Wie sich ein ausgeschaltetes iPhone lokalisieren lässt

Das dürfte Dieben und unehr­lichen Findern nicht gefallen: Apples Smart­phone ist sogar in herun­ter­ge­fah­renem Zustand ort­bar. Aber wie funk­tio­niert dieser Zau­ber­trick?

Vielleicht ist euch das auch schon aufgefallen: Wenn man ein iPhone mit aktuellen Betriebssystem herunterfährt, dann steht unter dem Ausschalten-Schieber der Hinweis: «iPhone nach dem Ausschalten auffindbar»

In der Tat: Mit iOS 15 lässt sich ein iPhone (ab iPhone 11) über die Wo ist-App aufspüren, selbst wenn es ausgeschaltet ist. Das ist einerseits praktisch, weil Diebe oder unehrliche Finder der Entlarvung nicht entgehen können, indem Sie das Gerät ausschalten bzw. abwürgen. Andererseits drängt sich natürlich die Frage auf: Wie macht Apple das?

Bevor ich dazu komme, der Hinweis, wie man diese Funktion nutzt: „Wie sich ein ausgeschaltetes iPhone lokalisieren lässt“ weiterlesen

Was die Nachbarn zu sagen haben

Auf der Suche nach einem sozia­len Netz­werk, das aus Spass und nicht bloss aus Gewohn­heit zu nutzen wäre, bin ich bei der «hyper­loka­len Com­munity» Jodel gelandet. Gab es einen dort Freu­den­schrei?

Facebook geht mir zunehmend auf die Nerven, Instagram ist seit Jahren kaputt und Twitter ist seit Elon Musks Eskapaden auch nicht mehr das Wahre. Man könnte nun hoffen, dass das Anzeichen dafür sind, dass diese traditionellen sozialen Medien auf das Ende ihrer Lebenszyklen zusteuern und ein Generationenwechsel bevorsteht.

Ich teile die Hoffnung, gebe mich allerdings keinen Illusionen hin: So schnell werden wir Zuckerberg und Musk nicht los – dafür ist die Übernahme von Twitter ein beredtes Beispiel. Mit den 44 Milliarden, die er für den Deal hinblättern will, hätte man eine tolle, neue Plattform aus dem Boden stampfen können. Doch weil es schwierig bis unmöglich ist, eine kritische Masse von Nutzern zum Wechsel zu bewegen, hat der Aufkauf einer bestehenden Plattform mehr Aussicht auf Erfolg.

Mit anderen Worten: „Was die Nachbarn zu sagen haben“ weiterlesen

Schnelle Langzeitbelichtungen

Die Spectre Kamera-App macht Langzeit­belich­tungen mit dem iPhone: Ob bei Tag oder Nacht, man foto­gra­fiert einige Sekunden und erhält dank Bild­sta­bi­lisa­tion auch aus der Hand un­ver­wackel­te Fotos.

Seit dem iPhone 11 gibt es den Nachtmodus: Er macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen eindrückliche Fotos. Ich nehme an, dass er das mit dem gleichen Trick tut, mit dem auch Astronomiefotografen operieren: Sie machen während ein paar Minuten oder ein paar Stunden eine Reihe von Bildern, die dann zu einer Aufnahme zusammengerechnet werden. Man nennt das auch Exposure-Stacking.

Da für eine solche Aufnahme länger als üblich belichtet wird, ist die Bildstabilisation entscheidend: Nur wenn sich alle Fotos deckungsgleich übereinanderlegen lassen, entsteht ein schönes Resultat. Der Nachtmodus lässt keinen Zweifel daran, wie toll die Bildstabilisation beim iPhone ist: Selbst wenn man aus der Hand fotografiert, ist das Bild – wenn man nicht schlimm zittert – so scharf, dass bei Aufnahmen mit Nachthimmel sogar Sternchen zu sehen sind.

So toll ich den Nachtmodus finde, sosehr habe ich etwas bedauert: „Schnelle Langzeitbelichtungen“ weiterlesen

Apple, das spassbefreite Unternehmen

OldOS ist eine App, die detailgetreu iOS 4 simuliert, das bald zwölf­jährige iPhone-Betriebs­system. Die zum Laufen zu bringen, ist knifflig – genau­so wie andere Nos­tal­gie­pro­jek­te, z.B. zur Wieder­bele­bung des iPods.

