Dreifaches Aha-Erlebnis mit Apples Fitnessdaten

Drei Aus­wer­tungs­metho­den, mit denen man seinen sport­lichen Ge­wohn­heiten und Leistung auf die Schliche kommt: Heat­maps, Explorer-Punkt­zahl und Edding­ton-Zahl.

Im Beitrag Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt habe ich vor einem halben Jahr die App Health Fit vorgestellt (fünf Franken im App Store): Sie wertet die vom iPhone gesammelten Gesundheitsdaten aus und zeigt, was man alles aus ihnen herausholen kann.

Ich komme auf die App zurück, weil mir inzwischen zwei Dinge aufgefallen sind, die ich beim ersten Mal übersehen habe oder die erst durch Updates hinzugefügt worden sind.

Also erstens: „Dreifaches Aha-Erlebnis mit Apples Fitnessdaten“ weiterlesen

Zehn stimmungsvolle Tipps für Mac OS 12

Monterey, die neueste Version von Apples Mac-Betriebssystem, ist seit zehn Tagen offiziell erhältlich. Sie bringt einige grosse Neuerungen und vor allem auch diverse kleinere, aber umso nützlichere Verbesserungen.

Mac OS 10.12 alias Monterey ist seit gut einer Woche offiziell erhältlich. Eine kurze Übersicht der Funktionen, die Apple offiziell herausstreicht, gibt es am Ende dieses Beitrags¹.

An dieser Stelle soll es nun um einige kleinere, nicht beworbene, aber umso praktischere Neuerungen gehen.

Den Mauszeiger einfärben

Revolutionär! Der Mauszeiger lässt sich nun umfärben.

Die grossartigste Neuerung ist vermutlich diejenige, de es erlaubt, dem bislang über Jahrzehnte uniformen Mauszeiger eine neue Farbe zu verpassen. Bislang war er aussen weiss und innen schwarz. Nun darf der Nutzer aber sowohl die Füllung als auch die Kontur umfärben.

Dieses Wunder geschieht in den Systemeinstellungen bei Bedienungshilfen in der Rubrik Anzeige im Reiter Zeiger. Dort findet sich auch die Option Schüttele den Mauszeiger, um ihn zu finden, die in diesem Blog schon in den höchsten Tönen gelobt wurde, nämlich in den Tipps für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhandenkommt. „Zehn stimmungsvolle Tipps für Mac OS 12“ weiterlesen

Mehr Ordnung auf dem Desktop

Unite macht aus einer Website eine normale Mac-App. Das vereinfacht den Umgang mit den Fenstern und macht das Multitasking eleganter. Plus einige allgemeine Überlegungen zum Umgang mit Browser-Reitern und -Fenstern.

Immer mehr Aufgaben verlagern sich in den Browser. Das hat gewisse Nebenwirkungen – zum Beispiel die, dass die schönen Multitasking-Funktionen des Betriebssystems nicht mehr greifen. Ein Opfer dieses Fortschritts ist die Tastenkombination Alt Tabulator: Mit ihr wechselt man zwischen Programmen hin und her. Doch wenn man alle wichtigen Arbeitsinstrumente als Reiter im Browser offen hat, dann fällt diese Möglichkeit flach.

Und ja, klar, man blättert mit Ctrl Tabulator bei vielen Browsern die offenen Reiter durch. Das ist aber weniger praktisch, weil der nerdhaft veranlagte Mensch sehr viele Reiter offen hat und unter Umständen die Tastenkombination x-mal drücken müsste, um zur richtigen Website zu gelangen.

Kleine Ergänzung dazu: „Mehr Ordnung auf dem Desktop“ weiterlesen

So hilft man dem Mac in Sachen Fenstern auf die Sprünge

Magnet ist ein Programm für den Mac, das es sehr einfach macht, mehrere Fenster nebeneinander anzuordnen – zu zweit oder zu dritt neben- oder übereinander. Das geht einfach per Maus oder aber auch über Tastaturkürzel.

Fenster nebeneinander anzuordnen, ist bei Windows dank Aero Snap eine einfache Angelegenheit:  Man zieht ein Fenster an einen Bildschirmrand: Zieht man es nach oben und lässt los, wird es im Vollbild dargestellt. Über den rechten bzw. linken Bildschirmrand ordnet man es in der einen oder anderen Bildschirmhälfte an.

