Der neue Arc-Browser in einem ersten Augenschein

Der Arc-Browser tritt an, das Rad neu zu erfinden und Chrome, Safari, Edge und Firefox in den Schat­ten zu stellen. Ein erster Test zeigt: In vielen Be­reichen erfüllt der Neu­ling seine An­sprüche – in anderen leider nicht.

Kann man den Browser neu erfinden? Neulich bin ich einem Unternehmen begegnet, das genau diese Behauptung aufstellt. Es ist The Browser Company aus New York, die mit 17 Millionen US-Dollar und der Unterstützung von, Zitat, Gründern von Instagram, Stripe, Twitter, Zoom, Figma und LinkedIn diesen Beweis antreten will.

Und zwar mit dem Arc-Browser, den es bislang noch nicht öffentlich gibt, den man aber auf Einladung hin testen kann.

Ich habe vor einiger Zeit meine E-Mail-Adresse deponiert und nun eine Einladung erhalten, den neuen Browser zu testen, den es erst einmal für den Mac gibt.

… womit wir auch schon bei meinem ersten Kritikpunkt angelangt sind: „Der neue Arc-Browser in einem ersten Augenschein“ weiterlesen

Der Nerd als geborener DJ

Die beste App, um Musik aufzulegen, ist Djay Pro von Algoriddim. Sie hat in der Mac-Version einige Tricks mit künstlicher Intelligenz auf Lager, die gleichzeitig faszinieren und irritieren.

Nerds gehören nicht unbedingt zu der Gattung Mensch, die auf Achttausender klettert, im Wald barhändig einen Bären erwürgt oder die Boxweltmeisterschaft gewinnt. Wenn wir Nerds die Bewunderung der Massen erwerben möchten, müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen. Und zum Beispiel DJ werden. Als DJ kann man eine Art Held sein, ohne sein Leben riskieren zu müssen. Man muss sich auch nicht unbedingt ins Rampenlicht stellen: Man darf sich hinter Plattentellern verstecken und die feiernde Gesellschaft seine Anwesenheit indirekt, über den Musikmix spüren lassen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die feinmotorischen Fähigkeiten dank des Fortschritts an Bedeutung verloren haben. Als der DJ noch Vinyl aufgelegt hat, musste er zumindest in der Lage sein, mit der Nadel die Rille an der richtigen Stelle zu treffen. Und der Umgang mit den Tonträgern erforderte ein gewisses Geschick, damit immer rechtzeitig das passende nächste Stück auf dem Plattenteller lag.

Diese bei uns Nerds oft nicht vorhandenen Talente lassen sich durch den Einsatz moderner Technik problemlos kompensieren: „Der Nerd als geborener DJ“ weiterlesen

Wie die Petersilie noch schärfer wird

Unkompliziertes und qualitativ einwandfreies Focus Stacking mit Helicon Focus: Das Programm erweitert den Schärfebereich bei Makro-Aufnahmen.

Neulich habe ich mich mit Langzeitbelichtungen bei Tageslicht beschäftigt und mir die Frage gestellt, ob es nicht auch möglich wäre, ein Zeitraffer-Video zu einer einzigen Langzeit-belichteten Aufnahme zu verdichten. Zu diesem Zweck habe ich mit einigen Programmen experimentiert, mit denen sich Bildreihen verschmelzen lassen.

Wenn man mehrere Bilder zu einem zusammenbaut, nennt sich das Image Stacking. Diese Technik wird zu zwei unterschiedlichen Zwecken angewendet: „Wie die Petersilie noch schärfer wird“ weiterlesen

Das WLAN-Passwort herausfinden

Wenn die Zugangs­daten zum Draht­los-Netz­werk verges­sen ge­gangen sind, lassen sie sich in Erfahrung bringen oder zumin­dest unbe­sehen teilen. Wie das bei iPhone und iPad, Android, Windows und Mac funktio­niert.

