Was Apple, Google und Microsoft unseren Familien zu bieten haben

Im Video stelle ich die Familienfunktionen von iPhone, iPad, Mac, Android, Windows und Xbox vor – und gebe zu den Familien-Abos von Spotify und Co. eine Empfehlung ab, wie die noch besser werden könnten.

Neulich habe ich im Beitrag Mit einer App die Kinder schützen? die Family Safety-App von Microsoft getestet. Die hat mich nur mässig befriedigt. Darum bin ich zum Schluss gelangt, dass ich die Sache systematisch angehen muss.

Das Resultat dieser Bemühungen ist ein Video, in dem ich die Familienfunktionen beim iPhone, iPad, Mac und von Android vorstelle und die Möglichkeiten bei Microsoft mit besagter Family Safety-App streife.

Mein Fazit ist, dass Apple die drei Bereiche, die mit solchen Familien-Features abgedeckt werden sollen, am elegantesten unter einen Hut bringt.

Google hat ebenfalls einiges zu bieten, tut das aber etwas verzettelt und weniger elegant ins System integriert. Dafür hat man bei Android immerhin den Vorteil, dass die Lösung nicht nur innerhalb der eigenen Plattform funktioniert: „Was Apple, Google und Microsoft unseren Familien zu bieten haben“ weiterlesen

Mit Google schneller zu den Resultaten kommt

Google hat einen Hang zur Besserwisserei – und die Suche ist im Lauf der Zeit nicht besser, sondern deutlich schlechter geworden.

Google bastelt immer mal wieder am Layout, doch an der grundsätzlichen Funktionsweise hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Die grösste Neuerung der letzten Jahre war (falls mich meine Erinnerung nicht trügt) die Suchfilter-Leiste.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich kein grosser Fan dieser Leiste bin. Sie bleibt zwar dezent im Hintergrund, wenn man sie nicht braucht. Doch wenn man sie häufig verwendet, dann muss man sie immer erst einblenden. Es gibt keine (mir bekannte) Möglichkeit, sie dauerhaft anzeigen zu lassen.

Um die Leiste zum Vorschein zu bringen, braucht es einen Klick. Dann sieht man die Optionen, aber um eine auszuwählen, muss man noch zwei weitere Klicks leisten: Erst auf den Titel der Kategorie, dann auf den gewünschten Punkt. Und da die wie Menüs funktionieren, sieht man nicht alle Filter aufs Mal und muss sich daher nach jedem Klick erst neu orientieren. Ich bin kein Usability-Experte; aber ich halte das nicht für das Gelbe vom Ei.

Das ist nicht alles, was mich nervt. „Mit Google schneller zu den Resultaten kommt“ weiterlesen

Homeoffice, Level 2

Tipps zur Arbeit zu Hause: Wie man sich absichert und organisiert – und wie man Firefox davon abhält, einem zu sehr auf den Wecker zu fallen.

Das Homeoffice – der Ort, wo man in Unterhosen mit seinem Chef videotelefoniert oder vom Sofa aus geschäftliche Gespräche führt. (Falls man in der unschönen Situation ist, überhaupt direkt mit Menschen reden zu müssen und nicht alles per Mail oder Instant-Messanger abwickeln zu können.

Dieses Homeoffice hat uns wieder. Und darum gibt es einige Tipps in Videoform, die sich mit dem Homeoffice auf Level zwei beschäftigen. (Etwas ärgerlich ist, dass wir nicht genau wissen, wie viele Level dieses MMOG eigentlich hat.) Es geht um Sicherheit und um Komfort – und darum, wie man Privates und Berufliches auf seinen eigenen Geräten getrennt hält.

Webseiten ins Job-Ghetto verbannen

Mein persönliches Highlight ist nach wie vor die im Beitrag Container für Webseiten vorgestellte Firefox-Erweiterung Multi-Account Containers: Sie hilft, Slack, Gmail mit meinem Job-Account und das berufliche CMS in eine separate Umgebung zu verbannen. Das sind jedenfalls die Tipps: „Homeoffice, Level 2“ weiterlesen

Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem

Mac OS 11 alias #BigSur ist seit letzter Woche verfügbar: Die grossen und die kleinen Neuerungen.

