Die Tücken des Smartphone-Wechsels

Beim Umstieg von einem alten auf ein neues iPhone kann einiges schief­gehen. Darum die wichtigsten Tipps, wie die Daten­über­nah­me klappt und welche Apps eine Spe­zial­be­hand­lung be­nöti­gen, damit man sich nicht aus dem On­line­ban­king oder seiner Arbeit aus­sperrt.

Neulich hatte ich die Gelegenheit, ein neues iPhone in Betrieb zu nehmen. Eigentlich eine erfreuliche Sache, weil: neues iPhone.

Nach der Datenübernahme will das iPhone wissen, was nun mit ihm passiert.

Doch etwas trübt die Freude: Der Heckmeck, bis das neue Telefon voll betriebsbereit ist. Der Aufwand ist in den letzten Jahren grösser geworden – ebenso die Fallen, in die man hineinlaufen kann. Denn wenn man die Sache falsch angeht, könnte man Daten verlieren oder sich aus wichtigen Nutzerkonten ausschliessen.

Also, hier meine Erfahrungen, damit es bei euch möglichst rundläuft – und damit ich mich bei der nächsten ähnlichen Gelegenheit daran erinnere, welche Apps während eines Gerätewechsels besondere Aufmerksamkeit benötigen. Darum der Tipp vorneweg: Wir alle, ihr und ich, sollten unbedingt ein Lesezeichen zu diesem Beitrag hier anlegen.

Doch bevor es mit den harten Fakts losgeht, noch ein Hinweis: „Die Tücken des Smartphone-Wechsels“ weiterlesen

Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?

Die Autosleep-App gilt als Non­plus­ultra für die Schlaf­über­wachung und -Analyse. Per Apple Watch ermittelt sie Länge und Qualität und zeigt die Trends auf. Und ja: Da stellt sich die Frage über Sinn und Un­sinn des Schlaf­trackings.

Die smarten Wearables zählen bekanntlich nicht nur Schritte und Stehstunden, sondern wollen auch Aussagen darüber treffen, wie gut man genächtigt hat. Das nennt sich Schlaftracking, und bemüssigt manche Leute zu einem Stirnrunzeln: Wieso sollte sich von einem Gadget sagen lassen, was man nach dem Aufwachen selbst weiss? Denn wenn es ist einem in aller Regel klar, ob man gut oder schlecht, lang genug oder zu kurz geschlafen hat und ob man an einem Stück durch die Nacht gekommen oder fünfmal aufgewacht ist.

Stimmt alles. Trotzdem finde ich das Schlaftracking spannend, auch wenn mir die anderen Funktionen – Schrittzählen und Aufzeichnen der Sportaktivitäten – wichtiger sind. Und zwar aus zwei Gründen: „Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?“ weiterlesen

Sechs kleine, aber wirklich grosse Neuerungen in iOS 15

Die folgenden iPhone-Ver­bes­serun­gen hat Apple nicht an die grosse Glocke gehängt. Umso besser für mich – dann kann ich jene Tipps zum Besten geben, die wirk­lich nütz­lich sind.

Nein, der Titel ist kein Widerspruch in sich: Wer dieses Blog hier regelmässig liest, der weiss, dass ich oft die kleinen Verbesserungen in den Updates viel praktischer finde als die grossen, an den Keynotes hochgelobten Neuerungen.

Das gilt auch für iOS 15. Hier habe ich in den letzten Wochen seit dem Erscheinen einige Details gefunden, die mir unter dem Strich genauso erwähnenswert erscheinen. Gerade die Erste ist für mich alten Mausschubser eine kleine Sensation! „Sechs kleine, aber wirklich grosse Neuerungen in iOS 15“ weiterlesen

Dreifaches Aha-Erlebnis mit Apples Fitnessdaten

Drei Aus­wer­tungs­metho­den, mit denen man seinen sport­lichen Ge­wohn­heiten und Leistung auf die Schliche kommt: Heat­maps, Explorer-Punkt­zahl und Edding­ton-Zahl.

Im Beitrag Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt habe ich vor einem halben Jahr die App Health Fit vorgestellt (fünf Franken im App Store): Sie wertet die vom iPhone gesammelten Gesundheitsdaten aus und zeigt, was man alles aus ihnen herausholen kann.

