Die drei Eskalationsstufen bei der Windows-Fehlerbehebung

Eine Neu­auf­lage meiner An­lei­tung zur Fehler­be­he­bung bei Micro­softs Betriebs­system: Wie man in Windows 10 und Windows 11 Abstürze, Hänger, Leistungs­prob­leme und andere Formen von Fehl­ver­hal­ten be­sei­tigt.

Eine der Kernkompetenzen dieses Blogs sind Anleitungen zur Behebung der gängigen Probleme bei Computer, Smartphones, Tablets, Internet und den wichtigsten Anwendungsprogrammen. Das sieht man mit kristallklarer Deutlichkeit beim zweiteiligen Opus magnum zur Behebung von Windows-Problemen: Rente oder Frischzellenkur? und Jetzt geht es ans Eingemachte.

Nun ist diese Serie in die Jahre gekommen: Die neueste Windows-Version, die darin vorkommt, ist Windows 8. Aber aufgrund epischen Breite des Werks habe ich mich um eine Neuauflage herumgedrückt: Tolkien hat schliesslich auch keine modernere Version von «Der Herr der Ringe» verfasst.

Aber heute ist es so weit: „Die drei Eskalationsstufen bei der Windows-Fehlerbehebung“ weiterlesen

Passwortmanager müssen nicht hässlich sein

Der Passwort­manager KeepassXC ist eine gute Wahl für Leute, die auf Windows, Mac und/oder Linux unter­wegs sind und Wert auf ein schlankes Pro­gramm und eine moderne Optik legen. Er hat unter Windows leider auch einen gewich­tigen Nachteil.

Keepass ist seit Jahren der Passwortmanager meiner Wahl. Ich verwende ihn am Mac und unter iOS in der schönen Variante namens Kypass. Und seit meinem Umstieg auf einen Windows-11-Rechner mit biometrischen Sensoren schätze ich die Möglichkeit, die Passwortdatenbank mittels Finger bzw. Gesichtsscan entsperren zu können.

So gut Keepass in der Original-Version seine Aufgabe erfüllt, wirkt dieses Programm optisch inzwischen angestaubt und nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit. Aber weil es sich um eine freie Software handelt, muss man sich damit nicht abfinden. Es gibt diverse Abspaltungen, darunter eine besonders empfehlenswerte, nämlich KeePassXC.

Sie ist für Windows, Mac und Linux erhältlich, was ein wesentlicher Vorteil ist: „Passwortmanager müssen nicht hässlich sein“ weiterlesen

Was sind eigentlich Snap-Layouts und Snap-Gruppen in Windows 11?

Eine der von Microsoft gefeierten Neue­rung im Betriebs­system ist die Möglich­keit, Fenster an­zuor­dnen und zu gruppieren. Ich erkläre, wie das funk­tioniert – und was fehlt, damit diese Funk­tionen all­tags­taug­lich wären.

In Windows 11 gibt es zwei mysteriöse neue Funktion, die beide irgendetwas mit einer fragwürdigen Eurodance-Kombo namens Snap! zu tun haben, die mit dem grottigen Song I’ve Got the Power 1989 einen internationalen Hit hatte¹.

Nein, Scherz. Die Euro-Gruppe hatte ein Ausrufezeichen im Namen, bei diesen beiden Funktionen namens Snap-Gruppen und Snap-Layouts gibt es das Ausrufezeichen nur in Form von marketingmässigen Übertreibungen. Microsoft stellt sie nämlich als produktivitätssteigernde Effizienz-Wunderwaffe dar.

Da stellen sich zwei Fragen. Erstens: Worum handelt es sich? Und zweitens: Ist was dran an Microsofts Behauptungen? „Was sind eigentlich Snap-Layouts und Snap-Gruppen in Windows 11?“ weiterlesen

Damit nachts auch die USB-Festplatten schlafen

Sollen Laptops per USB an­ge­schlos­sene Geräte mit Strom ver­sor­gen, wenn sie aus­ge­schal­tet sind – oder nicht? Bei vielen Win­dows-Mo­del­len kann man das ein­stel­len, beim Mac­book nicht.

Die Erlebniserichte rund um meinen neuen Windows-Laptop wachsen sich in eine Mini-Serie aus. Darum habe ich ein passendes Schlüsselwort eingerichtet.

