Die vorinstallierten HP-Apps: Behalten oder hinwegfegen?

Mit einem neuen Hewlett-Packard-PC kommt eine Ladung an gebün­delten Apps. Die Vertreter aus der Crap­ware-Kate­gorie gehö­ren gelöscht. Es gibt aber auch sinn­volle HP-Program­me.

Ein langjähriges Ärgernis in der Windows-Welt ist die Crapware: Mit dieser despektierlichen Bezeichnung sind die Programme gemeint, die ein Hersteller ungefragt mit einem neuen Computer mitliefert. Diese sind oft ein Ärgernis, weil sie unnötig Ressourcen belegen, einem während der Inbetriebnahme mit Benachrichtigungen belästigen und in manchen Fällen gekauft werden wollen oder deinstalliert werden müssen.

Um mich erst gar nicht ärgern zu müssen, habe ich bei früheren Gelegenheiten kurzen Prozess gemacht und eine saubere, direkt von Microsoft kommende Version von Windows installiert. Im Fall meines im Februar 2022 gekauften HP Spectre x360 Convertible 14 (Die Zeit der Computermonster ist vorbei) habe ich darauf verzichtet, weil mir die Zeit dafür gefehlt hat und ich wieder einmal erleben wollte, wie sich die «Experience» für «normale» Anwender präsentiert.

Die Erfahrung war zwiespältig: „Die vorinstallierten HP-Apps: Behalten oder hinwegfegen?“ weiterlesen

Mehr Sicherheit und Privatsphäre durch DNS over HTTPS

Die ver­schlüs­sel­te Ver­bindung hat sich fast überall im Netz durch­ge­setzt. Doch die Ab­frage der Do­mänen­namen passiert noch immer offen und an­greif­bar. Das muss nicht sein, denn auch die lässt sich ab­si­chern.

Eine kleine, aber sinnvolle Massnahme zum Schutz der Privatsphäre besteht in der Aktivierung von DNS over HTTPS (DoH). Wie die Bezeichnung verrät, werden mit dieser Option auch die DNS-Abfragen verschlüsselt durchgeführt. Das Domain Name System ist für die Abfrage von Internetadressen zuständig. Es liefert zu einem Domänennamen wie Clickomania.ch die passende IP-Adresse, über die die Kommunikation letztlich stattfindet.

Und klar: Wenn diese Abfragen unverschlüsselt stattfinden, wie das seit jeher der Fall ist, dann können sie mitgelesen oder verändert werden. Das finde im grossen Stil statt: „Mehr Sicherheit und Privatsphäre durch DNS over HTTPS“ weiterlesen

Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest

Das Open-Source-Programm Dropit spart Zeit und manuelle Arbeit: Es auto­mati­siert nicht nur das Verschie­ben und Ko­pieren von Dateien, sondern kann sie auch umbe­nen­nen, ver­schlüs­seln oder ent­schlüs­seln, kompri­mieren und de­kom­pri­mieren.

Wie versorgt man Dateien unter Windows am einfachsten im passenden Ordner? Diese Frage habe ich neulich ausführlich erörtert und die Schnellzugriff-Leiste im Explorer propagiert.

Diese Lösung erfüllt den Zweck, ist aus Nerd-Sicht aber nur mässig befriedigend – weil nicht sonderlich nerdig. Eine App, die diesen Anspruch erfüllt, wäre Dropzone (Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen). Sie hat leider den Nachteil, dass es nur für den Mac existiert und scheinbar bei Windows bislang keine Nachahmung gefunden hat.

Alternativeto (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt als Alternative für Windows das Programm Dropit vor: „Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest“ weiterlesen

Unter Windows Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert verräumen

Der «Schnellzugriff» des Windows Explorers hilft, Dokumente kurz und schmerzlos in die richtige Ablage zu verschieben. Darum hier Tricks, wie sich der «Schnellzugriff» ausreizen lässt.

Klickt man bei Windows mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner, erscheint das Kontextmenü, in dem es unter anderem den Menüpunkt Senden an gibt. In dem wiederum finden sich diverse Ordner und Befehle. Wählt man einen Ordner aus, wird die markierte Datei dorthin verschoben oder kopiert. Man kann auch Programme dort deponieren, mit denen man dann Aktionen mit der ausgewählten Datei in Gang setzen kann.