Ich komme auf die App zurück, weil mir inzwischen zwei Dinge aufgefallen sind, die ich beim ersten Mal übersehen habe oder die erst durch Updates hinzugefügt worden sind.

Also erstens: „Dreifaches Aha-Erlebnis mit Apples Fitnessdaten“ weiterlesen

Ein Hurra für die Raumklang-Revolution – oder ist Stereo gut genug?

Ist Raumklang-Musik ein echter Fortschritt oder bloss ein Marketing-Furz der Streaminganbieter? Ich habe mir 3D-Audio bei Apple Music angehört und eine handfeste Überraschung erlebt.

Die Stereofonie ist nun nicht gerade eine brandneue Erfindung. Im Gegenteil; wie uns Wikipedia pflichtbewusst aufklärt, hat diese Form des Raumklangs eine 140-jährige Geschichte. Der erste Film mit Stereoton war Walt Disneys Fantasia von 1940. Die erste Stereoplatte kam 1957 auf den Markt und enthielt auf der einen Seite Geräusche einer Eisenbahn und auf der anderen Seite Dixieland mit den Dukes of Dixieland.

Es stellt sich somit die Frage, ob mit Stereo das Ende der technischen Revolution erreicht ist oder ob es längst überfällig wäre, die nächste Stufe zu zünden. Technisch sind wir längst so weit, dass wir mehr als zwei Tonspuren in eine Audiodatei packen können. Auf analoge Weise ist das aufwändig und fehleranfällig, in digitaler Form wird lediglich die Datenmenge etwas grösser.

Wenn man die Sache nüchtern anschaut, dann kommt man unweigerlich zu einem ernüchternden Schluss: „Ein Hurra für die Raumklang-Revolution – oder ist Stereo gut genug?“ weiterlesen

Wenn Nerds ihre Memoiren schreiben…

Die Daylio-App ist eine Tage­buch-App für Leute, die keine Zeit fürs Tage­buch haben. Sie erfasst Ereignisse in struk­turier­ter Form und wertet sie in Grafiken und Statistiken aus – was für Daten­fans interessante Langzeit-Einsichten ergibt.

Als Teenager hatte ich eine Phase, in der ich intensiv Tagebuch geführt habe. Natürlich, wie sich das für die 1980er-Jahre gehört, in analoger Form, sodass die von Gefühlsaufwallungen und adoleszentem Rebellentum geprägten Aufzeichnungen sicher verschlossen in einem Schrank ruhen: Auf dass ich sie mir als alter Mann, die verlorene Jugend beweinend, zu Gemüte führen werde – oder sie ungelesen verbrenne.

Der Idee von Tagebuchaufzeichnungen bin ich auch heute nicht abgeneigt. Aber ich würde es nicht mehr so angehen wie damals, wo ich mich in langen, und, wie ich befürchte, oft auch reichlich selbstmitleidigen Schilderungen verloren habe. Dafür fehlt mir die Geduld. Aber wichtige Ereignisse, Gedanken und Ideen festzuhalten – das fände ich nicht verkehrt.

Doch auch damit bin ich bislang gescheitert: „Wenn Nerds ihre Memoiren schreiben…“ weiterlesen

Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android

Ich habe der Verspre­chung nicht getraut, wonach die Videoleap-App fürs Ferien­video und ebenso für den Block­buster taugen soll. Nach einem Intensiv-Test glaube ich das noch immer nicht – mag die App aber trotzdem.

Neulich habe ich die Foto-App Photoleap vorgestellt, die mir ganz gut gefällt. Sie stammt vom israelischen Unternehmen Lightricks, das noch weitere Apps in petto hat.

Eine davon ist Facetune 2; ein alter Bekannter, mit dem man Selfies nach allen Regeln der Kunst aufmotzt. Zu der habe ich zwiespältige Gefühle: Sie zielt so offensichtlich auf ein Massenpublikum, dass mich das misstrauisch stimmt: Man kann, so fürchte ich, nicht die Selfie-knipsenden, von Eitelkeit getriebenen Instagram-Horden beglücken und gleichzeitig professionelle Ansprüche bedienen. Doch Facetune schafft diesen Spagat so erstaunlich gut, dass ich überzeugt bin, dass ein Profifotograf, der die App mit Bedacht einsetzt, in ihr ein nützliches Werkzeug vorfindet.

