Mehr Sicherheit und Privatsphäre durch DNS over HTTPS

Die ver­schlüs­sel­te Ver­bindung hat sich fast überall im Netz durch­ge­setzt. Doch die Ab­frage der Do­mänen­namen passiert noch immer offen und an­greif­bar. Das muss nicht sein, denn auch die lässt sich ab­si­chern.

Eine kleine, aber sinnvolle Massnahme zum Schutz der Privatsphäre besteht in der Aktivierung von DNS over HTTPS (DoH). Wie die Bezeichnung verrät, werden mit dieser Option auch die DNS-Abfragen verschlüsselt durchgeführt. Das Domain Name System ist für die Abfrage von Internetadressen zuständig. Es liefert zu einem Domänennamen wie Clickomania.ch die passende IP-Adresse, über die die Kommunikation letztlich stattfindet.

Und klar: Wenn diese Abfragen unverschlüsselt stattfinden, wie das seit jeher der Fall ist, dann können sie mitgelesen oder verändert werden. Das finde im grossen Stil statt: „Mehr Sicherheit und Privatsphäre durch DNS over HTTPS“ weiterlesen

Wie sich ein ausgeschaltetes iPhone lokalisieren lässt

Das dürfte Dieben und unehr­lichen Findern nicht gefallen: Apples Smart­phone ist sogar in herun­ter­ge­fah­renem Zustand ort­bar. Aber wie funk­tio­niert dieser Zau­ber­trick?

Vielleicht ist euch das auch schon aufgefallen: Wenn man ein iPhone mit aktuellen Betriebssystem herunterfährt, dann steht unter dem Ausschalten-Schieber der Hinweis: «iPhone nach dem Ausschalten auffindbar»

In der Tat: Mit iOS 15 lässt sich ein iPhone (ab iPhone 11) über die Wo ist-App aufspüren, selbst wenn es ausgeschaltet ist. Das ist einerseits praktisch, weil Diebe oder unehrliche Finder der Entlarvung nicht entgehen können, indem Sie das Gerät ausschalten bzw. abwürgen. Andererseits drängt sich natürlich die Frage auf: Wie macht Apple das?

Bevor ich dazu komme, der Hinweis, wie man diese Funktion nutzt: „Wie sich ein ausgeschaltetes iPhone lokalisieren lässt“ weiterlesen

Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest

Das Open-Source-Programm Dropit spart Zeit und manuelle Arbeit: Es auto­mati­siert nicht nur das Verschie­ben und Ko­pieren von Dateien, sondern kann sie auch umbe­nen­nen, ver­schlüs­seln oder ent­schlüs­seln, kompri­mieren und de­kom­pri­mieren.

Wie versorgt man Dateien unter Windows am einfachsten im passenden Ordner? Diese Frage habe ich neulich ausführlich erörtert und die Schnellzugriff-Leiste im Explorer propagiert.

Diese Lösung erfüllt den Zweck, ist aus Nerd-Sicht aber nur mässig befriedigend – weil nicht sonderlich nerdig. Eine App, die diesen Anspruch erfüllt, wäre Dropzone (Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen). Sie hat leider den Nachteil, dass es nur für den Mac existiert und scheinbar bei Windows bislang keine Nachahmung gefunden hat.

Alternativeto (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt als Alternative für Windows das Programm Dropit vor: „Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest“ weiterlesen

Schnelle Langzeitbelichtungen

Die Spectre Kamera-App macht Langzeit­belich­tungen mit dem iPhone: Ob bei Tag oder Nacht, man foto­gra­fiert einige Sekunden und erhält dank Bild­sta­bi­lisa­tion auch aus der Hand un­ver­wackel­te Fotos.

Seit dem iPhone 11 gibt es den Nachtmodus: Er macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen eindrückliche Fotos. Ich nehme an, dass er das mit dem gleichen Trick tut, mit dem auch Astronomiefotografen operieren: Sie machen während ein paar Minuten oder ein paar Stunden eine Reihe von Bildern, die dann zu einer Aufnahme zusammengerechnet werden. Man nennt das auch Exposure-Stacking.

