Fotosicherung: Mission accomplished

Nachdem der Raspberry Pi sein Plätzchen hier um Haushalt gefunden und die Nextcloud installiert ist, komme ich nun dazu, mir Gedanken darüber zu machen, ob sich die Sache eigentlich gelohnt hat – und ob ich sie zur Nachahmung empfehlen würde.

Denn man könnte eine solche «Ich baue mir meine eigene Cloud»-Aktion aus reiner Spass an der Freude betreiben. Oder aus ideologischen Gründen – und um Google, Microsoft und Dropbox eins auszuwischen. Aber was mich angeht, hätte ich gerne, dass der Nutzen den Aufwand rechtfertigt. Darum also die Frage: Was taugt die Nextcloud?

Bevor ich zur Antwort komme, noch ein kleiner Nachtrag: Ich habe mein Problem mit der externen Festplatte letztendlich ganz einfach gelöst. „Fotosicherung: Mission accomplished“ weiterlesen

Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks

Wie jeder (halbwegs) kreative Mensch habe auch ich die Idee im Hinterkopf, irgendwann mal einen Roman zu schreiben. Oder ein Drehbuch. Oder zumindest ein kleines Hörspiel oder ein Kinderbuch.

Das Dumme ist nur, dass es leider nicht damit getan ist, ein paar gerade Sätze aufs Papier oder den Bildschirm zu bringen. Es reicht auch nicht, dass man es schafft, eine Situation stimmungsvoll zu beschreiben oder sich einen knackigen Dialog auszudenken.

Nein, leider nicht. Das sind zwar die Disziplinen, die handwerklich aktive Schreiber wie ich einigermassen hinbekommen. Aber die reichen leider noch nicht einmal für eine Kurzgeschichte. Denn nebst dem Schreiben muss man sich einen Plot ausdenken, Figuren erschaffen und die passenden Orte für die Handlung wählen.

Und je nach angestrebter Dichte und Komplexität, muss man nicht nur eine, sondern sogar mehrere Realitätsebenen schaffen: „Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks“ weiterlesen

Wie Outlook – aber mit (etwas) weniger Ballast

Im Beitrag Der Mailvogel ist gelandet habe ich erklärt, weswegen ich auf der Suche nach einem neuen Mailprogramm bin und Mailbird getestet. Damit war meine Suche nach dem Nachfolger von (*peinlich berührtes Räuspern*) Windows Live Mail nicht abgeschlossen. Denn für manche Nutzer mag Mailbird okay sein. Meine, zugegebenermassen speziellen Bedürfnisse erfüllt dieses Programm nicht.

Darum geht die Suche heute mit eM Client weiter. Die erste Hypothek dieses Programms ist sein Name. In Deutsch kaum auszusprechen und auch auf Englisch das Gegenteil von originell – daran ändert auch die vertauschte Gross-Kleinschreibung nichts, im Gegenteil. Aber mit der verunglückten Namenswahl würde man vermutlich leben können, wenn das Programm sonst überzeugt. „Wie Outlook – aber mit (etwas) weniger Ballast“ weiterlesen

Abgedroschene Lebensweisheiten zum Thema UX Design

User in yer face klingt nach einem Rechtschreibfehler im Wort User Interface, zu Deutsch Benutzerschnittstelle. Es ist bei näherer Betrachtung aber ein lustiger Kalauer. In your face bedeutet in Englisch eine auf Konfrontation angelegte Kommunikationshaltung.

Finde hier bitte deine Landesflagge.

Und darum geht es userinyerface.com: Um eine Webanwendung, bei der man als Nutzer in aller Deutlichkeit vorexerziert bekommt, wie nervig schlechte Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine sind. Man verplempert mit ihnen seine Zeit, fühlt sich dumm und unfähig und kommt womöglich überhaupt nicht an sein Ziel.

Es geht um eine simulierte Anmeldung bei einem Webdienst, bei der man ein Formular möglichst schnell und akkurat ausfüllen sollte. Es fängt aber schon damit an, dass auf der Hauptseite der Link zu dem Formular kaum aufzufinden ist. „Abgedroschene Lebensweisheiten zum Thema UX Design“ weiterlesen

Der Mailvogel ist gelandet

Ich stelle das Mailprogramm Mailbird vor. Und bespreche vorher erst einmal, warum einen Mailprogramme heute überhaupt noch interessieren sollten.

