Zähneknirschende Tipps zu Whatsapp

Im heutigen Patentrezept-Video geht es um Tricks für Messenger. Ich führe die anhand von Whatsapp vor. Das stellt mich (und mutmasslich auch manche Zuschauer) vor ein Dilemma: Soll man diese App benutzen und, in meinem Fall, Tipps dazu liefern? Whatsapp ist bekanntlich umstritten. Sosehr, dass es einen eigenen Artikel in der englischsprachigen Wikipedia nur zur Kritik am Messenger gibt: Reception and criticism of WhatsApp security and privacy features

Kurz zusammengefasst: Es gibt Detailkritik wegen Sicherheitslücken und bestimmter Features. Das grösste Problem ist aber natürlich die Zugehörigkeit zum Facebook-Konzern. Seit 2016 tauschen der Messenger und Facebook Nutzerinformationen aus. Damit werden die Facebook-Probleme zu Whatsapp-Problemen – und umgekehrt. Aus Gründen des Datenschutzes und der Privatsphäre darf man diese App eigentlich nicht nutzen.

Doch eben: Wenn man Tipps zu einer App oder einer Website gibt, dann empfiehlt man implizit die Verwendung. Denn wieso sollte man Tipps zu einem Produkt liefern, von desssen Anwendung man abrät? Das gleiche Dilemma stellt sich mir des Öfteren:  „Zähneknirschende Tipps zu Whatsapp“ weiterlesen

Tut es!

Es kommt selten vor, dass ich dieses Blog für aktivistische Zwecke nutze. Doch heute ist eine Ausnahme: Heute rufe ich dazu auf, euch bei Swisstransplant anzumelden. Respektive beim Organspenderegister. Dort bekundet man die Absicht, nach seinem Tod seine Organe zu spenden. Das ist bekanntlich eine Opt-In-Angelegenheit: Nur wer sich dazu bereiterklärt, ist Organspender. Es gibt eine Initiative, die wie in Holland das Opt-out-Prinzip ins Gesetz schreiben möchte: Man wäre automatisch Spender, es sei denn, man widerspricht explizit.

Ich trage seit meiner RS ein inzwischen schon reichlich zerfleddertes Organspenderkärtchen in meinem Portemonnaie herum (siehe oben). Aus Überzeugung: Ich verstehe in vielen kontroversen Fällen die Gegenposition, doch nicht in dem Fall: Es liegt irgendwie auf der Hand, dass man seine Organe nicht mehr braucht, wenn man tot ist. «Du brauchst deine Organe nicht mehr» ist quasi ein Synonym für das Wort «Tod». Selbst wenn man an die Seelenwanderung glaubt, was ich nicht tue, dann sollte eigentlich klar sein, dass der Körper ausgedient hat, religiöse Überzeugungen hin oder her. Wirklich, das ist die einzige Spende, bei der man nichts hergeben muss. Denn alles, was man hergibt, ist sowieso weg.

Der Eintrag im Register ist nicht ganz so schnell erledigt, wie man ein Papierkärtchen ausfüllt. „Tut es!“ weiterlesen

Da staunt der WordPress-Novize

Ich habe zwar versprochen, mir die selbstreflexionen Abhandlungen zu meinem neuen Blog zu verklemmen. Aber ich komme nun nicht darum herum, einige Erkenntnisse zum Besten zu geben. Denn es haben sich mehr Einsichten ergeben als erwartet. Und die will ich euch nicht vorenthalten, weil ihr als alte Word­press-Haudegen es sicherlich geniessen werdet, wenn ich hier mit den grossen Augen eines kleinen Kindes Dinge anstaune, die ihr längst schon wisst und bestens kennt.

Also, hier ist sie, meine kindliche Begeisterung: Es macht im Vergleich zu Flatpress richtig Spass! Ich habe zwar schon mit Word­press zu tun, seitdem wir die Nerdfunk.ch Website haben. Meine Erlebnisse damit sind im Beitrag Wordstress zusammengefasst und eher negativ. Das bezieht sich aber auf die spezielle Sicht des Podcasters. Als «normaler» Blogger hat man viele der Probleme nicht. Ausserdem hat Kevin diese Website aufgesetzt, sodass ich beim Nerdfunk keine Admin-Eindrücke sammeln konnte.

Doch die habe ich nun zuhauf. „Da staunt der WordPress-Novize“ weiterlesen

Clickomania: Problems submitting results

The switch to a new web server and https encryption resulted in a problem: It is was not possible anymore to submit results to clickomania.ch/ngscores. A detailed description of the problem is provided here – and here, you’ll find the Clickomania source code as well, because I made it publicly available. Since I am not able to add support for https and provide the long overdue general overhaul, I want to give the community the chance to do so.

