Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste

Heute ein Webtipp – bei dem ich aber nicht ganz sicher bin, ob er überhaupt noch funktioniert, wenn der Blogpost hier online geht. Denn die Website gehört zu der Sorte, bei der man jederzeit damit rechnen muss, dass sie aus dem Internet weggeklagt wird.

Im Fall der heute hier vorgestellten Website könnte man sich auch vorstellen, dass sie mit technischen Mitteln sabotiert wird. Denn diese Website bezieht Inhalte von Youtube – was Google wahrscheinlich nicht gefällt. Und es gäbe ziemlich sicher Mittel und Wege, den Datenfluss mit Youtube zu unterbinden. Immerhin: Falls das passieren sollte, kann man den Dienst auch selbst betreiben. Wie uns Reddit verrät, ist er nämlich Open-Source.

Die Website, um die es hier heute geht, ist invidio.us. Sie bietet eine alternative Sicht auf das Youtube-Angebot. „Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste“ weiterlesen

So viel Zeit muss sein!

mapnificent.net ist ein wirklich hübscher Webdienst, der einmal mehr eindrücklich beweist, weswegen möglichst viele Daten offen sein sollten. Ich habe schon 2017 den Aufruf Werdet Fans von Open Data! gestartet. Bislang leider nicht mit dem durchschlagenden Erfolg, den ich mir erhofft habe. Aber womöglich liegt das auch an mir selbst: Ich reite nicht so oft auf open data herum, wie ich es tun sollte.

Darum hier ein kleiner Tipp, der diesem Begehren Nachdruck verleihen soll. Der Dienst operiert mit offenen Daten aus aller Welt. Im Fall der Schweiz kommen die Daten und offenen Schnittstellen der SBB zum Einsatz, über die ich beim Nerdfunk eine ganze Sendung gemacht habe. Die Idee von Mapnificent ist, uns aufzuzeigen, wie weit man in einer vorgegebenen Zeit reisen kann.

Ein Beispiel: Man hockt in den Ferien in einem gottverlassenen Kaff irgendwo in einem Land, das man vielleicht besser nicht bereist hätte. „So viel Zeit muss sein!“ weiterlesen

Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten

HotkeyP ist wieder einmal eine schöne Leserempfehlung. Ich habe sie als Reaktion auf meinen Beitrag Wie nutzlos ist die Windows-Taste? erhalten. Bei dem ging es, dem Titel zum Trotz, um die Menütaste. Und die Empfehlung ist natürlich nahe liegend. Wenn die Menütaste von Haus aus nichts Vernünftiges tut, dann sollte man sie mit einem Hilfsprogramm dazu bringen, etwas Vernünftiges zu tun.

HotkeyP gibt es kostenlos, und das Programm gefällt mir schon mal gut: Es kommt ohne Installationsprogramm, nur in einer Zip-Datei verpackt. Das bedeutet, dass man selbst dafür zuständig ist, es in einen Programmordner zu versorgen und mit einer Verknüpfung im Startmenü auszustatten. Dafür weiss man schon mal, dass es nicht irgendwelche nutzlosen Dateien irgendwohin ballert und das ganze System mit nutzlosem Kram vollseucht. Das ist mir den Mehraufwand wert. „Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten“ weiterlesen

So kommt Bewegung in die Sache

Es gibt dieses Mittelding zwischen stehendem Foto und Video. Es gibt dafür noch keinen guten Gattungsbegriff. Apple nennt es Live Photo (ja, wirklich, mit Ph, als ob der Apfel-Konzern in den 1990ern stecken geblieben wäre). Ich habe auch schon die Bezeichnung Bewegtfoto gelesen, in Englisch moving image. Und früher hat man Solcherlei auch mal kurz Vine genannt.

In Anlehung an Harry Potter und die hyperaktiv wirkenden Daily-Prophet-Fotos könnte man sie auch Potterpix nennen. Oder Lifeprint, wie dieser Drucker, der offenbar Fotos ausdruckt, die sich tatsächlich bewegen. Der ist, wen wundert es?, in einer Kooperation mit dem Filmstudio Warner Brothers entstanden, damit man ihn auch standesgemäss vermarkten kann.

