Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund

Apples Safari-Browser lässt sich am iPhone und iPad nun mit Erweiterungen im Funktionsumfang ausbauen. Ich habe mir angeschaut, was für Erweiterungen es gibt, wie nützlich sie sind – und wie benutzerfreundlich. Spoiler: Nicht sehr.

Endlich hält beim iPhone und iPad die Möglichkeit Einzug, den Safari-Browser mit Erweiterungen auszustatten. Das ist aus meiner Sicht eine absolute Grundvoraussetzung, falls ich jemals nur im Traum daran denken sollte, anstelle eines richtigen Computers ein iPad für produktive Arbeit zu verwenden.

Doch mit iOS 15 und iPad OS 15 ist das nun möglich, und es gibt auch bereits eine Auswahl solcher Extensions. 9to5mac.com hat einige zusammengestellt.

Einige davon sind naheliegend, nützlich, aber nicht sonderlich spektakulär. Das gilt namentlich für 1Password, das es erlaubt, die in diesem Passwort-Manager gespeicherten Zugangsdaten direkt in Safari zu verwenden – das ist weniger aufwändig als die im Beitrag Automatische Passwortabfüllung beschriebene Methode.

Auf der Hand liegen einige weitere Dinge: „Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund“ weiterlesen

Es hat bloss dreissig Jahre gedauert, bis Microsoft es geschnallt hat

Eine seit erdenklichen Zeiten vorhandene Funktion von Office funktioniert nun, wie sie sollte: Word verwendet endlich die richtigen Anführungszeichen, nämlich die hierzulande gebräuchlichen Guillemets.

In Word gibt es seit Urzeiten die Option Gerade Anführungszeichen durch typografische. Sie sorgt dafür, dass Zollzeichen durch richtige öffnende und schliessende Anführungszeichen ersetzt werden – wie es sich gehört, zumal ein Computer keine Schreibmaschine ist.

Ich habe diese Option abgeschaltet, da sie auch mit Schweizer Spracheinstellung die in Deutschland gebräuchlichen Gänsefüsschen eingefügt hat. Weil ich darauf bestehe, die Guillemets zu verwenden¹. Ich habe dazu den Microsoft Keyboard Layout Creator verwendet, um mir das Tastaturlayout «Deutsch (Schweiz) – Typo» zu basteln, mit dem die Guillemets über die Alt-Taste erreichbar sind.

Die Guillemets direkt über die Tastatur abrufen

Dieses Layout habe ich seit mehr als zehn Jahren im Einsatz; wie ich es erstellt habe, ist im Beitrag Tüppogravieh und andere Kaphostrophen beschrieben. Und zur Feier dieses Jubiläums könnte ich es der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, oder?

Hier ist es: „Es hat bloss dreissig Jahre gedauert, bis Microsoft es geschnallt hat“ weiterlesen

Damit Windows richtig Hello sagt

Bei Microsofts Betriebs­system kann man sich mit mehreren Methoden anmelden. Doch wie definiert man die bevorzugte? Das ist, wenn auch etwas umständlich, möglich.

Windows 10 hält nebst der Anmeldung mittels Passwort diverse andere Möglichkeiten bereit. Das nennt sich Windows Hello:

Die Methoden, wie man Windows Hallo sagt.

In den Einstellungen bei Anmeldeoptionen stehen nebst dem klassischen Passwort auch PIN und Bildcode zur Verfügung.

Man kann auch einen Sicher­heits­schlüssel verwenden – mehr dazu im Beitrag Ein Blick in die passwort­lose Zukunft und mit der passenden Hardware-Aus­stattung stehen auch Gesichts- und Finger­abdruck­erkennung zur Verfügung.

Meine Lieblingsoption ist der Bildcode. Für die, die sie nicht kennen: Man wählt ein Bild, auf dem man drei Mausoperationen ausführt: Man klickt eine markante Stelle an, dann eine andere und zeichnet abschliessend noch eine Linie oder einen Kringel.

Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass man sie nach einiger Zeit ganz ohne Nachdenken ausführt. Die Bewegungen gehen ins «Muskelgedächtnis» über und führen sich wie von allein aus. „Damit Windows richtig Hello sagt“ weiterlesen

Die Post-it-Notizen von Windows sind nicht das Gelbe vom Ei

Seit 20 Jahren nutze ich die Kurznotizen-App nicht, weil sie zwei eklatante Mankos haben. Doch heute nehme ich einen beherzten Anlauf und räume alle Hindernisse aus dem Weg.

