Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe

Die Airpods-Kopfhörer neigen dazu, sich mit den falschen Geräten zu verbin­den, was eine nach­hal­tige Gefahr für den Fami­lien­frieden dar­stellt. Woher dieses Problem kommt und wie man es behebt.

Die drahtlosen Apple-Kopfhörer neuerer Bauart (von denen ich die Airpods Max und die Airpods 3 vorgestellt habe) zeichnen sich durch eine Funktion aus, die es bei anderen Kopfhörern nicht gibt: Man muss sie nicht explizit mit einem Gerät verbinden. Sie tun das von sich aus: Wenn sie aus dem Böxchen genommen werden und feststellen, dass auf einem Apple-Gerät in der Umgebung eine Wiedergabe läuft, dann verbinden sie sich automatisch mit dem und übernehmen.

Das mag für einen solitär lebenden Apple-Jünger sinnvoll sein, weil er dann in seiner High-Tech-Klause ohne Extra-Handgriffe den Mac, Apple-TV, das iPhone oder iPad auf den Ohren hat, wie es eben gerade sinnvoll ist. Doch wenn man sich mit anderen Menschen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Gerätschaften teilt, dann hat das einen massiven Nerv-Faktor. Unter diesen Umständen passiert nämlich andauernd Folgendes: „Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe“ weiterlesen

Die drei Eskalationsstufen bei der Windows-Fehlerbehebung

Eine Neu­auf­lage meiner An­lei­tung zur Fehler­be­he­bung bei Micro­softs Betriebs­system: Wie man in Windows 10 und Windows 11 Abstürze, Hänger, Leistungs­prob­leme und andere Formen von Fehl­ver­hal­ten be­sei­tigt.

Eine der Kernkompetenzen dieses Blogs sind Anleitungen zur Behebung der gängigen Probleme bei Computer, Smartphones, Tablets, Internet und den wichtigsten Anwendungsprogrammen. Das sieht man mit kristallklarer Deutlichkeit beim zweiteiligen Opus magnum zur Behebung von Windows-Problemen: Rente oder Frischzellenkur? und Jetzt geht es ans Eingemachte.

Nun ist diese Serie in die Jahre gekommen: Die neueste Windows-Version, die darin vorkommt, ist Windows 8. Aber aufgrund epischen Breite des Werks habe ich mich um eine Neuauflage herumgedrückt: Tolkien hat schliesslich auch keine modernere Version von «Der Herr der Ringe» verfasst.

Aber heute ist es so weit: „Die drei Eskalationsstufen bei der Windows-Fehlerbehebung“ weiterlesen

Was tun, wenn am iPhone ständig die Lautstärke-Anzeige aufpoppt?

iPhone und iPad neigen dazu, willkürlich die Lautstärkeanzeige einzublenden, auch wenn niemand den Lauter- oder Leiser-Knopf gedrückt hat. Tipps, was man dagegen tun kann – und was hilft, wenn sich die Lautstärke von allein verändert.

Neulich wurde ich gefragt, ob ich folgendes iPhone-Phänomen kennen würde: Es geht um die Lautstärke-Anzeige, die nur dann eingeblendet werden sollte, wenn man auf den Lauter- oder Leiser-Knopf drückt. Doch sie erscheint manchmal auch einfach so, aus heiterem Himmel.

Meine Antwort war ja: Ich kenne dieses Problem. Mir ist nicht bewusst, wie lang es schon auftritt, aber gefühlt seit einer Ewigkeit. Ich habe es bislang ignoriert, denn meines Erachtens stört es nicht weiter – vor allem seit iOS 13 die neue Anzeige eingeführt hat, die am linken Rand neben den Lautstärke-Knöpfen erscheint und nicht wie vorher als klotziges Icon in der Mitte des Bildschirms.

Drückt etwa ein Hacker die Volume-Knöpfe?

Während ich mich davon nicht verunsichern lasse, wollte der Fragesteller wissen, ob das ein ernsthaftes Problem darstellen würde: „Was tun, wenn am iPhone ständig die Lautstärke-Anzeige aufpoppt?“ weiterlesen

Was hilft, wenn das WLAN im Hotel nicht funktioniert

Fürs Wifi muss man sich in vielen Hotels über ein sogenanntes Captive Portal ins Internet einloggen. Doch was tun, wenn dieses Portal nicht funktioniert? Drei Tipps zur Problembehebung.

