Dem Mac die schlechten Startgewohnheiten abtrainieren

Sollen Macbooks booten, sobald man sie aufklappt? Braucht es den Gongschlag? Und wenn ja – wie laut bzw. leise darf er sein? Einige Tricks zur Perfektionierung des Einschaltvorgangs.

Das Macbook hat die Gewohnheit, sich beim Öffnen des Deckels einzuschalten. Das ist natürlich grundsätzlich sinnvoll, und ich vermute, dass es vielen Leuten gelegen kommt, wenn es ihnen abgenommen wird, den Startknopf zu drücken.

Es gibt aber sicherlich auch Situationen, in denen das Verhalten unerwünscht ist. Darum die Frage: Kann man es seinem Macbook abgewöhnen? Ich habe gegoogelt und bin auf diese Anleitung bei osxdaily.com gestossen. Demnach muss man das Terminal bemühen und folgenden Befehl eingeben, um den automatischen Start zu unterbinden: „Dem Mac die schlechten Startgewohnheiten abtrainieren“ weiterlesen

So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief

Die wichtigsten Tipps für die Datensicherung am Mac, mit Antworten zu den häufigsten Fragen.

Eine meiner Marotten ist es, ständig auf dem Backup herumzureiten. Mein altes Mantra: Nicht sichern ist nicht sicher, und so weiter.

Nun hat sich Jeannette gedacht, da könnte ich ihr doch auch einmal eine Frage zu dieser Sache beantworten. Konkret zu Time Machine. Das ist die beim Mac eingebaute Backup-Funktion. Man findet sie in den Systemeinstellungen in der gleichnamigen Rubrik Time Machine.

Viel einzustellen gibt es nicht: Man benötigt lediglich ein Speichermedium, das für die Datensicherung herangezogen werden kann, und das über den Knopf Volume auswählen seiner Aufgabe zugeführt wird. Welche Medien sich eignet, erklärt Apple in der Supportdatenbank: „So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief“ weiterlesen

Microsoft: Typografische Pionierarbeit ist das nicht

In Office gibt es demnächst eine neue Standardschrift. Ich habe mir die Kandidaten angesehen und hätte mir etwas mehr Mut gewünscht. Bei der Gelegenheit habe ich übrigens noch eine weitere typografische Neuerung entdeckt: Die Cloudfonts.

Calibri heisst die Schrift, die seit 2007 in Word standardmässig eingestellt ist: Sie erscheint bei jedem neuen Worddokument, das ein Nutzer anlegt – zumindest so lange er keine eigene Vorlage auswählt oder die Schrift abändert.

Doch die Calibri hat ausgedient: Microsoft hat fünf Schriften in Auftrag gegeben, aus denen der Nachfolger gekürt werden soll. Die heissen Tenorite, Bierstadt, Skeena, Seaford und Grandview und werden hier im Detail beschrieben.

Leider hat Microsoft es verpasst, sie mit in grösseren Beispielen abzubilden, damit man sie sich auch ansehen kann. Und deswegen bin ich neulich auf die Idee verfallen, einen Blick ins Schriftarten-Menü von Word zu werfen. Worauf ich dann gleich zu sprechen komme.

Wird die neue Schrift überhaupt jemandem auffallen?

Jedenfalls habe ich in diesem Schriftarten-Menü die neuen Fonts tatsächlich entdeckt und sie ausprobiert – siehe Beitragsbild. Die Unterschiede springen nicht ins Auge, auch nicht zum Vorläufer, der Calibri. Den meisten Office-Nutzern dürfte der Wechsel noch nicht einmal auffallen, was wohl auch Sinn der Sache war. Andererseits kann man sich fragen, was dann der Aufwand soll.

Was mich angeht: „Microsoft: Typografische Pionierarbeit ist das nicht“ weiterlesen

Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne

Mit der Open-Source-Software OBS Studio produziert man fernsehreife Streaming-Shows und Videokonferenzen. Wenn man sie denn zum Laufen bekommt.

Neulich habe ich die lustige ManyCam-App vorgestellt. Sie ist gewissermassen ein virtueller Bildmischer, mit dem man diverse Bild- und Audioquellen zu einem Videofeed zusammenführt, den man live streamt, aufzeichnet oder in eine Videoconferencing-Anwendung einspeist. Eine solche App ermöglicht es, nicht bloss ein statisches Signal, zum Beispiel von einer Webcam, auszugeben, sondern einen produktionstechnisch aufgewerteten Mix, in dem man zum Beispiel zwischen mehreren Kameras umschaltet.

Nun hat man mir auf Twitter zu verstehen gegeben, dass ich besser OBS Studio getestet hätte. Das ist eine Software, die ungefähr das gleiche tut, aber Open-Source und damit gratis ist.

Wie es der Zufall will, bin ich dieser Software – das Kürzel OBS steht für Open Broadcaster Software – vor kurzem begegnet. Ich habe nämlich eine Software zum Aufzeichnen des Bildschirminhalts bei Windows gesucht. Ich verwende zwar normalerweise Hypercam (Beim Fensterln mitfilmen), doch da bei dieser Software die Lizenz an die Hardware gebunden ist, wird es überaus mühsam, wenn man sie auf einem Testgerät einsetzen möchte.