Es kommt gelegentlich vor, dass man mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist, aber nicht mehr weiss, wie das Passwort lautet. Das ist ärgerlich, wenn man das Netzwerk mit einem anderen Gerät nutzen oder einen Gast ins WLAN holen will.

Also, simple Frage: Wie findet man das Passwort des WLAN-Netzes heraus? Hier eine Übersicht mit der Anleitung für iOS-Geräte, Windows, Mac und Android. „Das WLAN-Passwort herausfinden“ weiterlesen

Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe

Die Airpods-Kopfhörer neigen dazu, sich mit den falschen Geräten zu verbin­den, was eine nach­hal­tige Gefahr für den Fami­lien­frieden dar­stellt. Woher dieses Problem kommt und wie man es behebt.

Die drahtlosen Apple-Kopfhörer neuerer Bauart (von denen ich die Airpods Max und die Airpods 3 vorgestellt habe) zeichnen sich durch eine Funktion aus, die es bei anderen Kopfhörern nicht gibt: Man muss sie nicht explizit mit einem Gerät verbinden. Sie tun das von sich aus: Wenn sie aus dem Böxchen genommen werden und feststellen, dass auf einem Apple-Gerät in der Umgebung eine Wiedergabe läuft, dann verbinden sie sich automatisch mit dem und übernehmen.

Das mag für einen solitär lebenden Apple-Jünger sinnvoll sein, weil er dann in seiner High-Tech-Klause ohne Extra-Handgriffe den Mac, Apple-TV, das iPhone oder iPad auf den Ohren hat, wie es eben gerade sinnvoll ist. Doch wenn man sich mit anderen Menschen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Gerätschaften teilt, dann hat das einen massiven Nerv-Faktor. Unter diesen Umständen passiert nämlich andauernd Folgendes: „Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe“ weiterlesen

Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops

Hat es Microsoft mal wieder vergeigt? Um die virtuellen Desktops sinn­voll zu nutzen, muss man sie unter­scheiden können – und dafür braucht es sepa­rate Wall­paper-Bilder. Die sind bei Windows 11 möglich – aber nur, wenn man diesen Trick hier kennt.

Im Beitrag Gewöhn dich daran, alter Mann! habe ich mich ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man seine Anwendungen und Fenster möglichst sinnvoll organisiert. Man kann sich einen riesigen Bildschirm kaufen oder mit mehreren Displays arbeiten, zum AltTabulator-Weltmeister avancieren oder auch mit mehreren virtuellen Desktops arbeiten. Letztere lassen sich auch hervorragend mit Snap-Layouts und Snap-Gruppen kombinieren – siehe hier.

Zur Rekapitulation: Die virtuellen Desktops ermöglichen es, mehrere Bildschirmansichten einzurichten. „Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops“ weiterlesen

Passwortmanager müssen nicht hässlich sein

Der Passwort­manager KeepassXC ist eine gute Wahl für Leute, die auf Windows, Mac und/oder Linux unter­wegs sind und Wert auf ein schlankes Pro­gramm und eine moderne Optik legen. Er hat unter Windows leider auch einen gewich­tigen Nachteil.

Keepass ist seit Jahren der Passwortmanager meiner Wahl. Ich verwende ihn am Mac und unter iOS in der schönen Variante namens Kypass. Und seit meinem Umstieg auf einen Windows-11-Rechner mit biometrischen Sensoren schätze ich die Möglichkeit, die Passwortdatenbank mittels Finger bzw. Gesichtsscan entsperren zu können.

So gut Keepass in der Original-Version seine Aufgabe erfüllt, wirkt dieses Programm optisch inzwischen angestaubt und nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit. Aber weil es sich um eine freie Software handelt, muss man sich damit nicht abfinden. Es gibt diverse Abspaltungen, darunter eine besonders empfehlenswerte, nämlich KeePassXC.