In diesem Blog predige ich ständig, dass man alte, vom Hersteller nicht mehr unterstützte Programme nicht weiterverwenden soll. Wegen des Sicherheitsrisikos, Kompatibilitätsproblemen – und weil man nicht in der Vergangenheit leben soll.

Selbst halte ich mich nur bedingt an diesen Rat. Ich nutze noch immer – und das ist jetzt wirklich ein bisschen peinlich – Windows Live Mail. Dieses Programm kam 2006 heraus und hat es bis 2017 gemacht. Es in die Wüste zu schicken, ist überfällig.

Es gibt zwei Gründe, weswegen das Windows Live Mail hier noch immer den Dienst verrichtet.  Erstens gibt es keine offensichtliche Alternative. Zweitens habe ich ausgeklügelte Arbeitsabläufe beim Mail, die sich nicht so ohne weiteres über den Haufen werfen lassen. „Der Mailvogel ist gelandet“ weiterlesen

So fliegt die Himbeere!

Im Beitrag Himbeere reloaded habe ich über den neuen Raspberry Pi geschrieben und angedeutet, dass er dazu auserkoren wurde, für mich als private Datenwolke in die Lüfte zu steigen. Dazu wollte ich erst Own Cloud benutzen, aber Andi (schon wieder er) hat mir empfohlen, stattdessen Nextcloud zu nehmen. Eine gute Empfehlung, weil es dort Funktionen gratis gibt, für die man bei Own Cloud zahlen muss.

In den Tamedia-Zeitungen habe ich im Beitrag Wie man Googles Würgegriff entkommt (Abo plus) bereits ein bisschen über den Verlauf dieses Projekts geschrieben – allerdings ohne in die Details zu gehen. Hier werde ich nun ein paar Einzelheiten preisgeben. Zumindest, soweit das möglich ist, ohne dass meine ganze Street Cred als Nerd aufs Spiel zu setzen.

Denn wie im Artikel angedeutet, habe ich mich amateurhaft angestellt. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass nicht allein meine Dummheit schuld war, sondern diese, hoffentlich nachvollziehbaren Gründe: „So fliegt die Himbeere!“ weiterlesen

Wenn die DJ-App einen aus dem Takt bringt

Pacemaker ist eine App, die ich seit fünf Jahren nicht ständig, aber doch recht häufig verwendet habe. Sie gehört zu der Kategorie der DJ-Apps und hat gegenüber den normalen DJ-Apps einen entscheidenden Vorteil: Sie lässt sich nicht nur mit lokalen Musikdateien bestücken, sondern auch mit Songs von Spotify. Das musste seinerzeit im Beitrag Sich am Spotify-Repertoire vergreifen ausgiebig gelobt werden.

Pacemaker will neuerdings abonniert werden.

Doch als ich die App neulich wieder einmal einsetzen wollte, wurde ich nicht von den beiden Plattentellern in rot und blau begrüsst, sondern von der Mitteilung, man habe auf ein Abo-Modell umgeschaltet. Wer Pacemaker nutzen will, muss künftig 5.50 Franken pro Monat bezahlen.

Interessantes Detail am Rand: Am iPad findet sich aber noch die alte Version ohne Abo. Offenbar bekommt man die neue nur bei einer Neuinstallation. Wenn man die alte Version hat, darf man die behalten – zumindest bis zu dem Moment, wo man nicht um eine Neuinstallation herumkommt.

Ich würde für die App auch gerne 20 oder 30 Franken bezahlen – und ich habe seinerzeit diverse der kostenpflichtigen Plugins erworben. Nicht, weil ich sie benötigt hätte, sondern um dem Hersteller Danke zu sagen. Doch 5.50 Fr. pro Monat läppert sich eben. (Auf 66 Franken im Jahr.)

