Die Bear-Notiz-App stellt Apple in den Schatten

Einfachen Aufgaben ist die Notizen-App von Mac, iPhone und iPad gewachsen. Doch wer mehr will, ist mit dieser un­kompli­zierten, leistungs­fähi­gen Alter­native besser bedient.

Ich bin weiterhin auf der Suche nach dem perfekten Texteditor. Auf dieser Mission bin ich neulich Atom begegnet. Das ist ein eindrückliches Stück Software, das keine Wünsche offen lässt. Wie hier beschrieben, gibt es nur ein Problem: Die Software ist für meinen Zweck zu überdimensioniert. Was ich suche, ist ein kleines, wendiges Textprogrämmchen, das nicht ganz so nervt wie TextEdit von Apple.

Den nächsten Versuch unternehme ich mit Bear. Das ist mehr Notiz-App als Editor – aber die Übergänge sind fliessend. Wenn man unkompliziert Gedanken festhalten, Textfragmente zwischenlagern und auch mal abspeichern kann, bin ich zufrieden.

Bear ist kostenlos im Mac-App-Store und fürs iPhone und iPad erhältlich. „Die Bear-Notiz-App stellt Apple in den Schatten“ weiterlesen

Die besten Übersetzungen, noch schneller

Eine kleine Lobes­hymne auf Deepl.com, weil der Über­setzungs­dienst auch mit Markdown und HTML zurechtkommt, Office-Dokumen­te übersetzt und eine nützliche Desktop-App hat.

Ich bin ein erklärter Fan von Deepl.com. Das ist ein Dienst für maschinelle Übersetzung, der 2017 für Furore gesorgt hat, weil er Google Translate und Konsorten in den Schatten gestellt hat: Deepl war nicht nur einfach ein bisschen besser, sondern der Konkurrenz massiv überlegen. Ich habe ihn damals im Beitrag Der erste Übersetzer mit dem Wow-Effekt auf den Tamedia-Newssites vorgestellt – und schon seinerzeit war die Resonanz überragend. Offensichtlich hat die Welt nur auf Deepl gewartet.

Ein heisser Tipp: Mit Markdown kommt Deepl bestens zurecht; die Steuerzeichen bleiben auch in der Übersetzung erhalten.

Seitdem nutze ich den Dienst gelegentlich, etwa, wie hier beschrieben, fürs Übersetzen meiner Youtube-Videos.

Ich habe auch mit englischen Varianten von Blogposts experimentiert. Das funktioniert gut, aber nicht so gut, dass man die Beiträge nicht nachbearbeiten müsste – und dafür bringe ich weder die Zeit noch die Lust auf.

Mit anderen Worten: Ich brauche Deepl zu wenig oft, dass ich ein Abo vor mir rechtfertigen könnte. Das bedauere ich fast ein wenig, da ich mir immer ein wenig schäbig vorkomme, wenn ich einen so tollen Dienst völlig unentgeltlich in Anspruch nehme. Darum sollte nun Deepl.com wenigstens einmal anständig hier im Blog besprochen werden.

Also: „Die besten Übersetzungen, noch schneller“ weiterlesen

Die Firewall für die ganze Familie

NextDNS hat mich auf Anhieb überzeugt: Das ist ein DNS-Dienst, der auch Schutz vor Schadsoftware, betrügerischen Websites und vor Tracking bietet und aufschlussreiche Statistiken bereithält.

Im Beitrag Netzsperren für Werbung habe ich eine interessante Möglichkeit beschrieben, um Werbung und Tracking zu beseitigen. Sie basiert auf einem DNS-Server, der Aufrufe zu bestimmten Tracking- und Werbeadressen ins Leere laufen lässt.

Das funktioniert bestens, hat im Fall des beschriebenen Servers aber einen Nachteil: Man kann nicht selbst bestimmen, welche Adressen blockiert und welche zugelassen werden. Und man erhält keinerlei Rückmeldungen, was die Massnahme eigentlich bewirkt.

Beide Mankos sind bei NextDNS beseitigt. Dieser unter nextdns.io zu findende Dienst nennt sich «Die neue Firewall für das moderne Internet». Er kümmert sich nicht nur um Tracker und um Werbung, sondern auch um Sicherheitsbedrohungen. Obendrein nutzt man ihn ohne Anmeldung und Registrierung – einfach, indem man die DNS-Einstellungen anpasst.