Über die Feiertage hatte ich das Vergnügen einer kleineren Ferienreise, die mit einem Verwandtschaftsbesuch und einem Hotelaufenthalt einherging. Das allein ist nicht sonderlich aussergewöhnlich – wenngleich in Zeiten der Pandemie auch nicht so normal wie sonst –, aber es sorgt für die Rahmenhandlung des Vorfalls, um den es im Folgenden gehen soll.

Die Unterkunft stellt Reisenden einige lebenswichtige Dinge zur Verfügung. Das ist, nebst dem Bett, dem Frühstück und dem Bad, natürlich die Internetverbindung. Letzteres ist sogar so elementar, dass ich im Zweifelsfall eher auf frische Laken verzichten würde, denn auf das WLAN.

Darum ist es umso ärgerlicher, wenn es dabei harzt. Das ist bei mir in letzter Zeit mehrfach passiert: „Was hilft, wenn das WLAN im Hotel nicht funktioniert“ weiterlesen

Transkribieren, wie eus d Schnurre gwachse isch

Töggl.ch verschriftlicht Audio- und Videoaufnahmen in Schweizer Mundart. Wenn das funktioniert, wäre das ein Segen für alle, die Interviews und Protokolle führen. Ob es funktioniert, zeigt mein Test.

Ich werde häufig um Tipps zu digitalen Themen angegangen. Neulich ist das wieder einmal passiert. Ein Herr hat mir folgendes Anliegen unterbreitet:

Ich werde absehbar beruflich einige Interviews mit unterschiedlichen Personen führen müssen und suche daher eine Transkriptionssoftware, die mir bei der weiteren textlichen Bearbeitung behilflich sein kann. Ich arbeite auf einem iMac, nehme Interviews in der Regel mit meinem iPhone auf. Idealerweise sollte das Programm auch (verständliche) Schweizer Dialekte ins Hochdeutsche übersetzen können.

Zu diesem Zweck sollte ich die passende Software empfehlen. Ich habe auf die diversen Möglichkeiten zur maschinellen Transkription hingewiesen, die im Lauf der Zeit hier im Blog zum Zug gekommen sind¹, aber auch meinem Zweifel Ausdruck verliehen, dass ich die zweite Vorgabe derzeit für unerfüllbar halte: „Transkribieren, wie eus d Schnurre gwachse isch“ weiterlesen

Die Tücken des Smartphone-Wechsels

Beim Umstieg von einem alten auf ein neues iPhone kann einiges schief­gehen. Darum die wichtigsten Tipps, wie die Daten­über­nah­me klappt und welche Apps eine Spe­zial­be­hand­lung be­nöti­gen, damit man sich nicht aus dem On­line­ban­king oder seiner Arbeit aus­sperrt.

Neulich hatte ich die Gelegenheit, ein neues iPhone in Betrieb zu nehmen. Eigentlich eine erfreuliche Sache, weil: neues iPhone.

Nach der Datenübernahme will das iPhone wissen, was nun mit ihm passiert.

Doch etwas trübt die Freude: Der Heckmeck, bis das neue Telefon voll betriebsbereit ist. Der Aufwand ist in den letzten Jahren grösser geworden – ebenso die Fallen, in die man hineinlaufen kann. Denn wenn man die Sache falsch angeht, könnte man Daten verlieren oder sich aus wichtigen Nutzerkonten ausschliessen.

Also, hier meine Erfahrungen, damit es bei euch möglichst rundläuft – und damit ich mich bei der nächsten ähnlichen Gelegenheit daran erinnere, welche Apps während eines Gerätewechsels besondere Aufmerksamkeit benötigen. Darum der Tipp vorneweg: Wir alle, ihr und ich, sollten unbedingt ein Lesezeichen zu diesem Beitrag hier anlegen.

Doch bevor es mit den harten Fakts losgeht, noch ein Hinweis: „Die Tücken des Smartphone-Wechsels“ weiterlesen

Windows die Bevormundung austreiben

Bei Microsofts Betriebssystem lasen sich nicht alle mitgelieferten Apps entfernen. Das Gratisprogramm AppBuster beseitigt dieses Manko. Plus der Trick, wie man die ausführbaren Dateien der Store-Apps im Dateisystem aufspürt, obwohl Microsoft die gut versteckt.

Die Crapware unter Windows – vorinstallierte Programme, die sich nur schwer entfernen lassen – ist ein grosser Groll, den ich seit Jahren gegenüber den Computerherstellern hege. Auch Microsoft selbst ist kein Unschuldslamm, sondern reichert sein Betriebssystem mit Dreingaben an, die nicht alle Leute benutzen wollen und die unter Umständen unnötig Systemressourcen belegen.