Und auch wenn diese zuckenden Bilder noch keinen vernünftigen Namen haben, sind sie allemal faszinierend. „So kommt Bewegung in die Sache“ weiterlesen

Diese App sollte Adobe Angst einjagen

Kürzlich gab es im Apple-App-Store Affinity Designer von Serif Labs für fürs iPad für günstige 16 Franken zu kaufen. Das ist ein Vektorgrafikprogramm, das sich für Leute anbietet, die mit Adobe Illustrator nicht zurechtkommen oder der Adobe Creative Cloud müde sind.

Und es ist ideal für Leute wie mich, die zwar von Vektorgrafik keine Ahnung haben, aber vielleicht mal ein simples Logo oder Symbol basteln, ein Kärtchen oder einen einfachen Situationsplan zeichnen möchten – oder die schon in den 1990er-Jahren mit CorelDraw nichts anzufangen wussten. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man sich auch mit dem Open-Source-Programm Inkscape über die Runden retten oder einen Versuch mit Krita wagen kann. Oder man wendet sich gleich dem Web und gravit.io oder vectr.com zu.

Aber hier soll es wie gesagt um Designer gehen. Nach dem Start lässt diese App keinen Zweifel daran, dass ich ein denkbar inadäquater Nutzer bin. „Diese App sollte Adobe Angst einjagen“ weiterlesen

Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)

Die Frage im Titel wurde gestern schon einmal aufgeworfen. Nur hat mich dann leider ein kleiner Exkurs davon abgehalten, die Frage zu beantworten. Doch heute ist es nun so weit: Es geht wirklich um die Windows-Taste und um die Frage, was man mit ihr anstellen kann.

Und anders als die Menü-Taste hat dieser Knopf einen Nutzen. Er wurde mit Windows 95 eingeführt und ist eine Erfindung der Marketingabteilung: Er hat die offensichtliche Funktion, das Betriebssystem auf der Tastatur sichtbar zu machen.

Nun kann man sich fragen, ob er nicht zu viel des Guten ist. „Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)“ weiterlesen

Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?

Was hätte Immanuel Kant wohl über die Gewohnheit vieler Handyfilmer gesagt, ihre Aufnahmen vertikal zu drehen? Nicht viel, nehme ich an, denn als Philosoph und Aufklärer hätte er Besseres zu tun. Und ich erwähne ihn auch nur, weil mir neulich auf Facebook ein Scherzchen begegnet ist, das ich am Ende des Beitrags eingefügt habe. (Jawohl, mit so perfiden Methoden bringe ich euch dazu, meine Beiträge bis zum Ende zu lesen.)

Obwohl das Scherzchen reichlich müde ist, musste ich sehr lachen. Und wo wir mit Kant im Zeitalter der Vernunft angelangt sind, gilt es festzuhalten, dass es wirklich fast gar keine Gründe gibt, seine Videos aufrecht zu filmen. Das Vertical Video Syndrome klingt wie eine Krankheit, ist schon längstens ein Meme und eine Landplage sondergleichen.

Es hat damit zu tun, dass die Leute halt so filmen, wie ihnen ihr Smartphone gerade in die Hand gekommen ist – und das ist typischerweise aufrecht. Man kann es so schön in einer Hand halten. Im Querformat muss man schauen, dass es einem nicht aus der Hand fällt. „Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?“ weiterlesen

Die Nachschublinien aufrecht erhalten

Kürzlich habe ich eine neue Kreditkarte bekommen. Schon ein paar Tage zuvor hatte mich mein Internet-Fernsehanbieter Teleboy freundlicherweise informiert, dass meine alte Karte demnächst ablaufen werde. Teleboy wollte natürlich nur mein Bestes. Man wies mich mit aller Zuvorkommenheit darauf hin, dass ich doch gefälligst subito ein neues Zahlungsmittel hinterlegen solle. Denn würde ich das nicht tun, wäre ich ganz allein schuld, wenn plötzlich mein ganzer Haushalt fernsehmässig auf dem Trockenen hocken sollte.

