Wenn dein Arbeitgeber dein iPhone löschen will

Neulich habe ich von einem Bekannten folgende Anfrage erhalten:

Für mein Google-Geschäftskonto auf meinem Handy ist eine Anmeldung und die Installation eines mir unbekannten Sicherheitsprogramms nötig. Beim Installieren poppt folgende Warnung auf. Ist das normal? Soll ich das tatsächlich tun?

Die Warnung macht klar, dass mit «Sicherheitsprogramm» ein Profil bzw. ein Zertifikat gemeint ist, das die entfernte Verwaltung des Telefons möglich macht. Die Beschreibung zum Zertifikat lautet wie folgt:

Der Administrator kann auf deinem iPhone persönliche Daten sammeln, Accounts und Beschränkungen hinzufügen und entfernen, Apps installieren, verwalten und auflisten sowie Daten fernlöschen.

Man spricht in dem Zusammenhang auch von Mobile-Device-Management: Der Administrator im Unternehmen kann geschäftliche Smartphones aus der Ferne verwalten. Und zwar mit ziemlich weitreichenden Folgen: Der Admin darf Sicherheitsrichtlinien durchsetzen und Geräte so abschotten, dass Geschäftsdaten ausreichend sicher sind. „Wenn dein Arbeitgeber dein iPhone löschen will“ weiterlesen

Bei Windows ist immer etwas los

Der Windows-Taskmanager ist eines der Systemprogramme, die man am iPhone vermisst – einfach, weil es einem das Gefühl gibt, selbst Herr und Meister seines Recheninstruments zu sein. (Ja, ich weiss, es gibt den Task Switcher. Aber der ist zwar hübsch, aber auch allzu banal. Und Programme von Drittherstellern wie das hier sind in der Funktionsweise zu eingeschränkt.)

Wer den Taskmanager à la Microsoft nicht kennt, ist wahrscheinlich kein Kind der klassischen PC-Ära. Oder jemand, der nie die Neugierde verspürt hat, in jeden Winkel des Betriebssystems zu schauen. Für mich gehörte das Herumspielen mit diesem Programm genauso dazu wie das Durchstöbern der Systemverzeichnisse und das Anklicken jeder einzelnen Exe-Datei, die es irgendwo zu finden gab. Darum ist tatsächlich auch ein bisschen Nostalgie damit verbunden, wenn ich heute über das Programm schreibe, dass man heute hoffentlich nicht mehr braucht, weil sich das Betriebssystem selbst ganz gut managt. „Bei Windows ist immer etwas los“ weiterlesen

Einen fotografischen Anfängerfehler korrigieren

Neulich habe ich die Nikon Z6 getestet. Dabei ist mir ein peinlicher Anfängerfehler unterlaufen. Ich habe bei der Inbetriebnahme nämlich die Datums- und Zeiteinstellung nicht überprüft. Allerdings hat mich die Kamera auch nicht dazu aufgefordert, wie wohlerzogene Kameras das tun sollten. Vielleicht war sie als Journi-Testgerät schon vorkonfiguriert (bzw. verkonfiguriert). Oder sie verzichtete darauf, weil sie per GPS oder über die App automatisch mit der richtigen Zeiteinstellung versorgt werden könnte.

Wie auch immer: Wegen meines Versäumnisses behaupteten nun einige meiner Testbilder in den Metadaten, sie seien schon im Februar dieses Jahres aufgenommen worden. Das bringt jegliche Sortierung in irgend einer App durcheinander und ist allein deswegen inakzeptabel. Aber natürlich fordert ein Metadaten-Pedant wie ich schon aus Prinzip, dass Fotos ein korrektes Aufnahmedatum aufweisen.

In Lightroom kann man das Aufnahmedatum bekanntlich einfach korrigieren. „Einen fotografischen Anfängerfehler korrigieren“ weiterlesen

Fehleinschätzungen und ihre Folgen

Manchmal neige ich zu krasser Selbstüberschätzung. Zum Beispiel dann, wenn ich mir vornehme, ein Thema wie die Datenrettung in einem dreiminütigen Patentrezept-Video erklären zu wollen. Um es vorwegzunehmen: Ich bin grandios gescheitert. Es ist eine zweiteilige Miniserie entstanden. In der geht es erst um die einfacheren Fälle und die etwas pflegeleichteren Programme. Und im zweiten Teil behandle ich die die gröberen Pannen und die etwas anspruchsvolleren Werkzeuge.