Die Windows Kurznotizen (Sticky Notes) gibt es seit bald zwanzig Jahren. Um genau zu sein, wird dieses Programm im November 2022 diesen Geburstag feiern, weil es, wie Wikipedia verrät, mit der Tablet PC Edition von Windows XP eingeführt worden ist. Nebenbei verrät das auch, wie lange Microsoft schon am Tablet-Computing herumdoktert – deutlich länger als Apple.

Und genau so lange, wie es diese Kurznotizen gibt, nehme ich mir vor, sie zu benutzen. Eigentlich hätte ich das Bedürfnis: Ich verwende oft den Windows Editor für Dinge, für die dieses Programm gar nicht gedacht ist. Ich halte darin Ideen fest, lagere Textfragmente oder Links zwischen oder missbrauche das Programm als Gedächtnisstütze oder To-do-Liste.

Die «Sticky Notes»-App wäre so viel besser…

Die Kurznotizen wären für diesen Zweck besser geeignet: Sie speichern den Inhalt automatisch, sodass nicht verloren geht, selbst wenn man den Computer herunterfährt und alle Warnungen, es seien in manchen Apps, namentlich Editor, noch ungespeicherte Dokumente vorhanden.

Ausserdem gibt es einige nützliche Befehle: „Die Post-it-Notizen von Windows sind nicht das Gelbe vom Ei“ weiterlesen

Gerüstet für den Brand im Rechenzentrum

Wie sichert man seine Website? Ich habe fünf Wege ausgemacht, wobei die sich bezüglich Komfort und Kosten massiv unterscheiden.

Backups sind wichtig – und zwar nicht nur für die privaten Daten, sondern auch für die eigene Website. Comparis kann ein Lied davon singen: Hätte der Vergleichsdienst kein Backup seiner Website gehabt, hätte er nach dem Befall mit einer Ransomware das Lösegeld bezahlen müssen¹. Und mutmasslich die Daten trotzdem nicht zurückbekommen.

Vermutlich stehen wir privaten Blogger und Website-Betreiber weniger im Visier der Cyberkriminellen. Was aber nicht heisst, dass nicht trotzdem etwas schiefgehen kann. Podcaster Timo Hetzel hat neulich in einer «Bits-und-so»-Folge erzählt, wie er sein Blog verloren hat, weil ein Grossbrand das Rechenzentrum des Telekom-Anbieters OVH in Strassburg um die 12’000 Server zerstörte und sagenhafte 3,6 Millionen Websites zum Verschwinden brachte.

Wie gesagt: „Gerüstet für den Brand im Rechenzentrum“ weiterlesen

Eine letzte Party für die Touchbar

Lange dürfte es die Touchbar nicht mehr geben. Schade – denn das BetterTouchTool und Pock führen vor Augen, dass es Apple nicht einmal ansatzweise geschafft hat, ihr Potenzial auszureizen.

Ich habe mich hier im Blog immer mal wieder um eine Errungenschaft aus dem Jahr 2016 gekümmert. Apple hat damals eine neue Steuerungsmöglichkeit für die Macbooks eingeführt, das ich im Blog nach der ersten Begegnung wohlwollend besprochen habe. Es kam sogar zu einer Sympathiebekundung: Ja ehrlich, ich mag die Touchbar, lautete sie.

Nun scheint der Moment des Abschieds nicht mehr fern. Es wird erwartet, dass die Touchbar bei den nächsten Mac-Modellen verschwindet. Medien wie «Mac Rumors» spekulierten schon im Januar darüber und brachte eine entsprechende Mitteilung, die Apple an Investoren gemacht hat, als Beleg vor.

Inzwischen versteckt Apple die Touchbar sogar

Ich halte das für wahrscheinlich, zumal es noch andere Hinweise gibt. „Eine letzte Party für die Touchbar“ weiterlesen

TPM: Was es ist und was es bringt

Windows 11 setzt einen Sicherheits-Chip, das Trusted Platform Module voraus. Wie findet man heraus, ob im eigenen PC ein solches Modul eingebaut ist? Falls nein: Kann man es nachrüsten? Und schliesslich: Bringt das TPM auch tatsächlich mehr Sicherheit?

Microsoft hat mit Windows 11 – über das ich mich im Beitrag Microsoft hat die Technologieführerschaft verloren nicht sehr wohlwollend geäussert habe – ein Thema aufs Tapet gebracht, mit dem sich viele PC-Anwenderinnen bislang wohl nicht beschäftigt haben. Es handelt sich um das Trusted Platform Module.