Big Sur – das ist die neueste Version von Apples Mac-Betriebssystem, die nun bezeichnenderweise die Versionsnummer 11 trägt. Das mag als Detail erscheinen. Doch man muss bedenken, dass das System, das seinerzeit das klassische Mac OS ablöste, seit zwanzig Jahren die Versionsnummer 10 verwendet hat und Apple auch die grossen Updates nur hinter dem Punkt hochgezählt hat.

Ich habe das Video noch vor der Keynote am 10. November gemacht – also noch ohne Kenntnis darüber, wie viel Apple über die neuen Macs und die Strategie bei den Betriebssystemen würde preisgeben wollen. Dabei ist der Klärungsbedarf gross. Und zwar nicht erst, seit der Wechsel von Intel zu Apple Silicon bekannt geworden ist.

Das Verhältnis zwischen dem iPad und dem Mac bedarf seit fünf Jahren der Klärung. Damals hat Apple das iPad Pro eingeführt und die Devise ausgegeben, man könne damit so produktiv arbeiten wie mit einem richtigen Computer.

Doch inzwischen wissen wir: Viele Fragen blieben am Apple-Event offen. Die Enttäuschung darüber habe ich mir hier von der Seele geschrieben.

Trotzdem – hier erstmal das Video mit den wichtigsten Neuerungen: „Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem“ weiterlesen

Windows, was für eine Sauordnung!

Microsoft kassiert eine Standpauke, weil offensichtliche Mängel des Betriebssystems auch 25 Jahre später noch nicht behoben sind. Und ich gebe Tipps, wie man das Beste aus dieser desolaten Situation macht.

Windows hat sich in der letzten Zeit gemacht: Die Einstellungen sind im Vergleich zur alten Systemsteuerung einfacher zu benutzen und einleuchtender. Die App-Zeitleiste, die mit April-2018-Update eingeführt wurde, machte eine annähernd nutzlose Funktion brauchbar. Und die Fotos-App ist ebenfalls ein grosser Fortschritt.

Es gibt auch eine Kehrseite: Manche Funktionen sind seit Jahren unbrauchbar. Und obwohl das jedem bewusst ist, der seinen Windows-PC mindestens einmal pro Woche einschaltet und mehr als drei Apps installiert hat, tut Microsoft nichts dagegen. Dieses komplette Desinteresse ist mir ein völliges Rätsel.

Ich beziehe mich mit dieser Kritik auf den Windows-Explorer, bzw. die Windows Shell. Das ist die sichtbare Benutzeroberfläche des Betriebssystems, mit der man sich herumschlägt, wenn man Programme startet und Dokumente verwaltet. Diese Shell muss sich (meiner bescheidenen Meinung nach) nicht hinter der anderer Systeme verstecken. Ich finde sie beispielsweise besser als den Finder des Mac.

Aber eben: Sie hat ein paar Mängel, die den Alltagsnutzen unnötig schmälern und Funktionen, die eigentlich sinnvoll wären, mehr oder weniger unbrauchbar machen.

Ich habe ein Paradebeispiel und einen Kronzeugen für diese Behauptung: „Windows, was für eine Sauordnung!“ weiterlesen

Zur Hölle mit dem User Journey Mapping

Was man gegen das Tracking in den Apps tun kann – und warum es endlich ein Umdenken bei den Datensammlern braucht.

Das Tracking in Apps ist ein Thema, das mich seit einiger Zeit beschäftigt. Denn wenn man sieht, wie minutiös unsere Aktivitäten beim Surfen protokolliert, analysiert und monetarisiert werden, dann braucht man sich keine Illusionen zu machen.

Im Gegenteil: Es liegt auf der Hand, dass das gleiche auch bei der Nutzung von Apps an Tablets und Handys geschieht. Und auch die Desktop-Betriebssysteme sind nicht ausgeklammert, wie die gelegentlichen scheuen Anfragen zeigen, ob man denn nicht «Insights mit den Entwicklern teile wolle».

