Windows die Bevormundung austreiben

Bei Microsofts Betriebssystem lasen sich nicht alle mitgelieferten Apps entfernen. Das Gratisprogramm AppBuster beseitigt dieses Manko. Plus der Trick, wie man die ausführbaren Dateien der Store-Apps im Dateisystem aufspürt, obwohl Microsoft die gut versteckt.

Die Crapware unter Windows – vorinstallierte Programme, die sich nur schwer entfernen lassen – ist ein grosser Groll, den ich seit Jahren gegenüber den Computerherstellern hege. Auch Microsoft selbst ist kein Unschuldslamm, sondern reichert sein Betriebssystem mit Dreingaben an, die nicht alle Leute benutzen wollen und die unter Umständen unnötig Systemressourcen belegen.

Viele dieser Programme kann man deinstallieren – und zwar auf dem standardmässig dafür vorgesehenen Weg, also über die Einstellungen. Man klickt dort auf Apps > Apps und Features, wählt die missliebige Anwendung aus, worauf der Knopf Deinstallieren sichtbar wird, über den man die App vom System befördert.

Nun ist diese Liste leider nicht vollständig: „Windows die Bevormundung austreiben“ weiterlesen

TPM: Was es ist und was es bringt

Windows 11 setzt einen Sicherheits-Chip, das Trusted Platform Module voraus. Wie findet man heraus, ob im eigenen PC ein solches Modul eingebaut ist? Falls nein: Kann man es nachrüsten? Und schliesslich: Bringt das TPM auch tatsächlich mehr Sicherheit?

Microsoft hat mit Windows 11 – über das ich mich im Beitrag Microsoft hat die Technologieführerschaft verloren nicht sehr wohlwollend geäussert habe – ein Thema aufs Tapet gebracht, mit dem sich viele PC-Anwenderinnen bislang wohl nicht beschäftigt haben. Es handelt sich um das Trusted Platform Module.

Das TPM, wie es in Kurzform genannt wird, ist ein Instrument, das der Sicherheit des Rechners dient, indem es beispielsweise die Schlüssel für die Verschlüsselung der Festplatte zur Verfügung stellt oder das Login mittels biometrischer Funktionen absichert. Was sich Microsoft davon verspricht, beschreibt Heise in diesem Beitrag, der wiederum auf diesem Blogpost von Microsofts Sicherheitschef David Weston basiert.

Demnach verfolgt Microsoft vier Absichten: „TPM: Was es ist und was es bringt“ weiterlesen

Die groben Geschütze gegen Probleme mit der Apple Watch

Was tun, wenn Apples smarte Uhr dumme Fehler produziert? Das sind meine Tipps zur Fehlerbehebung, egal ob gegen Abstürze, kurze Batterielaufzeit oder Update-Verweigerung.

Neulich wurde ich gefragt, was man tun kann, wenn eine Apple Watch sich daneben benimmt und zum Beispiel den Akku viel zu schnell entleert. Mir lag auf der Zunge, dass es angezeigt wäre, einen schweren Hammer zu nehmen, die Uhr auf den Bordstein zu legen, und…

Aber zugegeben: Damit hätte ich nur davon ablenken wollen, dass ich keine gute Antwort auf diese Frage hatte. Das ist aber auch kein Wunder. Ich habe meine Karriere als professioneller Computerfragenbeantworter im März 2015 an den Nagel gehängt. Die Uhr ist aber erst im Monat darauf, im April 2015, in die Läden gekommen. Ich hatte somit keine Gelegenheit, mir entsprechende Empfehlungen bereitzulegen, so wie ich es für all die anderen gängigen Probleme getan hatte.

Das heisst aber nicht, dass ich das nicht hier im Blog nachholen könnte – denn schliesslich lebt die Kummerbox drüben beim Nerdfunk weiter. Und noch etwas, das unter uns bleiben muss: „Die groben Geschütze gegen Probleme mit der Apple Watch“ weiterlesen

Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen

Eine Datensicherung unter Windows ist mit Bordmitteln möglich: Tipps zum Dateiversionsverlauf und zur Backup-Funktion von Onedrive: Plus die besten Alternativen von Drittherstellern.

Im Beitrag Nicht sichern ist nicht sicher liefere ich einen Rundumschlag zur Datensicherung. Da der schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich eine Aktualisierung des Themas ins Auge gefasst. Im Beitrag So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief geht es um den Mac.

