Vergriffene Hörbücher

Das «Audible Statistics Extractor»-Script generiert eine Übersicht aller bei Audible gekauften Titel. Mit dessen Hilfe kam ich einem seltsamen Phänomen auf die Spur – nämlich dem Geheim­nis der aus­verkauf­ten Hör­bücher.

Neulich bin ich über das Script Audible Statistics Extractor von The Modern Nomad gestolpert. Das macht etwas Sinnvolles und Naheliegendes: Es erzeugt eine Liste¹ mit allen Hörbüchern, die man bei Audible gekauft hat und verzeichnet in tabellarischer Form säuberlich Titel, Autor oder Autoren, Sprecher, bei einem Mehrteiler den Titel der Serie, Länge und Abspielposition. Titel, Autor, Sprecher, etc. sind jeweils auch verlinkt, sodass man sie per Klick im Browser aufrufen kann.

Die vollständige Liste in Excel – sortier- und filterbar.

Es gibt in der Tabelle noch weitere Felder, nämlich für Kaufdatum, Bewertung und Auszeichnung als Favorit. Diese Felder sind bei meinem Test leer geblieben, was etwas schade ist – aber den Nutzen insgesamt nicht infrage stellt. Zumal für Leute wie mich mit einer archivarischen Ader.

Und damit wären wir auch bei der Frage, die sich an dieser Stelle manche Leute stellen werden: „Vergriffene Hörbücher“ weiterlesen

Eine längst überfällige Windows-Revolution

Auch wenn Linux-Anwen­der nur müde lächeln: In Microsofts Be­triebs­sys­tem gibt es mit dem Windows Package Manager nun eine gross­artige Methode, um Apps zu instal­lieren, aktuali­sieren und zu entfer­nen.

Mein Groll Microsoft gegenüber wegen Windows 11 ist noch nicht verflogen. Dennoch geht es heute um eine Errungenschaft, die mich – zumindest ein kleines bisschen – versöhnlicher stimmt. Es handelt sich um den Windows Package Manager, in der Kurzform auch Winget genannt.

Natürlich, an dieser Stelle ist ein müdes Lächeln aus den Reihen der Linux-Fans unvermeidlich. Völlig zu Recht, wie ich finde, aber dazu gleich mehr. Zuerst sollte ich erklären, worum es sich eigentlich handelt.

Also, Microsoft ist auf die grandiose – und ungefähr seit dreissig Jahren überfällige – Idee gekommen, eine Paketverwaltung in Windows einzubauen. Sie verpackt Software zur Auslieferung auf die Clientcomputer in Pakete, die alles enthalten, was man braucht: „Eine längst überfällige Windows-Revolution“ weiterlesen

Heute wird hier Zwietracht gesät

Ich habe mir vorgenommen, eine Wissens­lücke auszu­bügeln und endlich herauszu­finden, was auf Discord.com abgeht. Das habe ich mit Freuden getan – und bereits grosse Pläne für diese Kommuni­kations­platt­form.

Ich habe eine für meinen Job eigentlich unverzeihliche Schwäche: Ich bin oft resistent, was Trends angeht. Ich höre zwar meistens relativ früh, wenn eine Sau durchs Dorf getrieben wird. Aber dann denke ich: «Das ist sicher nur so eine Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird und die in zwei Wochen schon geschlachtet ist.» Will heissen: Sich damit zu beschäftigen, wäre vergebene Liebesmüh.

Was in der Tat auch häufig stimmt. Aber manchmal eben nicht. Was zur Folge hat, dass ich – wenn ich nicht mehr herumkomme, mir ein Thema näher anzusehen –, der allerletzte bin, der das tut. Und sämtliche Leute in meinem Bekanntenkreis, vor allem auch alle Leserinnen dieses Blogs hier, schon Bescheid wissen. Und ich dem Trend hinterherhechle, wie die sprichwörtliche alte Fastnacht.

Das ist mutmasslich auch beim heutigen Thema der Fall. Es existiert seit 2015 und ist nach Web-Massstäben uralt. Ich könnte versuchen, mich herauszureden, dass das Thema vornehmlich für Gamer interessant ist und mich ich nicht zu dieser Gruppe zähle – aber trotzdem.

Doch besser spät als nie: „Heute wird hier Zwietracht gesät“ weiterlesen

Es hat bloss dreissig Jahre gedauert, bis Microsoft es geschnallt hat

Eine seit erdenklichen Zeiten vorhandene Funktion von Office funktioniert nun, wie sie sollte: Word verwendet endlich die richtigen Anführungszeichen, nämlich die hierzulande gebräuchlichen Guillemets.

In Word gibt es seit Urzeiten die Option Gerade Anführungszeichen durch typografische. Sie sorgt dafür, dass Zollzeichen durch richtige öffnende und schliessende Anführungszeichen ersetzt werden – wie es sich gehört, zumal ein Computer keine Schreibmaschine ist.

