In jeder Stadt per öV ans Ziel

Die SBB– und die ZVV-Fahrplan-App helfen einem bei der Suche nach den passenden Verbindung im öffentlichen Nahverkehr und bei inländischen Fernverbindungen. Und wenn einem die beiden Apps nicht weiterhelfen, versucht man sein Glück mit Wemlin.

Doch wenn man im Ausland unterwegs ist, dann fällt einem meistens erst nach der Landung ein, dass man sich die passende App hätte besorgen sollen, um eine Bus- oder Zugsverbindung für die Fahrt zum Hotel herauszusuchen. Man kann sein Glück dann mit Google Maps oder Apple Maps probieren: Diese beiden Hilfsmittel für die Navigation und Orientierung haben für viele Weltregionen ebenfalls öV-Fahrplandaten hinterlegt. Aber eigentlich würde man lieber eine universelle Fahrplan-App benutzen.

Eine solche ist nach eigenen Angaben Moovit: «Die Nummer eins der ÖPNV-Apps weltweit!», wobei man sich sofort fragt, was «ÖPNV» denn heissen könnte. Wikipedia verrät es: Öffentlicher Personennahverkehr, also S-Bahn, U-Bahn, Trams, Busse, Boote im näheren Umfeld, ohne Fernverkehr, Mietvelos, Taxis und Ritschkas. Oder womit man sich sonst noch von A nach B bewegen könnte.
„In jeder Stadt per öV ans Ziel“ weiterlesen

Edge, auf Sicherheit getrimmt

Eine der populärsten Folgen der digitalen Patentrezepte war die zum sichersten Browser der Welt, hier im Blog unter dem Titel Das Gegenteil vom Internet Explorer veröffentlicht. Der Browser schützt sich, indem er in einer abgekapselten Umgebung läuft. Die Hürden, um aufs Betriebssystem überzuspringen, werden für Schadprogramme massiv erhöht.

181004-wdag.png
So stellt sich Microsoft eine böse Website vor, die vom System isoliert werden muss.

Microsoft hat eine ähnliche Funktion im Betriebssystem eingebaut – allerdings auf typisch microsoftsche Weise: Sie trägt einen kryptischen Namen, ist standardmässig deaktiviert und so gut versteckt, dass man sie nur dann findet, wenn man genau weiss, wonach man suchen muss.

Die Funktion heisst Windows Defender Application Guard (WDAG). Mittels der Virtualisierungstechnik Hyper-V wird der Browser (Edge oder, falls es denn wirklich sein muss, der Internet Explorer) in einen Container versetzt, der vom übrigen System abgeschottet läuft. „Edge, auf Sicherheit getrimmt“ weiterlesen

Ein alter Groll auf Google


Besser googeln.

Auch nach fünf Jahren nehme ich es Google noch übel, dass die Instant Preview-Funktion sang- und klanglos beseitigt wurde, angeblich wegen geringer Nutzung. Ich halte die schnelle Prüfung der Suchresultate für eine der wichtigsten Aufgaben bei der Webrecherche – und den Teil, den man als Nutzer nur bedingt beeinflussen kann. Klar, ob Google die eigentliche Suchanfrage richtig versteht, hat man auch nur bedingt in der Hand, zumal sich die Algorithmen manchmal ziemlich begriffsstutzig anstellen. Aber man kann doch – und auch das wird im Video erklärt – seine Eingabe möglichst präzise gestalten.

Muss so eine Funtkion breit genutzt werden, damit die eine Daseinsberechtigung hat? Das ist eine interessante Frage. Es gibt natürlich Argumente, die dafür sprechen. Radikales Ausmisten beugt Bloatware vor. sprechen: „Ein alter Groll auf Google“ weiterlesen

Wie wäre es mit einem QR-Code?

Im Beitrag Floraler Ermittlungshelfer habe ich eine App besprochen, die von sich behauptet, Pflanzen identifizieren zu können. Wie mein Test ergeben hat, klappt das leider nicht zuverlässig. Die App hat meinen florabezogenen Wissensdurst nicht zu stillen vermocht. Das hat mich nicht überrascht, da ich die Aufgabe für ausgesucht schwierig halte, Pflanzen anhand eines Fotos zu identifizieren: Die Grösse eines Blatts ist auf dem Bild schwer oder gar nicht abzuschätzen. Die Perspektive kann es schwer machen, die Form zu erkennen. Es gibt, je nach Situation, störende Elemente im Bild. Und selbst die Farbe von Blüten, Bättern und Stängeln kann durch die Kamera oder durch das Umgebungslicht verfälscht werden.