Viele dieser Programme kann man deinstallieren – und zwar auf dem standardmässig dafür vorgesehenen Weg, also über die Einstellungen. Man klickt dort auf Apps > Apps und Features, wählt die missliebige Anwendung aus, worauf der Knopf Deinstallieren sichtbar wird, über den man die App vom System befördert.

Nun ist diese Liste leider nicht vollständig: „Windows die Bevormundung austreiben“ weiterlesen

TPM: Was es ist und was es bringt

Windows 11 setzt einen Sicherheits-Chip, das Trusted Platform Module voraus. Wie findet man heraus, ob im eigenen PC ein solches Modul eingebaut ist? Falls nein: Kann man es nachrüsten? Und schliesslich: Bringt das TPM auch tatsächlich mehr Sicherheit?

Microsoft hat mit Windows 11 – über das ich mich im Beitrag Microsoft hat die Technologieführerschaft verloren nicht sehr wohlwollend geäussert habe – ein Thema aufs Tapet gebracht, mit dem sich viele PC-Anwenderinnen bislang wohl nicht beschäftigt haben. Es handelt sich um das Trusted Platform Module.

Das TPM, wie es in Kurzform genannt wird, ist ein Instrument, das der Sicherheit des Rechners dient, indem es beispielsweise die Schlüssel für die Verschlüsselung der Festplatte zur Verfügung stellt oder das Login mittels biometrischer Funktionen absichert. Was sich Microsoft davon verspricht, beschreibt Heise in diesem Beitrag, der wiederum auf diesem Blogpost von Microsofts Sicherheitschef David Weston basiert.

Demnach verfolgt Microsoft vier Absichten: „TPM: Was es ist und was es bringt“ weiterlesen

Die groben Geschütze gegen Probleme mit der Apple Watch

Was tun, wenn Apples smarte Uhr dumme Fehler produziert? Das sind meine Tipps zur Fehlerbehebung, egal ob gegen Abstürze, kurze Batterielaufzeit oder Update-Verweigerung.

Neulich wurde ich gefragt, was man tun kann, wenn eine Apple Watch sich daneben benimmt und zum Beispiel den Akku viel zu schnell entleert. Mir lag auf der Zunge, dass es angezeigt wäre, einen schweren Hammer zu nehmen, die Uhr auf den Bordstein zu legen, und…

Aber zugegeben: Damit hätte ich nur davon ablenken wollen, dass ich keine gute Antwort auf diese Frage hatte. Das ist aber auch kein Wunder. Ich habe meine Karriere als professioneller Computerfragenbeantworter im März 2015 an den Nagel gehängt. Die Uhr ist aber erst im Monat darauf, im April 2015, in die Läden gekommen. Ich hatte somit keine Gelegenheit, mir entsprechende Empfehlungen bereitzulegen, so wie ich es für all die anderen gängigen Probleme getan hatte.

Das heisst aber nicht, dass ich das nicht hier im Blog nachholen könnte – denn schliesslich lebt die Kummerbox drüben beim Nerdfunk weiter. Und noch etwas, das unter uns bleiben muss: „Die groben Geschütze gegen Probleme mit der Apple Watch“ weiterlesen

Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen

Eine Datensicherung unter Windows ist mit Bordmitteln möglich: Tipps zum Dateiversionsverlauf und zur Backup-Funktion von Onedrive: Plus die besten Alternativen von Drittherstellern.

Im Beitrag Nicht sichern ist nicht sicher liefere ich einen Rundumschlag zur Datensicherung. Da der schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich eine Aktualisierung des Themas ins Auge gefasst. Im Beitrag So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief geht es um den Mac.

Hier und jetzt geht es um Windows. Bei Microsofts Betriebssystem gibt es den Dateiversionsverlauf, der eine externe Datensicherung mit eingebauter Versionierung bereitstellt¹. Er findet sich in den Einstellungen bei Update und Sicherheit in der Rubrik Sicherung.

Einschalten reicht – allerdings sollte man trotzdem nachsehen, was diese Option genau bewirkt

Die Aktivierung ist maximal einfach: Man muss im Abschnitt Mit Dateiversionsverlauf sichern nur bei Meine Daten automatisch sichern das Häkchen auf Ein umschalten.

Die Sicherung einrichten und überprüfen

Aber natürlich sollte man ein bisschen Zeit darauf verwenden zu überprüfen, was wo gespeichert wird: „Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen“ weiterlesen