Was die Erweiterungen bei Firefox für Android taugen

Firefox für Android lässt darauf hoffen, dass die Browser-Erweiterungen endlich auch beim Smartphone Einzug halten. Allerdings bringt ein erster Augenschein auch Ernüchterung.

Warum gibt es für die mobilen Browser keine Erweiterungen? Darüber wundere ich mich seit Jahren. Und ja, mir ist klar, dass die meisten Leute von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen und sie darum auf den mobilen Plattformen auch nicht vermissen. Aber ich schätze die Möglichkeit, jenes Programm, in dem ich mit Abstand den grössten Teil meiner Arbeit verrichte, mit individuellen Funktionen ausrüsten zu können.

Es leuchtet natürlich ein, dass sich die Browser auf den mobilen Geräten nicht so einfach erweitern lassen wie am Desktop. Es gibt allerhand Einschränkungen: Der Platz für zusätzliche Befehle ist am Smartphone beschränkt. Die Erweiterungen müssten sich sinnvoll per Touch bedienen lassen. Es gibt Limiten bei den Ressourcen, und die Gefahr, dass zu anspruchsvolle oder schlecht programmierte Add-ons das Nutzerlerlebnis negativ beeinflussen, ist gross.

Beim iPhone und iPad kommt ein erschwerender Faktor hinzu. „Was die Erweiterungen bei Firefox für Android taugen“ weiterlesen

Der Konfigurations-Holzhammer fürs iPhone und iPad

Configurator 2 hilft bei der Konfiguration von iOS-Geräten. Die App ist für Unternehmen und Organisationen ausgelegt, doch sie hilft auch in Haushalten weiter, in denen unbotmässig viele iPhones und iPads im Einsatz sind.

Bei den Recherchen für mein Patentrezept-Video zur Perfektionierung des Homescreens habe ich Apple Configurator 2 entdeckt. Das ist ein Programm für den Mac, das kostenlos im Mac App-Store zu haben ist. Es ist dazu da, iOS-Geräte zu konfigurieren. Man schliesst ein iPhone, iPad, iPod Touch oder Apple TV per USB an und wählt Einstellungen, installiert oder deinstalliert Apps, stellt Daten bereit und ähnliche Dinge.

Configurator 2 ist nicht für die Normalanwender gedacht, sondern für Unternehmen, Schulen oder andere Organisationen, die eine grössere Anzahl Geräte in Anwendung haben. Vielleicht könnte man die App auch eine MDM-Lösung für Arme nennen. „Der Konfigurations-Holzhammer fürs iPhone und iPad“ weiterlesen

Wie man sich auf Twitter nicht kurz fasst

Sind Threads auf Twitter sinnvoll oder eine Verluderung der Sitten? Und falls man ihnen etwas abgewinnen kann: Zwei Tricks, wie man sie komfortabel liest und schreibt.

Ein Twitter-Thread ist eine Verkettung mehrerer Tweets, die dann zum Einsatz kommt, wenn ein einziger Tweet mit seinen 280 Zeichen für die Botschaft nicht ausreicht. Die Idee ist, dass man seinem eigenen Tweet Antworten hinzufügt. Auf diese Weise entsteht eine mehr oder minder solide verbundene Kette von Tweets.

Wie das «Diggit Magazine» aufzeigt, haben einige Änderungen an der Funktionsweise des Mikrobloggingdienstes dazu beigetragen, dass sich Threads leichter schreiben und lesen lassen. Es hilft, dass bei Antworten der Name des angesprochenen Twitter-Nutzers nicht mehr am Anfang des Tweets angezeigt wird, sondern in eine Extra-Zeile gewandert ist.

Da ist es nur folgerichtig, dass Threads nicht mehr nur als inoffizieller Hack gelten, sondern direkt unterstützt werden. Über den Plus-Knopf kann man einem Tweet automatisch weitere Beiträge hinzufügen. Das macht es einfacher, den Überblick zu bewahren.

Besonders komfortabel finde ich Twitter-Threads aber trotzdem nicht – weder für den Verfasser noch für den Leser. Ich würde die altgediente Methode daher vorziehen: „Wie man sich auf Twitter nicht kurz fasst“ weiterlesen

Bei einem Videoclip schnell mal die Schere ansetzen

Drei einfache Methoden, um bei Windows bzw. via Web einen Clip am Anfang und Ende zurechtzustutzen.

