Der Modus für Extra-Sicherheit beim iPhone und iPad

Der Lockdown Mode beim iPhone und iPad ist zum Schutz gegen ge­zielte Spio­nage-Atta­cken gedacht: Wie er funk­tio­niert und welche Neben­wir­kungen und Schwach­stellen er hat.

Apple hat sich eine neue Schutzfunktion ausgedacht, die ungute Erinnerungen an die Coronazeit weckt, obwohl weder mit Viren noch mit einer Pandemie etwas zu tun hat. Es geht vielmehr darum, ein iPhone oder iPad stärker als normal zu schützen, damit die Besitzerin bzw. der Besitzer weniger Angriffsfläche bietet.

Diese Funktion heisst in Englisch Lockdown Mode. Die deutsche Bezeichnung ist Blockierungsmodus, was zwar nicht nach einer Quarantäne-Massnahme klingt, aber den Sachverhalt nicht wirklich trifft: „Der Modus für Extra-Sicherheit beim iPhone und iPad“ weiterlesen

Handschrift am Computer ist blanker Unsinn

Genau vor zwanzig Jahren hätte die Stylus-Revo­lution beginnen sollen. Doch jeder, der schon mal mit einem digi­talen Stift auf ein Display gekra­kelt hat, weiss, dass das nutzlos ist.

Mein Bedürfnis, Texte per Hand zu schreiben, ist gering. Ich bin mit der Tastatur um Faktoren schneller. Und die Behauptung, per Stift sei die «Verbindung zwischen Hand und Papier organischer und man könne Gedanken besser fassen», halte ich für esoterisch. Trotzdem habe ich mir die Mühe gemacht, diesen Blogpost handschriftlich zu erfassen. (Zumindest in Teilen.) Ich wollte herausfinden, wie gut die Erkennung ist.

Wobei, nach dem ersten Absatz hier habe ich es bleiben lassen. Den habe ich in Onenote gekritzelt, und die Funktion Freihand in Text (zu finden im Menüband im Abschnitt Zeichnen) hat mir folgendes zurückgeliefert: „Handschrift am Computer ist blanker Unsinn“ weiterlesen

Kalorienzählen lohnt sich nicht, my darling

Die Yazio-App im Test: Mit ihr führt man ein Ernä­hrungs-Tage­buch, zählt Kalo­rien und erfasst Akti­vi­täten oder zieht eine Fasten­kur durch.

Ohne Verzicht? Tatsächlich?

«Erreiche dein Ziel auch ohne Verzicht». Dieses Versprechen gibt mir die Yazio-App beim allerersten Start. Und sie stellt unsere noch frische Beziehung gleich auf die Probe. Denn ich habe meine Zweifel, ob diese Zusage haltbar ist. Schliesslich will Yazio mir beim Fasten und Kalorienzählen helfen. Für viele Leute – mich inklusive – ist Fasten der Inbegriff des Verzichts.

Gut, man kann dagegenhalten, dass man keine Entsagung leistet, wenn man sich umgewöhnt – und statt des Schnitzels mit Pommes mit gleichem Genuss einen mit Hüttenkäse garnierten Gartensalat vertilgt. Man kann das so sehen, aber auch für Schönfärberei halten. Wie man urteilt – man gnadenlos oder auch einmal Fünf geradeseinlässt – ist eine Frage des Charakters.

Was mich angeht: Ich bin ein harter Hund zu mir selbst. „Kalorienzählen lohnt sich nicht, my darling“ weiterlesen

Wie man seine digitale Haut zum Markt trägt

«Bits about me» will uns ermöglichen, persönliche Daten zu Geld zu machen. Theo­retisch ist das ein logischer Ansatz. In der Praxis bleiben Zweifel, ob sich dieser «Fair­trade für Daten» für die Nutzer lohnt.

Beitragsbild: Bzw. wie man digital die Hosen herunterlässt (Pixabay, Pexels-Lizenz).