180820-seek-01.jpg
Die App ist so schlau, den Aufenthaltsort miteinzubeziehen. Und sie erkennt Nachbars Katze als Katze.

Darum hat es mich gewundert, dass ich eine weitere App gefunden habe, die sich dieser schwierigen Angelegenheit stellt: Seek fürs iPhone. Die App macht es auf den ersten Blick besser als Plant Snap: Sie stellt per GPS fest, wo man sich befindet und zeigt sogleich Pflanzen und auch Tiere an, die für diese Gegend typisch sind. Tippt man aufs Plus-Symbol, kann man der App via Kamera oder Fotoablage eine Aufnahme unterbreiten, um eine Identifizierung vorzunehmen. Die App behauptet, nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere zu erkennen.

Ich probiere es mit dem Olivenbaum auf unserem Balkon. „Wie wäre es mit einem QR-Code?“ weiterlesen

Bünzlig, aber brauchbar

Ich muss noch einmal auf die hier besprochenen Outdoor-Apps zurückkommen. Ein Leser hatte kritisiert, man hätte auch Apps wie SchweizMobil besprechen müssen.

180802-schweizmobil-01.jpg
Landeskarten 1:1 aufs iPhone übertragen? Kann man machen, ist aber nicht gerade das technische Nonplusultra.

Nun, es ist natürlich so, dass meine Auswahl selten allen passt. Schliesslich gibt es fast in jedem Bereich mehr Apps, als in einen Artikel passen. Und ich finde es zwar sinnvoll, Alternativen zu liefern – aber ellenlange Aufzählungen aller möglichen Kandidaten sind nicht zweckdienlich. Sie überfordern eher, als dass sie echte Auswahlmöglichkeiten liefern. Als Tester setze ich Schwerpunkte. Komplexreduktion ist schliesslich die hehre Aufgabe des Journalismus.

Das heisst aber nicht, dass ich nicht hier im Blog Ergänzungen anbringen könnte. Zum Beispiel im Fall von SchweizMobil. Die App existiert für Android und fürs iPhone. Sie bietet Zugriff auf die Landeskarten von Swisstopo im Massstab 1:25′000 – was denn auch der Grund war, weswegen ich die App nicht vorgestellt habe. Versteht mich nicht falsch – ich mag die Schweizer Landeskarten. Die gehören zu diesem Land wie die SBB, das Bundeshaus und die Bunker im Gotthard. „Bünzlig, aber brauchbar“ weiterlesen

Firefox, der bunte Hund

Gestern ging es um nützliche neue Browser-Funktionen, die für Firefox aus dem Testpilot-Programm entsprungen sind. Heute geht es damit weiter. Denn wo wir schon dabei sind, solltet ihr auch Firefox Color ausprobieren. Mit dem Projekt darf man das Erscheinungsbild des Browsers anpassen. Man wählt eine Farbe für die sichtbare Programmoberfläche (Background Color), die im Wesentlichen aus der Adressleiste und den Reiterköpfen besteht. Man kann diese Oberfläche mit einem Muster (Theme Texture) ausstatten. Ausserdem gibt man vor, mit welcher Farbe die Toolbar, die Icons auf der Toolbar und der Text, die Reiter-Markierungen, die Schrift der Tabs im Hintergrund erscheinen sollen.

Für sein Farbschema muss man nicht unbedingt von vorn anfangen. Es gibt auf der Website 24 Vorgaben, die man auswählen und modifizieren darf.

180726-firefox-color.png
Nicht weltumwälzend, aber praktisch: Die Möglichkeit, den Browser farblich anzupassen.

Man kann dieses Erscheinungsbild (theme) speichern und über einen Link wie diesen hier auch anderen zur Verfügung stellen.
„Firefox, der bunte Hund“ weiterlesen

Das sollten alle Browser können!

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle Firefox Lockbox vorstellen. Das ist eine App, die am iPhone Zugriff auf die in Firefox gespeicherten Passwörter gibt. Die gelangen am einfachsten via Firefox Sync aufs Mobilgerät. Und mit der App wird so aus Firefox ein simpler Passwortmanager – man kann ein Passwort in der App nachschlagen, wenn man es in einem anderen Browser oder an einem Computer benötigt, wo Sync nicht eingerichtet ist.

180726-side-view.jpg
Wie grossartig ist das denn? Zwei Webseiten nebeneinander! (Aus unerfindlichen Gründen erscheint mein Blog-CMS links in der mobilen Version – vielleicht fordert Side View diese an, damit die Seite in der Leiste auch schmal optimal angezeigt wird.)