Aber ich finde, das passt. Denn wenn man die Methoden zur Datenrettung braucht, dann war irgend eine Form der Fehleinschätzung mit im Spiel. Mutmasslich hat man als Nutzer die Zuverlässigkeit seiner Datenspeicher oder anderer Hardware falsch eingeschätzt. Oder man hat sich überhaupt keine Gedanken über die Sicherheit der Daten gemacht.

Das kommt auch häufiger vor. Es hat natürlich mit der Wahrnehmung zu tun, dass Vergesslichkeit eine rein menschliche Angelegenheit ist. Sie ist, so das Bauchgefühl vieler Techniknutzern, den Computern völlig fremd. Was natürlich eine Fehleinschätzung ist.

Und einen Vorwurf mache ich auch den Softwareherstellern.  „Fehleinschätzungen und ihre Folgen“ weiterlesen

Sehenden Auges ins Malware-Verderben

Im heutige Patentrezept-Video stelle ich einige nützliche Dienste im Web vor, die bei Sicherheitsfragen weiterhelfen. Ist diese Datei gefährlich? virustotal.com gibt Auskunft – oder alternativ auch virscan.org. Wenn der ganze Computer überprüft werden soll, gibt es bei eset.com eine Sponti-Möglichkeit. Dieser Scanner muss zwar heruntergeladen werden, ist aber unkompliziert genug für einen Sponti-Check.

Und erwähnen darf man an dieser Stelle natürlich auch immer clamwin.com: Das ist ein Open-Source-Programm, der unter Windows und Mac keine Echtzeitüberprüfung durchführt, sondern als On-Demand-Scanner fungiert. Das heisst, man startet ihn bei Bedarf, worauf er die Festplatte durchklopft. Aber er braucht nicht permanent Systemressourcen und sollte (theoretisch) auch zusätzlich zu einem konstant arbeitenden Scanner benutzt werden.

Wobei ich für diese Aussage meine Hand nicht ins Feuer lege: „Sehenden Auges ins Malware-Verderben“ weiterlesen

Was taugen die Windows 10-Fehlerbehebungen?

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Problembehebung? Das soll eine Problembehebung sein? (Bild: Concord90/pixabay, CC0)

Gelegentlich holt mich meine Vergangenheit als Kummerbox-Betreuer ein. Ich wurde neulich zu einem Windows-Computer gerufen, der nicht mehr druckte. Wenn man dazu ansetzte, potenzielles Altpapier zu produzieren, dann sagte einem das Betriebssystem in seiner unvergleichlich hilflosen Art, man solle gefälligst einen Drucker installieren. Eine nutzlose Empfehlung, da am fraglichen Computer mehr als ein halbes Dutzend Ausgabegeräte eingerichtet waren. Und klar, als alter Zyniker – zu dem man automatisch wird, wenn man längere Zeit Windows benutzt hat – denkt man sogleich, dass das das Problem sein könnte. Windows arbeitet gut, so lange man vorsichtig ist. Und mehr als ein halbes Dutzend Druckertreiber zu installieren, ist das Gegenteil von Vorsicht.

Noch unerfreulicher war, dass am fraglichen Computer zuvor eine Manipulation vorgenommen worden war – aber die Akteure auf die Frage, was sie denn genau gemacht hätten, nur mit einem «Ach, ein bisschen hier und dort geklickt» antworten konnten. Das ist die häufigste, wenngleich mit Abstand die unerfreulichste Wendung, die ein Gespräch zwischen Kommerbox-Betreuer und Computernutzer nehmen kann. Denn für eine Einschätzung und eine gute Therapie ist die glasklare Diagnose extrem hilfreich.

Na gut, ich habe getan, was man in solchen Fällen tut: „Was taugen die Windows 10-Fehlerbehebungen?“ weiterlesen

Datensparfuchsen


Nicht gedrosselt werden. Und im Ausland nicht in die Kostenfalle rennen. Artikel und Video bei Tagesanzeiger.ch.

