich in Form von Hörbüchern zuführe.

Diese Hörbücher kommen hauptsächlich von Amazons Hörbuchtochter Audible. Ende 2009 habe ich mit einem Gutschein angefangen, den ich nach Bedarf für Titel ausgegeben habe. Seit März 2012 läuft mein Abo bei Audible.com, bei der englischsprachigen Variante der Plattform. Ich habe mein Abo dort, weil der grösste Teil der Titel, die ich kaufe, aus dem angelsächsischen Raum stammt und ich sie gern im Original höre.

Kleine Klammerbemerkung: Ich finde es nach wie vor unsinnig, dass Audible separate Plattformen für die diversen Sprachräume betreibt, bei denen es unterschiedliche Angebote und variierende Preise gibt. Ein Abo für alle – und jeweils der günstigste Preis, das wäre benutzerfreundlich. Aber wie im Beitrag Verlags-Idioten dargelegt, ist es in der Praxis noch viel komplizierter: Da hängt es nämlich von der Kreditkarte ab, ob man ein Buch kaufen kann oder nicht.

Doch trotz dieses Ärgernisses bin ich Audible mehr als ein Jahrzehnt treu geblieben. Das natürlich vor allem aus einem Grund: „Kann Bookbeat Audible das Wasser reichen?“ weiterlesen

Adobes Unterlassungssünde

Wer bei Adobe seinen Willen bekommen will, muss zu groben Methoden greifen. Und nicht davor zurückschrecken, die Creative Cloud zu hacken.

Ich schlage mich neuerdings mit Adobe, der Creative Cloud und auch dieser Schnittsoftware herum – siehe dazu auch: Die Premiere muss leider verschoben werden. Und dabei bin ich auf eine Sache gestossen, die öffentlich erörtert werden muss. Denn einer von uns beiden steht auf dem Schlauch – entweder ich oder Adobe.

Es geht darum, dass man mit Adobe-Programmen noch einige Dinge zusätzlich bekommt, um die man keineswegs gebeten hat. (Okay, mit «man» bin ich gemeint.) Zu diesen Dingen gehört das Abomodell. Und dazu gehört auch diese sogenannte kreative Wolke, englisch Creative Cloud oder abgekürzt CC.

Gigabyteweise Datenmüll

Nachdem ich also Premiere installiert hatte, ist mir aufgefallen, dass auf meinem Mac plötzlich ein Ordner auftauchte, der mit zwei Gigabyte an Daten zugemüllt war. Das hat mich wenig erfreut, da ich gerade einige Anstrengungen unternommen hatte, meine Festplatte von ebensolchen Mülldateien zu befreien.

Bei näherer Betrachtung ist mir aufgefallen, dass ich an diesem Müll nicht ganz unschuldig war: „Adobes Unterlassungssünde“ weiterlesen

Perfektion hat ihren Preis

In einem Anfall von Penibilität habe ich mich auf dieses Blog hier gestürzt und mittels waghalsiger Regex-Aktionen die alten Posts optisch auf Vordermann gebracht.

Neulich hat mich wieder einmal der Rappel gepackt. Ich habe mir ein Projekt aufgebürdet, das manche Leute übertrieben und hirnrissig genannt hätten. Wiederum andere Leute hätten von einer neurotischen Aktion gesprochen – und Verständnis hätte es, wenn überhaupt, nur von jener Sorte Perfektionisten gegeben, die selbst den Drang verspüren, selbst an jenen Orten für penible Ordnung zu sorgen, wo nie jemals ein menschliches Auge hinfällt.

Also, es geht um dieses Blog hier. Wie seinerzeit besprochen, habe ich vor zweieinhalb Jahren mein CMS gewechselt. Seitdem nutze ich WordPress, wie es global sehr viele Webbetreiber tun.

Beim Umstieg habe ich seinerzeit dafür gesorgt, dass die Beiträge aus dem alten CMS mitkommen und manuell die verloren gegangenen Kategorien nacherfasst. Darüber hinaus habe ich keine Optimierungsanstrengungen unternommen.