Neulich wollte ich ein Video auf Twitter hochladen (Video hier, Kontext da). Da das vorne und hinten etwas zu lang war, habe ich mich gefragt: Welches ist die einfachste Methode, ein Video zu kürzen, ohne sich erst irgend ein Sharewareprogramm installieren zu müssen – und auch ohne die Notwendigkeit, eine ausgewachsene Videoschnittsoftware wie Premiere zur Hand zu haben.

Ich habe es als erstes mit VLC probiert. Denn wie seinerzeit festgehalten: VLC ist auf allen Plattformen unverzichtbar. Und VLC ist zwar eigentlich ein Programm für die Wiedergabe. Doch das Programm hat viele versteckte Talente und kann Video- und Audiodateien auch transcodieren (umwandeln) und bearbeiten.

Und tatsächlich: VLC kann Ausschnitte nehmen – wenngleich das Prozedere ungewohnt und nicht sonderlich präzise ist: „Bei einem Videoclip schnell mal die Schere ansetzen“ weiterlesen

Was haben Hugh Hefner und Andy Warhol gemeinsam?

Ich gehe einem weiteren schönen Bereich des User Generated Content auf den Grund: Den Fanfilmen und Fanserien.

Ich habe einige Projekte, die ich vor mir herschiebe – einige seit Jahren. Ein solches Projekt ist die lange Nacht der Fanfiction. Die wird irgendwann auf Stadtfilter stattfinden (oder auch nicht). Und wir werden die schönsten Werke aus dem Bereich der Fanfiction lesen.

Die Idee ist entstanden, als ich im Juli 2017 im Beitrag Wo die weiblichen Nerds das Sagen haben über das Phänomen geschrieben habe – und mir das immense Ausmass aufgegangen ist. Es gibt Millionen von Texten, in denen die Community die Geschichten ihrer Helden weiterspinnen und ihnen auf diese Weise eine (oftmals eher fragwürdige) Referenz erweisen.

Die Radiosendung ist bislang nicht entstanden, weil mir im Tagesgeschäft die Zeit für die Planung fehlt. Und weil ich mir über die Modalitäten nicht im Klaren bin: „Was haben Hugh Hefner und Andy Warhol gemeinsam?“ weiterlesen

Ein Google-Docs-Tipp für Geheimniskrämer

Eine Methode, um in freigegebenen Google-Docs private Abschnitte einzurichten.

Ich bin kein besonders leidenschaftlicher Anwender von Google Docs. Aber für gemeinsam bewirtschaftete Dokumente ist Googles Wolkenbüro ohne Zweifel praktisch: Die allermeisten Leute kennen es und kommen damit klar. Und es gibt alle Funktionen, die man braucht. (Abgesehen von einer vernünftigen Organisation der Dokumente – bei einer grösseren Dokumentenablage ist Google Docs eine bare Katastrophe. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Etwas gibt es allerdings, was mir fehlt. Ich würde gerne in freigegebenen Google Docs private Informationen unterbringen können.

Warum? Hier ein reales Beispiel aus meiner Praxis: Beim Nerdfunk verwenden wir für die Sendemanuskripte Google Docs. Da dürfen in den meisten Fällen alle alles sehen. Aber es gibt Situationen, in denen man einige Dinge für sich behalten möchte: „Ein Google-Docs-Tipp für Geheimniskrämer“ weiterlesen

Der Font ist die Botschaft

Die «Greta Grotesk» und vier weitere politische Schriften – also Computerfonts, die schon von sich aus eine bestimmte Ideologie transportieren.

Können Buchstaben politisch sein? Klar, werden die meisten nun sofort sagen – zumindest, wenn diese Buchstaben dazu verwendet werden, eine politische Botschaft zu transportieren. Also  irgend eine Pamphlet, Manifest, eine Streitschrift oder ein Aufruf, eine Deklaration – und was es sonst noch so gibt.

Aber ich meine nicht den Inhalt, sondern die Buchstaben selbst. Und natürlich – auch da gibt es «politische» Fonts.

Das jüngste Beispiel ist die «Greta Grotesk». Das ist die digitalisierte Schreibschrift von Greta Thunberg, die anhand ihrer Schulstreik-Plakate entstanden ist. Die Geschichte lässt sich auf fastcompany.com nachlesen: „Der Font ist die Botschaft“ weiterlesen

Wider den Wildwuchs in der Fotomediathek

Gemini ist eine praktische App für Leute, die nicht aufgegeben haben und ihre Fotomediathek gelegentlich aufräumen.