Man kann auch wunderbar mit Tastenkombinationen operieren, um Fenster anzuordnen. Man verwendet die Windows-Taste () in Kombination mit den Pfeiltasten und kann z.B. mit   ein Fenster an den rechten Rand verschieben. Hat man ein Fenster auf diese Weise «halbiert», führt die Tastenkombination mit den Pfeilen nach oben oder unten zu einer Viertelung, wobei es in den Quadranten rechts oben und in den Quadranten rechts unten.

Bei Windows funktioniert das Andocken von Fenstern elegant und zweckmässig

Das ist wirkungsvoll und eine tolle Lösung gerade für grosse Bildschirme und Leute, die ein paar Anwendungen aufs Mal im Auge behalten möchten. Wenn man noch ausgeklügeltere Aufteilungen benötigt, dann verwendet man die Windows Powertoys.

Auf dem Mac gibt es keine Lösung, die ähnlich elegant wäre. „So hilft man dem Mac in Sachen Fenstern auf die Sprünge“ weiterlesen

Wenn Nerds ihre Memoiren schreiben…

Die Daylio-App ist eine Tage­buch-App für Leute, die keine Zeit fürs Tage­buch haben. Sie erfasst Ereignisse in struk­turier­ter Form und wertet sie in Grafiken und Statistiken aus – was für Daten­fans interessante Langzeit-Einsichten ergibt.

Als Teenager hatte ich eine Phase, in der ich intensiv Tagebuch geführt habe. Natürlich, wie sich das für die 1980er-Jahre gehört, in analoger Form, sodass die von Gefühlsaufwallungen und adoleszentem Rebellentum geprägten Aufzeichnungen sicher verschlossen in einem Schrank ruhen: Auf dass ich sie mir als alter Mann, die verlorene Jugend beweinend, zu Gemüte führen werde – oder sie ungelesen verbrenne.

Der Idee von Tagebuchaufzeichnungen bin ich auch heute nicht abgeneigt. Aber ich würde es nicht mehr so angehen wie damals, wo ich mich in langen, und, wie ich befürchte, oft auch reichlich selbstmitleidigen Schilderungen verloren habe. Dafür fehlt mir die Geduld. Aber wichtige Ereignisse, Gedanken und Ideen festzuhalten – das fände ich nicht verkehrt.

Doch auch damit bin ich bislang gescheitert: „Wenn Nerds ihre Memoiren schreiben…“ weiterlesen

Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android

Ich habe der Verspre­chung nicht getraut, wonach die Videoleap-App fürs Ferien­video und ebenso für den Block­buster taugen soll. Nach einem Intensiv-Test glaube ich das noch immer nicht – mag die App aber trotzdem.

Neulich habe ich die Foto-App Photoleap vorgestellt, die mir ganz gut gefällt. Sie stammt vom israelischen Unternehmen Lightricks, das noch weitere Apps in petto hat.

Eine davon ist Facetune 2; ein alter Bekannter, mit dem man Selfies nach allen Regeln der Kunst aufmotzt. Zu der habe ich zwiespältige Gefühle: Sie zielt so offensichtlich auf ein Massenpublikum, dass mich das misstrauisch stimmt: Man kann, so fürchte ich, nicht die Selfie-knipsenden, von Eitelkeit getriebenen Instagram-Horden beglücken und gleichzeitig professionelle Ansprüche bedienen. Doch Facetune schafft diesen Spagat so erstaunlich gut, dass ich überzeugt bin, dass ein Profifotograf, der die App mit Bedacht einsetzt, in ihr ein nützliches Werkzeug vorfindet.

Wenn Lighttricks es schafft, mit Apps die auf Effekt bedachten Laien und die Profis gleichermassen anzusprechen, dann komme ich nicht umhin, mir ein weiteres Produkt anzusehen, nämlich die Videoleap-App.

Die App ist wiederum eine grosse Nutzerschaft gedacht. „Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android“ weiterlesen

Die Welt zu retten, ist erstaunlich günstig

Mit der Klima-App berechnet man seinen CO₂-Fussabdruck und kann den sogleich kompensieren lassen. Das schmeckt nach Ablasshandel – aber das ist nicht das einzige Problem, das ich mit dieser App habe.

Die «Gutmenschen-Apps»: Das ist eine Kategorie, der ich zwar einen etwas ironischen Namen gegeben habe, die ich nichtsdestotrotz für sinnvoll und für empfehlenswert halte.