So unscheinbar dieser Senden an-Befehl auch ist: Ich nutze ihn dauernd. Er hilft mir bei der Organisation meines Dateiablage: Ich habe die wichtigsten Ordner verknüpft, sodass heruntergeladene Dateien mit zwei Klicks aus dem Ordner Downloads sinnvoll verräumen kann. Das Gleiche tue ich mit Objekten, die ich via Onedrive zwischen Computern austausche.

Ich habe mir seinerzeit sogar einen Trick überlegt, wie ich den Senden an-Befehl noch besser an meine Bedürfnisse anpassen kann: „Unter Windows Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert verräumen“ weiterlesen

Microsoft hat sich kein Bein ausgerissen

In Windows 11 gibt es eine App namens Media Player: Sie spielt Musik und Videos ab, hat mit dem klas­sischen Win­dows Media Player (WMP) ansons­ten nichts gemei­sam. Ein würdiger Nach­folger?

Im Beitrag Der Windows Media Player müffelt gewaltig hatte ich seinerzeit kritisiert, dass Windows keine vernünftige App zur Musikwiedergabe vorzuweisen hat. Den Windows Media Player gibt es zwar noch, aber der ist nichts mehr als eine Behelfslösung. Darum braucht man eine Dritt-App; zum Beispiel Aimp (Zum Glück gibt es etwas Besseres als WinAmp) oder VLC UWP (Der wiedergeborene VLC-Player überzeugt noch nicht).

Die gute Nachricht ist: Mit Windows 11 hat Microsoft das Manko beseitigt. Im Betriebssystem ist eine Musik-App enthalten, die diese Bezeichnung verdient. Sie heisst Media Player, hat aber mit dem klassischen Wiedergabeprogramm für Medieninhalte unter Windows nur den Namen, minus das Windows, gemeinsam. Im Vergleich zum klassischen WMP ist diese neue App aufgeräumter, mit einem aufs Notwendigste beschränkten Funktionsumfang, dafür aber einer gefälligen Oberfläche.

Zu den Funktionen für die Wiedergabe zählen beim Media Player ein Equalizer, variable Wiedergabegeschwindigkeiten (von 0,25- bis zweifachem Tempo) und der Möglichkeit, zehn Sekunden zurück und dreissig Sekunden vorwärts zu springen. Es gibt einen Miniplayer (Ctrl m), der immer im Vordergrund bleibt, zufällige Wiedergabe (Ctrl h) und Wiederholung (Ctrl t). Es existiert auch die Möglichkeit, über das Wiedergabemenü (erkennbar an den drei Punkten rechts unten im Programmfenster), die Wiedergabe auf ein externes Gerät umzulenken (Auf Gerät abspielen, Ctrl k).

Und auch nett: „Microsoft hat sich kein Bein ausgerissen“ weiterlesen

Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops

Hat es Microsoft mal wieder vergeigt? Um die virtuellen Desktops sinn­voll zu nutzen, muss man sie unter­scheiden können – und dafür braucht es sepa­rate Wall­paper-Bilder. Die sind bei Windows 11 möglich – aber nur, wenn man diesen Trick hier kennt.

Im Beitrag Gewöhn dich daran, alter Mann! habe ich mich ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man seine Anwendungen und Fenster möglichst sinnvoll organisiert. Man kann sich einen riesigen Bildschirm kaufen oder mit mehreren Displays arbeiten, zum AltTabulator-Weltmeister avancieren oder auch mit mehreren virtuellen Desktops arbeiten. Letztere lassen sich auch hervorragend mit Snap-Layouts und Snap-Gruppen kombinieren – siehe hier.

Zur Rekapitulation: Die virtuellen Desktops ermöglichen es, mehrere Bildschirmansichten einzurichten. „Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops“ weiterlesen

Den Browser entlasten

Immer mehr Reiter, eine stets wachsende Sammlung an angehefteten Websites und immer weniger Überblick: da musste etwas passieren. Darum habe ich einige Aufgaben von Firefox an Windows-Apps ausgelagert.

Der Browser ist in den letzten Jahren immer mehr ins Zentrum meiner Arbeit gerückt. Der grösste Teil meiner Berufs besteht auf Recherche und Schreibarbeit; und beides verrichte ich in Firefox. Informationen sammle ich, wenn nicht in der direkten Kommunikation, dann im Web; die Textarbeit leiste ich in mehreren Content-Management-Systemen.