In meinem Fall hat das nicht funktioniert: „Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne“ weiterlesen

Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren

Um das Maximum aus hochauflösenden Bildschirmen herauszuholen, muss man unbedingt die Skalierung seinen eigenen Vorlieben anpassen. Ich erkläre, wie das geht – und wie man Zwecks Maximierung der Ergonomie das nach Bedarf per Tastaturkürzel tut.

Ich hatte unlängst das Vergnügen, ein hübsches Notebook zu testen, nämlich das HP Spectre x360 15, das mit einem schönen Amoled-Touch-Display ausgestattet ist, das auch HDR beherrscht – hier habe ich es ausführlich besprochen. An dieser Stelle geht es mir um ein Detail, das mir beim Test aufgefallen ist. Nämlich um die Frage, wie man das Maximum aus einem Hi-DPI-Monitor herausholen könnte.

Um das kurz zu erklären: Der HP-Laptop verwendet eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln, also 4K UHD. Das ergibt eine bei einem Bildschirm von 15 Zoll Durchmesser Pixel, die deutlich viel kleiner sind als bei einem herkömmlichen Anzeigegerät. Das wiederum führt dazu, dass man das Betriebssystem nicht 1:1 darstellen möchte. Denn mit den winzigen Pixeln würden die Elemente der Benutzeroberfläche selbst so klein, dass nur Leute mit Adleraugen sie erkennen.

Grösser und schärfer

Stattdessen werden die Elemente vergrössert dargestellt. So passt zwar nur ungefähr gleich viel Inhalt auf den Bildschirm, wie das mit einem normalen Full-HD-Display der Fall wäre. Die Darstellung ist aber viel schärfer; im Fall des HP-Laptops viermal so scharf wie bei Full-HD.

Technisch gesprochen ist die Punktdichte (Punkte pro Zoll, bzw. Dots per Inch, DPI) höher als bei einem normalen Display, weswegen man von Hi-DPI spricht. In der Apple-Welt ist dafür auch die Bezeichnung Retina-Display gebräuchlich.

Der eigentliche Clou ist nun, dass nicht in Stein gemeisselt ist, wie stark diese Vergrösserung sein soll. Es gibt natürlich eine Voreinstellung. Aber die kann – und sollte man – anpassen. Ich erkläre, das Warum und auch das Wie, natürlich für Windows und Mac. „Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren“ weiterlesen

Tricks für die Zwischenablage

Fürs Copy-Paste hält Windows nützliche Tricks bereit. Und wo wir dabei sind, können wir auch herausfinden, wie man zwischen Geräten Informationen austauscht – mit einem Extra-Trick für Google Chrome.

Eine meiner Lieblingsfunktionen von Windows 10 ist die mit dem Oktober-2018-Update eingeführte, neue Zwischenablage. Sie behält nicht nur einen Verlauf der letzten 25 Einträge, sondern synchronisiert sich auch über das Microsoft-Konto auf andere Geräte. Das ist für leidenschaftlicher Cutter-und-Paster wie mich eine riesige Erleichterung.

Die in der Windows-Zwischenablage gespeicherten Einträge.

Also, es funktioniert wie folgt: Um das Menü mit dem Verlauf anzuzeigen, drückt man die Windows-Taste und v.

Damit das auch klappt, muss der Verlauf eingeschaltet werden. Das tut man über die Einstellungen. Bei System in der Rubrik Zwischenablage konfiguriert man sich diese Funktion zurecht.

Die Option Zwischenablageverlauf gibt an, ob ältere Einträge aufbewahrt werden oder eben nur das letzte kopierte bzw. ausgeschnittene Element, wie es früher der Fall war. „Tricks für die Zwischenablage“ weiterlesen

Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt

Ein ausführlicher Test der App EpocCam, die das iPhone als Webcam für Windows und Mac nutzt. Sie gibt in Videokonferenzen mehr Gestaltungsfreiheit, hat aber auch ein paar Nachteile.

Neulich habe ich im Beitrag Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming beschrieben, wie man eine via HDMI angeschlossene Spiegelreflex- oder Videokamera als Webcam benutzt. Das funktioniert ziemlich unkompliziert und bringt uns zur Frage, ob man denn auch das iPhone oder iPad als externe Kamera für seinen Windows-PC oder Mac benutzen könnte.

Und ja, natürlich: Auch das geht. Es gibt mehrere Apps zu diesem Zweck; aber ich habe mich für EpocCam entschieden. Diese App fürs iPhone und iPad kostet 8 Franken. Der dazugehörende Treiber ist für Windows und Mac verfügbar und kostenlos.

Warum sollte man das Smartphone als Kamera nutzen, wenn man bereits eine Webcam besitzt; sei es nun eingebaut oder extern?