But you don’t have to wait for this to happen. There is an immediate solution. You need to update the game or the game files. The new game files use a new, unencrypted subdomain for the results, ngscores.clickomania.ch.

This is the workaround:

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Clickomania goes open source

There are faithful Clickomania players out there, who hold on to my game more than ten years after the last update. They not only still play the game, but they’re as well submitting Online results to this page here. Not as numerous as years before, but still in considerable amouts.

Unfortunately, the submission of new results does not work anymore at this time. As you may have seen, I have switched this domain to SSL, which was high time. But Clickomania was created in a time where https was not widely available, and I am not even sure if it was possible to use encryption at all. For the reasons explained here, I am not able to provide an update.

Update: Good news. There is a solution available. It is explained here.

And these are the two other possible solutions I discussed in the original blog post:

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Toleranz-Typografie, Hasch und Hazel Brugger

Wie immer fängt die Übersicht meines Schaffens der letzten Wochen mit den Publisher-Beiträgen an:

  • Namen tauschen behandelt ein Thema, das direkt aus dem Leben gegriffen ist: Wie tauscht man in einer Liste mit Namen die Vor- und Nachnamen aus? Natürlich per Grep mit InDesign. Bei Fälen, wo erst der Nachname und dann, per Komma abgetrennt, der Vorname folgt, ist das allerdings knifflig. Doch auch dafür gibt es Methoden. In InDesign gehe ich der Frage nach, warum sich Objekte manchmal nicht auf einen neuen Druckbogen kopieren lassen. Für Photoshop gibt es Tricks, um Objekte zu tauschen, smarte Objekte zu entkoppeln und Objekte automatisch entlang eines Pfads zu vervielfältigen. Und ich behandle den Orton-Effekt.
  • Wann lernt die Welt endlich das Interrobang kennen?! – diese Frage beschäftigt uns natürlich alle, und in diesem Beitrag wird sie ein für alle Mal beantwortet. Plus: Zwei Webdienste für hübsche Hintergründe und eine für die Suche nach Schriften. Ferner geht es um die Frage der political Correctness im Typografie-Bereich, um bewegliche Lettern aus Schokolade, ein riesiger Fundus an kostenlosen Vektoren und um die Frage, warum Verpackungen oft so überladen gestaltet sind, wo weniger doch offensichtlich mehr wäre.
  • Mein schlimmster Albtraum ist in Farbe! Und Farbfonts sind der Gipfel der typografischen Dekadenz. Oder vielleicht doch ein echter kreativer Fortschritt? So oder so haben wir drei schöne Farbschriften parat: Die «Playbox», die je nach Position die Kreativität oder die Nutzlosigkeit beweist. Und die «Gilbert», die keinen Zweifel daran lässt, dass Typografie eben doch politisch ist. Schliesslich die «Abelone» mit den Rundungen und dem Charme eines Siebziger-Jahre Plastiksofas. Plus: Weitere Lightroom-Alternativen und das ON1 Effects-Plug-In. Für InDesign ein Aufräum-Script und eine Möglichkeit, Wörter durch Bilder zu ersetzen, ferner eine Hilfe für Textvariablen sowie für Organigramme und Flussdiagramme. Für Photoshop halten wir eine Vorlage für digitalen Glitter, eine Aktion für eine spannende Schwarzweiss-Entwicklungen und eine Methode für Spaltensatz bereit.

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Ciao Flatpress. Hallo WordPress!

Da ist der Umstieg viel schneller vonstatten gegangen, als vorgestern angedroht. Der Grund ist simpel: Ich wollte die Sache über die Bühne bekommen. Denn der Zeitaufwand ist gross, wenn man Lösungen evaluiert, in alle Richtungen überlegt und schaut, ob dieses oder jenes CMS auch noch eine Lösung sein könnte. Und so viel Spass das eigentlich macht, habe ich diese Zeit im Moment nicht. Die Familie ist an diesem Wochenende etwas zu kurz gekommen, weil es mir wichtig war, nur einen kurzen Unterbruch zu haben. Je nachdem, was für einen DNS-Server ihr nutzt, dürftet ihr nur einen kurzen oder gar keinen Aussetzer festgestellt haben.

Der Löwenanteil davon war, die Kategorien und Schlagworte aller Beiträge manuell nachzutragen.

Es ist nun eine pragmatische Lösung geworden: WordPress, gehostet von Hostpoint – da, wo clickomania.ch schon vorher registriert war. Ich konnte somit auch mein Hosting konsolidieren und alles auf stabile Beine stellen. Ich bin ganz zufrieden mit dem Ausgang, auch wenn ich den Leuten zustimme, die Kritik an WordPress üben.