Hier finden sich Apps wie Too good to go gegen Lebensmittelverschwendung (Die Lieblings-Apps aus diesem Jahr), Kiva für Mikrokredite in Schwellenländern (Geld-Apps, die nicht stinken) oder Gutes Tun für einfacheres Spenden für gute Zwecke (Schöne Apps von 2015) und Share the Meal für einfache Spenden gegen den Hunger (Die App-Highlights aus der Android-Welt) zählen in diesen Bereich.

Eine weitere solche Gutmenschen-App ist Klima, die es fürs iPhone und iPad und für Android gibt. Sie hat den Zweck einem zu einem Treibhausgas-neutralen Lebensstil zu verhelfen. Zu diesem Zweck tut sie etwas Naheliegendes: „Die Welt zu retten, ist erstaunlich günstig“ weiterlesen

Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund

Apples Safari-Browser lässt sich am iPhone und iPad nun mit Erweiterungen im Funktionsumfang ausbauen. Ich habe mir angeschaut, was für Erweiterungen es gibt, wie nützlich sie sind – und wie benutzerfreundlich. Spoiler: Nicht sehr.

Endlich hält beim iPhone und iPad die Möglichkeit Einzug, den Safari-Browser mit Erweiterungen auszustatten. Das ist aus meiner Sicht eine absolute Grundvoraussetzung, falls ich jemals nur im Traum daran denken sollte, anstelle eines richtigen Computers ein iPad für produktive Arbeit zu verwenden.

Doch mit iOS 15 und iPad OS 15 ist das nun möglich, und es gibt auch bereits eine Auswahl solcher Extensions. 9to5mac.com hat einige zusammengestellt.

Einige davon sind naheliegend, nützlich, aber nicht sonderlich spektakulär. Das gilt namentlich für 1Password, das es erlaubt, die in diesem Passwort-Manager gespeicherten Zugangsdaten direkt in Safari zu verwenden – das ist weniger aufwändig als die im Beitrag Automatische Passwortabfüllung beschriebene Methode.

Auf der Hand liegen einige weitere Dinge: „Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund“ weiterlesen

Pop-Art statt Eye-Candy

Photoleap beweist, dass trotz des riesigen Angebots das Potenzial kreativer Bild­bearbei­tung nicht ausgereizt ist. Das Geheim­nis dieser App ist, dass sie komplexe Bear­beitungs­methoden auf nieder­schwellige Art bereit­stellt.

Gibt es noch neue, interessante Foto-Apps? In keiner Kategorie des App-Stores ist die Auswahl grösser, doch trotzdem machen sich langsam Ermüdungserscheinungen breit – es scheint, dass wir alles schon gesehen haben und die Eingangsfrage klar zu verneinen ist.

Bei genauem Hinschauen fällt noch etwas anderes auf: Trotz der riesigen Auswahl sind es alles in allem nur sieben Ideen bzw. Grundsatz-Konzepte, die in unzähligen Varianten umgesetzt werden. Nämlich die folgenden: „Pop-Art statt Eye-Candy“ weiterlesen

Heute wird hier Zwietracht gesät

Ich habe mir vorgenommen, eine Wissens­lücke auszu­bügeln und endlich herauszu­finden, was auf Discord.com abgeht. Das habe ich mit Freuden getan – und bereits grosse Pläne für diese Kommuni­kations­platt­form.

Ich habe eine für meinen Job eigentlich unverzeihliche Schwäche: Ich bin oft resistent, was Trends angeht. Ich höre zwar meistens relativ früh, wenn eine Sau durchs Dorf getrieben wird. Aber dann denke ich: «Das ist sicher nur so eine Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird und die in zwei Wochen schon geschlachtet ist.» Will heissen: Sich damit zu beschäftigen, wäre vergebene Liebesmüh.

Was in der Tat auch häufig stimmt. Aber manchmal eben nicht. Was zur Folge hat, dass ich – wenn ich nicht mehr herumkomme, mir ein Thema näher anzusehen –, der allerletzte bin, der das tut. Und sämtliche Leute in meinem Bekanntenkreis, vor allem auch alle Leserinnen dieses Blogs hier, schon Bescheid wissen. Und ich dem Trend hinterherhechle, wie die sprichwörtliche alte Fastnacht.

Das ist mutmasslich auch beim heutigen Thema der Fall. Es existiert seit 2015 und ist nach Web-Massstäben uralt. Ich könnte versuchen, mich herauszureden, dass das Thema vornehmlich für Gamer interessant ist und mich ich nicht zu dieser Gruppe zähle – aber trotzdem.

Doch besser spät als nie: „Heute wird hier Zwietracht gesät“ weiterlesen