So klappt es mit den Screencasts!

Wie fabriziert man ein Erklärvideo, das nicht zu viel und nicht zu wenig zeigt und das das richtige Timing aufweist? Dazu gibt es heute ein paar Tipps, die teils auch für Powerpoint-Präsentationen anwendbar sind.

Neulich ist mir – wie schon so oft – ein Jubiläum durch die Lappen gegangen: Die digitalen Patentrezepte, meine Videorubrik für den Tagesanzeiger, gibt es seit fünf Jahren. Am 16. Juni habe ich hier die erste Folge präsentiert. Und seitdem sind noch mehr als zweihundert dazugekommen.

Eine Gelegenheit, hier ein paar Tricks für die Screencasts zum Besten zu geben. Ein Screencast ist das bewegte Äquivalent zum Bildschirmfoto; also die Anzeige des Computers oder Mobilgeräts, die in Form eines Videos eingefangen wird. Ich nutze noch immer die gleichen Programme, die ich allesamt hier im Blog vorgestellt habe: „So klappt es mit den Screencasts!“ weiterlesen

Mein Mobilfunkanbieter und ich – wir sind seit ewig zusammen

Man könnte es Porzellanhochzeit nennen – oder mein längster Langzeittest aller Zeiten: Ich bin seit 1999 mit meinem Mobilfunkanbieter verbandelt. Und ja: Es gab Höhen und Tiefen.

Im Beitrag Zieht euch warm an, liebe Unternehmen im Fernmeldewesen! habe ich auf drei Jahre mit Init7 zurückgeblickt. Man könnte das auch einen Langzeittest nennen. Und wenn ich schon dabei bin, kann ich mir auch ein paar Gedanken zu meinem Mobilfunkanbieter machen.

Das ist Salt. Ich habe dort ein Abo, seit Salt – damals noch unter dem Namen Orange – in der Schweiz gestartet ist. Das war am 29. Juni 1999. Aus unerfindlichen Gründen war ich zur Startveranstaltung eingeladen. Da gab es für sämtliche Besucher eine Prepaid-SIM-Karte und ein Nokia 6150. Und weil ich bis dato weder Mobiltelefon noch mobile Rufnummer besessen hatte, war Orange schuld, dass ich zum Handynutzer wurde.

Und das, obwohl Orange den Start seinerzeit verpatzt hat, wie der Tagesanzeiger am 30. Juni 1999 geurteilt hatte:

Zwar konnte in Zürich mit dem neuen Mobilfunkanbieter problemfrei telefoniert werden. Doch in der Region Aargau kämpften die Orange-Installateure mit technischen Problemen. In Turgi und Baden liess sich per Handy keine Verbindung zum Netz herstellen, und nach dem Gubristtunnel war Funkstille – dies obwohl Orange eine 90-Prozent-Abdeckung verspricht.

Man erinnert sich: „Mein Mobilfunkanbieter und ich – wir sind seit ewig zusammen“ weiterlesen

Zieht euch warm an, liebe Unternehmen im Fernmeldewesen!

Das ist die Woche der grossen Telekom-Abrechnung. Heute Teil eins: Meine Erfahrungen mit dem Internetprovider Init7, zu dem ich nach vielen Jahren mit der UPC gewechselt bin.

Beitragsbild: Eine Faser reicht mir schon völlig (Glasfaser/Fiber/Internet/DSL, grün und gebunden von Christoph Scholz, CC BY-SA 2.0).

Mittels Rechnung hat mich mein Internetprovider neulich daran erinnert, dass ich ein weiteres Jahr sein Kunde war. Es sind inzwischen drei – denn im Juli 2017 habe ich mich von meinem vorherigen Anbieter verabschiedet.

Ich habe obigen Tweet dazu verfasst, weil ich eine interessante Feststellung gemacht habe. Nämlich die, dass mein Gefühl beim Bezahlen einer Rechnung durchaus als Gradmesser für meine Zufriedenheit mit der korrespondierenden Dienstleistung taugt.

Und weil es auf den Tweet diverse Reaktionen gab, habe ich mich entschieden, mein Fazit nach drei Jahren Glasfaser noch etwas weiter auszuführen, als das in einem Tweet möglich ist. Die Quintessenz ist und bleibt ganz simpel und besteht aus zwei Sätzen: „Zieht euch warm an, liebe Unternehmen im Fernmeldewesen!“ weiterlesen

Ein Gruss von Deutschlands höchstem Berg

Wieder einmal ein Zeitraffer-Experiment – und ein kleiner Feriengruss.