Ich verstehe Apple nicht. Da gibt es diesen Typen, Zane bzw. @zzanehip auf Twitter, der etwas gemacht hat, das ich gleichzeitig toll und fragwürdig finde. Er hat nämlich iOS 4 als iPhone-App nachgebaut.

Die App OldOS simuliert das Betriebssystem, das im Juni 2010 herausgekommen ist und auf dem iPhone 3G lief, später dann auch auf dem 3GS. Doch natürlich ist diese App nicht im Store zu finden. Wenn man sie verwenden möchte, muss man entweder so viel Glück haben, via Testflight an eine Test-Installation heranzukommen – die Kontingente sind aber, so weit ich sehen kann, restlos aufgebraucht. Es lohnt sich aber, Zane auf Twitter zu folgen, weil er ab und zu neue Links postet, auch von Leuten, die OldOS über einen eigenen Testflight-Account zur Verfügung stellen.

Zweite Möglichkeit: „Apple, das spassbefreite Unternehmen“ weiterlesen

Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe

Die Airpods-Kopfhörer neigen dazu, sich mit den falschen Geräten zu verbin­den, was eine nach­hal­tige Gefahr für den Fami­lien­frieden dar­stellt. Woher dieses Problem kommt und wie man es behebt.

Die drahtlosen Apple-Kopfhörer neuerer Bauart (von denen ich die Airpods Max und die Airpods 3 vorgestellt habe) zeichnen sich durch eine Funktion aus, die es bei anderen Kopfhörern nicht gibt: Man muss sie nicht explizit mit einem Gerät verbinden. Sie tun das von sich aus: Wenn sie aus dem Böxchen genommen werden und feststellen, dass auf einem Apple-Gerät in der Umgebung eine Wiedergabe läuft, dann verbinden sie sich automatisch mit dem und übernehmen.

Das mag für einen solitär lebenden Apple-Jünger sinnvoll sein, weil er dann in seiner High-Tech-Klause ohne Extra-Handgriffe den Mac, Apple-TV, das iPhone oder iPad auf den Ohren hat, wie es eben gerade sinnvoll ist. Doch wenn man sich mit anderen Menschen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Gerätschaften teilt, dann hat das einen massiven Nerv-Faktor. Unter diesen Umständen passiert nämlich andauernd Folgendes: „Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe“ weiterlesen

Leider nicht das Nonplusultra für den iPhone-Homescreen

Widgetsmith wertet den Home­screen von iPhone und iPad mit mass­ge­schnei­derten Widgets auf. Die Idee ist spannend, doch die App krankt an der mangeln­den Benutzer­freund­lich­keit und an der zu geringen Aus­wahl an Daten­quellen.

Im Beitrag Acht nützliche und vier weniger nützliche Widgets habe ich die meines Erachtens nützlichsten Widgets von iOS und iPad OS vorgestellt und eine ausführliche Besprechung von Widgetsmith in Aussicht gestellt: Das ist eine App, mit der man eigene Widgets mit massgeschneiderten Informationen fabriziert.

Die Idee hinter Widgetsmith ist einleuchtend und sie ermöglicht es, spezifische Informationen auf dem Homescreen oder in der «Heute»-Ansicht zu platzieren. Doch – und das ist der grösste Kritikpunkt – ist die App nicht benutzerfreundlich. Ich bin auch nach meinem Test nicht sicher, ob ich sie eigentlich so verwende, wie es gedacht ist. Aber so habe ich es probiert: „Leider nicht das Nonplusultra für den iPhone-Homescreen“ weiterlesen

Acht nützliche und vier weniger nützliche Widgets

Wie macht man den Home­screen von Smart­phones und Tablets maxi­mal nützlich? Apple versucht es mit Infor­mations­kästchen, die manch­mal auf­schluss­reich sind, aber oft ihr Potenzial nicht ausschö­pfen.

Eine der Neuerungen von iOS 14 sind die Widgets: Informationskästchen, die man auf dem Homescreen seines iPhones oder iPads platziert, um wichtige Informationen sofort zu sehen, ohne dass man eine bestimmte App öffnen müsste.

Theoretisch eine interessante Funktion, die ich bislang aus einem speziellen und reichlich trivialen Grund nicht verwende: Da ich mir in den Kopf gesetzt habe, einen einzigen Homescreen zu verwenden, auf dem alle wichtigen Apps in Ordnern untergebracht sind, gibt es auf meinem Homescreen keinen freien Platz, noch nicht mal für ein winziges Widgetlein.

