Freiheit für Podcasts

In den Anfangs­zeiten konnte man jeden Podcast herun­ter­laden und damit machen, was einem be­liebte. Das klappt immer sel­tener. Darum hier die An­lei­tung, wie man Pod­casts trotz­dem sichert.

Podcasts sind Kinder des freien Internets: Sie bestehen aus einer offenen Audiodatei, die friedlich auf einem Server liegt, um auf die Art und Weise genutzt zu werden, wie es der Hörerin und dem Hörer am besten passt. Sie/er kann sie im Browser abspielen, über das Smartphone und eine Podcatcher-App konsumieren oder auch herunterladen, um sie auf die Hifi-Anlage zu streamen.

So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis ist es leider so, dass immer mehr sogenannte Podcasts auf geschlossenen Plattformen verschwindet. Spotify ist an dieser Entwicklung nicht unschuldig, aber sie wäre wohl so oder so eingetreten. Und ja, eigentlich sollte man solche Audio-Darbietungen nicht Podcast nennen. Wir alle hätte protestieren sollen, als sich Spotify den Begriff angeeignet hat.

Doch auch bei den nicht-exklusiven Podcasts, die eigentlich frei verfügbar sein müssten, sind die Nutzungsmöglichkeit oft eingeschränkt: „Freiheit für Podcasts“ weiterlesen

Eine Auszeit von der Apple Watch

Meine On-Off-Beziehung mit Apples smarter Uhr ist in eine Off-Phase getreten. Aus einem nichtigen Grund habe ich sie an den Nagel gehängt und die Karenz dann verlängert: Was mir nun fehlt – und was nicht.

Mit der Apple Watch habe ich eine On-Off-Beziehung: Ich habe ein Leihexemplar zum Schweizer Start 2015 getestet, mir damals selbst aber keine eigene Uhr gekauft. Zum fünften Geburtstag habe ich mich auf die Series 5 eingelassen und die bis vor kurzem getragen; zuletzt im Wechsel mit einem Modell aus der Series 7.

Von hundert auf null in einem Tag – Apples Fitness-App kann so grausam sein.

Nun habe ich mir – oder, wenn man so will, der Uhr – eine Auszeit gegönnt. Der Auslöser war eine Trotzreaktion meinerseits.

Ich hatte für das Osterwochenende im Ausland das Ladekabel der neuen Series 7 eingepackt, dabei aber übersehen, dass die keinen USB-A-, sondern einen USB-C-Anschluss hat. Da ich keinen passenden Adapter dabei hatte, konnte ich die Uhr nicht aufladen.

Das hatte zur Folge, dass ich meine Ringe nicht füllen konnte und meine Strähnen bei den drei Ringen Bewegen, Trainieren und Stehen nach mehr als zwei Jahren abrupt und brutal abgerissen ist.

Darüber war ich so frustriert, dass ich die Uhr mit Nichtbeachtung bestraft und in die Schublade gelegt habe. Naheliegend wäre, natürlich, eine schnelle Versöhnung gewesen. Doch während der zwei Tage ohne die Uhr habe ich festgestellt, dass die Watch ohne Zweifel das Gerät aus dem Hause Apple ist, zu dem ich das zwiespältigste Verhältnis habe. Um diese Selbsterkenntnis zu vertiefen, bleibt sie vorerst dort, wo sie gerade ist.

Was mich aber nicht daran hindert, die Sache hier im Detail zu diskutieren. „Eine Auszeit von der Apple Watch“ weiterlesen

Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest

Das Open-Source-Programm Dropit spart Zeit und manuelle Arbeit: Es auto­mati­siert nicht nur das Verschie­ben und Ko­pieren von Dateien, sondern kann sie auch umbe­nen­nen, ver­schlüs­seln oder ent­schlüs­seln, kompri­mieren und de­kom­pri­mieren.

Wie versorgt man Dateien unter Windows am einfachsten im passenden Ordner? Diese Frage habe ich neulich ausführlich erörtert und die Schnellzugriff-Leiste im Explorer propagiert.

Diese Lösung erfüllt den Zweck, ist aus Nerd-Sicht aber nur mässig befriedigend – weil nicht sonderlich nerdig. Eine App, die diesen Anspruch erfüllt, wäre Dropzone (Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen). Sie hat leider den Nachteil, dass es nur für den Mac existiert und scheinbar bei Windows bislang keine Nachahmung gefunden hat.

