J. K. Rowling übt keine Gnade: weder mit Robin Ellacott und Cormoran Strike, denen sie in «The Hallmarked Man» («Der Tote mit dem Silberzeichen») aufreibende Ermittlungen aufbürdet – noch mit uns, der Leserschaft, die es mit einem komplexen, dicht erzählten Fall zu tun bekommt.
Kategorie: Nerdliteratur
Bücher und Hörbücher aus den Bereichen Sciencefiction und Fantasy. Manchmal auch ganz normale Geschichten mit einem technischen Aspekt. Oder auch ohne – wenn die Geschichte so gut ist, dass auch ein Nerd seine Zeit damit verbringen sollte.
Wie lebt es sich in einer Welt, in der der Staat die totale Kontrolle über die Daten und das digitale Leben seiner Bürger ausübt? Gar nicht so schlecht, oder? Zumindest, wenn man «Der Würfel» von Bijan Moini nicht zu Ende liest.
Die Helden unserer Jugend, die mit uns gealtert sind: In «Die Auferstehung» lässt Andreas Eschbach die drei Fragezeichen in einem kniffligen Fall antreten, in den auch Google verwickelt ist.
«Maze Runner» ist für eine Geschichte, die in weiten Teilen in einem Labyrinth spielt, zu gradlinig gestrickt. Und es fehlt ihr an Gefühlen und Testosteron.
Was sich in den Untiefen von Amazon so tummelt! Es ist anscheinend ein Ding, Geschichten im Stil eines Videospiels zu erzählen. LitRPG nennt sich dieses Genre. Was uns dabei erwartet, erkläre ich anhand des Buchs «Dungeon Crawler Carl» von Matt Dinniman.
«Leben» von Uwe Laub ist ein Thriller, der sich für die Biodiversität in die Bresche wirft, sich an der Wissenschaft orientiert und es sich am Ende doch zu einfach macht.
Eine Besprechung von «Der Tag bricht an» von Suzanne Collins mit einem Schlenker zu «Das Lied von Vogel und Schlange»: Wo das letzte Restchen Hoffnung elend verhungert.
«Views» ist nicht so lustig, wie man das sich von Marc-Uwe Kling gewohnt ist, doch genauso scharf beobachtend wie immer: Dieser Krimi treibt die Aufmerksamkeitsökonomie an ihr bitteres Ende.
In «Thanatopia» treibt Tom Hillenbrand Science-Fiction-Ideen rund um die künstliche Intelligenz und die virtuelle Realität auf die Spitze – manche Leserinnen (wie ich) mögen sich überfordert fühlen.
«QualityLand» von Marc-Uwe Kling ist eine Persiflage auf eine Gesellschaft, die von Unternehmensberatern gestaltet, von Algorithmen dominiert und von Tech-Unternehmen unterjocht wird. Sehr humorvoll – auch wenn einem bei dieser Geschichte von 2017 wegen Elon Musk und KI das Lachen heute im Hals steckenbleibt.
«Reset» von Brian Andrews ist eine militärisch angehauchte Sci-Fi-Geschichte, die im Mittelteil die Geduld strapaziert, aber am Ende eine überraschende und nachdenklich stimmende Wendung nimmt.
«Bitte nicht öffnen», «Mein Lotta-Leben!» und «Die Schule der magischen Tiere» haben eines gemeinsam: Sie stärken den Kleinen und auch den Grossen den Rücken für die Herausforderungen des Alltags.