Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks

iPhone und iPad bieten neue Möglichkeiten für die Automatisation. Trotzdem habe ich wieder einmal ein Déjà-vu: So vielversprechend die Funktionen auch sind – bei meinen spezifischen Anliegen stosse ich immer wieder an Grenzen.

Die Kurzbefehle-App von iPhone und iPad ist ein Zugeständnis an Leute wie du und ich, die sich mit ihrem Mobilgerät nicht bloss durch Whatsapp und Facebook klicken, sondern ernsthafte Arbeit erledigen wollen – und zwar, wo immer möglich, nicht manuell, sondern automatisiert.

Mit der App lassen sich Arbeitsabläufe einrichten, die per Knopfdruck oder über einen Sprachbefehl gestartet werden (Siri auf Steroiden). Es ist möglich, Automatisierungen einzurichten, die unter bestimmten Umständen automatisch ausgeführt werden (So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür). Und wenn man es ganz elaboriert mag, verwendet man NFC-Tags, um Aktionen in Gang zu setzen (Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben).

Mit iOS 14 und 14.5 ist die Kurzbefehle-App nun nicht revolutionär besser geworden. Aber es sind einige interessante Möglichkeiten dazugekommen. Erstens seien die beiden neuen Funktionen Bildschirmfoto aufnehmen und Neueste Bildschirmfotos abrufen erwähnt. „Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil

Ein neuerlicher Anlauf, um tolle Apps für das selbsternannte starke Geschlecht zu finden: Ich stosse auf viele Klischees, noch mehr Testosteron und eine echte Marktlücke.

In diesem Beitrag bin ich der Frage nachgegangen, ob es schöne Männer-Apps gibt. Im Rahmen der Berichterstattung zu diesem Unterfangen habe ich einen bedauerlichen Fehler begangen, den ich an dieser Stelle ausbaden muss.

Ich habe nämlich im Titel «Projekt Männer-Apps, erster Teil» geschrieben. Das impliziert eine Serie zu vielen weiteren solchen Männer-Apps. Und ja, genau das war die Idee und Absicht gewesen. Ich hatte auf Tipps aus der Leserschaft gehofft, mit denen ich gerne weitere Folgen bestritten hätte.

Doch leider sind diese Tipps ausgeblieben. Wie ich vermute, liegt der Grund nicht darin, dass sich diese hochgeschätzte Leserschaft sich um meine Bitte um weitere Vorschläge foutiert hätte.

Sind wir Männer so genügsam?

Nein, meine Mutmassungen gehen eher dahin, dass das Thema mit den Krawatten- und Bart-Apps bereits ausgeschöpft ist. Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass wir Männer genügsam sind und wir einfach nicht sonderlich viele spezifische Bedürfnisse haben, die man mit speziellen Apps befriedigen könnte. Uns fehlt beispielsweise eine biologische Besonderheit wie die Menstruation, die man mittels Smartphone tracken könnte.

Zweite Möglichkeit: „Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil“ weiterlesen

Zahlenspiele mit Microsoft

Für die Freunde des gepflegten Zahlenknobbelns hat Microsoft etwas Neues in der Hinterhand: Eine Sudoku-App, die zwar nicht alles Dagewesene in den Schatten stellt, aber ihren Zweck solide erfüllt.

Microsoft verfolgt nicht nur das Ziel, den Markt der PC-Betriebssysteme zu beherrschen und auch während der Zwanzigerjahre der dominierende Lieferant von Office-Software zu bleiben.

Die Grafik ist nun keine programiertechnische Meisterleistung, aber sie erfüllt den Zweck.

Nein, Microsoft hat noch weitreichendere Pläne. Der Konzern will auch den Markt mit den klassi­schen Zer­streuungs­spielen unter seine Kontrolle bringen. So zumindest inter­pretiere ich die Tat­sache, dass es neben der Solitär-Variante (Yesss!) und der kürzlich vor­gestell­ten Mahjong-App (Microsoft hat seine alte Spielklötze neu poliert) nun auch eine Umsetzung jenes beliebten Zahlenrätsels gibt, das auf der Spielseite von keiner Zeitung fehlen darf, die etwas auf sich hält.

Es geht natürlich um Sudoku, jenem Logikpuzzle, mit dem man sich auch problemlos offline und mit Bleistift auf Papier vergnügen kann. Man braucht gar keine App für dieses Vergnügen – aber es ist nicht verkehrt, eine zu haben: Man hat einen unbegrenzten Vorrat an Partien, und kann sich ggf. vom Computer helfen lassen. „Zahlenspiele mit Microsoft“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps, erster Teil: Der Bart

Nehmen wir an, Mann würde sich entscheiden, sich einen Bart stehenzulassen? Braucht es dafür die Beratung eines gestandenen Barbiers, oder kommt man auch mit Apps wie Beard Booth Studio oder Grooming über die Runden?

Ich habe ein kleines Projekt am Laufen. Und zwar bin ich daran, schöne Männer-Apps zusammenzutragen.