Alternativeto (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt als Alternative für Windows das Programm Dropit vor: „Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest“ weiterlesen

Was die Nachbarn zu sagen haben

Auf der Suche nach einem sozia­len Netz­werk, das aus Spass und nicht bloss aus Gewohn­heit zu nutzen wäre, bin ich bei der «hyper­loka­len Com­munity» Jodel gelandet. Gab es einen dort Freu­den­schrei?

Facebook geht mir zunehmend auf die Nerven, Instagram ist seit Jahren kaputt und Twitter ist seit Elon Musks Eskapaden auch nicht mehr das Wahre. Man könnte nun hoffen, dass das Anzeichen dafür sind, dass diese traditionellen sozialen Medien auf das Ende ihrer Lebenszyklen zusteuern und ein Generationenwechsel bevorsteht.

Ich teile die Hoffnung, gebe mich allerdings keinen Illusionen hin: So schnell werden wir Zuckerberg und Musk nicht los – dafür ist die Übernahme von Twitter ein beredtes Beispiel. Mit den 44 Milliarden, die er für den Deal hinblättern will, hätte man eine tolle, neue Plattform aus dem Boden stampfen können. Doch weil es schwierig bis unmöglich ist, eine kritische Masse von Nutzern zum Wechsel zu bewegen, hat der Aufkauf einer bestehenden Plattform mehr Aussicht auf Erfolg.

Mit anderen Worten: „Was die Nachbarn zu sagen haben“ weiterlesen

Unter Windows Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert verräumen

Der «Schnellzugriff» des Windows Explorers hilft, Dokumente kurz und schmerzlos in die richtige Ablage zu verschieben. Darum hier Tricks, wie sich der «Schnellzugriff» ausreizen lässt.

Klickt man bei Windows mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner, erscheint das Kontextmenü, in dem es unter anderem den Menüpunkt Senden an gibt. In dem wiederum finden sich diverse Ordner und Befehle. Wählt man einen Ordner aus, wird die markierte Datei dorthin verschoben oder kopiert. Man kann auch Programme dort deponieren, mit denen man dann Aktionen mit der ausgewählten Datei in Gang setzen kann.

So unscheinbar dieser Senden an-Befehl auch ist: Ich nutze ihn dauernd. Er hilft mir bei der Organisation meines Dateiablage: Ich habe die wichtigsten Ordner verknüpft, sodass heruntergeladene Dateien mit zwei Klicks aus dem Ordner Downloads sinnvoll verräumen kann. Das Gleiche tue ich mit Objekten, die ich via Onedrive zwischen Computern austausche.

Ich habe mir seinerzeit sogar einen Trick überlegt, wie ich den Senden an-Befehl noch besser an meine Bedürfnisse anpassen kann: „Unter Windows Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert verräumen“ weiterlesen

Schnelle Langzeitbelichtungen

Die Spectre Kamera-App macht Langzeit­belich­tungen mit dem iPhone: Ob bei Tag oder Nacht, man foto­gra­fiert einige Sekunden und erhält dank Bild­sta­bi­lisa­tion auch aus der Hand un­ver­wackel­te Fotos.

Seit dem iPhone 11 gibt es den Nachtmodus: Er macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen eindrückliche Fotos. Ich nehme an, dass er das mit dem gleichen Trick tut, mit dem auch Astronomiefotografen operieren: Sie machen während ein paar Minuten oder ein paar Stunden eine Reihe von Bildern, die dann zu einer Aufnahme zusammengerechnet werden. Man nennt das auch Exposure-Stacking.

Da für eine solche Aufnahme länger als üblich belichtet wird, ist die Bildstabilisation entscheidend: Nur wenn sich alle Fotos deckungsgleich übereinanderlegen lassen, entsteht ein schönes Resultat. Der Nachtmodus lässt keinen Zweifel daran, wie toll die Bildstabilisation beim iPhone ist: Selbst wenn man aus der Hand fotografiert, ist das Bild – wenn man nicht schlimm zittert – so scharf, dass bei Aufnahmen mit Nachthimmel sogar Sternchen zu sehen sind.

So toll ich den Nachtmodus finde, sosehr habe ich etwas bedauert: „Schnelle Langzeitbelichtungen“ weiterlesen

Einmal alles zum Mitnehmen, bitte

Die Wordpress-Erweiterung WP RSS Aggregator zieht Inhalte von mehreren Quellen zusammen und zeigt sie, laufend aktualisiert, auf einer Website an – und zwar ohne, dass der Nutzer selbst einen RSS-Reader nutzen müsste. Ich schildere konkrete Anwendungsfälle.

Seit Juni 2012 gibt es in der Rubrik Werkschau und Linkstau eine Übersicht meiner neuen Artikel und Podcast, die ich in (mehr oder weniger) regelmässigen Abständen von Hand zusammenstelle.