Da für eine solche Aufnahme länger als üblich belichtet wird, ist die Bildstabilisation entscheidend: Nur wenn sich alle Fotos deckungsgleich übereinanderlegen lassen, entsteht ein schönes Resultat. Der Nachtmodus lässt keinen Zweifel daran, wie toll die Bildstabilisation beim iPhone ist: Selbst wenn man aus der Hand fotografiert, ist das Bild – wenn man nicht schlimm zittert – so scharf, dass bei Aufnahmen mit Nachthimmel sogar Sternchen zu sehen sind.

So toll ich den Nachtmodus finde, sosehr habe ich etwas bedauert: „Schnelle Langzeitbelichtungen“ weiterlesen

Videos aus den Mediatheken herunterladen und archivieren

Mit Mediathek­ViewWeb.de findet man Bei­träge und Sen­dungen der öffent­lich-recht­lichen An­bieter aus Deutsch­land, der Schweiz und Öster­reich und lädt sie für den Off­line-Gebrauch herun­ter. Auch Unter­titel gibt es hier oft.

So praktisch das Streaming ist: Es beinhaltet eine subtile Machtverlagerung. Anders als ein normaler digitaler Inhalt, den man als Nutzer herunterladen und selbst speichern kann, verbleibt die Verfügungsgewalt bei den gestreamten Dateien beim Anbieter. Er kann sie jederzeit aus dem Verkehr ziehen oder auch nachträglich verändern.

Bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten gehört das sogenannte Depulizieren zum ganz normalen Alltag: Gemäss Rundfunkstaatsvertrag müssen Inhalte in Deutschlandnach einer bestimmten Zeit entfernt bzw. dem Zugriff der Nutzer entzogen werden. Bei vielen Sendungen ist das nach einem Jahr der Fall, bei aktuellen Programmen sogar nur sieben Tage.

Als Internetfan und Wissensmensch kann ich das nur als horrender Blödsinn bezeichnen: „Videos aus den Mediatheken herunterladen und archivieren“ weiterlesen

Leider nicht das Nonplusultra für den iPhone-Homescreen

Widgetsmith wertet den Home­screen von iPhone und iPad mit mass­ge­schnei­derten Widgets auf. Die Idee ist spannend, doch die App krankt an der mangeln­den Benutzer­freund­lich­keit und an der zu geringen Aus­wahl an Daten­quellen.

Im Beitrag Acht nützliche und vier weniger nützliche Widgets habe ich die meines Erachtens nützlichsten Widgets von iOS und iPad OS vorgestellt und eine ausführliche Besprechung von Widgetsmith in Aussicht gestellt: Das ist eine App, mit der man eigene Widgets mit massgeschneiderten Informationen fabriziert.

Die Idee hinter Widgetsmith ist einleuchtend und sie ermöglicht es, spezifische Informationen auf dem Homescreen oder in der «Heute»-Ansicht zu platzieren. Doch – und das ist der grösste Kritikpunkt – ist die App nicht benutzerfreundlich. Ich bin auch nach meinem Test nicht sicher, ob ich sie eigentlich so verwende, wie es gedacht ist. Aber so habe ich es probiert: „Leider nicht das Nonplusultra für den iPhone-Homescreen“ weiterlesen

Acht nützliche und vier weniger nützliche Widgets

Wie macht man den Home­screen von Smart­phones und Tablets maxi­mal nützlich? Apple versucht es mit Infor­mations­kästchen, die manch­mal auf­schluss­reich sind, aber oft ihr Potenzial nicht ausschö­pfen.

Eine der Neuerungen von iOS 14 sind die Widgets: Informationskästchen, die man auf dem Homescreen seines iPhones oder iPads platziert, um wichtige Informationen sofort zu sehen, ohne dass man eine bestimmte App öffnen müsste.

Theoretisch eine interessante Funktion, die ich bislang aus einem speziellen und reichlich trivialen Grund nicht verwende: Da ich mir in den Kopf gesetzt habe, einen einzigen Homescreen zu verwenden, auf dem alle wichtigen Apps in Ordnern untergebracht sind, gibt es auf meinem Homescreen keinen freien Platz, noch nicht mal für ein winziges Widgetlein.

