Der Homepod Mini als Fernseh-Lautsprecher

Apples kleiner WLAN-Laut­spre­cher verbessert den Sound via Apple-TV markant. Trotz­dem ist er auf Dauer wohl kein Ersatz für eine Sound­bar.

Der vor vier Jahren hier vorgestellte Sony-Fernseher verrichtet nach wie vor brav seinen audiovisuellen Unterhaltungsdienst. Bezüglich seiner visuellen Eigenschaften ist nichts auszusetzen. Aber was das Audio angeht, ist er nicht das Gelbe vom Ei.

Das ist ein generelles Problem der dünnen Fernseher: Sie bieten kaum Raum für Lautsprecher. Die Technik hat in den letzten Jahren zwar gewaltige Fortschritte gemacht – für mich war dieser Lautsprecher vor zehn Jahren eine Offenbarung –, aber es bleibt dabei, dass Lautsprecher ein bestimmtes Volumen brauchen. Sie müssen ausreichend Luft bewegen können, damit sie gut klingen.

Bei meinem Sony-Fernseher mangelt es an Bass und vor allem an Dynamik. Das erschwert auch das Verständnis, gerade bei Produktionen mit viel Hintergrund- und Nebengeräuschen. Das hat unerfreuliche Konsequenzen: „Der Homepod Mini als Fernseh-Lautsprecher“ weiterlesen

Eine Podcast-App für Windows

Wer seine Podcasts unter Win­dows anhören möchte, der kommt mit Fluent Cast auf seine Rech­nung – ein kos­ten­lo­ser Pod­cat­cher mit den wichtigen Grund­funk­tio­nen.

Windows kann von Haus aus nichts mit Podcasts anfangen. Das ist eine verpasste Chance für die Medienwiedergabe-App, die Microsoft bei Windows 11 eingeführt hat. Die spielt lokale Musikdateien und Videos ab, mehr aber leider nicht.

Auch im Microsoft Store waren die Podcasts bislang kein grosses Thema. Doch die Lage hat sich gebessert: „Eine Podcast-App für Windows“ weiterlesen

Gesunder Menschenverstand statt KI

Bei Audible und Amazon kann man seinen Lieb­lings­autoren folgen. Das ist eine in Ansätzen nütz­liche Funk­tion – die das Einge­ständ­nis bein­hal­tet, dass die tollen Vor­schlags-Algori­thmen doch nicht so toll sind.

Audible bzw. Amazon hat vor ein paar Tagen die Möglichkeit eingeführt, einem Autor zu folgen: Wir suchen in der App oder auf der Website nach einem seiner Titel, tippen oder klicken auf den Namen. Daraufhin gelangen wir zur Autorenseite, auf der wir den Follow-Knopf betätigen.

Oder, noch einfacher: Wir öffnen in der App die Rubrik Bibliothek und wählen in der obersten Liste Autoren. In der Liste sehen wir alle Autoren, von denen wir Hörbücher besitzen und können die gewünschten auswählen, um sie zu abonnieren.

Die Abos sind auf bei Audible dieser Seite einzusehen. Und da es eine gemeinschaftliche Funktion für Amazon und den Kindle ist, existiert auch eine entsprechende Seite bei Amazon.

Das ist eine nette Neuerung. Zumindest auf den ersten Blick – wenn man genauer hinschaut, könnte man sie auch für unausgereift halten. Aber dazu komme ich gleich noch.

Die Grundidee erweckt jedenfalls den Eindruck, als ob der Hörbuchverlag eine wichtige (und seit 27 Jahren überfällige) Beobachtung gemacht hätte: „Gesunder Menschenverstand statt KI“ weiterlesen

Wie man sein Haus oder seine Wohnung digitalisiert

Per iPhone lässt sich eine Wohnung in ein paar Minuten scannen. Eine App wie RoomScan Lidar erzeugt ein drei­dimen­siona­les Modell oder einen Grund­riss. Im Test zeigt sich, wie präzise ein Scan ist und was sich damit anfangen lässt.

Neulich habe ich eine App vorgestellt, mit der man ein 3D-Modell seiner Wohnung anfertigt, und zwar inklusive Möbel und allem Schnickschnack, das den man so herumstehen hat. Das ist eindrücklich und amüsant – aber für planerische Zwecke wäre es praktischer, eine App zu haben, die alle beweglichen Objekte virtuell zum Verschwinden bringt und ein Modell der «nackten» Wohnung anfertigt. Man könnte ein solches Modell der leeren Räume virtuell neu möblieren und so ausstatten, wie man es sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen will.

