Eine letzte Party für die Touchbar

Lange dürfte es die Touchbar nicht mehr geben. Schade – denn das BetterTouchTool und Pock führen vor Augen, dass es Apple nicht einmal ansatzweise geschafft hat, ihr Potenzial auszureizen.

Ich habe mich hier im Blog immer mal wieder um eine Errungenschaft aus dem Jahr 2016 gekümmert. Apple hat damals eine neue Steuerungsmöglichkeit für die Macbooks eingeführt, das ich im Blog nach der ersten Begegnung wohlwollend besprochen habe. Es kam sogar zu einer Sympathiebekundung: Ja ehrlich, ich mag die Touchbar, lautete sie.

Nun scheint der Moment des Abschieds nicht mehr fern. Es wird erwartet, dass die Touchbar bei den nächsten Mac-Modellen verschwindet. Medien wie «Mac Rumors» spekulierten schon im Januar darüber und brachte eine entsprechende Mitteilung, die Apple an Investoren gemacht hat, als Beleg vor.

Inzwischen versteckt Apple die Touchbar sogar

Ich halte das für wahrscheinlich, zumal es noch andere Hinweise gibt. „Eine letzte Party für die Touchbar“ weiterlesen

TPM: Was es ist und was es bringt

Windows 11 setzt einen Sicherheits-Chip, das Trusted Platform Module voraus. Wie findet man heraus, ob im eigenen PC ein solches Modul eingebaut ist? Falls nein: Kann man es nachrüsten? Und schliesslich: Bringt das TPM auch tatsächlich mehr Sicherheit?

Microsoft hat mit Windows 11 – über das ich mich im Beitrag Microsoft hat die Technologieführerschaft verloren nicht sehr wohlwollend geäussert habe – ein Thema aufs Tapet gebracht, mit dem sich viele PC-Anwenderinnen bislang wohl nicht beschäftigt haben. Es handelt sich um das Trusted Platform Module.

Das TPM, wie es in Kurzform genannt wird, ist ein Instrument, das der Sicherheit des Rechners dient, indem es beispielsweise die Schlüssel für die Verschlüsselung der Festplatte zur Verfügung stellt oder das Login mittels biometrischer Funktionen absichert. Was sich Microsoft davon verspricht, beschreibt Heise in diesem Beitrag, der wiederum auf diesem Blogpost von Microsofts Sicherheitschef David Weston basiert.

Demnach verfolgt Microsoft vier Absichten: „TPM: Was es ist und was es bringt“ weiterlesen

Tricks für den Massen-Upload bei Youtube

Ein Video bei Googles Videodienst hochzuladen, ist keine Kunst. Aber wie stellt man es am besten an, wenn man eine ganze Schwette von Clips aufs Mal dort deponieren will? Einige Tricks dazu.

Ich werde seit einiger Zeit gelöchert, meine Patentrezept-Videos auch via Youtube zur Verfügung zu stellen. Als Freelancer habe ich sie mit nicht exklusiven Nutzungsrechten produziert und darf sie selbst zweitverwerten. Ich würde das so oder so mit einer zeitlichen Verzögerung zur Premiere bei Tamedia tun und zu den Hintergründen auf den Originalartikel verweisen.

Aber bevor ich mich an das Experiment wage, will ich zwei Fragen klären: Erstens: Bringt es etwas? Denn falls nicht, kann ich mir die Arbeit auch sparen. Zumal die bei mehr als 250 Videos beträchtlich wäre.

Die zweite Frage steht damit im Zusammenhang. Nämlich: „Tricks für den Massen-Upload bei Youtube“ weiterlesen

Ctrl Fn oder Fn Ctrl?

Ausführliche Betrachtungen zu der modernen Tastatur: Wo ist die richtige Position für den Funktionsknopf? Falls er falsch platziert wurde, wie korrigiert man das? Und was denken sich manche Hersteller, die den Nutzern unsinnige Enter- und nutzlose Pfeiltasten zumuten?

Dieses HP-Spectre – der ausführliche Testbericht findet sich hier – entpuppt sich hier im Blog so langsam als Thema für eine Mini-Serie. Es ist nämlich noch eine Frage übrig geblieben. Und zwar eine der kontroversen Sorte. Ich bin nicht sicher, ob dieser Blogpost hier gesittet zu Ende gehen wird. Oder ob er das Beharren auf unvereinbaren Standpunkten und infolgedessen Tumulte und Glaubenskriege zur Folge haben wird.

Also, es geht im Allgemeinen um die Frage, wie Tasten richtig auf einer Tastatur angeordnet werden. Speziell interessiert mich die Position der Fn-Taste. Sie ist, wie Wikipedia schreibt, vor allem auf Laptops und Netbooks zu finden: «Mithilfe dieser Taste kann herstellerspezifisch eine weitere Ebene erreicht werden, vergleichbar mit der Alt-Taste oder Steuerungstaste.»

