Es ist kein Geheimnis, und trotzdem tut niemand ernsthaft etwas dagegen: Seit mehr als einem Jahrzehnt greift der Kreml in Wahlen ein, manipuliert die öffentliche Meinung und flutet die sozialen Medien mit Deepfakes. Acht Thesen, die diese Gleichgültigkeit (vielleicht) erklären.
Eine Revue von zehn digitalen Kulturtechniken, die teils nostalgische Gefühle wecken und manche von der guten™ alten™ Zeit™ schwärmen lassen – und die teils zu Recht auf der Müllhalde der digitalen Geschichte landeten: vom Defragmentieren übers Terminieren bis hin zur Mauspflege und der Modemzähmung.
Tana Frenchs «In the Woods» verbindet einen Mordfall im irischen Kleinstadtmilieu mit einem psychologisch aufgeladenen Ermittlertrio und einer verstörenden Kindheitserinnerung. Der Roman setzt auf Atmosphäre und starke Dialoge. Beim Plot müssen wir Abstriche in Kauf nehmen.
Ein Wordpress-Plug-in als Produktionshelfer fürs Blog: Mittels künstlicher Intelligenz macht es einen Vorschlag für den Titel, schreibt den Anriss und Social-Media-Teaser und unterstützt die Bildersuche. Ein Beispiel, wie man sich mittels Vibe-Coding den Alltag massiv erleichtert.
Ein E-Book, das teurer ist als die gedruckte Ausgabe? Amazon leistete sich neulich diese Frechheit. Wenn man das schon so macht, müsste man dafür sorgen, dass die elektronischen Bücher ihr Geld auch wert sind – und dafür gäbe es mehr als genug Möglichkeiten.
Eine simple Angelegenheit, die mit den Textverarbeitungen der 1990er-Jahre ein Klacks war, erweist sich am iPhone als unlösbare Herausforderung: Wie Apple am bedingten Trennstrich scheitert und was uns das über den Gang der Softwareentwicklung sagt.
Benjamin von Stuckrad-Barres «Udo Fröhliche» ist weniger klassische Biografie als eine lockere, essayistische Annäherung an Udo Lindenberg. Das Buch ist ein literarisches Denkmal, manchmal sprunghaft, aber in der Sprache seinem Gegenstand hundertprozentig angemessen.
In den sozialen Medien ist es zu einer Art Volkssport geworden, den Schindluder mit KI-Texten zu verteidigen oder kleinzureden. Hier meine (höchstselbst fabrizierte) Gegenrede.
Pandoc ist ein vielseitiges Konvertierungsprogramm, das eine grosse Zahl an Dateitypen unterstützt und selbst exotische Umwandlungen vornimmt – etwa Text zu Layout, Präsentationen oder E‑Books. Eine Einstiegshilfe.
Nach Jahren habe ich es tatsächlich geschafft, ein neues Familien-iPad anzuschaffen: Das günstige iPad A16 von 2025 erfüllt diese Rolle ordentlich. Ein paar Haare in der Suppe habe ich trotzdem gefunden.
ChatGPT im Hoodie, Grok in Rüstung, Mistral als sexy Roboter-Klischee. Ich hatte die dämliche Idee, Sprachmodelle zu fragen, wie sie sich selbst sehen – und genau das bekommen, was ich verdient habe.
Die Keepin Box verwahrt das Telefon und macht es per Zeitschloss für eine bestimmte Zeit unzugänglich. Ist das bloss albern oder eine echte Hilfe? Ich probiere es aus und zeige ein Hintertürchen zum Anhören von Musik und Podcasts mit dem weggesperrten Handy.