Habt ihr kapituliert? Oder unternehmt ihr gelegentlich noch den Versuch, die Ordnung aufrecht zu erhalten?

Die Frage richtet sich an Leute, die fotografieren und dazu auch das Smartphone verwenden. Also ungefähr 99,9 Prozent der Bevölkerung im entwickelten Ländern.

Die könnte man womöglich alle löschen. Oder auch einfach behalten.

Früher war es so: Da hat man die Fotos ab Kamera auf den Computer übertragen. Dort hat man, entweder mit dem Dateiverwaltungsprogramm oder aber mit einem auf Fotos spezialisierten Programm, zum Beispiel Lightroom, die Bilder gesichtet und sortiert. Die Perfektionisten unter uns haben die Aufnahmen auch verschlagwortet und nachbearbeitet.

Am Smartphone könnte man das auch tun. Aber weil die Smartphones immer dabei sind und inzwischen auch unter schwierigen Bedingungen gute Aufnahmen machen, steigt die Zahl der Fotos in der Mediathek auch weiterhin ungebremst an. In gleichem Mass sinkt die Lust, sich um die Bilder zu kümmern.

Diesem Umstand tragen die Smartphone-Betriebssysteme Rechnung, indem sie sich selbst um die Verwaltung kümmern. Und auch wenn ich hier behaupte, Die Foto-App könnte noch besser sein, macht sie unter dem Strich doch einen ganz annehmbaren Job.

Die Sortierung der Bilder, die Auswahl der wirklich guten Bilder und die Kompilation von vorzeigbaren Diashows ist gut genug, dass man seine eigenen Bemühungen auf ein Minimum reduziert. Das Minimum ist, meines Erachtens, das Löschen von wirklich missratenen Schnappschüssen und das Mit-Sternchen-Markieren der denkwürdigen Fotos.

Doch ganz auf die Foto-App verlassen kann man sich nicht. Zwei Dinge fehlen meines Erachtens: „Wider den Wildwuchs in der Fotomediathek“ weiterlesen

Fünf heisse Tipps für Catalina

Mac OS X 10.15 alias Catalina hat uns einigen Kummer bereitet. Doch zur Versöhnung hat Apple auch einige kleinere Verbesserungen eingebaut, die es in sich haben. Die fünf besten gibt es hier.

 Fenster einfacher anordnen

Fenster anordnen und verschieben.

Den Trick habe ich vor Kurzem selbst entdeckt und dann bei «The Verge» gelesen: Wenn man den Mauszeiger bei Mac OS 10.15 alias Catalina in der linken oberen Ecke eines Fensters auf dem grünen Maximieren-Knopf platziert, erscheint ein Popup-Menü.

Es bietet den Befehl zum Maximieren an. Aber nicht nur: „Fünf heisse Tipps für Catalina“ weiterlesen

Zwei handfeste Tricks für Microsofts Einrad

OneDrive von Microsoft ist eine ziemlich praktische Sache: Zum einen wegen der selektiven Synchronisation und zum anderen aufgrund des neuen Tresors für ganz Geheimes.

Nextcloud bewährt sich bestens als Ersatz für die Dropbox: Die nutze ich inzwischen gar nicht mehr – alle Daten sind gelöscht und der Client ist deinstalliert.

Auch mein Bedarf an anderen Online-Datenspeichern ist zurückgegangen. Einen gibt es allerdings, den ich nicht komplett überflüssig finde. Onedrive nämlich. Dafür gibt es zwei Gründe:

Die Integration in Windows

Der Datenbestand von Onedrive findet sich in Windows unter %HOMEPATH%\OneDrive\. Dort wird aber nicht einfach der ganze Inhalt gespiegelt, der in der Cloud vorhanden ist. Das ist bei all den Dateien unerwünscht, die man nur online, nicht aber lokal haben will – in meinem Fall sind das beispielsweise die freigegebenen alten Episoden des Digitalmagazins und des Digitalks.

Und es würde Probleme verursachen, wenn die Ablage bei Onedrive mehr Kapazität aufweist als die lokale Festplatte. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern bei mobilen Geräten der Normalfall. „Zwei handfeste Tricks für Microsofts Einrad“ weiterlesen