Ein Detail stimmt an dieser Beschreibung nicht mehr so ganz: „Ctrl Fn oder Fn Ctrl?“ weiterlesen

Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks

iPhone und iPad bieten neue Möglichkeiten für die Automatisation. Trotzdem habe ich wieder einmal ein Déjà-vu: So vielversprechend die Funktionen auch sind – bei meinen spezifischen Anliegen stosse ich immer wieder an Grenzen.

Die Kurzbefehle-App von iPhone und iPad ist ein Zugeständnis an Leute wie du und ich, die sich mit ihrem Mobilgerät nicht bloss durch Whatsapp und Facebook klicken, sondern ernsthafte Arbeit erledigen wollen – und zwar, wo immer möglich, nicht manuell, sondern automatisiert.

Mit der App lassen sich Arbeitsabläufe einrichten, die per Knopfdruck oder über einen Sprachbefehl gestartet werden (Siri auf Steroiden). Es ist möglich, Automatisierungen einzurichten, die unter bestimmten Umständen automatisch ausgeführt werden (So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür). Und wenn man es ganz elaboriert mag, verwendet man NFC-Tags, um Aktionen in Gang zu setzen (Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben).

Mit iOS 14 und 14.5 ist die Kurzbefehle-App nun nicht revolutionär besser geworden. Aber es sind einige interessante Möglichkeiten dazugekommen. Erstens seien die beiden neuen Funktionen Bildschirmfoto aufnehmen und Neueste Bildschirmfotos abrufen erwähnt. „Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks“ weiterlesen

So werden unsere Daten die nächsten 500 Jahre überdauern

Ich habe die Frage zu beantworten, auf welche Weise eine digitale Audioaufnahme so gelagert werden kann, dass sie auch unseren Nachfahren und späteren Generationen noch Freude bereiten wird – keine ganz einfache Aufgabe!

Es ist endlich an der Zeit, eine alte Schuld einzulösen. Franziska hat mich nämlich anfangs Jahr gefragt, wie man Audio-Aufnahmen möglichst dauerhaft speichert. So, dass sie auf unabsehbare Zeit noch verwend- und anhörbar sind. Ich habe ihr eine Antwort darauf versprochen, bin ihr die bis jetzt aber schuldig geblieben. Zumindest in ausführlicher Form Ein paar summarische Hinweise habe ich mir bereits entlocken lassen.

Es geht um das Projekt Hörschatz von Franziska von Grünigen und Gabriela Meissner, das ich grossartig finde. Es wird auf der Website hoerschatz.ch wie folgt beschrieben:

Wenn Kinder ihre Eltern verlieren, verblassen die Erinnerungen je nach Alter der Kinder schnell: «Wer war meine Mutter? Wer war mein Vater?»

Mit einer sehr persönlichen Audiobiografie hinterlassen früh verstorbene Eltern ihren minderjährigen Kindern eine Erinnerung für die Ewigkeit. In eigenen Worten und individueller Auswahl der Episoden erzählen Palliativ-PatientInnen ihren Familien, was ihnen wichtig ist, was von ihnen bleiben soll. Eine Audiobiografie ist eine Ode ans Leben und die Liebsten vor dem Abschied für immer.

Diese Autobiografien sind kostbar und dürfen auf keinen Fall einem jener banalen Ereignisse zum Opfer fallen, die gemeinhin Datenverlust auslösten: Benutzerfehler, Hardwareversagen oder ein Ausfall bei der Cloud. Darum ein paar Überlegungen, wie man das verhindert – wobei ich die Aufgabe grosszügig ausgelegt und mir Gedanken mache, wie eine solche Autobiografie nicht für eine Generation, sondern für mehrere Generationen erhalten bleiben könnte. Denn wer von uns würde nicht gern die Stimme der Urgrossmutter oder des Ururgrossvaters hören? Ich fände das grossartig!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren

Um das Maximum aus hochauflösenden Bildschirmen herauszuholen, muss man unbedingt die Skalierung seinen eigenen Vorlieben anpassen. Ich erkläre, wie das geht – und wie man Zwecks Maximierung der Ergonomie das nach Bedarf per Tastaturkürzel tut.

Ich hatte unlängst das Vergnügen, ein hübsches Notebook zu testen, nämlich das HP Spectre x360 15, das mit einem schönen Amoled-Touch-Display ausgestattet ist, das auch HDR beherrscht – hier habe ich es ausführlich besprochen. An dieser Stelle geht es mir um ein Detail, das mir beim Test aufgefallen ist. Nämlich um die Frage, wie man das Maximum aus einem Hi-DPI-Monitor herausholen könnte.

Um das kurz zu erklären: Der HP-Laptop verwendet eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln, also 4K UHD. Das ergibt eine bei einem Bildschirm von 15 Zoll Durchmesser Pixel, die deutlich viel kleiner sind als bei einem herkömmlichen Anzeigegerät. Das wiederum führt dazu, dass man das Betriebssystem nicht 1:1 darstellen möchte. Denn mit den winzigen Pixeln würden die Elemente der Benutzeroberfläche selbst so klein, dass nur Leute mit Adleraugen sie erkennen.