Wir machen, wie viele dieses Jahr, keine grossen Feriensprünge. Immerhin, bis nach Bayern haben wir es geschafft und bei Garmisch-Partenkirchen Bekannte besucht. Wir haben uns entschieden, unsere touristischen Verpflichtungen in zwei geballten Aktionen Genüge zu tun. Wir sind erstens auf die Zugspitze … nein, nicht geklettert, sondern mit Zug und Seilbahn gefahren. Und zweitens waren wir auch beim Schloss Neuschwanstein.

Beide Aktionen haben einen so hohen Touri-Faktor, dass es fürs ganze Jahr reichen müsste. Ich gehöre übrigens nicht zu denen, die sich als unbeugsame Individualreisende gebärden.

Wenn ich in Paris bin, gehe mit Millionen von anderen Leuten auf den Eiffelturm hoch. In Luzern schaue ich mir die Kapellbrücke an – auch wenn ich schon weiss, wie die aussieht, weil ich vor vielen Jahren in der Nähe gewohnt habe. Und würde es mich einmal nach Uttar Pradesh verschlagen, würde ich mir dort auch den Taj Mahal ansehen.

Natürlich fühle ich mich dabei wie ein Herdentier. „Ein Gruss von Deutschlands höchstem Berg“ weiterlesen

Ein Zwischenziel ist erreicht!

Eines meiner hängigen Projekte besteht darin, meine Artikel-Datenbank webtauglich zu machen. Ein erster Schritt ist getan, doch jetzt wird es haarig! Und darum seid auch ihr mit guten Tipps gefragt!

Anfangs Jahr habe ich vollmundig einige Pläne für 2020 verkündet, die hier im Blog mit dem Eindruck-schindenden Tag Projekt 2020 versehen sind. Das eine Projekt ist lanciert und unter mrclicko.de zu finden. Das andere Projekt ist nach der Ankündigung in einen Tiefschlaf verfallen.

Dieses andere Projekt habe ich im Blogpost Access denied bei dieser Datenbank kurz umrissen: Es geht darum, meine seit ungefähr 1990 im Einsatz befindliche Artikel-Datenbank in eine moderne Form überzuführen. Zum Einsatz kommt bislang MS Access. Ich würde die Datenbank aber gerne via Web pflegen und suche daher einen Weg, den Datenbestand aus Access in ein offeneres Format zu überführen. Es drängt sich MySQL auf – denn dann könnte ich die Datenbank auf meinem Webserver bei Hostpoint deponieren und sie zum Beispiel über diese Domain hier nutzen.

Ich habe derzeit Ferien und einen unerwarteten Durchbruch erzielt: Die Datenbank aus Access nach MySQL und auf den Webserver zu bekommen, war total einfach und unkompliziert. Ich bin jetzt noch baff, dass es Dinge gibt, die so viel einfacher sind, als ich es erwartet hätte.

Und so hat es funktioniert: „Ein Zwischenziel ist erreicht!“ weiterlesen

Hass, ein Lotto-Sechser, Ueli Maurer

44 Links und elf ❤️: Was ich in letzter Zeit so getrieben habe.

Man merkt, dass ich mir seit der letzten Übersicht zu meinen Tamedia-Beiträgen viel Zeit gelassen habe – die Liste ist nämlich so lange, dass ich sie der Übersicht wegen nach Monaten gruppiere.

Hier erst einmal die Beiträge aus dem Juli, in denen es um Netzpolitik, um Datenschutz und um die verwirrlichen Einstellungsmöglichkeiten bei modernen Fernseher geht (und das, obwohl die Fussball-EM coronabedingt ins Wasser gefallen ist):

… ach ja, und bevor ich es vergesse: Die roten Herzen sind jene Beiträge, die ich besonders empfehlen würde – auch wenn das alles meine Kinder sind, von denen ich keines bevorzugen würde.

Im Juni ging es unter anderem um die neue SBB App Smartways, die ich auch hier im Blog behandelt habe. „Hass, ein Lotto-Sechser, Ueli Maurer“ weiterlesen

Noch mehr Bilder zum freien Gebrauch

Eine Aufdatierung meiner Sammlung zu Quellen im Netz, bei denen man schöne Fotos beziehen kann, ohne das Risiko einer Abmahnung einzugehen.

Wenn man ein Blog mit hübschen Bildern illustrieren möchte, dann hat man zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Man greift selbst zur Kamera – oder man bedient sich aus dem Internet.