Wenn Lighttricks es schafft, mit Apps die auf Effekt bedachten Laien und die Profis gleichermassen anzusprechen, dann komme ich nicht umhin, mir ein weiteres Produkt anzusehen, nämlich die Videoleap-App.

Die App ist wiederum eine grosse Nutzerschaft gedacht. „Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android“ weiterlesen

Die Welt zu retten, ist erstaunlich günstig

Mit der Klima-App berechnet man seinen CO₂-Fussabdruck und kann den sogleich kompensieren lassen. Das schmeckt nach Ablasshandel – aber das ist nicht das einzige Problem, das ich mit dieser App habe.

Die «Gutmenschen-Apps»: Das ist eine Kategorie, der ich zwar einen etwas ironischen Namen gegeben habe, die ich nichtsdestotrotz für sinnvoll und für empfehlenswert halte.

Hier finden sich Apps wie Too good to go gegen Lebensmittelverschwendung (Die Lieblings-Apps aus diesem Jahr), Kiva für Mikrokredite in Schwellenländern (Geld-Apps, die nicht stinken) oder Gutes Tun für einfacheres Spenden für gute Zwecke (Schöne Apps von 2015) und Share the Meal für einfache Spenden gegen den Hunger (Die App-Highlights aus der Android-Welt) zählen in diesen Bereich.

Eine weitere solche Gutmenschen-App ist Klima, die es fürs iPhone und iPad und für Android gibt. Sie hat den Zweck einem zu einem Treibhausgas-neutralen Lebensstil zu verhelfen. Zu diesem Zweck tut sie etwas Naheliegendes: „Die Welt zu retten, ist erstaunlich günstig“ weiterlesen

Schneller Schutz der Privatsphäre bei Foto-Veröffentlichungen

Die Gesichter von Menschen sollten unkenntlich gemacht werden, wenn man Bilder einem grösseren Publikum zugänglich macht – schliesslich gilt es der Privatsphäre zu wahren. Und verrate einige Tricks, u.a. die Apps Censor, Privee, Pixelator und Gesicht verwischen.

Es kommt gelegentlich vor, dass ich Bilder veröffentliche, in denen ich vorab einige Dinge unkenntlich machen möchte. Das sind Gesichter von Leuten, die nicht zu erkennen sein sollen. In meinem Fall noch häufiger handelt es sich um Namen oder Avatare auf Screenshots, die ich nicht der Öffentlichkeit preisgeben will.

Ich verwende typischerweise Photoshop oder Pixelmator (Bildbearbeitung abseits von Adobe) und dort den Verpixelungsfilter (Photoshop: Filter > Vergröberungsfilter > Mosaikeffekt; Pixelmator: Darstellung > Effekte einblenden und dann in der Rubrik Stilisieren den Filter Pixeln verwenden).

Wenn man mit Handy oder Tablet operiert und ein Bild über die sozialen Medien weitergeben will, dann möchte man eine einfachere Methode verwenden, um Bildbereiche unkenntlich zu machen. „Schneller Schutz der Privatsphäre bei Foto-Veröffentlichungen“ weiterlesen

Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund

Apples Safari-Browser lässt sich am iPhone und iPad nun mit Erweiterungen im Funktionsumfang ausbauen. Ich habe mir angeschaut, was für Erweiterungen es gibt, wie nützlich sie sind – und wie benutzerfreundlich. Spoiler: Nicht sehr.

Endlich hält beim iPhone und iPad die Möglichkeit Einzug, den Safari-Browser mit Erweiterungen auszustatten. Das ist aus meiner Sicht eine absolute Grundvoraussetzung, falls ich jemals nur im Traum daran denken sollte, anstelle eines richtigen Computers ein iPad für produktive Arbeit zu verwenden.

Doch mit iOS 15 und iPad OS 15 ist das nun möglich, und es gibt auch bereits eine Auswahl solcher Extensions. 9to5mac.com hat einige zusammengestellt.

Einige davon sind naheliegend, nützlich, aber nicht sonderlich spektakulär. Das gilt namentlich für 1Password, das es erlaubt, die in diesem Passwort-Manager gespeicherten Zugangsdaten direkt in Safari zu verwenden – das ist weniger aufwändig als die im Beitrag Automatische Passwortabfüllung beschriebene Methode.

Auf der Hand liegen einige weitere Dinge: „Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund“ weiterlesen