Grösser und schärfer

Stattdessen werden die Elemente vergrössert dargestellt. So passt zwar nur ungefähr gleich viel Inhalt auf den Bildschirm, wie das mit einem normalen Full-HD-Display der Fall wäre. Die Darstellung ist aber viel schärfer; im Fall des HP-Laptops viermal so scharf wie bei Full-HD.

Technisch gesprochen ist die Punktdichte (Punkte pro Zoll, bzw. Dots per Inch, DPI) höher als bei einem normalen Display, weswegen man von Hi-DPI spricht. In der Apple-Welt ist dafür auch die Bezeichnung Retina-Display gebräuchlich.

Der eigentliche Clou ist nun, dass nicht in Stein gemeisselt ist, wie stark diese Vergrösserung sein soll. Es gibt natürlich eine Voreinstellung. Aber die kann – und sollte man – anpassen. Ich erkläre, das Warum und auch das Wie, natürlich für Windows und Mac. „Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren“ weiterlesen

Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen

Mit Unified Remote steuert man seinen Computer via Handy oder Tablet fern. Das erschien mir anfänglich nutzlos – doch dann habe ich immer mehr spannende Einsatzmöglichkeiten entdeckt.

Ist das genial oder nutzlos? Das war meine erste Frage, als ich neulich der App Unified Remote begegnet bin.

Im Modul «Basic Input» wird der Computer wie mit einem Touchpad gesteuert.

Diese Lösung lässt einen den Computer per Smartphone oder Tablet fernsteuern. Es braucht zwei Dinge: Erstens die App fürs Mobilgerät, die es kostenlos¹ für Android und fürs iPhone und iPad gibt. Zweitens einen Server, der man ebenfalls gratis auf seinem Desktop-Computer installiert. Diese Software existiert für Windows, Mac OS, Linux, Chromebooks und den Raspberry Pi.

Nachdem die beiden Komponenten installiert sind, verbindet man den Client, also das Smartphone oder Tablet mit dem Server, bzw. dem Desktop-Computer. Das hat in meinem Fall fast reibungslos geklappt: Es brauchte zwei Anläufe. Dann stand die Verbindung und ich konnte auf dem Touchpad des iPhone den Cursor meines PCs mit Windows 10 bewegen.

Das funktioniert ausgezeichnet und ohne spürbare Verzögerung. Die Bedienung auf diesem virtuellen Trackpad ist einfach: „Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen“ weiterlesen

Guter Rat von Onkel Matthias: Lernt reguläre Ausdrücke!

Den Umgang mit regulären Ausdrücken zu trainieren, ist eine Investition, die ihr nicht bereuen werdet. Und dabei hilft die tolle Website regexr.com.

In diesem Blog wurde immer mal wieder das Hohelied auf die regulären Ausdrücke gesungen. Das sind – und ich entschuldige mich dafür, dass ich an dieser Stelle einen Grossteil meiner Leserschaft mit altbekannten Informationen langweile – syntaktische Formulierungen, die fürs Suchen und Ersetzen verwendet werden. Nur geht es nicht darum, einen exakten Begriff zu finden, sondern eine Menge von Begriffen, die eine Gemeinsamkeit haben.

Ein Beispiel: Im Beitrag Perfektion hat ihren Preis ging es darum, dass ich in meinem Blog einige Altlasten bereinigen wollte, die von der Migration auf WordPress übrig geblieben waren. Dafür waren gewisse Anpassungen im HTML-Code nötig, die ich nicht von Hand erledigen wollte. Ein regulärer Ausdruck – im Englischen regular expression oder kurz Regex genannt – findet platzierte Bilder anhand ihrer Image-Tags und die dazugehörigen Bildlegenden und schreibt diese auf die Anforderungen eines neuen Content Management Systems wie WordPress um.

Anderes Beispiel, ebenfalls aus dem Bereich des Webpublishings: „Guter Rat von Onkel Matthias: Lernt reguläre Ausdrücke!“ weiterlesen

Bei Netflix die Untertitel abgreifen – und andere Webhacks

Wie man im Netz ein bisschen Schindluder treibt – mit den Entwicklertools von Firefox und Chrome oder aber mit raffinierten Benutzerscripts.

Neulich hat jemand auf Twitter diese Anleitung durchgereicht, mit der man bei Netflix Untertitel abgreifen können sollte.

Und klar: Das musste ich sofort ausprobieren. Ich habe zwar keinen unmittelbaren Anwendungszweck für gerippte Untertitel. Aber es ist ein cooler Hack. Und es könnte durchaus die Situation auftauchen, wo man einen konkreten Nutzen aus ihm ziehen könnte: Zum Beispiel, wenn man in einem Blogpost auf einen längeren Dialog in einem Film oder einer Serie eingehen will. Und natürlich gibt es auch schulische oder wissenschaftliche Situationen, in denen man Dialoge aus Filmen studieren möchte.

Theoretisch sollte das Untertitel-Ripping wie folgt gehen: „Bei Netflix die Untertitel abgreifen – und andere Webhacks“ weiterlesen