Das ist so grossartig, dass man sich fragt, was der Pferdefuss sein könnte – und wie sich NextDNS finanziert. Die Antwort ist einfach: „Die Firewall für die ganze Familie“ weiterlesen

Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen

Dropzone unterstützt Macianer bei Aufräum- und Routine­aktionen. Die App ist so simpel, dass Apple sie ins System integrieren sollte – trotz der Funktionslücken, die sie noch hat.

Es wird gern behauptet, dass die einfallsreichsten Entwickler für den Mac arbeiten und die Softwareprodukte bei Apples Plattform mit der grössten Liebe zum Detail aufwarten können. Dieses Postulat ist mir zu pauschal, als dass ich ihm zustimmen könnte. Aber es gibt schon Beispiele, die den Eindruck erwecken, dass etwas Wahres daran sein könnte.

Zieht man eine Datei in die Nähe des Menüsymbols, erscheint dieses Fenster mit einer Auswahl an Zielen.

Zum Beispiel Dropzone 4. Das ist ein Programm, wie es typisch ist für den Mac: Es steckt eine einleuchtende Idee dahinter, es ist ansprechend umgesetzt und hat das Potenzial, Windows-Nutzer neidisch zu machen. (Von den Linux-Usern ganz zu schweigen.) Und darum ist es eine Schande, dass ich es nicht schon lange vorgestellt habe.

Also, Dropzone: Das Programm kann gratis genutzt werden. Es gibt eine Pro-Variante, die 2 US-Dollar pro Monat oder 35 US-Dollar als Einmalkauf kostet. Es ist auch über den Mac-App-Store erhältlich.

Die Idee ist, den Umgang mit Dateien zu vereinfachen. „Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen“ weiterlesen

Texte auf die atomare Methode bearbeiten

Atom liefert eine hervorragende Gelegenheit, dem angestammten Text- und Code-Editor untreu zu werden. Es gibt das Open-Source-Programm für alle Plattformen, und es ist enorm wandel- und ausbaubar.

Manche Entscheidungen sind schwierig. Wie zum Beispiel: Was soll ich beruflich machen? Soll ich heiraten und wenn ja, wen? Soll ich Kinder in die Welt setzen und welche politischen Überzeugungen passen zu mir?

Doch was soll ich sagen? Auf diese Fragen lässt sich eine Antwort finden – oder man wartet ab, bis sich die Sache von selbst ergibt. Eine Sache scheint mir aber nach wie vor fast unlösbar. Nämlich: Wie zum Teufel kommt man zu einem Texteditor, der alle Bedürfnisse wunschgemäss erfüllt und obendrein hübsch ausschaut?

Wenn man, wie ich, gleichzeitig mit Windows und Mac arbeitet, wird die Sache doppelt schwierig. Es gibt nur wenige Editoren für Text und Code, die es für beide Plattformen gibt und die für Plattformen gleich gut adaptiert sind. „Texte auf die atomare Methode bearbeiten“ weiterlesen

Kommt ein Macianer in die Menü-Bar…

Es soll Mac-Nutzer geben, die vor lauter Symbolen in der Menüleiste die wichtigen Programme nicht mehr erkennen. Für sie naht Hilfe: Bartender räumt auf und bringt die Übersicht zurück.

Ich habe mir neulich Gedanken darüber gemacht, wie man einen Mac ohne Dock benutzen könnte. Bei dieser Gelegenheit bin ich Bartender 4 begegnet.

Das ist ein Programm, das sich um die Menüleiste kümmert. Oder, um genau zu sein, um die Icons, die sich am rechten Rand neben Uhr und dem mit Big Sur eingeführten Kontrollzentrum befinden. Bei Leuten mit vielen Programmen neigt diese Menüleiste dazu, vor Symbolen überzuquellen und unübersichtlich zu werden. Da will das Programm Abhilfe schaffen.

Bartender 4 ist auf macbartender.com zu finden, kann gratis getestet werden und kostet in der Vollversion 15 US-Dollar. Und um eine Erkenntnis vorwegzunehmen: „Kommt ein Macianer in die Menü-Bar…“ weiterlesen

Willst du mit mir gehen? Ja/Nein

Mit Polls for iMessage lassen sich direkt in der Nachrichten-App des iPhones Umfragen ver­schicken und von den Empfän­gern aus­füllen. Das ist praktisch, hat aber einen Haken.