Das hatte gewisse Folgen. „Perfektion hat ihren Preis“ weiterlesen

Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt

Einige Tricks zur Health-App von Apple – und als Extratipp die App Health Fit, die die Gesundheitsdaten auswertet, hübsch darstellt und für diverse Plattformen exportiert.

Die Health-App sei ein Witz – das ist eine Behauptung, die ich in diesem Blog hier aufgestellt habe.

Nun, diese Unterstellung ist bald sechs Jahre her, und man darf vermelden, dass Apple nachgebessert hat. Die damaligen Kritikpunkte wurden zum Grossteil ausgeräumt. Die Möglichkeiten, Gesundheitsdaten zu sammeln und zu medizinischen Zwecken oder zur Befriedigung der Neugierde abzurufen, wurden markant grösser.

Und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Unlängst habe ich in der Rubrik Übersicht bei Alle Gesundheitsdaten anzeigen entdeckt, dass die App meine Geschwindigkeit beim Treppensteigen berechnet (Aufwärts 0,23 m/s, abwärts 0.31 m/s). „Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt“ weiterlesen

Weltrettung aus dem Pulp-Fiction-Regal

Das Trauma meines Germanistikstudiums überwinde ich, indem ich Unterhaltungsliteratur lese und ernsthaft rezensiere. Dieses Mal hat die Selbsttherapie aber nicht wirklich funktioniert.

Zu meinen Jugendsünden gehört, Germanistik studiert zu haben. Was mich damals genervt hat – und noch heute auf den Senkel geht –, ist das Literaturverständnis. Das zeichnet sich dadurch aus, dass nur ein paar wenige grosse Schriftsteller ernsthafte Literatur produzieren. Im Gegensatz dazu stehen die Autoren, die sich der Unterhaltung verschrieben haben. Sie tragen nichts zur Erhellung des Geistes bei und ihre Machwerke sind es ergo nicht wert, von einem beseelten Liebhaber auch nur mit der Kneifzange angefasst zu werden.

Und ja – das ist vor allem ein Mittel der Selbstüberhöhung: Der kleine Germanistikstudent kann sich schon im allerersten Proseminar als Teil einer erlauchten Elite betrachten, wenn er nur Goethe, Schiller, Heine, Mann, Böll und Grass fehlerfrei aussprechen kann.

Mir wäre das niemals eingefallen. „Weltrettung aus dem Pulp-Fiction-Regal“ weiterlesen

Tipps für E-Mail-Polygamisten

Nützliche Empfehlungen für Leute, die mehrere Mail-Apps verwenden oder am iPhone anstelle von Apple Mail zu einer anderen App wechseln wollen.

Neulich habe ich im Beitrag Da springt der E-Mail-Funke die Mail-App Spark vorgestellt und unter dem Titel Hey, so macht Mailen am Handy Spass mit Hey.com und Outlook nachgedoppelt. Diese Tipps sind auf eine erfreuliche Resonanz gestossen, denn Threema, Signal und iMessage zum Trotz ist das gute alte E-Mail nach wie vor eine praktische Kommunikationsform. Und eben eine, bei der man nicht auf eine einzige App festgelegt ist.

Und damit sind wir beim Thema dieses Beitrags: Ein Leser hat mich gefragt, ob man denn auch mehrere Mail-Anwendungen parallel benutzen könne – oder ob es sinnvoll oder gar zwingend sei, sich auf eine festzulegen. Und wenn man sich zum Beispiel für Spark entscheidet – sollte man dann Apple Mail löschen oder deaktivieren?

Das sind naheliegende Fragen, denn nach menschlichen Massstäben befürchtet man bei so einer Konstellation augenblicklich Kompetenzgerangel,  Reviergehabe und unermüdliches Seilziehen – aber an den gegenüberliegenden Enden des Stricks. „Tipps für E-Mail-Polygamisten“ weiterlesen

Laufen in Zeiten der Pandemie

So peinlich dieses Geständnis an dieser Stelle auch ist. Aber: Wir haben uns ein Laufband angeschafft und sind obendrein ganz zufrieden damit.

