Die Smartphone-Kamera zweckentfremden

Die Kamera des Smartphones ist zum Fotografieren da. Man kann mit ihr «schöne» Fotos machen oder auch nur Dinge dokumentieren. Mein Radio-Gspändli Kevin zum Beispiel hat im Nerdfunk gesagt, dass er per Smartphone seinen Kühlschrank fotografiert, wenn er sich daran erinnern muss, noch einkaufen zu gehen.

Dass Leute den Parkplatz fotografieren, auf dem ihr Auto steht, scheint mir auch eine recht häufige Angelegenheit. Obwohl es dafür natürlich auch die passende App gäbe: Zum Beispiel Finden Sie Ihr Auto mit AR 4 fürs iPhone oder Car Finder AR für Android.

Man kann mit der Smartphone-Kamera noch viel mehr tun: Zum Beispiel QR-Codes scannen, Dokumente digitalisieren, Spiele spielen (iOS/Android), Visitenkarten ersetzen, Texte übersetzen, den Himmel erkunden, die Wohnung vermessen, Babys im Auge behalten. Und so weiter.

Ein paar der Möglichkeiten habe ich nun in einem Video zusammengefasst. „Die Smartphone-Kamera zweckentfremden“ weiterlesen

Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen

Die Sturköpfe sind die iCloud von Apple und das Windows-Betriebssystem von Microsoft.

Es kommt gelegentlich vor, dass ich von Familienmitgliedern, Kollegen und Bekannten in Computerthemen um Rat gefragt werde. Das ist mir unlängst wieder einmal passiert. Jemand aus meiner Familie – zum Schutz der Privatsphäre werden hier keine näheren Angaben zu dieser Person gemacht – hat mich um Rat gefragt.

Der Auslöser war ein Computer, der so langsam endgültig den Geist aufgibt. Es handelt sich dabei zufälligerweise um den Vorgänger meines aktuellen Windows-PCs, der inzwischen mindestens zwölf Jahre auf dem Buckel haben dürfte. Ich habe somit geholfen, ein Notebook in der passenden Preiskategorie auszusuchen und das in Betrieb zu nehmen.

Nun war das fragliche Familienmitglied neulich bei mir zu Hause, weil noch ein paar Dinge noch nicht so funktioniert haben, wie sie sollten. „Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen“ weiterlesen

Es lohnt sich vor allem für die Swisscom

Werbung zählt nun nicht so den grossen Errungenschaften der Menschheit. Die Werbung drängt sich einem auf und ist selten geistreich. Im Gegenteil: Sie hat oft eine allzu simple und obendrein irrelevante Botschaft. Und sie ist formal meist einfach gestrickt: Voll auf die Zwölf! Damit auch ja das dümmste Exemplar aus der Zielgruppe nicht zum Streuverlust wird.

Wenn Werbung meistens doof ist, dann ist es nun nicht sonderlich originell, an dieser Stelle eine unoriginelle Werbung anzuprangern. Aber genau das tue ich: Und ich frage, ob die Leute bei der Swisscom, die diese Werbung in Auftrag gegeben haben, eigentlich noch alle Latten am Zaun haben.

Also, es geht um ein Plakat, das ich seit ein paar Tagen jedes Mal sehe, wenn ich die Unterführung beim Bahnhof Winterthur passiere. Und das mich jedes Mal triggert, wenn ich daran vorbeigehe. Meine allergische Reaktion dürfte damit zu tun haben, dass es das übliche bescheidene Niveau der Werbung – und speziell der Werbung in Plakatform – noch unterschreitet. Es handelt sich um eine Botschaft, die anscheinend vom jüngsten, gescheitesten, bescheidensten und ehrlichsten Mann auf diesem Planeten inspiriert wurde. „Es lohnt sich vor allem für die Swisscom“ weiterlesen

Wie steht es eigentlich um die private Streaming-Kopie?

In diesem Blog ging es schon diverse Male ums Youtube-Rippen, das Herunterladen von Inhalten von der Videoplattform: Zum Beispiel hier, hier oder hier. Es gibt gute Gründe, das zu tun. Erstens natürlich, um sie auch ohne gute Internetverbindung ansehen zu können. Zweitens, weil man sie besonders gründlich ansehen will und nicht jedes Mal mit der Werbung belästigt werden möchte.

