Diese Website ist ein Gedicht

Darum ist das Web so toll: Es gibt Websites, die einen begeistern, selbst wenn man mit dem dort abgehandelten Thema nichts anfangen kann.

Ich sags gleich, wie es ist: Gedichte sind nicht mein Ding. Lyrik ist mir zu anstrengend. Und wenn meine Texte sich hinten reimen müssten, dann wäre ich heute Gärtner. Oder Buchhalter.

Nichtsdestotrotz geht es in diesem Beitrag heute um Gedichte. Und um die erstaunliche Gegebenheit, dass es interessante Websites zu langweiligen Themen gibt. Ja, ich habe eine Website gefunden, die mir überaus gut gefällt, obwohl es dort nichts anderes als Gedichte zu finden gibt.

Die Website heisst lyrikline.org. Es gibt sie schon seit ewig – nämlich genauso lange wie diese Website hier, die seit 1999 das Web bereichert. Sie wurde, wie man bei Wikipedia erfährt, vom Haus für Poesie Berlin ins Leben gerufen. Sie sei ein «kulturelles Brückenprojekt» – was bedeutet, dass sie Grenzen und Sprachbarrieren überwindet und für jedermann zugänglich ist.

Die Beschreibung leuchtet ein: „Diese Website ist ein Gedicht“ weiterlesen

Wenn der Taschenrechner mit der Tabellenkalkulation ein Baby zeugt

Tydlig ist eine originelle Taschenrechner-App, die Excel nicht komplett, aber auf dem Smartphone annähernd überflüssig macht.

Ich bin im Moment dabei, Beispiele für Apps zu sammeln, die eine alte Aufgabe auf eine erfrischend neue Art und Weise lösen. Mein erstes Beispiel ist die Notiz-App Notion. Falls ihr mir zu diesem Thema weitere Tipps habt, nehme ich die gerne via Kommentare entgegen.

Die Rechnungen bleiben «lebendig» und lassen sich nachträglich jederzeit ändern.

Das zweite Beispiel, um das es heute geht, ist die App Tydlig, die es für 2 Franken fürs iPhone gibt. Sie behauptet von sich, den «Taschenrechner neu gedacht» zu haben, bzw. «eine komplett neue Taschenrechner-Erfahrung» zu bieten. Und ja, das sind Marketing-Plattitüden. Wie oft wurde in den letzten Jahren irgend etwas reinvented oder reimagined? Antwort laut Google: Ersteres ist 16,7 Millionen, letzteres sogar 24 Millionen mal passiert.

Nun hat die App aber tatsächlich einige spannende und originelle Funktionen zu bieten:

Beschriftung. Werte lassen sich mit Labels versehen, die in kleinerer Schrift darüberstehen. So lassen sich Berechnungen leichter nachvollziehen als nur anhand der nackten Zahlen.

Aktualisierung. Anders als der klassische Taschenrechner, der nur das Endresultat anzeigt, sieht man die ganze Rechnung. Aber nicht nur das.  „Wenn der Taschenrechner mit der Tabellenkalkulation ein Baby zeugt“ weiterlesen

So klappt es mit den Screencasts!

Wie fabriziert man ein Erklärvideo, das nicht zu viel und nicht zu wenig zeigt und das das richtige Timing aufweist? Dazu gibt es heute ein paar Tipps, die teils auch für Powerpoint-Präsentationen anwendbar sind.

Neulich ist mir – wie schon so oft – ein Jubiläum durch die Lappen gegangen: Die digitalen Patentrezepte, meine Videorubrik für den Tagesanzeiger, gibt es seit fünf Jahren. Am 16. Juni habe ich hier die erste Folge präsentiert. Und seitdem sind noch mehr als zweihundert dazugekommen.

Eine Gelegenheit, hier ein paar Tricks für die Screencasts zum Besten zu geben. Ein Screencast ist das bewegte Äquivalent zum Bildschirmfoto; also die Anzeige des Computers oder Mobilgeräts, die in Form eines Videos eingefangen wird. Ich nutze noch immer die gleichen Programme, die ich allesamt hier im Blog vorgestellt habe: „So klappt es mit den Screencasts!“ weiterlesen

Ein einfacher Reparaturtrick für Mac OS

Bei Problemen mit dem Mac lässt sich mit der hier beschriebenen Methode ganz einfach eine Reparaturinstallation ausführen.

Neulich hat mein Mac stolz verkündet, es gebe Updates für diverse Programme, unter anderem für Final Cut Pro und Motion. Als ich die installieren wollte, wurde mir das mit dem Hinweis verweigert, diese Updates würden Mac OS 10.15.6 voraussetzen. Im Über diesen Mac-Infofenster (🍎-Menü) war dann ersichtlich, dass mein Mac noch immer bei Version 10.15.0 festhing.

