Tana Frenchs «In the Woods» verbindet einen Mordfall im irischen Kleinstadtmilieu mit einem psychologisch aufgeladenen Ermittlertrio und einer verstörenden Kindheitserinnerung. Der Roman setzt auf Atmosphäre und starke Dialoge. Beim Plot müssen wir Abstriche in Kauf nehmen.
Kategorie: Nerdliteratur
Bücher und Hörbücher aus den Bereichen Sciencefiction und Fantasy. Manchmal auch ganz normale Geschichten mit einem technischen Aspekt. Oder auch ohne – wenn die Geschichte so gut ist, dass auch ein Nerd seine Zeit damit verbringen sollte.
Benjamin von Stuckrad-Barres «Udo Fröhliche» ist weniger klassische Biografie als eine lockere, essayistische Annäherung an Udo Lindenberg. Das Buch ist ein literarisches Denkmal, manchmal sprunghaft, aber in der Sprache seinem Gegenstand hundertprozentig angemessen.
Was friedlich auf Amrum beginnt, artet zu einem erbarmungslosen Kampf der Spione aus: «Kälter» von Andreas Pflüger besticht durch eine taffe Heldin, die authentische Atmosphäre im Kalten Krieg und durch eine grossartige Sprache.
Mit einer Zeitmaschine würde ich mich davon abhalten, diese Bücher zu lesen: «Extracted» und «Executed» von RR Haywood ist eine Sciencefiction-Trilogie, die temporal an der Stelle tritt.
Lizard ist die Heldin aus Gina Mayers Kinderbuchreihe «Stadt der bösen Tiere». Von ihr lernen wir, Gut und Böse zu unterscheiden – selbst wenn sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen.
RR Haywood ist einer der erfolgreichsten Autoren, die ihre Werke im Selbstverlag veröffentlichen. Das ermögliche ihm maximale künstlerische Freiheit, sagt er. Doch seinem Thriller «Gaslit», so spannend er auch ist, hätte eine professionelle Nachbehandlung gut getan.
Die wirtschaftliche Zukunft der Menschheit liegt in den Tiefen des Sonnensystems: «Delta-V» von Daniel Suarez ist ein spannendes Weltraumabenteuer mit einem Unterton von Kapitalismuskritik.
«Verhängnisvoller Champagner» ist der achte Teil von Tom Hillenbrands Reihe zum ermittelndem Chefkoch Xavier Kieffer. Der Fall um den Tod eines Schaumweinproduzenten belebt und erfrischt, aber er steigt nicht zu Kopf.
J. K. Rowling übt keine Gnade: weder mit Robin Ellacott und Cormoran Strike, denen sie in «The Hallmarked Man» («Der Tote mit dem Silberzeichen») aufreibende Ermittlungen aufbürdet – noch mit uns, der Leserschaft, die es mit einem komplexen, dicht erzählten Fall zu tun bekommt.
Wie lebt es sich in einer Welt, in der der Staat die totale Kontrolle über die Daten und das digitale Leben seiner Bürger ausübt? Gar nicht so schlecht, oder? Zumindest, wenn man «Der Würfel» von Bijan Moini nicht zu Ende liest.
Die Helden unserer Jugend, die mit uns gealtert sind: In «Die Auferstehung» lässt Andreas Eschbach die drei Fragezeichen in einem kniffligen Fall antreten, in den auch Google verwickelt ist.
«Maze Runner» ist für eine Geschichte, die in weiten Teilen in einem Labyrinth spielt, zu gradlinig gestrickt. Und es fehlt ihr an Gefühlen und Testosteron.