… und ja, ich weiss, welche Risiken ein solches Unterfangen birgt. Man könnte vermuten, dass ich ein antifeministisches Zeichen setzen will oder mich sogar zu zum Maskulinismus bekenne.

Doch dergleichen liegt mir fern. Sollte Klärungsbedarf bestehen, würde ich keinen Hehl daraus machen, dass ich diese beiden Ideologien deplatziert und verachtenswürdig finde und einfach nur auf die Idee gekommen bin, weil ich nun einmal ein Mann bin und mir die Frage gestellt habe, ob diesem Umstand von den App-Entwicklern speziell Rechnung getragen wird.

Wir Männer werden ein bisschen vernachlässigt

Mir scheint das nämlich nicht der Fall zu sein: „Projekt Männer-Apps, erster Teil: Der Bart“ weiterlesen

Weniger Kunst, mehr Spass

Bei Apple Arcade sind diverse neue Titel dazugekommen. Ich habe die Neuerungen handverlesen und die spannendsten herausgesucht.

Vor knapp einem Jahr habe ich dargelegt, was mir an Apple Arcade gefällt und was noch besser werden kann. Mein Hauptkritikpunkt lautete damals, dass mir das Angebot zu elitär sei: Apple kaprizierte sich auf die Spiele mit hohem künstlerischem Anspruch, vernachlässigte aber die simplen Titel für zwischendurch. Doch so toll die Vorzeigetitel auch sind: Es gibt auch ein Bedürfnis nach dem etwas weniger anspruchsvollen Zeitvertreib. Denn wir gehen auch nicht immer ins Fünfsternelokal zum Dinieren, sondern drücken und gelegentlich auch einfach mal ein Sandwich rein.

Apple ist offensichtlich zur selben Erkenntnis gelangt: Anfang April gab der Konzern die bislang grösste Erweiterung bekannt. 30 Titel kamen dazu, plus die zwei neuen Kategorien, die «zeitlose Klassiker» und «legendäre Spiele» heissen.

Keine Werbung, kein In-App-Nepp

Man kann sich natürlich fragen, wie sich die genau unterscheiden sollen, bzw. ob das nicht zweimal das Gleiche ist. Aber ich verstehe es so, dass unter den legendären Spielen Titel auftauchen, die im App-Store für Furore gesorgt haben und nun zum Abopreis, ohne Werbung und In-App-Käufe noch einmal neu aufgelegt werden. Das ist in der Tat ein starkes Argument für den Arcade-Dienst, für den man bekanntlich 6 Franken im Monat berappt.

Zu den legendären Spielen gehören folgende: „Weniger Kunst, mehr Spass“ weiterlesen

Tricks für die Zwischenablage

Fürs Copy-Paste hält Windows nützliche Tricks bereit. Und wo wir dabei sind, können wir auch herausfinden, wie man zwischen Geräten Informationen austauscht – mit einem Extra-Trick für Google Chrome.

Eine meiner Lieblingsfunktionen von Windows 10 ist die mit dem Oktober-2018-Update eingeführte, neue Zwischenablage. Sie behält nicht nur einen Verlauf der letzten 25 Einträge, sondern synchronisiert sich auch über das Microsoft-Konto auf andere Geräte. Das ist für leidenschaftlicher Cutter-und-Paster wie mich eine riesige Erleichterung.

Die in der Windows-Zwischenablage gespeicherten Einträge.

Also, es funktioniert wie folgt: Um das Menü mit dem Verlauf anzuzeigen, drückt man die Windows-Taste und v.

Damit das auch klappt, muss der Verlauf eingeschaltet werden. Das tut man über die Einstellungen. Bei System in der Rubrik Zwischenablage konfiguriert man sich diese Funktion zurecht.

Die Option Zwischenablageverlauf gibt an, ob ältere Einträge aufbewahrt werden oder eben nur das letzte kopierte bzw. ausgeschnittene Element, wie es früher der Fall war. „Tricks für die Zwischenablage“ weiterlesen

Siri erweitert ihren Horizont. Zumindest ein bisschen

Mit Siri lassen sich neuerdings auch Audio-Inhalte aus Dritt-Apps abspielen. So toll das theoretisch wäre, in der Praxis funktioniert es mehr schlecht als recht.

iOS 14.5 ist da, und bringt als grösste Neuerung natürlich die Möglichkeit, das iPhone beim Maskentragen mittels Apple Watch zu entsperren. Das ist praktisch und funktioniert einwandfrei.

Diese Komfortfunktion birgt allerdings auch ein gewisses Risiko: Meine Tochter hat es geschafft, mein Telefon hinter meinem Rücken zu entsperren. Wie sie die Face-ID dazu gebracht hat, sie für eine Maskenträgerin zu halten, ist mir allerdings ein Rätsel. Ich gehe davon aus, dass es sich um ein angeborene Hackertalent handelt.

Eine weitere Neuerung ist mir aufgefallen, als ich Siri neulich beim Sport dazu bewegen wollte, energetische, meinen Dauerlauf befeuernde Musik zu spielen. Statt gleich mit Apple Music loszulegen, wie das bisher der Fall war, hat mich Siri darauf aufmerksam gemacht, dass sie nun lernen würde, welche Audio-Apps ich verwenden würde und welche App ich denn für meinen Musikgenuss auserkoren hätte.