Und drittens fürs Archiv. Im Beitrag Glasnost bei Google habe ich dargelegt, dass bei Youtube jeden Monat Millionen von Videos gelöscht werden. Ich habe nicht herausgefunden, wie gross der Anteil der verschwundenen Videos an der Gesamtmenge des Youtube-Bestandes ist. Er muss aber beträchtlich sein. „Wie steht es eigentlich um die private Streaming-Kopie?“ weiterlesen

Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis

Wer mein berufliches Schaffen verfolgt und zufällig meine Artikel von 2009 noch auf dem Schirm hat, wird sofort festgestellt haben, dass das neue Patentrezept-Video ein Remake des Artikels «Mobile Begleiter und ihr besonderes Schutzbedürfnis» von 2009 ist.

Die Betriebssysteme haben sich seitdem gewandelt, doch die Tipps sind grosso modo natürlich die gleichen geblieben:

  • Erstens: Schütze deine Daten, sodass sie selbst dann sicher sind, wenn der Computer abhanden kommt und in falsche Hände gerät.
  • Zweitens: Sorge dafür, dass deine Kommunikation privat bleibt, selbst wenn du dubiose WLAN-Netze verwenden musst.
  • Und drittens: Treffe Vorkehrungen, damit du deinen Laptop aufspüren könntest, wenn du ihn aus Versehen irgendwo liegen lassen solltest.

Erfreulicherweise ist es in den letzten zehn Jahren einfacher geworden, diese drei Punkte zu erfüllen. Mit anderen Worten: Die Betriebssysteme haben sinnvolle Verbesserungen erfahren. „Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis“ weiterlesen

Diese Dinos sind nicht mehr ganz taufrisch

Wenn ihr denkt, das Mesozoikum sei lange her – dann denkt mal an die 1990er-Jahre!

Heute geht es um einen alten Hut. Der heisst «Jurassic Park» und war 1993 ein Riesending im Kino. Man erinnert sich vielleicht noch. Steven Spielberg hat sich einen Stoff von Michael Crichton vorgenommen. Man hat damals geschwärmt, wie lebensecht die Dinosaurier doch zum Leben erweckt worden seien. Zwar nicht mittels modernster Genetik. Aber immerhin mit zeitgemässer Filmtechnik.

Ich fürchte, «Jurassic Park» hat den Test der Zeit nicht bestanden. Aus heutiger Sicht wirken die Hauptfiguren, die Velociraptoren, die Stegosauri und Dilophosauri, etwas mechanisch und ungelenk. Denn heute lassen sich mit dem Budget einer mittleren Fernsehserie mehr gruselige Kreaturen in die Handlung einbauen als vor 26 Jahren mit einem Hollywood-Budget (63 Millionen US-Dollar hat er gekostet).

Gut, es gibt auch andere Ansichten. Hier wird behauptet, der Film sei noch immer der grösste CGI-Streifen aller Zeiten. Scheint mir unplausibel, zumal der digitale Anteil mit 14 Minuten gering ist. Der grösste Teil der Effekte wurde animatronisch mittels Modellen erzeugt.

Ich habe den Film damals im Kino gesehen. Ich erinnere mich, dass ich mässig beeindruckt war. „Diese Dinos sind nicht mehr ganz taufrisch“ weiterlesen

So kommt Bewegung in die Sache

Es gibt dieses Mittelding zwischen stehendem Foto und Video. Es gibt dafür noch keinen guten Gattungsbegriff. Apple nennt es Live Photo (ja, wirklich, mit Ph, als ob der Apfel-Konzern in den 1990ern stecken geblieben wäre). Ich habe auch schon die Bezeichnung Bewegtfoto gelesen, in Englisch moving image. Und früher hat man Solcherlei auch mal kurz Vine genannt.