Hier und jetzt geht es um Windows. Bei Microsofts Betriebssystem gibt es den Dateiversionsverlauf, der eine externe Datensicherung mit eingebauter Versionierung bereitstellt¹. Er findet sich in den Einstellungen bei Update und Sicherheit in der Rubrik Sicherung.

Einschalten reicht – allerdings sollte man trotzdem nachsehen, was diese Option genau bewirkt

Die Aktivierung ist maximal einfach: Man muss im Abschnitt Mit Dateiversionsverlauf sichern nur bei Meine Daten automatisch sichern das Häkchen auf Ein umschalten.

Die Sicherung einrichten und überprüfen

Aber natürlich sollte man ein bisschen Zeit darauf verwenden zu überprüfen, was wo gespeichert wird: „Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen“ weiterlesen

Ctrl Fn oder Fn Ctrl?

Ausführliche Betrachtungen zu der modernen Tastatur: Wo ist die richtige Position für den Funktionsknopf? Falls er falsch platziert wurde, wie korrigiert man das? Und was denken sich manche Hersteller, die den Nutzern unsinnige Enter- und nutzlose Pfeiltasten zumuten?

Dieses HP-Spectre – der ausführliche Testbericht findet sich hier – entpuppt sich hier im Blog so langsam als Thema für eine Mini-Serie. Es ist nämlich noch eine Frage übrig geblieben. Und zwar eine der kontroversen Sorte. Ich bin nicht sicher, ob dieser Blogpost hier gesittet zu Ende gehen wird. Oder ob er das Beharren auf unvereinbaren Standpunkten und infolgedessen Tumulte und Glaubenskriege zur Folge haben wird.

Also, es geht im Allgemeinen um die Frage, wie Tasten richtig auf einer Tastatur angeordnet werden. Speziell interessiert mich die Position der Fn-Taste. Sie ist, wie Wikipedia schreibt, vor allem auf Laptops und Netbooks zu finden: «Mithilfe dieser Taste kann herstellerspezifisch eine weitere Ebene erreicht werden, vergleichbar mit der Alt-Taste oder Steuerungstaste.»

Ein Detail stimmt an dieser Beschreibung nicht mehr so ganz: „Ctrl Fn oder Fn Ctrl?“ weiterlesen

Dem Mac die schlechten Startgewohnheiten abtrainieren

Sollen Macbooks booten, sobald man sie aufklappt? Braucht es den Gongschlag? Und wenn ja – wie laut bzw. leise darf er sein? Einige Tricks zur Perfektionierung des Einschaltvorgangs.

Das Macbook hat die Gewohnheit, sich beim Öffnen des Deckels einzuschalten. Das ist natürlich grundsätzlich sinnvoll, und ich vermute, dass es vielen Leuten gelegen kommt, wenn es ihnen abgenommen wird, den Startknopf zu drücken.

Es gibt aber sicherlich auch Situationen, in denen das Verhalten unerwünscht ist. Darum die Frage: Kann man es seinem Macbook abgewöhnen? Ich habe gegoogelt und bin auf diese Anleitung bei osxdaily.com gestossen. Demnach muss man das Terminal bemühen und folgenden Befehl eingeben, um den automatischen Start zu unterbinden: „Dem Mac die schlechten Startgewohnheiten abtrainieren“ weiterlesen

So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief

Die wichtigsten Tipps für die Datensicherung am Mac, mit Antworten zu den häufigsten Fragen.

Eine meiner Marotten ist es, ständig auf dem Backup herumzureiten. Mein altes Mantra: Nicht sichern ist nicht sicher, und so weiter.

Nun hat sich Jeannette gedacht, da könnte ich ihr doch auch einmal eine Frage zu dieser Sache beantworten. Konkret zu Time Machine. Das ist die beim Mac eingebaute Backup-Funktion. Man findet sie in den Systemeinstellungen in der gleichnamigen Rubrik Time Machine.

Viel einzustellen gibt es nicht: Man benötigt lediglich ein Speichermedium, das für die Datensicherung herangezogen werden kann, und das über den Knopf Volume auswählen seiner Aufgabe zugeführt wird. Welche Medien sich eignet, erklärt Apple in der Supportdatenbank: „So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief“ weiterlesen

Ein toller Laptop, dem erst einige Marotten auszutreiben sind

Einer der Spitzen-Laptops von HP im ersten Augenschein. Plus zwei Tipps, wie Windows am Laptop gmögiger wird.