Ich habe diese Option abgeschaltet, da sie auch mit Schweizer Spracheinstellung die in Deutschland gebräuchlichen Gänsefüsschen eingefügt hat. Weil ich darauf bestehe, die Guillemets zu verwenden¹. Ich habe dazu den Microsoft Keyboard Layout Creator verwendet, um mir das Tastaturlayout «Deutsch (Schweiz) – Typo» zu basteln, mit dem die Guillemets über die Alt-Taste erreichbar sind.

Die Guillemets direkt über die Tastatur abrufen

Dieses Layout habe ich seit mehr als zehn Jahren im Einsatz; wie ich es erstellt habe, ist im Beitrag Tüppogravieh und andere Kaphostrophen beschrieben. Und zur Feier dieses Jubiläums könnte ich es der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, oder?

Hier ist es: „Es hat bloss dreissig Jahre gedauert, bis Microsoft es geschnallt hat“ weiterlesen

Wenn sich Windows aktiv gegen den Shutdown sperrt

Es ist eine Kleinigkeit, die mich regelmässig auf die Palme treibt: Microsofts Betriebssystem bricht das Herunterfahren ab, wenn irgendwo ein ungespeichertes Dokument offen ist. Das ginge auch schlauer.

Etwa fünfmal die Woche passiert es mir, dass ich glaube, meinen Windows-PC heruntergefahren zu haben, nur um Stunden später festzustellen, dass er noch immer läuft. Es heisst dann, Programm sowieso hätte das «Herunterfahren verhindert». In früheren Zeiten, in denen ich noch ins Büro ging, gab es die verschärfte Variante: Nach zwei Wochen Ferien feststellen, dass der Computer die ganze Zeit durchgelaufen ist – und aus unerfindlichen Gründen noch nicht einmal in den Energiesparmodus ging.

Die Ursache des Problems ist einfach: „Wenn sich Windows aktiv gegen den Shutdown sperrt“ weiterlesen

So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht

Microsofts Strategie mit Windows 11 ist nachvollziehbar – und trotzdem ein grosser Fehler. Wenn Microsoft nicht aufpasst, ist Windows bald der beste Grund für den Kauf eines iPads.

Für die Tamedia-Websites habe ich mir Windows 11 in der aktuellen Betaversion näher angeschaut. Die Erkenntnis lautet, dass Microsoft die nächste Version verjüngen will: Der Kachel-Look, der mit Windows 8 eingeführt wurde, ist inzwischen neun Jahre alt. Das ist keine Ewigkeit, aber lange genug, dass er nicht mehr taufrisch wirkt.

Und in dieser Zeit hat sich viel verändert: Smartphones und Tablets sind zur dominierenden Geräteform geworden. Mit dem Ende von Windows 7 ist Anfang 2020 das PC-Zeitalter an sein Ende gelangt. Wohlverstanden: Der Personal Computer existiert weiterhin und hat auch nach wie vor seine Berechtigung. Aber er gibt nicht mehr den Takt an. Die mobilen Geräte, Smartphone und Tablets, diktieren die Entwicklung. Das sieht man auch exemplarisch bei Apple, wo Mac OS nur noch die Neuerungen von iOS, iPad OS und der iCloud nachexerziert.

Und eben: Auch Windows 11 beugt sich nun dieser unvermeidlichen Entwicklung. „So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht“ weiterlesen

Damit Windows richtig Hello sagt

Bei Microsofts Betriebs­system kann man sich mit mehreren Methoden anmelden. Doch wie definiert man die bevorzugte? Das ist, wenn auch etwas umständlich, möglich.

Windows 10 hält nebst der Anmeldung mittels Passwort diverse andere Möglichkeiten bereit. Das nennt sich Windows Hello:

Die Methoden, wie man Windows Hallo sagt.

In den Einstellungen bei Anmeldeoptionen stehen nebst dem klassischen Passwort auch PIN und Bildcode zur Verfügung.

Man kann auch einen Sicher­heits­schlüssel verwenden – mehr dazu im Beitrag Ein Blick in die passwort­lose Zukunft und mit der passenden Hardware-Aus­stattung stehen auch Gesichts- und Finger­abdruck­erkennung zur Verfügung.

Meine Lieblingsoption ist der Bildcode. Für die, die sie nicht kennen: Man wählt ein Bild, auf dem man drei Mausoperationen ausführt: Man klickt eine markante Stelle an, dann eine andere und zeichnet abschliessend noch eine Linie oder einen Kringel.

Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass man sie nach einiger Zeit ganz ohne Nachdenken ausführt. Die Bewegungen gehen ins «Muskelgedächtnis» über und führen sich wie von allein aus. „Damit Windows richtig Hello sagt“ weiterlesen

Die schnelle Notiz-App ohne Schnickschnack

Simplenote dient als digitale Gedächtnisstütze. Der über­schau­bare Funktions­umfang passt: Forma­tierung mit Mark­down, verfügbar auf allen Platt­formen, solide Versionierung und flottes Arbeits­tempo.