Ich wollte mich an dieser Stelle schon ziemlich aufregen – wie man das so macht, wenn eine Lieblings-App das Bezahlmodell auf eine Weise ändert, die einem überhaupt nicht in den Kram passt. „Wenn die DJ-App einen aus dem Takt bringt“ weiterlesen

Ein kleines Reverse-Engineering-Projekt

Neulich habe ich den Jooki-Kinderlautsprecher vorgestellt. Er funktioniert wie ein normaler WLAN-Lautsprecher – nur mit der Besonderheit, dass das Programm über kleine Figürchen ausgewählt wird, die man auf das Gerät stellt.

Da ist eine Idee nahe liegend: Nämlich selbst Figürchen zu basteln, die mit Wiedergabelisten verbunden werden können. Klar, man kann auch mehr Figürchen kaufen. Aber eine interessante Herausforderung ist natürlich die Frage, ob man die auch selbst hinbekommt.

Das Geist-Figürchen gibt diesen Link zurück.

Dafür muss man als erstes herausfinden, wie die Figürchen mit dem Lautsprecher kommunizieren. Man tippt auf RFID und hält daher probehalber die EC-Karte an den Jooki. Und tatsächlich: Er reagiert darauf.

Der erste Schritt wäre herauszufinden, wie die Figürchen erkannt werden. Dazu benutze ich die App NfcActions, die es kostenlos fürs iPhone gibt. Da tippt man auf den Scnan-Knopf, hält ein Figürchen ans iPhone und voilà; entdeckt wird ein Link, der beim Antippen die Begrüssung «Hello 鬼 Ghost» zurückgibt. „Ein kleines Reverse-Engineering-Projekt“ weiterlesen

So trefft ihr künftig den richtigen Ton

Meine Tochter hat sich «Der Lindwurm und der Schmetterling oder Der seltsame Tausch» (Amazon-Affiliate) ausgeliehen. Das ist ein charmantes Kinderbuch mit Reimen von Michael Ende, in dem ein Drache und ein Kohlweissling mit ihren Namen unzufrieden sind.

Es gibt in dem Buch nebst der Geschichte in Gedichtform auch Bilder – und vor allem auch Musik. Die ist in Form von Noten abgebildet. Nun kann ich leider nicht vernünftig Noten lesen, sodass ich keine Ahnung habe, wie die Musik im Buch klingt. Als neugieriger Mensch stört mich das natürlich.

Also, was tun? Jeder vernünftige Mensch hätte per Google nachgesehen, ob es die Musik irgendwo im Netz zu hören gibt. Und er wäre vermutlich auch fündig geworden.

Meine Idee war allerdings herauszufinden, ob man die Noten vielleicht per Kamera digitalisieren und hörbar machen kann. „So trefft ihr künftig den richtigen Ton“ weiterlesen

Googles Arroganz

Vor ein paar Tagen habe ich ein Mail von Google bekommen. Darin stand, man habe einen neuen Google-Maps-Timeline-Rückblick für mich erstellt. Darin ein Link zu google.com/maps/timeline. Und dort wiederum eine ausführliche Historie, wo ich mich im Juli herumgetrieben hatte: 28 Fleckchen in drei Ländern, natürlich schön beschriftet, mit genauer Ortsangabe. Google sagt mir, ich sei in zehn Städten gewesen und 51 Stunden in einem Fahrzeug gehockt.

Das ist einerseits faszinierend, andererseits auch gruselig. Vor allem deswegen, weil ich mich nicht erinnere, den Google-Standortverlauf eingeschaltet zu haben. Ich hatte ihn vor Urzeiten einmal benutzt, um auszuprobieren, was das bringt. Meine Erkenntnis damals war, dass das Google mehr bringt als mir – und darum habe ich den Standortverlauf wieder deaktiviert. Denn es gibt andere Methoden, seine Aufenthaltsorte zu tracken – und zwar weniger verräterische.

Zum Beispiel Geofency. Diese App habe ich seinerzeit im Beitrag Die App fürs perfekte Alibi vorgestellt. Sie speichert die Daten lokal auf dem Gerät. Man kann sie exportieren und selbst auswerten. „Googles Arroganz“ weiterlesen