Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden ging ich der Frage nach, wie man sein Lesegerät für E-Books möglichst unkompliziert auch zum Konsum von Artikeln aus dem Netz und für eigene Dokumente verwenden kann.

Das Fazit: Es geht – aber so richtig toll ist es nur, wenn man die Inhalte im passenden Format bereitstellt. Das ist im Fall des Tolino das Epub-Format. Mit dem wird das Dokument angenehm lesbar angezeigt und man kann auch die Schriftgrösse passend zur Bildschirmdiagonalen wählen. Wenn man seine Dokumente wie her beschrieben als PDF sammelt, dann ist es nicht ganz so komfortabel. Dann orientiert sich die Schriftgrösse an einem Dokumente im A4-Format, was sie auf dem kleinen Display eines E-Book-Readers sehr schlecht lesbar macht.

Darum die Frage: Lassen sich Inhalte aus dem Web einfach im Epub-Format sammeln, sodass man sie ohne viel Aufwand an sein Lesegerät schicken kann? Die Antwort ist, natürlich: Ja. Ich beschreibe hier sogar zwei recht simple Methoden. „Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt“ weiterlesen

Der Screenshot-Alleskönner

Ich habe im Beitrag Pseudo-Fortschritt bei Windows neulich über die Screenshot-Möglichkeiten von Windows 10 geschrieben. Wie der Titel schon verrät, bin ich nicht begeistert von den Neuerungen. Auf Twitter hat mir Remo daraufhin das Windows-Programm ShareX empfohlen. Das sei dank vielen Automatisierungsmöglichkeiten ausgezeichnet auf die Bedürfnisse von Leuten zugeschnitten, die ständig Screenshots machen.

Versteht sich von selbst, dass ich dieses Programm sofort testen muss. Und in der Tat: Schon der erste Blick erstens eine schnörkellose Oberfläche. Und zweitens alle Funktionen, die man sich als professioneller Screenshotter wünschen könnte.

Im Aufnahmemenü stehen alle nur denkbaren Modi zur Auswahl. Von Vollbild über Fenster und Monitor bis hin zu exotischen Modi wie Autoaufnahme, Texterkennung und Scrollaufnahme – zu denen ich gleich noch kommen werde. Bei Fenster sind alle offenen Programmfenster aufgelistet, sodass man das gewünschte nur auszuwählen braucht. „Der Screenshot-Alleskönner“ weiterlesen

Die Alternative fürs Mac-Land

Äh, der Titel weckt womöglich falsche Erwartungen oder bringt vielleicht sogar das ganze Posting zum Entgleisen. Jedenfalls zur Klärung vorneweg:  Es geht nicht um eine populistische Strömung, die zum Ziel hat, am Mac den Rechtsklick einzuführen – denn beim Mac gibt es bekanntlich nur den Linksklick mit gedrückter Control-Taste, was einfach nicht das Wahre ist. Und es geht auch nicht darum, Euro-Zeichen von der Tastatur zu verbannen oder um die Frage, ob die USB-C-Anschlüsse auf der rechten Seite des Geräts aufrechter ihren Dienst verrichten als die linksversifften Buchsen links. Das wäre schliesslich alles ziemlich lächerlich.

Nein, es geht um die Alt-Taste des Mac, die hochoffiziell Option key oder zu Deutsch Wahltaste heisst – aber mit der Bezeichnung wäre diesem Beitrag eine lahme Einstiegs-Pointe verwehrt geblieben. Jedenfalls ist die Alt– bzw. Option-Taste überaus nützlich, weil sie an vielen Ecken und Enden des Betriebssystems versteckte Befehle zum Vorschein bringt. Hier erst eine Übersicht zum Finder. Dort gibt es bei gedrückter Alt-Taste andere Befehle im Menü: „Die Alternative fürs Mac-Land“ weiterlesen

Instagram (und Chasperli) in die Schranken weisen

iOS 12 hat die Funktion der Bildschirmzeit eingeführt (siehe iOS 12 nervt ein bisschen weniger). Die rechnet einem akribisch vor, mit welchen unsinnigen Apps man tagein tagaus seine Zeit verschwendet. Wie man diese Funktion findet und ob man sie nutzt, bleibt jedem selbst überlassen.
Was mich angeht, verspüre ich nicht das Bedürfnis, mich von einer Smartphone-Sucht zu befreien oder mich weniger vom Handy bestimmen zu lassen. Aber ich habe durchaus schon gewisse Konsequenzen gezogen. So habe ich die beiden Apps Toon Blast (Zu bärchenmässig, aber sonst voll iO) und Angry Birds Blast (Wer hat hier von wem abgekupfert?) von meinen Geräten verbannt, weil sie in der Statistik durch einen inadäquat hohen Zeitbedarf aufgefallen waren.