Eine solche App ist angekündigt; Shopify hat die Welt von entsprechenden Pläne in Kenntnis gesetzt, und es würde mich sehr wundern, wenn nicht auch Ikea und Co. bald in dieses Horn blasen würde. Zumal die Entwicklung einer solchen App keine Hexerei mehr ist: Die neuen iPhones sind mit Lidar ausgestattet, was die Vermessung präziser und einfacher macht. Und Apple selbst stellt eine Schnittstelle namens RoomPlan zur Verfügung, die den Zweck hat, Räume mit oder ohne Möbel zu erfassen.

Eine App, die von Lidar und den Vermessungsmöglichkeiten via iPhone-Kamera Gebrauch macht, ist RoomScan Lidar. (Es gibt die auch in einer Variante für iPhones ohne Lidar, die ich aber nicht ausprobiert habe.)

Sie funktioniert folgendermassen: „Wie man sein Haus oder seine Wohnung digitalisiert“ weiterlesen

Wie Facebook und Instagram uns Nutzer entmündigt haben

Die Social-Media-Platt­formen verändern sich rasant: Mark Zucker­berg und Meta nehmen uns Unsern die Kontrolle über unsere Feeds.

Die Veränderungen bei Facebook und Instagram sind unübersehbar. Erstens fällt die brutale Menge an Werbung auf, die inzwischen über diese Plattformen ausgespielt werden.

Und natürlich, ich verstehe, dass Mark Zuckerberg sie nicht zum Spass betreibt, sondern, um Geld zu verdienen. Aber es ist eine Frage des Masses. Das ist nicht mehr gewahrt, wenn jeder dritte Beitrag aus einer Anzeige besteht.

Immerhin, es gibt eine Möglichkeit, Gegensteuer zu geben: „Wie Facebook und Instagram uns Nutzer entmündigt haben“ weiterlesen

John, fahr schon mal den DeLorean vor

«Geschichten aus der Geschichte» ist ein Podcast, der kreuz und quer durch die Mensch­heits­ge­schich­te hüpft und histo­rische Ereig­nisse erzählt, die wir längst nicht alle aus dem Schul­unter­richt kennen.

Es gibt einige Themenbereiche, für die sich das Medium Podcast offensichtlich besonders gut eignet. Das ist das Feld der wahren Verbrechen (True Crime), Gespräche frisch von der Leber weg und ohne Drehbuch (Laberpostcasts) und natürlich die Ur-Disziplin des Podcasts, die sehr vom Labern lebt, aber doch eine gewisse Zielrichtung aufweist: Das sind jene Sendungen, in denen die Nerds ihre Tech-Verliebtheit zelebrieren und mit unermüdlicher Ausdauer noch die kleinste Regung, die in Cupertino am Hauptsitz von Apple getätigt wird, analytisch zerlegen.

Ein weiteres Themenfeld, das wie gemacht ist für die Podcasts, ist die Menschheitsgeschichte. Sie hält einen unerschöpflichen Fundus an Geschichten bereit, die sich erzählen, analysieren und bewerten lassen:  „John, fahr schon mal den DeLorean vor“ weiterlesen

Damit der Gärtner nicht immer der Pflanzenmörder ist

Leute, die keinen grünen, sondern einen braunen Daumen haben, können sich vom Smart­phone helfen lassen. Die Picture This-App erkennt nicht nur jedes exo­tische Pflänz­lein, sie hat auch Pflege­tipps parat.

Ich hatte vor einiger Zeit eine botanische Phase, in der ich drei Apps zur Bestimmung von Pflanzen vorgestellt habe: Plant Snap, Seek und iNaturalist.

Damals hat mich keine von beiden überzeugt, sodass ich zum Schluss gekommen bin, man könne genauso gut Google Lens verwenden. Also jene Funktion, die eine Suche anhand eines abfotografierten Objekts durchführt. Für Android gibt eine separate App, am iPhone ist diese visuelle Suche in die Google-App eingebaut.