In der heutigen Episode von «Matthias nimmt seinen neuen Laptop in Betrieb» geht es um eine Kleinigkeit, die für meinen Alltag aber dennoch wichtig ist. Diese Kleinigkeit hat damit zu tun, dass ich mich wegen der Flexibilität zwar für einen Laptop entschieden habe, den aber mehrheitlich wie einen stationären Computer nutzen. Das heisst, er hängt am externen Bildschirm, wird mit einer drahtlosen Tastatur und Maus benutzt und ist für die Datensicherung mit zwei Festplatten verbunden.

Anders als mein stationärer Computer versorgt der Spectre-Laptop von HP die per USB angeschlossenen externen Geräte auch dann mit Strom, wenn er ausgeschaltet ist: „Damit nachts auch die USB-Festplatten schlafen“ weiterlesen

Mit Windows auf dem Laufenden bleiben

Feedlab ist ein hervorragender Feedreader für Windows: Über­sicht­lich, flink, mit sinn­vol­len An­pas­sungs­mög­lich­kei­ten und Tas­tatur­kür­zeln für die wichtigsten Funk­tionen.

Für einen selbstbestimmten Umgang mit News und Online-Medien ist eine eigene Sammlung von wichtigen RSS-Feeds unverzichtbar – das steht ausser Frage.

Diskussionswürdig ist indes, wie man diese RSS-Feeds konsumiert. Man kann dafür eine Website direkt im Browser nutzen, beispielsweise Feedly oder Inoreader (Hier wirst du gefüttert!). Eine gute Wahl ist auch eine Smartphone App wie Lire (Das Nonplusultra für RSS-Fans) oder eine Browser-Erweiterung wie das kürzlich vorgestellte Feedbro-Addon für Firefox.

Doch so gut mir das auch gefällt: „Mit Windows auf dem Laufenden bleiben“ weiterlesen

Wider das Puff auf euren Festplatten

Auf die Gefahr hin, schul­meister­lich zu klingen: Ich erkläre, warum es nötig ist, seine Datei­ablage ver­nünf­tig zu or­gani­sie­ren – und ich gebe Tipps, wie man das am besten an­stellt.

Wie den Leserinnen dieses Blogs inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte, habe ich mir einen neuen Computer gekauft. Ich  habe das zum Anlass genommen, einige alte Programme auszusortieren. Und ich habe die Chance ergriffen, meine Datenablage neu zu organisieren.

Vermutlich muss ich an dieser Stelle erklären, was ich damit meine, weil es Leute geben könnte, die so etwas wie eine «Datenablage» gar nicht kennen. Wer ein Tablet aus dem Hause Apple verwendet, der sieht sich höchstens mit der Anfrage konfrontiert, wie ein neues Dokument denn heissen sollte. Wer mit dem Tablet aufgewachsen ist, wird dieser Aufgabe nicht sonderlich viel Bedeutung beimessen und das Dokument «Brief» oder «Hausaufgaben» nennen. Vielleicht auch «Ideen» oder «Projekt», oder etwas in der Art.

Doch Menschen wie ich, die mit Computern und Betriebssystemen aufgewachsen sind, die den Nutzern das Dateisystem nicht vorenthalten, die gehen mit deutlich mehr Ernsthaftigkeit an die Sache heran: „Wider das Puff auf euren Festplatten“ weiterlesen

Fliegende Toaster und andere digitale Relikte aus der Vergangenheit

Wer sucht, der findet sie sogar bei Windows 11: die Bildschirmschoner. Dabei wäre es an der Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die endgültig zu beerdigen.

Mit Windows 11 verschwinden einige Funktionen, die teils vor nicht allzu langer Zeit als Neuerung eingeführt worden sind. Eine davon ist die Zeitleiste. Sie wird bei Windows 10 über den Knopf Aktive Anwendungen aufgerufen, der neben dem Suchfeld in der Taskleiste zu finden ist.

Das ist bedauerlich – aber ich könnte damit leben, wenn das die Folge einer umfassenden Entrümpelungsaktion wäre. Ich denke an Dinge wie die Werbung im Startmenü, die Widgets in Windows 11, den Windows Media Player, Windows Fax und Scan, XPS, die Windows-Aktivierung, Candy Crush Saga – und noch x andere Dinge, die ich vergessen oder verdrängt habe. Fühlt euch frei, sie in die Kommentare zu schreiben.