Leider steht diese App im Schweizer Store nicht zur Verfügung, da es sich um ein Testpilot-Projekt handelt. Und darum benötige ich an dieser Stelle ein Ausweichthema. Und das ist naheliegenderweise testpilot.firefox.com. Ich verstehe, wenn es Leute gibt, die der Ansicht sind, dass ich mir nicht gerade ein Bein ausgerissen habe, um auf besagtes Ausweichthema zu stossen. Aber ich glaube, dass es eine Bereicherung ist. Denn mein Tipp hier ist um Welten besser als Firefox Lockbox – ehrlich wahr!
„Das sollten alle Browser können!“ weiterlesen

Hier bin ich

Wir waren neulich mit Freunden am Albanifest. Die Freunde haben sich zwischendurch abgesetzt, um auf die schlimme Terrorbahn zu gehen, bei der man kopfüber an den Füssen durch die Luft gewirbelt wird. Wir haben in dieser Zeit lieber eine gemütliche Runde auf dem Riesenrad gedreht. Wenn man sich hinterher wieder treffen möchte, dann zieht das typischerweise wildes Whatsappen oder Telefonieren nach sich. Man muss aushandeln, wo man sich trifft und wann man das ist. Besonders mühsam ist diese Abstimmerei, wenn nicht alle Beteiligten ortskundig sind.

180709-people-933964.jpg
Kann man nicht einmal in Ruhe hier sitzen, ohne dass einer angedackelt kommt? (Bild: Helena Lopes/Pexels, CC0)

Man kann das aber mit technischen Mitteln, konkret mittels Smartphone vereinfachen. Es gibt diverse Möglichkeiten, seinen Standort für andere freizugeben: Mit iOS 8 wurde die Freunde suchen-App eingeführt. Sie funktioniert via iCloud und ist für die innerfamiliäre Ortung auch in die Familienfreigabe integriert.

In WhatsApp gibt es seit Oktober letzten Jahres Live-Standortfreigabe. Man gibt seinen Standort frei und während die Position gesendet wird, kann der Gesprächspartner oder die zu einer Whatsapp-Gruppe gehörenden Leute sehen, wo man sich gerade befindet. Wir haben das neulich ausprobiert und es funktioniert gut genug, dass man sich spontan und ohne viel Wartezeit an einem Ort in die Arme läuft.

Schliesslich gibt es Apps wie Glympse-App „Hier bin ich“ weiterlesen

Die Welt entdecken, ohne sie erobern zu wollen

Neulich habe ich von der NZZ erfahren, dass zwei meiner Facebook-Freunde (nämlich er und er) intensive Nutzer einer App namens Strut sind, die es kostenlos fürs iPhone gibt.

180705-strut-01.jpg
Bei Strut gibt es zwar keine Mayorships, aber ganz ohne kompetitives Element geht es auch nicht ab.

Bei dieser App ist die Welt in Kacheln eingeteilt. 0,3 Quadratkilometer ist jede Kachel gross und 13,676 Billionen Kacheln gibt es weltweit. Wenn man eine Kachel besucht, deckt man sie für sich auf. Das Ziel liegt natürlich auf der Hand: Man will möglichst viele Kacheln offenlegen. Es ist ein typischer Fall von Gamification: „Die Welt entdecken, ohne sie erobern zu wollen“ weiterlesen

Netzsperren für Werbung

Die Möglichkeiten des Werbeblockierens war in diesem (teilweise werbefinanzierten) Blog auch schon ein Thema: In den BeiträgenTracker von der Schiene werfen und Zwölf tolle, weniger bekannte Mobil-Browser etwa. Oder in Weniger ist auch mobil mehr, wo ich den Inhaltsblocker 1Blocker X für Safari auf dem iPhone/iPad vorstelle.

180704-ads-architecture-billboards-802024.jpg
Hier wäre ein Werbeblocker angezeigt. (Bild: Jose Francisco Fernandez Saura/Pexels, CC0)

Eine interessante Möglichkeit habe ich auf Twitter gesehen. Da wird empfohlen, einfach einen bestimmten DNS-Server zu nutzen. Das ist eine klevere Idee: Eine Netzsperre für Werbung, quasi. Wenn die Adressen für Werbenetzwerke nicht aufgelöst werden, bleibt die Werbung weg.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man muss nichts installieren. Es funktioniert in jedem Browser und in jeder anderen App – und eben nicht bloss in Safari, wie bei 1Blocker X. Und es erzeugt keine Rechenlast auf dem Mobilgerät, wie das mit einem lokal installierten Inhaltsblocker der Fall ist.

Nachteile gibt es natürlich ebenfalls: „Netzsperren für Werbung“ weiterlesen