Die Funktion der Bildschirmzeit hat somit durchaus ihre Berechtigung, auch wenn ich finde, dass es auch charmanter geht. Meine Lieblings-App zur Selbstkontrolle ist Forest. Ich habe sie ausführlich im Beitrag Bäume pflanzen statt Facebook klicken vorgestellt.

Etwas hat mich allerdings seit jeher an Bildschirmzeit irritiert: „Instagram (und Chasperli) in die Schranken weisen“ weiterlesen

Wie man ein grosses Manko von iOS ausbügelt

Copied ist eine praktische App, mit der man am iPhone und iPad Inhalte via Zwischenablage wunschgemäss aufbereitet.

Kann ich mit dem iPad genauso speditiv arbeiten wie mit einem Laptop oder einem Desktop-Computer? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Die Antwort war hier ein krachendes Nein. Das liegt natürlich nicht am iPad selbst. Wie Apple gerne betont, sind die iPads leistungsfähiger als der durchschnittliche PC. Die Einschränkungen liegen bei iOS, dem Betriebssystem. Es schränkt die Möglichkeiten, wie Apps miteinander interagieren, für meinen Geschmack viel zu sehr ein.

Es gibt Limiten beim Multitasking und beim Dateisystem. Und bei der Zwischenablage. Bei Windows und Mac kann man Clipboard-Manager einsetzen, die zum Beispiel den Inhalt der Zwischenablage automatisch archivieren, damit man nicht nur auf den letzten, sondern auch auf vorherige Einträge zugreifen kann. Windows 10 macht das inzwischen sogar standardmässig, inklusive Synchronisation mit anderen Geräten via Cloud. „Wie man ein grosses Manko von iOS ausbügelt“ weiterlesen

Im freien Netz diskutieren, nicht bei Facebook

Im Beitrag Facebook ist ein schwarzes Loch habe ich mich darüber ausgelassen, dass Facebook Debatten monopolisiert und in einem Datensilo verschwinden lässt. Die Diskussionsbeiträge verschwinden auf einer Plattform, wo man sie nur schwer wiederfindet. Mein Vorschlag war, die Diskussion nicht bei Facebook zu führen, sondern über die Kommentarfunktion bei den Primärqullen.

Nun gibt es natürlich viele Websites, die keine Kommentarfunktion haben und über die man dementsprechend überhaupt nur auf Facebook diskutieren kann. Und es gibt auch Fälle, wo man eine solche Diskussion nicht öffentlich, sondern in einem eingeschränkten Kreis führen möchte. Das ist, wie ich beklagt habe, sehr oft sehr schade, weil nicht alle von dieser Diskussion profitieren und die Diskussion überhaupt nur für einen eingeschränkten Kreis ersichtlich ist.

Aber natürlich gibt es legitime Gründe dafür. „Im freien Netz diskutieren, nicht bei Facebook“ weiterlesen

Infografiken nach dem Baukasten-Prinzip

Heute ist Piktochart.com besprechungsmässig an der Reihe: Eine Webanwendung für Geschäftsgrafiken. Das ist offensichtlich ein Bedürfnis. Die Leute fühlen sich von Adobe Illustrator in­ti­mi­die­rt. Und sie wollen auch kein CorelDraw installieren. (Obwohl es das noch gäbe.)

Nein, die Leute wollen einen Webdienst haben, der ihnen verspricht, dank fortschrittlicher Technik seien auch anspruchsvolle gestalterische Aufgaben ein Klacks. Da wundert es nicht, dass es inzwischen einige solcher Webdienste gibt. Allein für dieses Blog hier habe ich Venngage.com, Design Evo, logojoy.com und Canva getestet.