Ich praktiziere beides: Testgeräte beispielsweise fotografiere ich selbst und auch Screenshots zu Apps, Betriebssystemen und Programmen entstehen in Eigenfertigung. Doch die vielen Symbolbilder, die die Blogposts optisch attraktiver machen, ohne inhaltlich viel beizutragen, die mache ich nicht selbst. Die stammen von Fotografinnen und Fotografen, die ihre Bilder für Leute wie mich kostenlos zur Verfügung stellen. An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön!

Im Beitrag Bilder zum freien Gebrauch habe ich vor gut drei Jahren einige Quellen für solche Bilder zusammengetragen. (Weitere Tipps zum Thema gibt es zum Schlagwort Multimedia-Ressourcen.)

Heute gibt es ein Update dazu: „Noch mehr Bilder zum freien Gebrauch“ weiterlesen

Statt um Word geht es hier nun ums Schreiben

Es hätte ein Tipp zu Textverarbeitungen werden sollen. Doch dann bin ich ganz am Anfang falsch abgebogen und habe ein Essay übers Schreiben verfasst.

Was ist das Schwierigste an meinem Job? Viele denken, es sei das Schreiben. Kein Wunder, wo viele Autoren davon erzählen, wie sie heldenhaft gegen ihren ärgsten Feind ankämpfen – jener Feind, der Schreibblockade heisst und sogar eine Wikipedia-Seite hat.

Und natürlich: Es gibt die Momente, wo man nicht weiss, wie man einen Text nun aufzäumen könnte. Der berühmte erste Satz sollte tatsächlich nicht allzu fade daherkommen – und dann zügig zum Kern der Sache hinführen, weil man sein Publikum nicht langweilen sollte. Das ist nicht immer einfach.

Aber es ist ohne Zweifel so, dass die Seelenpein, die viele Autoren angeblich bei ihrer Arbeit empfinden, vor allem ein Mittel für die Selbstüberhöhung ist. Schliesslich ist man vor allem ein Künstler – und ein Künstler hat zu leiden, während er seine Kunst produziert. Der Schmerz verleiht dem Werk Bedeutung, erhöht den Marktwert und nötigt dem Publikum Ehrfurcht ab.

Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Kritik etwas milder ausfallen wird. „Statt um Word geht es hier nun ums Schreiben“ weiterlesen

Bin ich ein guter Blogger?

Wie es sich für einen guten Blogger gehört, beantworte ich hier eine Frage, die gar niemand gestellt hat.

Zugegeben: Der Zeitpunkt für diese Frage ist absonderlich. Denn ich blogge nun schon seit bald 14 Jahre. Ein guter Moment für eine kritische Selbstbeäugung wäre sechs Monate nach dem Start des Blogs. Oder meinetwegen nach einem Jahr. Dann könnte man sich fragen, ob diese Beschäftigung irgend einen Nutzen für die Welt hat. Oder wenigstens für einen selbst.

Aber was soll bei einer Manöverkritik nach mehr als einer Dekade noch herauskommen? Die Erkenntnis, dass ich all die Zeit besser mit Mandalamalen oder dem Ausstopfen der Beutetiere unserer Nachbarskatze verbracht hätte?

Der Punkt ist nun der, dass ich nicht selbst auf die Idee gekommen bin, mich einer Evaluation zu unterziehen. Ich wurde vom Blogosphäre mit dieser Aufgabe konfrontiert. „Bin ich ein guter Blogger?“ weiterlesen

Die etwas zu private Suchmaschine

Ich soll unbedingt eine neue Suchmaschine besprechen, sagte Laura neulich zu mir. Das mache auch – allerdings schneidet Privado.com nicht sonderlich gut dabei ab.

Neulich wurde ich in einem netten Mail dazu aufgefordert, mir doch gefälligst die Suchmaschine privado.com anzusehen. Als Grund wurde mein Blogpost Suchmaschinen? Miese Versager sind sie alle! angegeben, in dem ich qwant.com erwähnt hatte.

Das Mail stammt von einer gewissen Lara, die angibt, Privacy-Expertin bei YourPrivacyBrands zu sein. Die dazugehörende Website trägt ein .com am Ende und zeigt (zum Zeitpunkt, während ich diesen Beitrag schreibe), nur das Listing eines Webserver-Verzeichnisses, das bis auf den Ordner cgi-bin leer ist.

Das ist übrigens die perfekte Methode, wie ihr bei mir Eindruck schindet und Vertrauen gewinnt: „Die etwas zu private Suchmaschine“ weiterlesen