In einem selbstreflexiven Moment habe ich mich gefragt, ob meine Ordnungsprinzipien für den Homescreen nicht etwas gar starr sind und ob ich sie der geistigen Flexibilität zuliebe nicht wenigstens hinterfragen müsste. Ich habe mich daraufhin für einen Kompromiss entschieden: „Acht nützliche und vier weniger nützliche Widgets“ weiterlesen

Ein heisser Tipp für Fotografen, die gerne mal am Hungertuch nagen

Eyeem.com ist eine sympa­thische Foto-Com­munity, die ähnlich viel Spass macht wie seiner­zeit Flickr. Die Begeis­terung verfliegt schnell, wenn man über­legt, seine Bilder über diese Platt­form zum Verkauf anzu­bie­ten.

Das Internet ist nicht für einfache und schnelle Verdienstmöglichkeiten bekannt, sondern eher für die Unmengen an Gratis-Inhalten. Die sind eine harte Konkurrenz für Leute, die ihre Arbeit verkaufen möchten – namentlich Fotografen. Im Geschäft mit den Bildern findet seit Jahren ein brutaler Preiszerfall statt. Der geht so weit, dass von Profis verlangt wird, sich in «Exposure» statt mit Geld bezahlen zu lassen (So geht die Fotografie den Bach hinunter).

An dieser Stelle muss ich ehrlicherweise zugeben, dass ich ein Profiteur dieser Situation bin: „Ein heisser Tipp für Fotografen, die gerne mal am Hungertuch nagen“ weiterlesen

Was es in Annas Telefon so alles zu entdecken gibt

Ihr würdet das Gleiche tun wie ich: bei einem fremden Handy, das euch in die Finger fällt, durch SMS, Chats und Mails schnüffeln – und vor der Dating-App nicht Halt machen. Falls ja, ist das Spiel «Simulacra» genau das Richtige für euch.

Eine Kino-Revolution, die ich als echten Fortschritt ansehe, ist das Genre des Found Footage. Das kennt ihr alle von Blair Witch Project, einem Film, der mir seinerzeit das Blut hat in den Adern gefrieren lassen – und das, obwohl ich ihn bei mir zu Hause und zeltend nicht im Wald angesehen habe.

Ich bin auch nicht auf die Behauptung eines damaligen Arbeitskollegen hereingefallen, der meinte, das sei tatsächlich alles echt – was man ihm damals aufgrund das geradezu genialen Marketings der Produktionsfirma nicht als Fakenews hat auslegen können. Doch auch wenn man wusste, dass dieser Film kein authentischer Dokumentarfilm ist, so hat er dennoch seine Wirkung nicht verfehlt.

Es gibt ein Äquivalent bei den Handy-Spielen: „Was es in Annas Telefon so alles zu entdecken gibt“ weiterlesen

Gestreamtes Arthouse-Kino statt Netflix?

Nach Jahren mit Netflix setzt eine gewisse Müdig­keit ein. Ist es Zeit, das Abo zu kündigen und sich nach einer neuen Strea­ming­platt­form umzusehen? Ein Kandidat, der die Lücke füllen könnte, ist Mubi.com.

Meine Themenliste ist eher ein Stack als eine Queue. Wenn ich eine Idee für einen Blogpost oder einen Artikel habe, füge ich den am oberen Ende ein. Entweder wird er zeitnah realisiert. Oder er rutscht nach unten, wo er irgendwann im Bodensatz landet. Dort bleibt er dann, mutmasslich für alle Ewigkeit.

Heute kommt eine Themenidee zum Zug, die seit ungefähr fünf Jahren im Bodensatz steckt. Warum sie dort gelandet ist, kann ich nicht mehr rekonstruieren. Dass sie es wert ist, hier diskutiert zu werden, steht ausser Frage.

Vielleicht hatte ich in der Zeit so viele andere Knaller-Themen auf der Liste, dass es sich so ergeben hat. Oder womöglich lags auch daran, dass ich damals noch öfters «richtig» ins Kino gegangen bin und darum weniger Sinn in einem Streamingdienst für Arthouse-Filme gesehen habe.

Ich halte aber einen anderen Grund für ausschlaggebend: „Gestreamtes Arthouse-Kino statt Netflix?“ weiterlesen