In Anlehung an Harry Potter und die hyperaktiv wirkenden Daily-Prophet-Fotos könnte man sie auch Potterpix nennen. Oder Lifeprint, wie dieser Drucker, der offenbar Fotos ausdruckt, die sich tatsächlich bewegen. Der ist, wen wundert es?, in einer Kooperation mit dem Filmstudio Warner Brothers entstanden, damit man ihn auch standesgemäss vermarkten kann.

Und auch wenn diese zuckenden Bilder noch keinen vernünftigen Namen haben, sind sie allemal faszinierend. „So kommt Bewegung in die Sache“ weiterlesen

Diese App sollte Adobe Angst einjagen

Kürzlich gab es im Apple-App-Store Affinity Designer von Serif Labs für fürs iPad für günstige 16 Franken zu kaufen. Das ist ein Vektorgrafikprogramm, das sich für Leute anbietet, die mit Adobe Illustrator nicht zurechtkommen oder der Adobe Creative Cloud müde sind.

Und es ist ideal für Leute wie mich, die zwar von Vektorgrafik keine Ahnung haben, aber vielleicht mal ein simples Logo oder Symbol basteln, ein Kärtchen oder einen einfachen Situationsplan zeichnen möchten – oder die schon in den 1990er-Jahren mit CorelDraw nichts anzufangen wussten. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man sich auch mit dem Open-Source-Programm Inkscape über die Runden retten oder einen Versuch mit Krita wagen kann. Oder man wendet sich gleich dem Web und gravit.io oder vectr.com zu.

Aber hier soll es wie gesagt um Designer gehen. Nach dem Start lässt diese App keinen Zweifel daran, dass ich ein denkbar inadäquater Nutzer bin. „Diese App sollte Adobe Angst einjagen“ weiterlesen

Hansdampfinnen in der Podcastgasse

Ich habe unlängst einen Ausflug in die Gefilde der Sex-Podcasts unternommen und bin reichlich unbefriedigt zurückgekehrt. Daraufhin hat Kafi Freitag mir einen eindeutigen Vorschlag gemacht:

Hör besser unseren. Wir haben eine voll ehrliche, extrem aufregende Sexrubrik.

Kafi Freitag ist ihres Zeichens Schweizer Erfolgsbloggerin und Hansdampfin in diversen Gassen  (oder heisst es «Hänsinnendampf in diversen Gassen»?). Sie war auch schon bei mir im Nerdfunk, und zwar als der noch Digital hiess. Anno dozumal ging es zwar nur um vergleichsweise unheikle Themen, aber interessant war es trotzdem.

Und es kommt noch etwas dazu: Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich hier Podcasts aus aller Welt bespreche, doch noch nie einheimisches Schaffen gewürdigt habe. Das hat auch damit zu tun, dass Podcasts aus der Schweiz ziemlichen Seltenheitswert haben. Warum das so ist, wäre ein anderes Thema – das wir dann vielleicht demnächst im Nerdfunk erörtern werden, wo wir einen Gast zu Besuch haben werden, der zu der raren Spezies der Schweizer Podcaster zählt.

Also, darum heute eine Empfehlung zu einem Schweizer Podcast, dem ihr eine Chance geben solltet. Kafi am Freitag heisst er und man kann ihn via Spotify hören. Oder (so, wie es Gott gewollt hat) als RSS-Feed in seinem Podcatcher abonnieren. „Hansdampfinnen in der Podcastgasse“ weiterlesen

Automatische Passwortabfüllung

Im Beitrag Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac habe ich Kypass vorgestellt. Das ist eine App zur Verwaltung von Passwörtern, die es fürs iPhone und für den Mac gibt, und die Keepass für Windows hervorragend ergänzt.

Heute komme ich mit einem kurzen Tipp auf das Thema zurück – und zwar in einem eigenen Beitrag, weil es um eine kleine, aber wirklich nützliche Neuerung bei iOS geht. In den Einstellungen gibt es bei Passwörter & Accounts die Unterrubrik Automatisch ausfüllen. Dort kann man die Option, Passwörter in Apps und Websites automatisch einzutragen, ein- und ausschalten.

Und hier ist der eigentliche Trick: „Automatische Passwortabfüllung“ weiterlesen