Das TPM, wie es in Kurzform genannt wird, ist ein Instrument, das der Sicherheit des Rechners dient, indem es beispielsweise die Schlüssel für die Verschlüsselung der Festplatte zur Verfügung stellt oder das Login mittels biometrischer Funktionen absichert. Was sich Microsoft davon verspricht, beschreibt Heise in diesem Beitrag, der wiederum auf diesem Blogpost von Microsofts Sicherheitschef David Weston basiert.

Demnach verfolgt Microsoft vier Absichten: „TPM: Was es ist und was es bringt“ weiterlesen

Tricks für den Massen-Upload bei Youtube

Ein Video bei Googles Videodienst hochzuladen, ist keine Kunst. Aber wie stellt man es am besten an, wenn man eine ganze Schwette von Clips aufs Mal dort deponieren will? Einige Tricks dazu.

Ich werde seit einiger Zeit gelöchert, meine Patentrezept-Videos auch via Youtube zur Verfügung zu stellen. Als Freelancer habe ich sie mit nicht exklusiven Nutzungsrechten produziert und darf sie selbst zweitverwerten. Ich würde das so oder so mit einer zeitlichen Verzögerung zur Premiere bei Tamedia tun und zu den Hintergründen auf den Originalartikel verweisen.

Aber bevor ich mich an das Experiment wage, will ich zwei Fragen klären: Erstens: Bringt es etwas? Denn falls nicht, kann ich mir die Arbeit auch sparen. Zumal die bei mehr als 250 Videos beträchtlich wäre.

Die zweite Frage steht damit im Zusammenhang. Nämlich: „Tricks für den Massen-Upload bei Youtube“ weiterlesen

Ctrl Fn oder Fn Ctrl?

Ausführliche Betrachtungen zu der modernen Tastatur: Wo ist die richtige Position für den Funktionsknopf? Falls er falsch platziert wurde, wie korrigiert man das? Und was denken sich manche Hersteller, die den Nutzern unsinnige Enter- und nutzlose Pfeiltasten zumuten?

Dieses HP-Spectre – der ausführliche Testbericht findet sich hier – entpuppt sich hier im Blog so langsam als Thema für eine Mini-Serie. Es ist nämlich noch eine Frage übrig geblieben. Und zwar eine der kontroversen Sorte. Ich bin nicht sicher, ob dieser Blogpost hier gesittet zu Ende gehen wird. Oder ob er das Beharren auf unvereinbaren Standpunkten und infolgedessen Tumulte und Glaubenskriege zur Folge haben wird.

Also, es geht im Allgemeinen um die Frage, wie Tasten richtig auf einer Tastatur angeordnet werden. Speziell interessiert mich die Position der Fn-Taste. Sie ist, wie Wikipedia schreibt, vor allem auf Laptops und Netbooks zu finden: «Mithilfe dieser Taste kann herstellerspezifisch eine weitere Ebene erreicht werden, vergleichbar mit der Alt-Taste oder Steuerungstaste.»

Ein Detail stimmt an dieser Beschreibung nicht mehr so ganz: „Ctrl Fn oder Fn Ctrl?“ weiterlesen

Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks

iPhone und iPad bieten neue Möglichkeiten für die Automatisation. Trotzdem habe ich wieder einmal ein Déjà-vu: So vielversprechend die Funktionen auch sind – bei meinen spezifischen Anliegen stosse ich immer wieder an Grenzen.

Die Kurzbefehle-App von iPhone und iPad ist ein Zugeständnis an Leute wie du und ich, die sich mit ihrem Mobilgerät nicht bloss durch Whatsapp und Facebook klicken, sondern ernsthafte Arbeit erledigen wollen – und zwar, wo immer möglich, nicht manuell, sondern automatisiert.

Mit der App lassen sich Arbeitsabläufe einrichten, die per Knopfdruck oder über einen Sprachbefehl gestartet werden (Siri auf Steroiden). Es ist möglich, Automatisierungen einzurichten, die unter bestimmten Umständen automatisch ausgeführt werden (So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür). Und wenn man es ganz elaboriert mag, verwendet man NFC-Tags, um Aktionen in Gang zu setzen (Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben).

Mit iOS 14 und 14.5 ist die Kurzbefehle-App nun nicht revolutionär besser geworden. Aber es sind einige interessante Möglichkeiten dazugekommen. Erstens seien die beiden neuen Funktionen Bildschirmfoto aufnehmen und Neueste Bildschirmfotos abrufen erwähnt. „Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks“ weiterlesen