Okay, der Titel hätte einen Divis brauchen können, um einigermassen einfach parsbar zu sein. Es geht ums Sparfuchsen bei den mobilen Daten. Oder mit anderen Worten um die Frage, wie man mit dem Datenvolumen seines Mobilfunkanbieters einen Monat über die Runden kommt. Mich betrifft das fast nicht, da ich seit zwei Jahren der mobilen Datenaskese entronnen bin. Aber nicht jeder will viel Geld fürs Mobilfunkabo ausgeben. Und spätestens im Ausland ist eine Kontrolle angebracht, wenn das teure Datenpaket bis zum Ende der Ferien reichen soll.

Die Tricks im Video umfassen „Datensparfuchsen“ weiterlesen

Für die Altersmilden und die Altersstarrsinnigen


Der Beitrag bei tagesanzeiger.ch.

Keine Frage, aufs Alter werde ich starrsinnig und querulantisch werden. Wäre das vor zwanzig Jahren passiert, würde ich angefangen haben, sämtliche Zeitungen mit Leserbriefen einzudecken. Heute werde ich wohl twittern und bloggen… und das stellt zum Jetzt-Zustand keinen grossen Unterschied dar: Da soll noch einer sagen, früher sei alles besser gewesen.

Was ich natürlich auch tun werde: Apple, Microsoft, Mozilla, die Swisscom und sämtliche anderen Tech-Konzerne mit meinen kostenlosen guten Ratschlägen einzudecken. Und ich werde mich nicht damit begnügen, die via soziale Medien zu verbreiten. Nein, es wird darum gehen, sie direkt an der richtigen Stelle zu deponieren. Dort, wo sie quasi unweigerlich auf dem Tisch des Verantwortlichen (neudeutsch: Product owner) landet und zwangsläufig Gehör finden wird, weil meine Ideen zwingend und überfällig sind.

Als Vorbereitung für diese Tätigkeit habe ich schon einmal die besten Methoden zusammengetragen, wie man sich den Tech-Konzernen annähert und ihnen die frohen Botschaften zukommen lässt. „Für die Altersmilden und die Altersstarrsinnigen“ weiterlesen

Die Globuli unter den Windows-Programmen

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Potenzierter Software-Aberglaube. (Bild: WerbeFabrik/pixabay.com, CC0)

Neulich hat mir mal wieder einer das Hohelied von CCleaner gesungen. Das ist eine beliebte Software, die Windows schneller, schöner und besser machen soll. Viele versprechen sich eigentliche Wundertaten, was die Performance und Stabilität angeht.

Nun habe ich eine dezidierte Meinung, was solche Programme angeht. Sie sind IMHO die Globuli der Softwarewelt: Für die einen haben sie Zauberkräfte, die sich aber nicht so richtig nachweisen lassen, weil niemand weiss, wie es herausgekommen wäre, hätte man die Globuli nicht genommen. Und für die anderen – mich eingeschlossen – sind sie Schlangenöl.

Trotzdem wollte ich nun nicht so sein, und mir mal wieder selbst ein Bild machen. Zumal der Chip-Experte Michael Humpa des Lobes voll ist:
„Die Globuli unter den Windows-Programmen“ weiterlesen

Softwareschrott entsorgen


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Was braucht es, damit Windows auf Dauer sauber läuft? Meines Erachtens zwei Dinge.

Erstens die üblichen Sicherheitsvorkehrungen: Bei Windows 10 sind die, dank des eingebauten Windows-Defenders, inzwischen verblüffend einfach. Man muss dazu schauen, dass der Virenscanner eingeschaltet ist. In diese Kategorie zähle ich auch das Backup. Klar, das hat keinen Einfluss auf die Zufriedenheit mit Windows. Es kommt zum Zug, wenn die Zufriedenheit mit Windows generell an einem kleinen Ort zu finden ist, weil das System gerade die Ablage zerstört hat. Aber es hilft auch, Windows wieder schnell auf die Schiene zu bekommen.

Zweitens sollte man Software-Puffs vermeiden. Das wäre am einfachsten, wenn man erst gar keine Software installieren würde. Aber niemand will seinen beruflichen Alltag oder die private Nutzung nur mit Wordpad und Notepad bestreiten, auch wenn das womöglich der Qualität des Outputs keinen nennenswerten Abbruch tun würde.

Darum muss man sich mit den Softwareprogrammen der Dritthersteller herumschlagen und auch mit den Problemen leben, die sie im System verursachen. Im Video gibt es Tipps dazu, wie man diese Probleme mindert. „Softwareschrott entsorgen“ weiterlesen