Nun, es gibt in diesem Bereich Neuigkeiten, die ich schon längstens hätte besprechen wollen. Ich habe es bislang nicht getan – und zwar nicht aus Faulheit: „Damit der Gärtner nicht immer der Pflanzenmörder ist“ weiterlesen

Das neue iPhone-Betriebssystem erfreut und verwirrt

iOS 16 im ersten Augen­schein: Apple macht den Sperr­bild­schirm besser, aber auch kompli­zier­ter – insbeson­dere dann, wenn man für den Home­screen ein anderes Hinter­grund­bild fest­legen will.

Gestern ist iOS 16 aufgetaucht, die neueste Version des iPhone-Betriebssystems. Das Highlight ist der neue Sperrbildschirm – der insbesondere dann schick aussieht, wenn man ein Bild hat, dessen Vordergrundmotiv vor der Uhr zu stehen scheint. (Dieser Trick funktioniert mit Bildern mit einem ruhigen Hintergrund oder mit Porträt-Bildern mit Tiefeninformationen.)

Doch das schicke Aussehen ist das eine. Bei den Funktionen habe ich ziemlich mit dieser Neuerung gehadert, weil sie nicht nur Fortschritt, sondern auch einen vermeintlichen Rückschritt zu bringen scheint.

Aber dazu komme ich gleich. Erst einmal der Hinweis, was er sonst noch kann. Er kann jetzt nämlich mit kleinen Informationshäppchen bestückt werden, sodass man den nächsten Termin oder die Wetterprognose sieht, ohne das Telefon entsperren zu müssen. Das ist nützlich, wenn man keine Smartwatch besitzt, auf der man derlei Informationen ablesen könnte.

Natürlich ist diese Neuerung hauptsächlich für Käufer des neuen iPhone 14 Pro und Pro Max gedacht: „Das neue iPhone-Betriebssystem erfreut und verwirrt“ weiterlesen

Wer hat den schönsten virtuellen Gipfel?

Die Schweizer Gipfel-Iden­ti­fi­zie­rungs-App Peakfinder hat in letzter Zeit Kon­kur­renz bekommen. Der gewich­tigste Heraus­for­derer is Peakvisor. Kann er bestehen?

Die ultimative «Was ist das für ein Berg?»-App ist natürlich Peakfinder (fürs iPhone und Android). Auf die sind wir hierzulande besonders stolz, weil sie von einem Schweizer Entwickler stammt und von internationalen Medien wie «National Geographic» gelobt wurde. Das haben wir selten.

Peakfinder, daran ist nicht zu rütteln, erfüllt den Zweck nach wie vor. Die Augmented-Reality-Erweiterung hat sie noch einmal aufgewertet. Sie erlaubt es, die Berge nicht nur als Konturlinien zu sehen, sondern als Überlagerung des Live-Kamerabilds. Das lässt dann keinen Zweifel mehr daran, welches Spitzchen welchen Namen trägt. Und wie auch «National Geographic» herausstreicht, funktioniert die App auch in der Wildnis, wo kein Mobilfunksignal hinreicht.

Trotz voller Zufriedenheit mit der App kam ich nicht umhin, ein Konkurrenzprodukt anzusehen: „Wer hat den schönsten virtuellen Gipfel?“ weiterlesen

Microsofts neue Video-App ist noch nicht reif für den grossen Auftritt

Windows 11 wird um die Video-App Clipchamp ergänzt. Die ist nur einfachen Projekten gewachsen, aber einfach in der Bedienung. Trotzdem fällt das Fazit zwiespältig aus.

Windows 11 hat mit dem 22H2-Update (mehr dazu hier) auch ein neues Videoschnittprogramm. Clipchamp heisst es, was bei mir böse Vorahnungen weckt: Der Name klingt, als ob Microsoft die Absicht verfolgen würde, ein cooles und hippes Programm abzuliefern. Das ist bekanntlich keine der Stärken des sympathischen Windows-Konzerns: Wenn er sich an die Jugend heranwanzt, kommen Dinge heraus wie der Windows Media Player.

Nichtsdestotrotz wage ich einen unvoreingenommenen Augenschein dieses Clipchamps, der übrigens auch im Microsoft Store aufzufinden ist.

Nach dem Start erscheint ein Willkommensbildschirm, der mehrere Optionen bietet: „Microsofts neue Video-App ist noch nicht reif für den grossen Auftritt“ weiterlesen