Als die Krankenkassen damit angefangen haben, uns im Gegenzug für den Zugang zum Schrittzähler im Handy mit Gutscheinen zu entschädigen, habe ich dafür plädiert, dass das erst der Anfang eines neuen Umgangs mit persönlichen Daten ist: Wir müssen zu klugen Daten-Investoren werden, lautete die Forderung.

Bisher ist es so, dass wir unsere Daten weitergeben, ohne über deren Wert zu verhandeln. Wir bekommen dafür im Gegenzug Dienstleistungen z.B. von Google und Facebook. Bei diesem Modell bleibt im Dunkeln, ob diese Entschädigung angemessen ist. Vermutlich ist sie es nicht; zumindest, wenn wir uns Hannes Grasseggers Buch Das Kapital bin ich vergegenwärtigen, das ich hier besprochen habe.

Eine App, die diese den Verkauf persönlicher Daten institutionalisieren will, heisst Bits about me. «Fairtrade für Daten» ist das Schlagwort auf bitsabout.me: „Wie man seine digitale Haut zum Markt trägt“ weiterlesen

Eine unvollkommene App für Perfektionisten wie mich

Verschwendung von Lebens­mit­teln ist mir zuwi­der. Darum ver­walte ich den Not­vor­rat und die ver­derb­lichen Güter mit der Nowaste-App. Die macht zwar Arbeit – aber sie beruhigt das Gewiss­en so schön.

Neulich habe ich Apps vorgestellt, die beim Einkaufen und beim Kühlschrank-Management helfen. Eine der vorgestellten Apps ist No Waste, die es fürs iPhone und für Android gibt.

Sie ist dazu da, uns einen Überblick über die Lebensmittel in Kühlschrank, Gefriertruhe und Vorratskammer zu verschaffen – und wo wir sonst noch verderbliche Güter lagern. Ihr Ziel besteht darin, die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen. Dieses Problem, das oft unter der englischen Kurzformel Food Waste subsummiert wird, ist eine Folgen unserer Lebensweise.

Manche haken es unter dem Schlagwort Überflussgesellschaft ab. Als pauschale Begründung greift mir das zu kurz: „Eine unvollkommene App für Perfektionisten wie mich“ weiterlesen

Ein Tor zu Tor, das keine Wünsche offen lässt

Onion Browser ist eine App fürs iPhone und das iPad fürs Tor-Ano­nymi­sie­rungs­netz­werk, die sich durch aus­ge­klü­gel­te Ein­stel­lungen aus­zeichnet.

Wer gelegentlich mit dem Tor-Browser unterwegs ist (Tor ist ein Menschenrecht), der kann dazu am iPad den Red Onion Browser verwenden, der den Zweck noch immer bestens erfüllt.

Gold, Silber oder Bronze? Hier legt man die Restriktionen fest, die für Websites gelten.

Neulich bin ich indes einer Alternative begegnet, nämlich dem Onion Browser. Diese App fürs iPhone und iPad macht das, was man von ihr erwartet: Sie ermöglicht erstens den Zugriff auf normale Websites über das Tor-Netzwerk, das die Datenpakete über mehrere, häufig wechselnde Relais-Stationen leitet und extra verschlüsselt, sodass keine Lokalisierung mehr möglich ist und das Tracking massiv erschwert wird. Zweitens erreicht man mit mir ihr Websites im sogenannten Dark web: „Ein Tor zu Tor, das keine Wünsche offen lässt“ weiterlesen

Fotos nach Textinhalten durchsuchen

Eine Hand­voll Tipps, wie man den Text­in­halt auf Bildern und Screen­shots erkennt und seine ganze Foto­samm­lung nach Stich­wörtern durch­sucht.

Eine tolle Neuerung in iOS 15 ist Live Text. Sie führt eine Texterkennung in Bildern durch – und zwar vollautomatisch, ohne dass man etwas dafür tun müsste. Man kann den erkannten Text markieren und kopieren, Mailadressen oder Telefonnummern direkt für eine Kontaktaufnahme benutzen, markierte Wörter nachschlagen oder übersetzen.

Das ist eine Erleichterung im Alltag und eine eindrückliche Demonstration, wie Funktionen, die man früher nur als Käufer teurer Spezialprogramme zur Verfügung hatte, geläufig geworden sind.