In der Nachrichten-App des iPhones, die auch als iMessage bekannt ist, gibt es die Möglichkeit, Informationen aus Apps zu teilen. Man kann auf diese Weise direkt auf Bilder aus der Fotos-App zugreifen, seine zuletzt gehörten Songs versenden, via Pflotsh (Möge der Pflotsch (nicht) mit uns sein) Wetter-Informationen in Stickerform verbreiten, via App-Store-App auf Apps hinweisen oder auf seine Fitness-Erfolge hinweisen.

Das ist eigentlich originell und in manchen Fällen vielleicht sogar hilfreich. Trotzdem hat bei mir diese Funktion nie so richtig gezündet. Das mag daran liegen, dass sie mir zu sehr nach Schabernack riecht – und ich dann doch lieber mit Worten kommuniziere, statt Sticker auszutauschen.

Nun ist mir eine App begegnet, die ich originell finde: „Willst du mit mir gehen? Ja/Nein“ weiterlesen

Das Dock vom Mac ist nicht der Weisheit letzter Schluss

Das Dock von Mac OS ist nicht auf die Bedürfnisse von Power-Usern zugeschnitten. Darum habe ich drei Ersatzmöglichkeiten getestet: Spotlight und Alfred, sowie die beiden Apps uBar und Overflow 3.

Das Dock beim Mac sieht zwar hübsch aus und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Aber für routinierte Anwender ist es nicht der Weisheit letzter Schluss. Es braucht zu viel Platz bei zu geringem Nutzen – denn mehr als eine Handvoll Apps hat keinen Platz.

Ich habe beim Mac das Dock an den rechten Rand verbannt. Am unteren Rand nimmt es zu viel Platz weg. Und ja, man kann es so konfigurieren, dass es automatisch ausgeblendet wird und nur erscheint, wenn man mit der Maus am Bildschirmrand positioniert. Aber so richtig toll finde ich diese Lösung nicht. Ich mag auch bei Windows die sich selbst ein- und ausblendende Taskleiste nicht.

Die Erkenntnis ist, dass ich ganz aufs Dock verzichten möchte. „Das Dock vom Mac ist nicht der Weisheit letzter Schluss“ weiterlesen

Windows zeigen, wo Gott hockt

Hidden Windows 10 Features bietet versteckte Einstel­lungs­möglich­keiten für Microsofts Betriebs­system, u.a. Optionen für den Explorer und fürs System.

An Windows herumzubasteln, war früher eine Art Breitensport. Heute ist es höchstens noch ein Hobby von ein paar Exzentrikern. Denn erstens ist das Betriebssystem heute so ausgereift, dass es kaum noch grosse Nachbesserungen braucht. Zweitens arbeiten die meisten Leute immer intensiver mit dem Browser und der Cloud, sodass das Betriebssystem gewissermassen nur noch die Hintergrundkulisse abgibt.

Ich halte diese Entwicklung für erfreulich. Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, ab und zu ein Programm wie Hidden Windows 10 Features vorzustellen. Das ist eines jener Hilfsprogramme, mit denen man Konfigurationen vornimmt, die nur über die Registry möglich sind. Solche Anpassungen sind oft nicht zwingend nötig – aber man bekommt als User ein gutes Gefühl, wenn man als Nutzer seinen Willen durchsetzt.

Also Hidden Windows 10 Features: „Windows zeigen, wo Gott hockt“ weiterlesen

Ruhe herrscht!

In der ersten Folge meiner sommerlichen Tipp-Serie geht es um Windows 10 und die Benachrichtigungen: Wie man die entweder ganz abschaltet oder wunschgemäss konfiguriert.

Als direkte Folge des Sommers und meiner ferienbedingten, kurzen Blog-Auszeit gibt es ab heute immer mal wieder kurze Tipps – heute zu Windows 10.

Der Tipp dreht sich um die Benachrichtigungen, die ich bislang ausgeschaltet habe: Mir reicht es nämlich, wenn mich das Smartphone mit Mitteilungen unterbricht – gleichgültig, ob ich nun arbeite oder kontempliere. Aber es gibt eine bessere Alternative – nämlich die Benachrichtigungen zu priorisieren.

In den Einstellungen von Windows 10 gibt es zwei relevante Rubriken: „Ruhe herrscht!“ weiterlesen