Es gibt zwei Probleme mit dieser Übersicht: Erstens muss ich sie von Hand zusammenstellen. Und zweitens ist sie immer nur dann aktuell, wenn ich das gerade getan habe. Schon eine Woche später fehlen die allerneuesten Beiträge – also typischerweise jene, die gerade am meisten interessieren.

Ich habe mir darum überlegt, wie sich dieses Problem beheben liesse. Es bestand bis anhin in den unterschiedlichen Quellen. Da es nicht auf allen Websites einen passenden RSS-Feed gibt, kann ich die nicht automatisch zusammenziehen und in einem konsolidierten Liste anbieten, so wie es mir vorschweben würde.

Doch zum Glück gibt es dafür seit einigen Wochen eine Lösung: „Einmal alles zum Mitnehmen, bitte“ weiterlesen

No sponsored content in this blog. (Goddam it!)

Warum es sinnlos ist, mir Mails mit der Anfrage zu schicken, ob man hier im Blog bezahlte Inhalte unterbringen kann. Nein, kann man nicht.

Eine Nebenwirkung meines Umstiegs auf WordPress besteht in einem vergrösserten Mailaufkommen. Ich bekomme inzwischen täglich Mails von Leuten, die fragen, was es wohl kosten würde, hier im Blog einen Beitrag unterzubringen – natürlich ohne, dass irgendwo steht, dass es sich um einen gesponsorten Beitrag handelt.

Ich mache mir noch nicht einmal die Mühe, diesen Leuten zurückzuschreiben, sondern markiere ihre Mails unzeremoniell als Spam. An dieser Stelle nehme ich ausserdem die Gelegenheit wahr, ihnen mitzuteilen, dass ich sie für Arschkrampen halte, die meine Zeit  verschwenden: „No sponsored content in this blog. (Goddam it!)“ weiterlesen

Apple, das spassbefreite Unternehmen

OldOS ist eine App, die detailgetreu iOS 4 simuliert, das bald zwölf­jährige iPhone-Betriebs­system. Die zum Laufen zu bringen, ist knifflig – genau­so wie andere Nos­tal­gie­pro­jek­te, z.B. zur Wieder­bele­bung des iPods.

Ich verstehe Apple nicht. Da gibt es diesen Typen, Zane bzw. @zzanehip auf Twitter, der etwas gemacht hat, das ich gleichzeitig toll und fragwürdig finde. Er hat nämlich iOS 4 als iPhone-App nachgebaut.

Die App OldOS simuliert das Betriebssystem, das im Juni 2010 herausgekommen ist und auf dem iPhone 3G lief, später dann auch auf dem 3GS. Doch natürlich ist diese App nicht im Store zu finden. Wenn man sie verwenden möchte, muss man entweder so viel Glück haben, via Testflight an eine Test-Installation heranzukommen – die Kontingente sind aber, so weit ich sehen kann, restlos aufgebraucht. Es lohnt sich aber, Zane auf Twitter zu folgen, weil er ab und zu neue Links postet, auch von Leuten, die OldOS über einen eigenen Testflight-Account zur Verfügung stellen.

Zweite Möglichkeit: „Apple, das spassbefreite Unternehmen“ weiterlesen

Was ist dran am Gerücht, dass unsere Handys und PCs uns belauschen?

Immer wieder bin ich mit der Frage kon­fron­tiert, ob es so ist, dass Face­book – oder auch Google – mitlau­schen und heraus­fin­den, worüber wir mit unseren Freunden reden, um uns dann passende Werbung zu ser­vieren. Was ist dran an dieser Ver­mu­tung?

Es gibt eine Frage, mit der in schöner Regelmässigkeit konfrontiert werde. Sie lautet: Hören die Tech-Konzerne uns via Smartphone und Computer unsere Gespräche ab? Der Ausgangspunkt ist immer der Gleiche: Jemand hat sich offline mit jemand anderem über ein Thema unterhalten und hinterher Werbung zum besprochenen Thema angezeigt bekommen.

Klar: Technisch wäre ein solcher Lauschangriff möglich: Siri, Google Assistant und Amazon Alexa zeigen auf, wie weit das Verständnis der Maschinen für gesprochene Sprache geht. Aber ist es auch wahrscheinlich, dass das passiert?

Ich erkläre gleich, was ich den Leuten jeweils auf diese Frage antworten. Aber erst eine Bitte an euch: „Was ist dran am Gerücht, dass unsere Handys und PCs uns belauschen?“ weiterlesen