Ich war hocherfreut: „Siri erweitert ihren Horizont. Zumindest ein bisschen“ weiterlesen

Ein heisser Tipp fürs mobile Bloggen

Der Bilder-Upload ist bei Wordpress stark verbesserungswürdig. Die Biru-WP-App macht die Sache zumindest für Reise- oder Reportagen-Blogger einfacher.

Im Beitrag Hey Word­press, hier ein guter Vorsatz für dich habe ich vor einiger Zeit einige Schwächen der mobilen WordPress-App angeprangert. Die zeigen sich vor allem, wenn man die App zum Schreiben und Veröffentlichen der Beiträge nutzen möchte. Zu diesem Zweck ist sie so wenig geeignet, dass ich auch am iPad lieber zum Browser greife.

Ein Kritikpunkt bezieht sich auf das Hochladen von Bildern. Natürlich kann man Fotos unbearbeitet ins CMS verfrachten – und ich würde vermuten, dass viele WordPress-Publizisten genau das tun. Meines Erachtens ist das aber schlechter Stil: Man sollte sich die Mühe machen, Bilder zu optimieren: Dann halten sich Bildgrösse und -qualität die Waage und mobile Nutzer werden nicht mit unnötig grossen Datenübertragungen belastet.

Es gibt natürlich Tricks, die Bilder serverseitig aufzubereiten. Drei Erweiterungen für diesen Zweck habe ich im Beitrag Die besten WordPress-Plugins vorgestellt. Doch eigentlich möchte man das eine tun und das andere nicht lassen: Wenn man Bilder zum Beispiel selbst via Handy hochlädt, vielleicht sogar aus dem Ausland, dann möchte man dafür auch nicht unnötig Daten verbraten. Es wäre somit sinnvoll, wenn die App bereits von Haus aus Fotos herunterrechnen und optimieren würde.

Ich habe mich darum umgesehen, ob es für den Bilder-Upload eine App eines Drittherstellers gibt. Und in der Tat, die gibt es: „Ein heisser Tipp fürs mobile Bloggen“ weiterlesen

Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt

Eine geheime, unerfüllte Leidenschaft meinerseits ist die Produktion eines Animationsfilms. Das Equipment und Ideen sind vorhanden und auch die passende App ist auserkoren. Jetzt fehlt nur noch etwas.

Kinder wecken Erwartungen bei ihren Eltern: Manche wünschen sich, dass ihre Söhne und Töchter zu irgendwelchen Höhenflügen ansetzt: Akademische Grade erringt, in der Armee mindestens den Rang des Korpskommandanten erreichen, in eine adlige Familie einheiraten oder in Hollywood durchstarten – irgendetwas in der Art.

Ich bin in dieser Sache weniger spezifisch. Ich bin zufrieden, wenn der Nachwuchs keine arschlochhaften Charakterzüge entwickelt, sondern sich als senkrechtes menschliches Wesen entpuppt. Was, bei Licht betrachtet, auch kein kleiner Wunsch ist. Nebenbei hoffe ich ausserdem noch, dass ich meine Tochter irgendwann dafür begeistern kann, mit mir einen Stop-Motion-Film zu drehen.

Wie beschrieben habe ich in meiner Jugend noch das Medium des Super-8-Films miterlebt. Bei dem waren die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten im Vergleich zur heutigen Handykamera  primitiv. Doch mit manchen Kameras konnte man einzelne Frames belichten. Das fand ich extrem faszinierend: „Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt“ weiterlesen

Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen

Mit Unified Remote steuert man seinen Computer via Handy oder Tablet fern. Das erschien mir anfänglich nutzlos – doch dann habe ich immer mehr spannende Einsatzmöglichkeiten entdeckt.

Ist das genial oder nutzlos? Das war meine erste Frage, als ich neulich der App Unified Remote begegnet bin.

Im Modul «Basic Input» wird der Computer wie mit einem Touchpad gesteuert.

Diese Lösung lässt einen den Computer per Smartphone oder Tablet fernsteuern. Es braucht zwei Dinge: Erstens die App fürs Mobilgerät, die es kostenlos¹ für Android und fürs iPhone und iPad gibt. Zweitens einen Server, der man ebenfalls gratis auf seinem Desktop-Computer installiert. Diese Software existiert für Windows, Mac OS, Linux, Chromebooks und den Raspberry Pi.

Nachdem die beiden Komponenten installiert sind, verbindet man den Client, also das Smartphone oder Tablet mit dem Server, bzw. dem Desktop-Computer. Das hat in meinem Fall fast reibungslos geklappt: Es brauchte zwei Anläufe. Dann stand die Verbindung und ich konnte auf dem Touchpad des iPhone den Cursor meines PCs mit Windows 10 bewegen.

Das funktioniert ausgezeichnet und ohne spürbare Verzögerung. Die Bedienung auf diesem virtuellen Trackpad ist einfach: „Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen“ weiterlesen