Es hat mich einige Minuten Zeit gekostet, um herauszufinden, weswegen das so war. Normalerweise führe ich System-Updates gewissenhaft und zeitnah aus. (Schliesslich muss ich als Computerjournalist mit gutem Beispiel vorangehen.)

Als Grund für die Updateblockade entpuppte sich die Betaversion von Catalina, die ich seinerzeit installiert hatte und die schon am Anfang nicht über alle Zweifel erhaben gewesen war (siehe Catalina ist eine Zicke). Für diese Beta-Installation gab es keine weiteren Updates mehr – und zwar ohne, dass es irgendwelche Andeutungen des Betriebssystems gegeben hätte.

Das ist nicht sinnvoll. „Ein einfacher Reparaturtrick für Mac OS“ weiterlesen

Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt

Ob es nun am Alter der Augen oder an der Grösse des Bildschirms liegt: Es soll Leute geben, die mitunter Schwierigkeiten haben, den Mauszeiger wiederzufinden. Eine Handvoll Tipps für Windows – und den ultimativen Trick für den Mac.

Mir passiert es gelegentlich, dass ich den Mauszeiger auf dem Bildschirm nicht mehr finde. Das mag eine Alterserscheinung sein – und tatsächlich wäre es für mich wahrscheinlich an der Zeit, eine spezielle Bildschirmbrille anzuschaffen. Übrigens nicht wegen des angeblich so schädlichen blauen Lichts – das ist ein reiner Mythos (Yellow Glasses to Avoid Computer Eye Strain?).

Es geht um den Sehbereich, der auf den Abstand zum Bildschirm optimiert ist. Ich gehöre jedenfalls zu denen, die entweder die Nase weit nach vorn strecken oder die Brille zur Nasenspitze vorschieben. Funktioniert, und ist ein simpler «Lifehack». Aber ergonomisch nicht das Gelbe vom Ei.

Der zweite Grund, weswegen man den Mauszeiger manchmal übersieht, sind die immer grösseren Bildschirme. Beim Mac gibt es einen tollen Trick: „Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt“ weiterlesen

Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt

Braucht es noch eine App für Notizen? Bis vor kurzem hätte ich nein gesagt – davon haben wir schon genug. Doch dann hat mich Notion eines Besseren belehrt.

Diverse Leute haben mir von einer App vorgeschwärmt: Elegant sei sie, einfach zu verwenden – und überhaupt irgendwie genial.

Das hat meine Neugierde geweckt. Da schwärmen die Leute mit einem Unterton, den man sonst nur von frisch Verliebten hört. Wie kann das sein? Wo es sich doch um eine äusserst banale Angelegenheit handelt. Die fragliche App ist nämlich dazu da, Notizen entgegenzunehmen.

Das scheint ein gelöstes Problem zu sein. Es gibt eine grosse Auswahl an Apps, Programmen und Webanwendungen für genau diesen Zweck: Evernote hat ungefähr 2008 viele davon überzeugt, ihre Notizen in einer Web-Anwendung zu speichern. Auch ich war vier, fünf Jahre lang ein Anwender, bis ich seinerzeit zu Onenote gewechselt bin.

Microsofts Notiz-App ist für Office-Anwender eine naheliegende Lösung – genauso, wie die iCloud-Notiz-App für Apple-Nutzer nicht verkehrt ist. „Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt“ weiterlesen

Alles ist besser mit Bluetooth

Weil Sheldon Cooper recht hatte: Die besten Tricks für den Datenfunk.

Ja, ich weiss Bescheid über all die Probleme, die es bei Bluetooth gibt. Die Funktechnologie ist nicht frei von Sicherheitslücken – naja, wie sollte sie auch? Es wäre das erste Mal, dass ich es in der digitalen Welt mit einem Standard zu tun bekommen hätte, von dem die Experten sagen: «Alles perfekt: Komplett unangreifbar. Hundertprozentige Sicherheit ist in allen Lebenssituationen gewährleistet.»

Über Bluetooth gibt es immer wieder unschöne Dinge zu lesen. Hier ist von einem schweren Konzeptfehler zu lesen. Damit lasse sich die Verschlüsselung von «vermutlich allen Bluetooth-Geräten knacken». Und ja, das ist höchst unerfreulich. Und damit will ich die Sicherheitsmängel nicht herunterspielen. Aber bei Kopfhörern ist die Knackbarkeit der Verschlüsselung für mich kein gravierendes Sicherheitsproblem. Anders sieht es bei den Bluetooth-Tastaturen aus. Aber auch da gilt: Wenn jemand sich die Mühe macht, das Bluetooth-Signal meiner Tastatur abzufangen, dann kann er mich auch sonst nach Strich und Faden ausspionieren.

