Ist dieses virale Social-Media-Posting bloss eine Liebeserklärung an die Siebzigerjahre, als der Alltag noch einfach, die Eltern unkompliziert und das Leben frei von «moralisch aufgeladenem Lifestyle-Zirkus» war? Oder ist es doch eher eine perfide Methode, einen Kulturkampf anzufachen?
Schlagwort: Evergreen
Zeitlose Beiträge, mit denen sich auch eine Lücke in einem anderen Medium würde stopfen lassen, sollte eine solche unerwartet auftauchen.
Gewichtige Stimmen rufen das Ende des Text-Zeitalters aus und prognostizieren, das bewegte Bild werde die schriftlichen Medien ablösen. Zeit, mit dem Bloggen aufzuhören? Ich tue das Gegenteil und feiere den Buchstabensalat für das, was er kann und was er ist.
Die künstliche Intelligenz als Beraterin in Liebesdingen? Ich lasse 13 Sprachmodelle gegeneinander antreten und verrate euch, warum ihr eher auf Deepseek, Mistral und Jimmy als auf ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude hören solltet.
Eine Revue von zehn digitalen Kulturtechniken, die teils nostalgische Gefühle wecken und manche von der guten™ alten™ Zeit™ schwärmen lassen – und die teils zu Recht auf der Müllhalde der digitalen Geschichte landeten: vom Defragmentieren übers Terminieren bis hin zur Mauspflege und der Modemzähmung.
Noch vor Wochen schien es, als ob Flut an KI-generiertem Müll in den sozialen Medien den letzten Rest an Authentizität verdrängen würde. Inzwischen wird die Gegenbewegung sichtbar. Die Anti-Slopper halten mit der ketzerischen Frage «Ist das KI?» dagegen. Und die Slop-Satire entwickelt sich zu einer eigenen Kunstform.
Das Autotelefon führte über Jahrzehnte ein Nischendasein, das nur von Taxifahrern und Aussendienstmitarbeitern genutzt wurde. Es brauchte einen nerdigen Zürcher Privatdetektiv, damit die Öffentlichkeit überhaupt Notiz vom kommunikativen Fortschritt nahm.
Hier ist sie, die Top 9 der poetischsten Begriffe aus dem Lexikon der Cybersicherheit: schöne und kreative Wortkreationen, die überaus garstige Dinge bezeichnen.
Welches die abgedroschensten Phrasen, dümmsten Plattitüden und hohlsten Redewendungen auf Linkedin, Twitter, Bluesky und Facebook sind – und was sie über die Leute verraten, die sie gedankenlos verwenden.
Ist es Inkompetenz oder der wohlweisliche Versuch, Kundinnen und Kunden für immer von weiteren Supportanfragen abzuschrecken? Eine Theorie, getestet an Amazons Hörbuchverlag.
Verschenkte der Facebook-Chef vor 15 Jahren eine einmalige Chance, als er nicht wie erwartet eine Abogebühr einführte? Wären die sozialen Netze heute besser dran, wenn wir User nicht den Werbetreibenden zum Frass vorgeworfen worden wären? Die Antwort ist erstaunlicherweise ein Nein.
Positionsmarke, Peilanzeiger, Fadenkreuz, Leuchtpunkt oder doch Lichtpunktzeiger? Wie dieses blinkende Ding auf dem Bildschirm heissen sollte, war in der Schweiz während Jahrzehnten ein Rätsel.
Was wäre das Christentum heute, wenn es zu Jesu Zeiten Smartphone und mobiles Internet gegeben hätte? Die grossen Sprachmodelle von ChatGPT bis Perplexity müssen antreten, um ihre Fähigkeit zur kontrafaktischen Geschichtsschreibung unter Beweis zu stellen – mit der Gefahr, dass religiöse Gefühle verletzt werden.