Das hatte zur Folge, dass es bei mir in Firefox immer mehr angeheftete Reiter gab. Irgendwann waren am linken Rand meiner Reiterleiste fast ein Dutzend Websites angepinnt. Bei meinem alten Computer – der acht, und nicht wie der neue PC 32 GB RAM hatte – war das allein aus Ressourcen-Gründen keine gute Idee.

Doch auch wenn der Computer die Reiterflut verkraftet, ist es fraglich, ob man sich selbst nicht zu viel zumutet: „Den Browser entlasten“ weiterlesen

Der wiedergeborene VLC-Player überzeugt noch nicht

Im Microsoft Store gibt es eine Variante des tradi­tions­rei­chen freien Medien­players, der alte Zöpfe abschneidet, über­ladene Menüs beseitigt und einen un­komp­li­zier­ten Zugang zu Videos und Musik eröffnet. Das ist der richtige Ansatz, aber an der Aus­füh­rung hapert es.

VLC sei auf allen Plattformen unverzichtbar, habe ich seinerzeit behauptet. Zu dieser Aussage stehe ich und ich untermauere sie mit dem Link zu meinen Tipps zu diesem Wiedergabeprogramm für Audio und Video, die untermauern, wie vielfältig und teils verblüffend dieses Programm ist, das es seit mehr als zwanzig Jahren gibt und als grosser Erfolg für die Bewegung der freien und offenen Software gelten darf.

Dies gesagt, lässt sich nicht bestreiten, dass das Programm inzwischen antiquiert wirkt, besonders, wenn man eine App wie Iina danebenstellt. Das ist ein Media-Player für den Mac, der zeitgemässe Funktionen mit einem modernen Erscheinungsbild und einer aufgeräumten Oberfläche verbindet.

Ein paar wenige Knöpfe zeichnen sie aus, die zu den wichtigen Befehle führen. Im Gegensatz dazu hat VLC eine ellenlange Menüleiste mit acht Hauptmenüs und Dutzenden Menüpunkt: „Der wiedergeborene VLC-Player überzeugt noch nicht“ weiterlesen

Die drei Eskalationsstufen bei der Windows-Fehlerbehebung

Eine Neu­auf­lage meiner An­lei­tung zur Fehler­be­he­bung bei Micro­softs Betriebs­system: Wie man in Windows 10 und Windows 11 Abstürze, Hänger, Leistungs­prob­leme und andere Formen von Fehl­ver­hal­ten be­sei­tigt.

Eine der Kernkompetenzen dieses Blogs sind Anleitungen zur Behebung der gängigen Probleme bei Computer, Smartphones, Tablets, Internet und den wichtigsten Anwendungsprogrammen. Das sieht man mit kristallklarer Deutlichkeit beim zweiteiligen Opus magnum zur Behebung von Windows-Problemen: Rente oder Frischzellenkur? und Jetzt geht es ans Eingemachte.

Nun ist diese Serie in die Jahre gekommen: Die neueste Windows-Version, die darin vorkommt, ist Windows 8. Aber aufgrund epischen Breite des Werks habe ich mich um eine Neuauflage herumgedrückt: Tolkien hat schliesslich auch keine modernere Version von «Der Herr der Ringe» verfasst.

Aber heute ist es so weit: „Die drei Eskalationsstufen bei der Windows-Fehlerbehebung“ weiterlesen

Passwortmanager müssen nicht hässlich sein

Der Passwort­manager KeepassXC ist eine gute Wahl für Leute, die auf Windows, Mac und/oder Linux unter­wegs sind und Wert auf ein schlankes Pro­gramm und eine moderne Optik legen. Er hat unter Windows leider auch einen gewich­tigen Nachteil.

Keepass ist seit Jahren der Passwortmanager meiner Wahl. Ich verwende ihn am Mac und unter iOS in der schönen Variante namens Kypass. Und seit meinem Umstieg auf einen Windows-11-Rechner mit biometrischen Sensoren schätze ich die Möglichkeit, die Passwortdatenbank mittels Finger bzw. Gesichtsscan entsperren zu können.

So gut Keepass in der Original-Version seine Aufgabe erfüllt, wirkt dieses Programm optisch inzwischen angestaubt und nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit. Aber weil es sich um eine freie Software handelt, muss man sich damit nicht abfinden. Es gibt diverse Abspaltungen, darunter eine besonders empfehlenswerte, nämlich KeePassXC.

Sie ist für Windows, Mac und Linux erhältlich, was ein wesentlicher Vorteil ist: „Passwortmanager müssen nicht hässlich sein“ weiterlesen