Ein Kritikpunkt ist auch die wachsende Komplexität, wie Heise.de hier erläutert. Die führt zu häufigen Kompatibilitätsproblemen: „Alles ist besser mit Bluetooth“ weiterlesen

Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren

Die altehrwürdigen Powertoys von Microsoft gibt es auch für Windows 10. Und die sind für uns alte PC-Hasen ein Muss.

Ein Flashback in die dunkle Windows-Vergangenheit: Der heutige Blogpost beschwört eine Zeit herauf, in der uns nicht Smartphones und Tablets unsere informationellen Glücksmomente beschert haben, sondern unsere persönlichen Rechenmaschinen.

Die wurden damals Personal Computer (PC) genannt und liefen mit einem Betriebssystem, das die heutige Jugend nur noch vom Hörensagen kennt. Und wir PC-Freaks von damals haben einen grossen Teil unserer Computerzeit darauf verwendet, das Betriebssystem, den Computer, die Anwendungen und das ganze Darumherum zu verstehen, zu managen, zu optimieren und auf unsere Ansprüche masszuschneidern.

Das tut man heute kaum mehr. Erstens, weil es keinen sonderlich grossen Spass mehr macht. Die Smartphones haben abgeschottete Systeme, bei denen man zwar ein paar Einstellungen nach seinen Wünschen treffen darf. Aber es gibt keine Möglichkeiten, in die Untiefen herabzusteigen, an Konfigurationsdateien zu basteln, Systemkomponenten zu inspizieren und zu manipulieren und mit Hilfsprogrammen von Drittherstellern die Funktionsweise des Systems zu beeinflussen oder komplett zu verändern. „Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren“ weiterlesen

Die (bis auf Widerruf) beste Kalender-App fürs iPhone

Meine bisherige Kalender-App ist in Ungnade gefallen. Der Ersatz ist mit einer durchdachten Oberfläche und einer Sperenzchen-freien Funktionsweise Calendars 5 von Readdle.

Ich war seinerzeit ein grosser Fan von Fantastical – siehe Termine auf die fantastische Art verwalten. Mit dem letzten Update hat meine Begeisterung einen argen Dämpfer erfahren. Mit Fantastical 3 wurde im Januar 2020 ein Premium-Abo eingeführt, das mit 43 Franken im Jahr oder mit 5.50 Franken im Monat zu Buch schlägt. Das ist mir zu viel: Ich bin kein Manager mit 25 Terminen am Tag.

Fantastical 3: Die Darstellung ist noch immer hübsch und zweckdienlich.

Die App funktioniert zwar auch ohne Abo. Für neue Nutzer ist der Funktionsumfang sehr eingeschränkt. Doch als Anwender, der für die Vorgängerversion bezahlt hat, bekommt man die gleichen Funktionen, die man in Fantastical 2 zur Verfügung hatte.

Das wäre fair und akzeptabel, wenn die App nicht häufig auf die Vorteile des Abos aufmerksam machen würde. Das nervt und ist nutzlos: Der Sprung von den zwei Franken, die ich seinerzeit für die App bezahlt habe, zu fünf Franken im Monat ist so gross, dass mich diese App nicht überzeugen wird, sosehr sie es auch versucht. Ausserdem müsste ich auch noch ein Nutzerkonto einrichten, dessen Sinn ich nicht so recht einsehen mag.

Kurz und gut, ich habe mich nach einer neuen Kalender-App umgesehen und bin fündig geworden: „Die (bis auf Widerruf) beste Kalender-App fürs iPhone“ weiterlesen

Fünf grossartige Tricks für Firefox

Es gibt genügend Gründe, nicht den Chrome-Browser von Google zu verwenden. Einige davon gibt es in dieser hochkarätigen Tippsammlung.

Ich bin kein Missionar. Aber wenn ich einer wäre, dann würde ich versuchen, all die Chrome-Anwender zu bekehren. Denn es gibt drei Gründe, Chrome nicht zu verwenden: Erstens, weil er von Google kommt und er Google hilft, das Web zu dominieren. Zweitens, weil er nicht besonders benutzerfreundlich ist. Und drittens, weil Firefox besser ist.

Um das zu begründen, einige Tipps zu Firefox:

Die unglaublich nützliche, schnelle Suche

In den Einstellungen bei Suche im Abschnitt Ein-Klick-Suchmaschinen lassen sich Schlüsselwörter für die hinterlegten Suchmaschinen einrichten (Schneller googeln und bingen geht nicht). Ich habe beispielsweise das Schlüssel-«Wort» w für Wikipedia hinterlegt. Damit kann ich einfach und schnell beim freien Lexikon suchen. Dazu verwende ich das Kürzel und den Suchbegriff, also zum Beispiel: „Fünf grossartige Tricks für Firefox“ weiterlesen