… echt, könnt ihr es fassen? „Fliegende Toaster und andere digitale Relikte aus der Vergangenheit“ weiterlesen

Bilder-Optimierung auf die Schnelle

Das Radical Image Optimi­zation Tool (Riot) ist ein her­vor­ra­gen­des Hilfs­mittel, wenn es darum geht, Bilder fürs Web zu opti­mie­ren, dass sie bei mini­maler Datei­grös­se die ideale Qualität haben.

Neulich musste ich verschämt eingestehen, dass ich Photoshop CS 6 und die CS6 von Adobe im Einsatz habe – und das, obwohl die Version inzwischen fast zehn Jahre alt ist und ich sonst immer predige, man tue gut daran, veraltete Programme abzulösen. Aber ich kenne mich mit Photoshop gut aus. Und ich habe einige selbst programmierte Aktionen in Betrieb, die mir Zeit sparen.

Doch es hilft nichts: Mit dem Wechsel auf den neuen Computer ist Photoshop CS6 (fast¹) passé. Ich bin derzeit auf der Suche nach einem passenden Bildbearbeitungsprogramm, mit dem Abläufe automatisieren kann, ohne dass man sich ein Bein ausreissen müsste. Ich werde mir zu diesem Zweck ImageMagick ansehen und an dieser Stelle Bericht erstatten. Falls jemand eine andere Empfehlung hat, ab damit in die Kommentare. Ich gehe ihr gerne nach.

Auf die Schnelle habe ich mir RIOT besorgt. Das Kürzel steht für Radical Image Optimization Tool, also ein radikaler Bildoptimierer, der seinem Namen gerecht wird: „Bilder-Optimierung auf die Schnelle“ weiterlesen

Der wahre Fortschritt in Windows 11

Auf die Gefahr hin, für einen Ironiker gehalten zu werden: Die bemerkens­wer­tes­ten Neue­rungen, die es in Windows 11 zu entdecken gibt, finden sich im Editor (Notepad) – einem tradi­tions­reichen Programm, das sich trotz neuem Look und nütz­lichen Features treu bleibt.

Windows 11 habe keine wirklich bemerkenswerten Neuerungen zu bieten, habe ich bemängelt. Microsoft passe die Optik an, aber ohne in funktioneller Hinsicht einen Schritt in die Zukunft zu machen.

Nun komme ich nicht umhin, dieser Aussage eine Fussnote hinzuzufügen. Es gibt nämlich eine App, in der Microsoft so viele und so radikale Neuerungen eingeführt hat, wie man sie in Windows 11 ansonsten vergeblich sucht. Es handelt sich um den Windows Editor, auch bekannt als notepad.exe.

Die wichtigste Neuerung ist, dass es sich nicht mehr um eine klassische WinAPI-Anwendung handelt, sondern um eine auf der mit Windows 8 eingeführten Schnittstelle, die damals Metro hiess, später aber in Universal Windows Platform (UWP) umbenannt worden ist: „Der wahre Fortschritt in Windows 11“ weiterlesen

Windows-Anwender, spitzt eure Ohrentrompeten!

Die Regelung der Lautstärke ist bei Windows in typischer Microsoft-Manier gelöst, nämlich viel zu kompliziert. Darum hier vier Tricks, wie es einfacher und schneller geht – inklusive Hinweis auf ein charmantes Programm namens Eartrumpet.

Die Lautstärkeregelung ist bei Windows eine einigermassen unpraktische Angelegenheit: Im Infobereich rechts unten bei der Uhr findet sich ein Symbol, das aber meistens ausgeblendet ist.

Um die Lautstärke zu verändern, muss man erst auf das Symbol mit dem nach oben zeigenden Winkel klicken, damit das Lautsprecher-Icon sichtbar wird. Dann klickt man dieses Lautsprecher-Symbol an, woraufhin ein Regler erscheint, mit dem man jetzt endlich leiser oder lauter dreht. Warum es bei den schnellen Aktionen¹ keinen Lautstärkeknopf hat, erschliesst sich mir nicht.

Es geht auch bei Windows einfacher als das. Das sind die Möglichkeiten für die schnelle Anpassung der Lautstärke: „Windows-Anwender, spitzt eure Ohrentrompeten!“ weiterlesen