Diese Pandemie macht uns nun schon seit bald einem Jahr das Leben schwer. Sie führt dazu, dass wir viel zu Hause hocken und uns mit Homeoffice und Kontakteinschränkungen manchmal wie Gefangene fühlen. Das nötigt uns eine stoische Duldungshaltung ab – und auch die Fähigkeit zur Improvisation.

Es gibt eine Errungenschaft in diesem Haushalt, die auf die Coronapandemie zurückzuführen ist. Ich bilde mir ein, dass sie mit ebendieser Fähigkeit zur Improvisation zusammenhängt. Böse Zungen würden nun ins Feld führen, dass es hochgegriffen und beschönigend sei, einen Frustkauf «Improvisation» zu nennen. Und ja, ich teile die Ansicht, dass es sich die Leute oft zu einfach machen, wenn sie sämtliche Probleme in ihrem Leben mittels Konsum zu lösen versuchen. Doch weil es im vorliegenden Fall um ein simples Problem und eine effektive Lösung geht, bin ich grosszügig.

Aber etwas konkreter: „Laufen in Zeiten der Pandemie“ weiterlesen

Die Premiere muss leider verschoben werden

Mir blüht ein Umstieg von Final Cut Pro von Apple zu Adobe Premiere Pro. Dazu habe ich erste Beobachtungen – und auch eine klare Empfehlung, welche Software für Neueinsteiger die bessere Wahl ist.

Seit bald sechs Jahren produziere ich meine Videoserie Digitale Patentrezepte. Die Schnittsoftware, die zu diesem Zweck zum Einsatz kommt, ist Final Cut Pro von Apple. Ich habe sie in der Zeit schätzen gelernt: Sie hat alle Funktionen, die ich brauche, und ich komme zügig und effizient ans Ziel.

Nun sieht es aber nach einem Wechsel zu Premiere Pro von Adobe aus. Er ist überfällig: Meine Kollegen vom Videoteam bei der Tamedia sind vor mehreren Jahren umgestiegen. Mein Sonderzüglein war bislang kein grundsätzliches Problem, da ich fertige Videos fabriziere. Trotzdem wäre es sinnvoll, dass wir alle mit der gleichen Software arbeiten, allein wegen der viel zitierten Synergien.

Ein Wechsel hat einen klaren Vorteil: Ich kann nicht nur mit meinem Macbook schneiden, sondern auch mit Windows. Das würde ich sehr begrüssen, allein, weil Apples Strategie bei den Macs und bei der Pro-Software immer mal wieder Fragen aufwirft. Ich habe mir deswegen seinerzeit Davinci Resolve angesehen, bin damit aber nicht warm geworden.

Es gibt einen klaren Nachteil, und der liegt auf der Hand: „Die Premiere muss leider verschoben werden“ weiterlesen

Airtable ist keine Luftnummer

Modern, durchdacht und einfach zu benutzen: Airtable.com lässt Excel und Access ganz schön alt aussehen. Trotzdem ist es nicht in jedem Fall angebracht, Microsoft Office in die Wüste zu schicken.

In letzter Zeit bin ich immer mal Airtable.com begegnet: Das ist eine Webanwendung, die es auch schon bald seit zehn Jahren gibt und der manchmal als Kronerbe der altehrwürdigen Tabellenkalkulation gehandelt wird.

Denn Airtable hat alles, was Leute erwarten, die eine klassische, lokal installierte Software ersetzen möchten: Airtable läuft in der Cloud. Die Software ist kollaborativ und teamfähig. Und sie legt grosse Ambitionen an den Tag. Das heisst, sie will ihre Aufgabe ihre Konkurrenz nicht nur ersetzen, sondern mit wehenden Fahnen schlagen und in Grund und Boden stampfen.

Bei Airtable sieht man das daran, dass nicht einfach das Konzept der Tabellenkalkulation ins Web verlagert und mit Team-Funktionen angereichert wurde. Wenn das der Fall wäre, könnte man es sich einfach machen: „Airtable ist keine Luftnummer“ weiterlesen