Sie ist für Windows, Mac und Linux erhältlich, was ein wesentlicher Vorteil ist: „Passwortmanager müssen nicht hässlich sein“ weiterlesen

Damit nachts auch die USB-Festplatten schlafen

Sollen Laptops per USB an­ge­schlos­sene Geräte mit Strom ver­sor­gen, wenn sie aus­ge­schal­tet sind – oder nicht? Bei vielen Win­dows-Mo­del­len kann man das ein­stel­len, beim Mac­book nicht.

Die Erlebniserichte rund um meinen neuen Windows-Laptop wachsen sich in eine Mini-Serie aus. Darum habe ich ein passendes Schlüsselwort eingerichtet.

In der heutigen Episode von «Matthias nimmt seinen neuen Laptop in Betrieb» geht es um eine Kleinigkeit, die für meinen Alltag aber wichtig ist. Diese Kleinigkeit hat damit zu tun, dass ich mich wegen der Flexibilität zwar für einen Laptop entschieden habe, den aber mehrheitlich wie einen stationären Computer nutze. Das heisst, er hängt am externen Bildschirm, wird mit einer drahtlosen Tastatur und Maus verwendet und ist für die Datensicherung mit zwei Festplatten verbunden.

Anders als mein stationärer Computer versorgt der Spectre-Laptop von HP die per USB angeschlossenen externen Geräte auch dann mit Strom, wenn er ausgeschaltet ist: „Damit nachts auch die USB-Festplatten schlafen“ weiterlesen

Wider das Puff auf euren Festplatten

Auf die Gefahr hin, schul­meister­lich zu klingen: Ich erkläre, warum es nötig ist, seine Datei­ablage ver­nünf­tig zu or­gani­sie­ren – und ich gebe Tipps, wie man das am besten an­stellt.

Wie den Leserinnen dieses Blogs inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte, habe ich mir einen neuen Computer gekauft. Ich  habe das zum Anlass genommen, einige alte Programme auszusortieren. Und ich habe die Chance ergriffen, meine Datenablage neu zu organisieren.

Vermutlich muss ich an dieser Stelle erklären, was ich damit meine, weil es Leute geben könnte, die so etwas wie eine «Datenablage» gar nicht kennen. Wer ein Tablet aus dem Hause Apple verwendet, der sieht sich höchstens mit der Anfrage konfrontiert, wie ein neues Dokument denn heissen sollte. Wer mit dem Tablet aufgewachsen ist, wird dieser Aufgabe nicht sonderlich viel Bedeutung beimessen und das Dokument «Brief» oder «Hausaufgaben» nennen. Vielleicht auch «Ideen» oder «Projekt», oder etwas in der Art.

Doch Menschen wie ich, die mit Computern und Betriebssystemen aufgewachsen sind, die den Nutzern das Dateisystem nicht vorenthalten, die gehen mit deutlich mehr Ernsthaftigkeit an die Sache heran: „Wider das Puff auf euren Festplatten“ weiterlesen

Fliegende Toaster und andere digitale Relikte aus der Vergangenheit

Wer sucht, der findet sie sogar bei Windows 11: die Bildschirmschoner. Dabei wäre es an der Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die endgültig zu beerdigen.

Mit Windows 11 verschwinden einige Funktionen, die teils vor nicht allzu langer Zeit als Neuerung eingeführt worden sind. Eine davon ist die Zeitleiste. Sie wird bei Windows 10 über den Knopf Aktive Anwendungen aufgerufen, der neben dem Suchfeld in der Taskleiste zu finden ist.

Das ist bedauerlich – aber ich könnte damit leben, wenn das die Folge einer umfassenden Entrümpelungsaktion wäre. Ich denke an Dinge wie die Werbung im Startmenü, die Widgets in Windows 11, den Windows Media Player, Windows Fax und Scan, XPS, die Windows-Aktivierung, Candy Crush Saga – und noch x andere Dinge, die ich vergessen oder verdrängt habe. Fühlt euch frei, sie in die Kommentare zu schreiben.

… echt, könnt ihr es fassen? „Fliegende Toaster und andere digitale Relikte aus der Vergangenheit“ weiterlesen