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Dieses Blog ist am Ende (Teil 3)

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Demnächst wird die Sonne über einem neuen CMS aufgehen… (Bild: Rakicevic Nenad/Pexels, CC0)

Ich habe gestern hier ein Fazit versprochen, wie ich weiterzufahren gedenke, nachdem das CMS des Blogs offiziell für tot erklärt worden ist. Eine endgültige Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Ich warte auf alle Fälle die Reaktionen, Empfehlungen und Tipps und Tricks aus den Reihen meiner Leserinnen und Leser ab. Und generell will ich es nicht überstürzen. Denn ich strebe eine Lösung an, die mindestens die nächsten zwanzig Jahre hält! 😉

Eine Migration ist eine Möglichkeit. Falls keine unüberwindlichen Hürden auftauchen, werde ich die WordPress-Spur weiterverfolgen und sehen, ob das alte Blog so mit vernünftigem Aufwand weiterleben kann. Falls das klappt, könnte ich auch die Importmöglichkeiten prüfen, zum Beispiel bei Squarespace. Dieser Dienst importiert von Blogger, Tumblr und eben WordPress.

Der Plan B wäre die Lösung, die viele Leute in solchen Fällen praktizieren: „Dieses Blog ist am Ende (Teil 3)“ weiterlesen

Dieses Blog ist am Ende (Teil 2)

Gestern habe ich hier dargelegt, warum dieses Blog an einem Scheideweg angekommen ist. Das CMS, das ich verwende, wurde offiziell für tot erklärt. Es kann zwar noch ein bisschen weitergehen – aber nicht mehr allzu lange. Ich muss mir Gedanken machen, ob ich auch mein Blog hier einfach sterben lasse – oder welche Alternativen es gäbe. Das mache ich, wie es sich für einen richtigen Blogger gehört, öffentlich. Und ihr dürft gerne mitdiskutieren. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und Anregungen. Ich weiss, dass viele von euch sich besser mit Content-Management-Systemen, Webdesign und diesen Dingen auskennen, als ich das tue – und ich darum einiges lernen kann, was meine Optionen angeht. Darum lasst es mich via Kommentare wissen, wenn euch etwas einfällt, woran ich nicht gedacht habe.

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Migration sei die Mutter aller Probleme, hat er gesagt. In diesem speziellen Fall hat er noch nicht einmal Unrecht. (Bild: Michael Panse mit Parteitag (43)/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Also, ich werde an dieser Stelle die Möglichkeiten einer Migration erörtern. Denn damit wären alle Probleme gelöst: Alle Inhalte wandern von Flatpress in ein neues CMS und fertig. Ich mache weiter wie gehabt – bis ich an Altersschwäche von meinem Blogger-Hocker falle.

Doch geht das wirklich so einfach? Zweifel sind angebracht, weil Content-Management-Systeme sehr oft Silos sind: Man bekommt Inhalte, wenn sie einmal drinstecken, kaum mehr heraus – jedenfalls nicht so, dass man sie andernorts einfach weiterverwenden könnte. Und 2100 Beiträge von Hand transferieren – das kommt nicht in Frage.
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Dieses Blog ist am Ende (Teil 1)

Eine Entscheidung, das ich schon seit langem vor mir herschiebe, ist die Zukunft dieses Blogs hier. Denn ich habe ein Problem. Ein technisches, um genau zu sein. Wie ich zum fünften Geburtstag beschrieben habe, war es vor allem Neugierde, die mich dazu gebracht hat, das Blog aufzusetzen. Die Ausgangslage war, dass mein Hoster damals kein MySQL angeboten hat und ich die Sache nur als kleines Experiment betrachtet habe. Das hatte zur Folge, dass WordPress keine Option war, weil man dafür zwingend eine Datenbankanbindung braucht. Und ein Wechsel des Hosters erschien mir wegen dieses kleinen Experiments zu aufwändig.

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Hier geht es nicht mehr weiter. (Bild: HomeMaker/Pixabay, CC0)

Ich habe mich daher für Flatpress entschieden: Das ist ein Content Management System, das ähnlich wie WordPress funktioniert, die Inhalte aber mit simplen Textdateien in einer Ordnerstruktur im Dateisystem speichert. Das ist nicht per se falsch, im Gegenteil: Es ist unkompliziert und leichtfüssig. Und im Vergleich zu Flatpress ist WordPress ein echter Moloch.

Aber es ist unübersehbar, dass Flatpress ein Nischendasein fristet. „Dieses Blog ist am Ende (Teil 1)“ weiterlesen