Wir erinnern uns vielleicht: „Fotos nach Textinhalten durchsuchen“ weiterlesen

Auch einmal Nein sagen können

Es ist keine gute Idee, Apps alle ange­for­der­ten Be­rech­tigungen gedan­ken­los zu gewäh­ren. Statt­dessen sollte den Zugriff auf Mikro­fon, Kamera, das loka­le Netz­werk und die Ortungs­dienste selek­tiv ge­wäh­ren und gele­gent­lich hin­ter­fragen.

Nach der Installation einer App bekommt man es mit den berühmt-berüchtigten Dialogen zu tun, in denen Berechtigungen angefordert werden: Manche Apps wollen auf Kamera und Mikrofon zugreifen, andere auf den Standort und wiederum andere auf den Kalender oder die Erinnerungen.

Diese Anfragen mögen oft als lästig erscheinen, sie sind aber sinnvoll: Erstens schaffen sie Transparenz darüber, welche Informationen auf dem Gerät eine App zu nutzen gedenkt.

Zweitens erhalten wir Nutzer einen klaren Eindruck davon, wie «neugierig» eine App ist. Und drittens erhalten wir die Gelegenheit, unsere persönlichen Daten zu schützen: „Auch einmal Nein sagen können“ weiterlesen

Wie man Apps überwacht, die einen überwachen wollen

iPhone und iPad liefern einen Daten­schutz­bericht für alle instal­lier­ten Apps. Er auf schlüs­sige Weise, welche Daten eine App sammelt, wie häufig sie das tut und mit welchen Servern sie kom­mu­ni­ziert. Diese Infor­ma­tionen helfen, die Privat­sphäre effektiv zu schützen.

Apple hat mit dem letzten grossen Betriebssystem-Update fürs iPhone und iPad (iOS 15 und iPad OS 15) eine Funktion eingeführt, die es einem erlaubt, die Tracking-Aktivitäten von Apps im Auge zu behalten.

Diese Funktion findet sich in den Einstellungen bei Datenschutz > App-Datenschutzbericht. Ich habe sie vor einem halben Jahr ausführlich im Blogpost Wer will schon wieder hinter meinem Rücken zu Google und Facebook verbinden? vorgestellt und damals kritisiert, dass Apple zwar die Daten über die Aktivitäten der Apps erhebt, aber keine Auswertung vornimmt.

Wenn man sich nicht mit einem Texteditor durch eine JSON-Datei kämpfen wollte, musste man sich die App eines Drittherstellers besorgen und die Daten umständlich an diese weitervermitteln.

Nun, dieser Missstand ist behoben: „Wie man Apps überwacht, die einen überwachen wollen“ weiterlesen

Sieben Tipps für Garmin-Uhren

Garmin-Uhren haben eine Unmenge an Funk­tionen und Kon­fi­gu­rations­mög­lich­kei­ten für den Alltag, das Sport­tra­cking und für Nerds: Wie man Anzeige und Nutzung opti­miert und an seine Vor­lie­ben anpasst.

Am Anfang gleich eine Einschränkung: Die Tipps hier dürften nicht universell sein. Ich habe sie mit der hier ausführlich getesteten Fenix 7s ausprobiert. Aber natürlich haben nicht alle Sportuhren von Garmin den gleichen Funktionsumfang, weswegen die Tipps nicht universell funktionieren. Leider sprengt es meine Möglichkeiten, hier die unterstützten Modelle anzugeben.

1) Die Konfiguration anpassen

Das Ziffernblatt lässt sich nur an der Uhr selbst und nicht über die App anpassen.

Die Einstellungen lassen sich an der Uhr über das Menü vornehmen, wenn man etwas länger auf den mittigen Knopf links drückt und nach unten zu den entsprechenden Menüpunkten blättert. Schneller zum Ziel kommt man allerdings über die App, Garmin Connect (für Android und iPhone/iPad). Ich würde empfehlen, die App zu verwenden.

Allerdings sind über die App nicht alle Funktionen zugänglich: „Sieben Tipps für Garmin-Uhren“ weiterlesen