In einem selbstreflexiven Moment habe ich mich gefragt, ob meine Ordnungsprinzipien für den Homescreen nicht etwas gar starr sind und ob ich sie der geistigen Flexibilität zuliebe nicht wenigstens hinterfragen müsste. Ich habe mich daraufhin für einen Kompromiss entschieden: „Acht nützliche und vier weniger nützliche Widgets“ weiterlesen

Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops

Hat es Microsoft mal wieder vergeigt? Um die virtuellen Desktops sinn­voll zu nutzen, muss man sie unter­scheiden können – und dafür braucht es sepa­rate Wall­paper-Bilder. Die sind bei Windows 11 möglich – aber nur, wenn man diesen Trick hier kennt.

Im Beitrag Gewöhn dich daran, alter Mann! habe ich mich ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man seine Anwendungen und Fenster möglichst sinnvoll organisiert. Man kann sich einen riesigen Bildschirm kaufen oder mit mehreren Displays arbeiten, zum AltTabulator-Weltmeister avancieren oder auch mit mehreren virtuellen Desktops arbeiten. Letztere lassen sich auch hervorragend mit Snap-Layouts und Snap-Gruppen kombinieren – siehe hier.

Zur Rekapitulation: Die virtuellen Desktops ermöglichen es, mehrere Bildschirmansichten einzurichten. „Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops“ weiterlesen

Was es in Annas Telefon so alles zu entdecken gibt

Ihr würdet das Gleiche tun wie ich: bei einem fremden Handy, das euch in die Finger fällt, durch SMS, Chats und Mails schnüffeln – und vor der Dating-App nicht Halt machen. Falls ja, ist das Spiel «Simulacra» genau das Richtige für euch.

Eine Kino-Revolution, die ich als echten Fortschritt ansehe, ist das Genre des Found Footage. Das kennt ihr alle von Blair Witch Project, einem Film, der mir seinerzeit das Blut hat in den Adern gefrieren lassen – und das, obwohl ich ihn bei mir zu Hause und zeltend nicht im Wald angesehen habe.

Ich bin auch nicht auf die Behauptung eines damaligen Arbeitskollegen hereingefallen, der meinte, das sei tatsächlich alles echt – was man ihm damals aufgrund das geradezu genialen Marketings der Produktionsfirma nicht als Fakenews hat auslegen können. Doch auch wenn man wusste, dass dieser Film kein authentischer Dokumentarfilm ist, so hat er dennoch seine Wirkung nicht verfehlt.

Es gibt ein Äquivalent bei den Handy-Spielen: „Was es in Annas Telefon so alles zu entdecken gibt“ weiterlesen

Gestreamtes Arthouse-Kino statt Netflix?

Nach Jahren mit Netflix setzt eine gewisse Müdig­keit ein. Ist es Zeit, das Abo zu kündigen und sich nach einer neuen Strea­ming­platt­form umzusehen? Ein Kandidat, der die Lücke füllen könnte, ist Mubi.com.

Meine Themenliste ist eher ein Stack als eine Queue. Wenn ich eine Idee für einen Blogpost oder einen Artikel habe, füge ich den am oberen Ende ein. Entweder wird er zeitnah realisiert. Oder er rutscht nach unten, wo er irgendwann im Bodensatz landet. Dort bleibt er dann, mutmasslich für alle Ewigkeit.

Heute kommt eine Themenidee zum Zug, die seit ungefähr fünf Jahren im Bodensatz steckt. Warum sie dort gelandet ist, kann ich nicht mehr rekonstruieren. Dass sie es wert ist, hier diskutiert zu werden, steht ausser Frage.

Vielleicht hatte ich in der Zeit so viele andere Knaller-Themen auf der Liste, dass es sich so ergeben hat. Oder womöglich lags auch daran, dass ich damals noch öfters «richtig» ins Kino gegangen bin und darum weniger Sinn in einem Streamingdienst für Arthouse-Filme gesehen habe.

Ich halte aber einen anderen Grund für ausschlaggebend: „Gestreamtes Arthouse-Kino statt Netflix?“ weiterlesen