Trackt die Smartwatch eigentlich auch den Sex?

Eigentlich eine Frage des Datenschutzes. Doch in Zeiten wie diesen fragt man sich eher: Ist das eine probate Methode, diese Ringe zu schliessen?

Wenn man eine Smartwatch oder irgend ein Fitness-Gadget trägt, dann fällt einem irgendwann einmal ein dicker, fetter Elefant auf, der plötzlich im Raum steht. Ich will nun nicht behaupten, dass dieser Elefant ein aphrodisierendes Parfüm aufgelegt hat und Strapse trägt. Aber er ein bisschen aufreizend ist er schon. Denn es geht an dieser Stelle um den guten alten Geschlechtsverkehr.

Dieser Elefant im Raum – oder für Leute, die mit der Metapher aus dem angelsächsischen Sprachraum nicht vertraut sind – die nie gestellte, aber offensichtliche Frage zu den Smartwatches lautet: «Merkt das Ding eigentlich, wenn ich Sex habe?»

Diese Frage stellt sich für Leute, die sie für sich bejahen können  – aber auch für die Asexuellen und Enthaltsamen.

Denn ob aktiv oder nicht, es gibt in beiden Fällen Gründe, dass man das Wann und Wann-nicht und das Wie-oft oder Wie-oft-nicht für sich behalten möchte. „Trackt die Smartwatch eigentlich auch den Sex?“ weiterlesen

Philips und der Kundendienst

In unserem Haushalt haben sich recht viele Gegenstände von Philips angesammelt: Dieser Kopfhörer, solche Babyfläschchen, eine LED-Lampe aus der Vor-Hue-Ära, ein Fernseher (2008) und der Langhaarschneider QC5570/32, den ich im Beitrag Haarschnitt, selbstgemacht besprochen habe.

161118-philps-langhaarschneider-qc5570-32-1.jpg
Ähh… wo ist nochmal die Seriennummer?

Dieser Haarschneider bot mir neulich einen Grund, mich mit dem Support von Philips auseinanderzusetzen. Einer der Aufsätze, der so genannte «Präzisionskamm mit fünf feststellbaren Längeneinstellungen von ein bis drei Millimetern» ist nämlich nach wenigen Einsätzen kaputtgegangen. Das hatte zur Folge, dass die Längeneinstellung eben nicht mehr feststellbar war. Und obwohl so eine Frisur mit einer nach dem Zufallsprinzip variierten Haarlänge auf manche Leute wahrscheinlich einen gewissen Reiz ausüben würde, ziehe ich dennoch eine konstante, von mir bestimmte Länge vor.

Es bestand also Handlungsbedarf. Als erstes habe ich, wie ein vernünftiger Mensch das tut, ein Mail an den Suport geschrieben. Man hat mir daraufhin beschieden, man würde mir gerne helfen, aber ohne Seriennummer würde gar nichts gehen. Ich habe zwar die Modellnummer herausgefunden, aber eine Seriennummer war partout nicht aufzutreiben. Klickt man auf der Supportseite auf den Link Wo finde ich die Seriennummer, dann erscheint diese Grafik hier, die offensichtlich von einem Fernseher stammt.
„Philips und der Kundendienst“ weiterlesen

Flattr ist gescheitert, 0-Click ist die Lösung

Flattr als Social-Payment-Service hat die Erwartungen nicht erfüllt. Mit Medienprodukten Geld zu verdienen, bleibt extrem schwierig. Wie könnte es weitergehen? Ich propagiere ein System, das die Medienbranche revolutioniert. Es heisst 0-Click und führt am Ende sogar dazu, dass Werbung nicht mehr lästig ist.

Inhalte im Internet zu Geld zu machen: Ein Thema, über das ich mich in letzter Zeit mit diversen Leuten unterhalten habe. Andreas Von Gunten hat mir gesagt, Paywalls würden nicht funktionieren. In privaten Gesprächen habe ich vor allem Ratlosigkeit gehört – und Unsicherheit, wie das noch weitergehen könnte.

So hat man Medien gestern verkauft. Aber wie könnte es heute gehen?

Dieses Blog ist mein kleines Versuchsprojekt in Sachen Geld verdienen mit dem Internet. Und bei dem ist die Diskrepanz zwischen meinen Ansprüchen Wünschen und der Realität unübersehbar. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Werbung von Google. Adsense bezahlt die Domäne und das Hosting und wirft ein bescheidenes Taschengeld ab.

Flattr andererseits ist auch zwei Jahre nach der Einführung hier im Blog völlig vernachlässigbar. (Was nicht heisst, dass ich den treuen Seelen, die mich ab und zu flattern, nicht dankbar wäre!) Diese Tatsache kann Selbstzweifel wecken: Biete ich zu wenig Interessantes an? Schreibe ich langweilig oder an den Lesern vorbei? Habe ich die Zeichen der Zeit verpasst? Sprich: Sollte ich die sattsam bekannten Klicksteigerungsmechanismen der grossen Online-Medien adaptieren?
„Flattr ist gescheitert, 0-Click ist die Lösung“ weiterlesen