Es war so ein raffinierter Plan, wie sich Streitereien in den sozialen Medien quasi nebenbei schlichten lassen. Ich habe dafür sogar eine Firefox-Erweiterung programmiert (na ja, programmieren lassen). Wochen später zeigt sich: Das Projekt ist auf ganzer Linie ein Flop. Warum? Eine selbstkritische Analyse.
Schlagwort: Der Online-Shit der Woche
Hier prangere ich konkrete Fehlentwicklungen im Internet an.
Einer meiner Blogposts ist aus Google verschwunden. Schuld ist ein unbekannter Hintermann, der nicht möchte, dass ich über Infuse- und VLC berichte. Zu diesem Zweck zweckentfremdet er das US-Urheberrecht (DMCA). Den Beitrag wieder freizuschalten, ist mit erheblichen Risiken verbunden.
Es ist kein Geheimnis, und trotzdem tut niemand ernsthaft etwas dagegen: Seit mehr als einem Jahrzehnt greift der Kreml in Wahlen ein, manipuliert die öffentliche Meinung und flutet die sozialen Medien mit Deepfakes. Acht Thesen, die diese Gleichgültigkeit (vielleicht) erklären.
In den sozialen Medien ist es zu einer Art Volkssport geworden, den Schindluder mit KI-Texten zu verteidigen oder kleinzureden. Hier meine (höchstselbst fabrizierte) Gegenrede.
Noch vor Wochen schien es, als ob Flut an KI-generiertem Müll in den sozialen Medien den letzten Rest an Authentizität verdrängen würde. Inzwischen wird die Gegenbewegung sichtbar. Die Anti-Slopper halten mit der ketzerischen Frage «Ist das KI?» dagegen. Und die Slop-Satire entwickelt sich zu einer eigenen Kunstform.
Und nein, in Wirklichkeit freue ich mich gar nicht über dieses unangebrachte Mass an Aufmerksamkeit. Im Gegenteil: Ich nerve mich, dass die Facebook-Algorithmen meine kleine Lästerei mit so viel Reichweite belohnten. Und darüber, dass die Leute den Post nicht einfach ignorierten.
2005 gehörte Kwerfeldein.de zur Speerspitze der deutschsprachigen Bloggerszene. Zwanzig Jahre später werden die Überreste von einem dieser Suchmaschinenoptimierer gefleddert. Ein Niedergang, symptomatisch für das ganze unabhängige Web.
Bei der Abstimmung zur Klimafonds-Initiative kam ein Bild zum Einsatz, das streng nach künstlicher Intelligenz riecht. Welche Anzeichen es für die Manipulationen gibt – und warum der Nano-Banana-Einsatz in diesem Kontext ein riesiger Schnitzer wäre.
Rührselige Tiergeschichten und ein bekehrter Stierkämpfer: Auf Facebook dominieren emotionale Pseudonews. Und auch wenn dieser Informationsmüll harmlos wirkt, so richtet er echten Schaden an.
Weil Youtube absurd unfähig ist, mein Alter abzuschätzen, hatte ich die Idee für einen Ausweg: Hier mein Vorschlag, wie die grossen Plattformen kindersicher werden – ganz ohne E-ID und Jahrgangs-Nachweis.
Statt herauszufinden, warum meine Schulter schmerzt, habe ich mich von Physiotest.ch fast in eine Abofalle locken lassen.
Es ist traurig, aber wahr: Windige Trickserei bringt mehr Geld ein als ehrliches Bloggen. Und zwar massiv mehr. Hier verrate ich euch die Methode.