Der Trick ist jeweils der gleiche: Man muss nicht auf der grünen Wiese bzw. mit dem leeren Blatt anfangen, sich eine Gestaltungsidee aus dem Kreuz leiern und diese nach allen Regeln der Kunst umsetzen. Nein: „Infografiken nach dem Baukasten-Prinzip“ weiterlesen

Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln

Für viele Aufgaben ist ein «richtiger» Computer das bessere Werkzeug als ein Smartphone oder Tablet – davon bin ich weiterhin überzeugt. Doch es gibt Ausnahmen: Digitale Dokumente, die man mit Unterschrift versehen retournieren sollte, nimmt man sich besser am Smartphone vor.

Das iPhone hat eine praktische Funktion, mit der man PDFs unterschreiben kann, sogar direkt in der Mail-App. Darum kommt dieser Tipp auch im Video vor, das im Beitrag Für Leute mit und ohne Sockenhalter vorzufinden ist. Apple beschreibt die Sache im Beitrag Markierungen auf dem iPhone, iPad oder iPod touch verwenden.

Wenn man sich fragt, wie das bei den Desktop-Betriebssystemen aussieht, dann kommt man zu einem zwiespältigen Bild. Apple jedenfalls will sich nicht lumpen lassen. „Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln“ weiterlesen

Paris ist schön und das Internet auch

Neulich haben meine beiden Kollegen Matze Möller, Rafael Zeier und ich in einem vielbeachteten Stück eingeräumt, dass wir manche Errungenschaften aus der Technikwelt nicht so richtig durchdringen. Da gibt es die Erfindungen, deren Funktionsweise wir nicht kapieren. Und dann gibt es die Dinge, die wir zwar grundsätzlich begriffen haben, deren Sinn und Zweck uns aber nicht einsichtig werden will.

Wenn ich an dieser Stelle einen kleinen medienkritischen Schlenker einlegen darf: Die interne Kritik an dem Stück war bezeichnend, fand ich. «Was soll das bringen?» lautete die kurz zusammengefasst. «Vor allem, wo wir keine Alternativen vorschlagen?»

Nun stimmt es tatsächlich, dass wir für ein Ressort arbeiten, das «Service» heisst. Da ist es naheliegend, der Welt die nützlichen und nicht die unnützen Dinge zu präsentieren. Allerdings ist es genau unser Ressort, das schon seit Jahren und Jahrzehnten das tut, was erst neulich als konstruktiver Journalismus zu einem Hype wurde, der in meinen Augen bizarre Züge angenommen hat: «Aahh, wir wollen nicht immer nur die sein, die alles kleinreden! Nein, wir wollen jetzt als die wahrgenommen werden, die sich aktiv für eine Verbesserung der Welt einsetzen.»

Also, unter uns gesagt, war das vor allem ein Medienfurz, mehr nicht. „Paris ist schön und das Internet auch“ weiterlesen

14 Tipps für Google Docs

Heute gibt es eine Handvoll Tipps zu Google Docs – bereits zum zweiten Mal, nachdem ich erst vor kurzem über die besten Erweiterungen für die Office-Apps geschrieben habe (Mehr Stil und Abwechslung in Google Docs).

Und vorab eine Rechtfertigung dafür, weil Google Docs kein Softwareprodukt ist, das mich in Begeisterung versetzen würde: Der Look ist altbacken, die Funktionen sind nicht sonderlich inspiriert. Und Google wird niemals gegen Microsoft anstinken können, weil man Office auch offline nutzen kann. Und das ist unvermeidlich, wenn es um Dokumente mit sensiblem Inhalt geht.

Aber ich komme selbst nicht darum herum, mit Google Docs zu arbeiten. Ich habe einen Arbeitgeber, der Microsoft Office durch die G Suite ersetzt hat. Und auch beim Nerdfunk verwenden wir Google Docs und Tabellen: Dort haben sich die kollaborativen Features für uns im Team bewährt. Und die Software ist auch erfreulich niederschwellig, wenn man einen Gast für ein Dokument dazuholen will.

Also, jetzt aber (fast) ohne weitere Vorreden zu den versprochenen Tipps und Tricks. „14 Tipps für Google Docs“ weiterlesen