Ich habe das Vergnügen, von HP eines der Spitzengeräte aus dem Notebookbereich zu testen, das Spectre x360 15 eb0720nz. (Um Gaby Salvisberg vom «PC Tipp» nicht zu ärgern, werde ich es nicht «Flagship Model» nennen.) Es ist bald auf dem Weg zurück zum Absender. Ein paar Erkenntnisse will ich dazu festhalten. Es geht ein bisschen ums Gerät, aber vor allem um das, was mich an Windows-Laptops im Allgemeinen stört.

Gut versteckt: Der Einschaltknopf in der anderen Ecke.

Also, erstens der Laptop selbst: Er hat ein 15-Zoll-Display mit einem 4k-Display, HDR und Amoled, das mich in den Bann geschlagen hat. Keine Frage, für anspruchsvolle Grafikanwendungen ist das ein schönes Gerät, das für um die 2000 Franken seinen Preis hat, aber im Vergleich zu einem gut ausgestatteten Macbook trotzdem ein ansehnliches Preis-Leistungsverhältnis zu bieten hat.

Ein paar Stichworte dazu: Intel Core i7, Nvidia GeForce GTX 1650 mit Max-Q-Design und 4 GB GDDR5 dediziert, 16 GB DDR4-RAM, 1 TB-SSD von Intel, guter Sound dank Lautsprechern von Bang & Olufsen und Wifi 6.

Der USB-C-Anschluss in der abgewinkelten Ecke könnte übersehen werden…

Die Ausstattung gefällt mir auch: Es gibt einen MicroSD-Schlitz, HDMI 2.0, einen USB-A-Anschluss und zwei für USB-C, einer davon mit Thunderbolt 3 und den «Kill Switch» für die Webcam, den HP seit einiger Zeit verbaut.

Mir wären drei USB-C-Steckplätze lieber, aber natürlich ist es auch nicht verkehrt, für USB-A keinen Adapter zu brauchen. Die Webcam kann auch für die Anmeldung mit Gesichtserkennung benutzt werden und es gibt einen Fingerabdrucksensor für Windows Hello.

Zwei Dinge habe ich zu kritisieren: „Ein toller Laptop, dem erst einige Marotten auszutreiben sind“ weiterlesen

So gelingt der Start mit dem neuen PC

Die Übernahme von Dokumenten, Einstellungen, Programmen und der Konfiguration von einer alten auf eine neue Windows-Maschine ist eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Hier die Tipps, wie man am besten verfährt und wo die Fallen liegen.

Wie steigt man von einem alten Windows-PC auf einen neuen um? Diese Frage höre ich gelegentlich, und sie ist keine Freude. Denn für die Antwort muss ich weit ausholen – sehr weit.

Dabei könnte es so einfach sein. Apple exerziert vor, dass man die Datensicherung auch dazu verwenden kann, den ganzen Inhalt von einem alten Gerät auf ein neues zu übertragen. Wie es geht, beschreibt Apple hier für iOS-Geräte und hier für den Mac. Und ja, so einfach wie das im Vergleich geht, wäre das auch ein guter Punkt für die Auflistung Wo der Mac über Windows triumphiert gewesen.

Aber nun ist es leider so, dass Microsoft die Sache in der letzten Zeit nicht vereinfacht, sondern erschwert hat: „So gelingt der Start mit dem neuen PC“ weiterlesen

Tipps für E-Mail-Polygamisten

Nützliche Empfehlungen für Leute, die mehrere Mail-Apps verwenden oder am iPhone anstelle von Apple Mail zu einer anderen App wechseln wollen.

Neulich habe ich im Beitrag Da springt der E-Mail-Funke die Mail-App Spark vorgestellt und unter dem Titel Hey, so macht Mailen am Handy Spass mit Hey.com und Outlook nachgedoppelt. Diese Tipps sind auf eine erfreuliche Resonanz gestossen, denn Threema, Signal und iMessage zum Trotz ist das gute alte E-Mail nach wie vor eine praktische Kommunikationsform. Und eben eine, bei der man nicht auf eine einzige App festgelegt ist.

Und damit sind wir beim Thema dieses Beitrags: Ein Leser hat mich gefragt, ob man denn auch mehrere Mail-Anwendungen parallel benutzen könne – oder ob es sinnvoll oder gar zwingend sei, sich auf eine festzulegen. Und wenn man sich zum Beispiel für Spark entscheidet – sollte man dann Apple Mail löschen oder deaktivieren?

Das sind naheliegende Fragen, denn nach menschlichen Massstäben befürchtet man bei so einer Konstellation augenblicklich Kompetenzgerangel,  Reviergehabe und unermüdliches Seilziehen – aber an den gegenüberliegenden Enden des Stricks. „Tipps für E-Mail-Polygamisten“ weiterlesen