Und es ist tatsächlich so: Für das reibungslose Funktionieren des technisch hochgerüsteten Alltags ist eine gültige Kreditkarte inzwischen verflixt wichtig. Wenn sie ihr aufgestanztes Ablaufdatum überschreitet, ohne dass man es bemerkt und sie rechtzeitig ersetzt, hat man nicht nur mit Teleboy ein Problem. Auch in der Netflix-App bleibt die Mattscheibe schwarz. Der Spotify Connect-Lautsprecher gibt kein Tönchen mehr von sich. In Audible bleiben die Credits und damit die Hörbücher aus.

Softwareabos laufen aus und statt hart mit der Creative Suite oder mit Office 365 zu arbeiten, ist man zum Däumchendrehen verdammt. Am iPhone muss man sich mit den gleichen alten Apps begnügen, weil man keine neuen mehr kaufen kann. Und was passiert eigentlich mit dem zusätzlichen Speichervolumen, wenn die alte Karte nicht mehr belastet werden kann? Schmeisst Apple sogleich alle überzähligen Fotos weg? Oder erhält man eine Gnadenfrist?

Man tut jedenfalls gut daran, so eine Kreditkarte rechtzeitig zu ersetzen. Bei mir, immerhin, kam die neue Karte ganz von alleine zeitnah von meiner Bank. Was man aber selbst tun muss: Die neuen Zahlungsdaten an allen neuralgischen Punkten eintragen. Hier in diesem Blogpost als Servicedienstleistung ein paar Links, wo man bei den wichtigen Diensten tut. „Die Nachschublinien aufrecht erhalten“ weiterlesen

Einmal Web und zurück

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden bin ich der Frage nachgegangen, wie man Lesestücke aus dem Internet am einfachsten für die Offline-Lektüre auf einen E-Book Reader transferieren könnte. Mit dem Kindle ist das relativ leicht – besonders, wenn man einen Dienst wie Crofflr benutzt. Verwendet man allerdings einen Tolino, dann ist es relativ umständlich.

Die einfachste Methode ist dann, die Epub-Datei mit den Artikeln auf einem Webserver zu deponieren. Man braucht sie dann nur mit dem Browser des Tolino zu öffnen, woraufhin sie heruntergeladen und in der Leseapp deponiert wird – klar, man würde gerne auch diesen Vorgang automatisieren. Aber dafür habe ich noch keine gute Lösung gefunden.

Für das Hochladen bietet sich FTPbox an. Das ist ein Open-Source-Programm für Windows, Mac und Linux, das einen lokalen Ordner per FTP automatisch mit einem Ordner auf einem Webserver synchronisiert. „Einmal Web und zurück“ weiterlesen

Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden ging ich der Frage nach, wie man sein Lesegerät für E-Books möglichst unkompliziert auch zum Konsum von Artikeln aus dem Netz und für eigene Dokumente verwenden kann.

Das Fazit: Es geht – aber so richtig toll ist es nur, wenn man die Inhalte im passenden Format bereitstellt. Das ist im Fall des Tolino das Epub-Format. Mit dem wird das Dokument angenehm lesbar angezeigt und man kann auch die Schriftgrösse passend zur Bildschirmdiagonalen wählen. Wenn man seine Dokumente wie her beschrieben als PDF sammelt, dann ist es nicht ganz so komfortabel. Dann orientiert sich die Schriftgrösse an einem Dokumente im A4-Format, was sie auf dem kleinen Display eines E-Book-Readers sehr schlecht lesbar macht.

Darum die Frage: Lassen sich Inhalte aus dem Web einfach im Epub-Format sammeln, sodass man sie ohne viel Aufwand an sein Lesegerät schicken kann? Die Antwort ist, natürlich: Ja. Ich beschreibe hier sogar zwei recht simple Methoden. „Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt“ weiterlesen