Ich sehe einen Hauptvorteil: „Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt“ weiterlesen

Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen

Mit Unified Remote steuert man seinen Computer via Handy oder Tablet fern. Das erschien mir anfänglich nutzlos – doch dann habe ich immer mehr spannende Einsatzmöglichkeiten entdeckt.

Ist das genial oder nutzlos? Das war meine erste Frage, als ich neulich der App Unified Remote begegnet bin.

Im Modul «Basic Input» wird der Computer wie mit einem Touchpad gesteuert.

Diese Lösung lässt einen den Computer per Smartphone oder Tablet fernsteuern. Es braucht zwei Dinge: Erstens die App fürs Mobilgerät, die es kostenlos¹ für Android und fürs iPhone und iPad gibt. Zweitens einen Server, der man ebenfalls gratis auf seinem Desktop-Computer installiert. Diese Software existiert für Windows, Mac OS, Linux, Chromebooks und den Raspberry Pi.

Nachdem die beiden Komponenten installiert sind, verbindet man den Client, also das Smartphone oder Tablet mit dem Server, bzw. dem Desktop-Computer. Das hat in meinem Fall fast reibungslos geklappt: Es brauchte zwei Anläufe. Dann stand die Verbindung und ich konnte auf dem Touchpad des iPhone den Cursor meines PCs mit Windows 10 bewegen.

Das funktioniert ausgezeichnet und ohne spürbare Verzögerung. Die Bedienung auf diesem virtuellen Trackpad ist einfach: „Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen“ weiterlesen

Wie man Fotos ohne Cloud verschlagwortet

Eine automatische Inhaltsanalyse von Fotos, die offline funktioniert: Das ist mit Excire möglich. Zwar leistet sich die Software gelegentliche Fehler und Auslassungen, ist aber trotzdem eine Empfehlung wert.

Regelmässige Leserinnen dieses Blogs werden festgestellt haben, dass ich eine pedantische Ader habe. Die zeigt sich nicht in allen Lebenslagen. Zum Beispiel habe ich kein Problem mit einem unaufgeräumten Büro. Aber in digitalen Dingen kenne ich keine Gnade. Darum habe ich neulich mein Blog auf Vordermann gebracht. Und ich kann mich mit Inbrunst um digitale Metadaten kümmern. Bei der Musik. Vor allem aber bei den Fotos.

Ich habe seinerzeit in Lightroom meine Digitalfotos akribisch verschlagwortet. Ich habe eine Bildlegende gesetzt und Stichworte vergeben und manchmal sogar eine ausführliche Beschreibung verfasst. Und das, nach den Ferien, bei Hunderten von Bildern. Und es war mir wichtig, die Bilder mit präzisen GPS-Daten zu versehen. Das war vor zehn Jahren recht aufwändig, aber ich hatte eine ausgeklügelte Methode entwickelt.

Ansatzweise neurotisch

Da ich keine Fotoagentur bin, war das ansatzweise neurotisch. Ich hatte irgendwann ein Einsehen und damit aufgehört. Auch aus äusserem Anlass. Das Verschlagworten von Bildern ist zeitraubend, und irgendwann war mir der Aufwand zu gross.

Ausserdem hat sich die Erkenntnis eingeschlichen, dass die ganze Arbeit vergebene Liebesmüh sein könnte. Wir erinnern uns: „Wie man Fotos ohne Cloud verschlagwortet“ weiterlesen

Ist das das Nonplusultra fürs Radio?

Ich habe Hindenburg getestet, ein Programm für rasende Radioreporter und beantworte die Frage, ob das auch für Podcaster und Videoproduzenten taugt.

2012 habe ich im Beitrag Wie verwegene Kerle ihr Audio schneiden das Open-Source-Programm Audacity vorgestellt. Es ist für die Bearbeitung von Audiodateien zuständig und gehörte bei mir damals trotz der, Zitat, «angestaubten Oberfläche» zu den regelmässig benutzten Anwendungen: Audacity kam mindestens einmal pro Woche zum Einsatz, oft sogar häufiger.

Audacity: Noch so «schön» wie vor zwanzig Jahren.

Daran hat sich in den letzten neun Jahren nichts Wesentliches verändert. Die Oberfläche ist noch immer angestaubt bzw. quasi unverändert. Und ich benutze die Software noch immer regelmässig für die Nachbearbeitung der Nerdfunk-Aufnahmen und meiner (allerdings nicht mehr so häufigen) Video-Voiceovers.

Es ist somit keine Übertreibung, wenn ich sage, dass dieses Programm sich bewährt hat. Trotzdem habe ich neulich ein seit längerem geplantes  Vorhaben in die Tat umgesetzt und mir Hindenburg näher angeschaut. Nein, nicht der Zeppelin – der ist nämlich abgestürzt. Sondern die Software, die aus Dänemark stammt.

Hindenburg ist, anders als Audacity oder meinetwegen auch Adobe Audition kein universeller Audio-Editor, sondern ein Programm, das explizit für Journalisten und Produzenten beim Radio entwickelt wird. Das klingt schon einmal sehr gut: „Ist das das Nonplusultra fürs Radio?“ weiterlesen