Da ich neulich (mehr aus Versehen) die Notiz-App Bear vorgestellt habe, spricht eigentlich nichts dagegen, nachzudoppeln. Und zwar mit einem offensichtlichen Kandidaten in dieser Kategorie: nämlich Simplenote.

Man kann seine Notizen im reinen Text erfassen – oder wie hier in Markdown.

Der Funktions­umfang ist zwar auf den ersten Blick sehr bescheiden. Doch es gibt Möglich­keiten, die man bei anderen, teils umfang­reicheren Apps nicht zur Verfü­gung hat: Man kann Notizen für andere freigeben und unter­einander verlinken und mittels Markdown forma­tieren.

Und es gibt eine auto­matische Versionie­rung, die man zügig schätzen lernt, gerade bei den Notizen, die man ständig benutzt und verändert – und manchmal auch verschlimmbessert.

Und die App hat einen weiteren, meines Erachtens ausschlaggebenden Vorteil: „Die schnelle Notiz-App ohne Schnickschnack“ weiterlesen

Die Post-it-Notizen von Windows sind nicht das Gelbe vom Ei

Seit 20 Jahren nutze ich die Kurznotizen-App nicht, weil sie zwei eklatante Mankos haben. Doch heute nehme ich einen beherzten Anlauf und räume alle Hindernisse aus dem Weg.

Die Windows Kurznotizen (Sticky Notes) gibt es seit bald zwanzig Jahren. Um genau zu sein, wird dieses Programm im November 2022 diesen Geburstag feiern, weil es, wie Wikipedia verrät, mit der Tablet PC Edition von Windows XP eingeführt worden ist. Nebenbei verrät das auch, wie lange Microsoft schon am Tablet-Computing herumdoktert – deutlich länger als Apple.

Und genau so lange, wie es diese Kurznotizen gibt, nehme ich mir vor, sie zu benutzen. Eigentlich hätte ich das Bedürfnis: Ich verwende oft den Windows Editor für Dinge, für die dieses Programm gar nicht gedacht ist. Ich halte darin Ideen fest, lagere Textfragmente oder Links zwischen oder missbrauche das Programm als Gedächtnisstütze oder To-do-Liste.

Die «Sticky Notes»-App wäre so viel besser…

Die Kurznotizen wären für diesen Zweck besser geeignet: Sie speichern den Inhalt automatisch, sodass nicht verloren geht, selbst wenn man den Computer herunterfährt und alle Warnungen, es seien in manchen Apps, namentlich Editor, noch ungespeicherte Dokumente vorhanden.

Ausserdem gibt es einige nützliche Befehle: „Die Post-it-Notizen von Windows sind nicht das Gelbe vom Ei“ weiterlesen

Die besten Übersetzungen, noch schneller

Eine kleine Lobes­hymne auf Deepl.com, weil der Über­setzungs­dienst auch mit Markdown und HTML zurechtkommt, Office-Dokumen­te übersetzt und eine nützliche Desktop-App hat.

Ich bin ein erklärter Fan von Deepl.com. Das ist ein Dienst für maschinelle Übersetzung, der 2017 für Furore gesorgt hat, weil er Google Translate und Konsorten in den Schatten gestellt hat: Deepl war nicht nur einfach ein bisschen besser, sondern der Konkurrenz massiv überlegen. Ich habe ihn damals im Beitrag Der erste Übersetzer mit dem Wow-Effekt auf den Tamedia-Newssites vorgestellt – und schon seinerzeit war die Resonanz überragend. Offensichtlich hat die Welt nur auf Deepl gewartet.

Ein heisser Tipp: Mit Markdown kommt Deepl bestens zurecht; die Steuerzeichen bleiben auch in der Übersetzung erhalten.

Seitdem nutze ich den Dienst gelegentlich, etwa, wie hier beschrieben, fürs Übersetzen meiner Youtube-Videos.

Ich habe auch mit englischen Varianten von Blogposts experimentiert. Das funktioniert gut, aber nicht so gut, dass man die Beiträge nicht nachbearbeiten müsste – und dafür bringe ich weder die Zeit noch die Lust auf.

Mit anderen Worten: Ich brauche Deepl zu wenig oft, dass ich ein Abo vor mir rechtfertigen könnte. Das bedauere ich fast ein wenig, da ich mir immer ein wenig schäbig vorkomme, wenn ich einen so tollen Dienst völlig unentgeltlich in Anspruch nehme. Darum sollte nun Deepl.com wenigstens einmal anständig hier im Blog besprochen werden.

Also: „Die besten Übersetzungen, noch schneller“ weiterlesen