Im Web haben wir immerhin Möglichkeiten, Gegensteuer zu geben. Einige davon habe ich im Beitrag Den Datensammlern eine lange Nase! beschrieben. Bei den Apps sind die Einflussmöglichkeiten geringer. Das liegt daran, dass sie direkt vom Betriebssystem ausgeführt werden und keinen Browser benötigen. Denn dieser Browser ist der Verbündete von uns Nutzern, wenn es um die Beschränkung des Trackings geht. Wir können ihn anweisen, unerwünschte Module nicht zu laden und Gegensteuer geben.

Diese Möglichkeit gibt es bei Apps nicht. Eine App ist im Vergleich zu einer Website eine Blackbox. Und da die mobilen Betriebssysteme weniger über interne Vorgänge preisgeben als die Desktop-Systeme, sind wir Nutzer den Aktivitäten der Datensammler ausgeliefert. Naja, nicht ganz: „Zur Hölle mit dem User Journey Mapping“ weiterlesen

Microsoft dreht das Rad zurück

Kommt bei Windows 10 durch die Hintertür der Windows-Vista-Look zurück? Ich frage mich das angesichts der Veränderungen beim Startmenü – und weil allenthalben wieder mehr Glas, Transparenz und plastisch wirkende Elemente zu sehen sind.

Wir sind es uns gewohnt: Im Herbst gibt es von Microsoft ein Update für Windows 10. Das war auch heuer nicht anders. Das Update trägt den Codenamen 20H2 (siehe Die bizarre Zahlenmystik, die Microsoft mit Windows 10 betreibt). Es wird derzeit über die automatische Update-Funktion an die Nutzer ausgeliefert.

Ja, ich kann meine Enttäuschung nicht verbergen: Es gibt nur wenige Neuerungen in diesem Update. Die Hauptneuerung finde ich nicht gelungen.

Diese Hauptneuerung ist die optische Auffrischung des Startmenüs. Microsoft-Manager Brandon LeBlanc erklärt im Windows-Blog, die Kacheln seien nun «Theme-aware» – was eine extravagante Formulierung dafür ist, dass sie das für Windows gewählte Farbschema berücksichtigen.

Die Veränderungen am Startmenü beschreibt LeBlanc wie folgt: „Microsoft dreht das Rad zurück“ weiterlesen

Die grossen und kleinen Verbesserungen in iOS 14

Endlich kein neurotisches App-Aufräumen mehr – das alleine macht das neueste iPhone-Update lohnenswert. Plus diverse kleine Verbesserungen.

Es ist inzwischen eine Tradition, dass ich zu Betriebssystem-Updates ein Video fabriziere, wenn es ausreichend schöne neue Funktionen gibt, die man vorführen kann.

Das ist bei iOS 14 natürlich der Fall: Die App-Mediathek alleine ist eine grosse Neuerung – vor allem für Leute wie mich, die Hunderte Apps auf dem iPhone haben. Ich gehöre auch zu den Leuten, die mein Arbeitskollege Rafael Zeier als Ordnungsfanatiker bezeichnet hat.

Unrecht hat er nicht: Seit es die Ordner gibt, verwende ich sie – im Bestreben einen aufgeräumten Homescreen zu haben. Mein Ziel ist, dass mein iPhone nur eine Seite mit Apps aufweist. Im Beitrag Die Homescreen-Tiefenanalyse habe ich sogar einmal beschrieben, nach welchen Kriterien ich meine Apps sortiere und in Ordner packe.

Zwangsneurose?

Die Kategorien sind seit 2013, wo ich diese Zwangsneurose öffentlich dokumentiert habe, die gleichen geblieben. Dazugekommen ist der Kinder-Ordner. „Die grossen und kleinen Verbesserungen in iOS 14“ weiterlesen

Alles ist besser mit Bluetooth

Weil Sheldon Cooper recht hatte: Die besten Tricks für den Datenfunk.

Ja, ich weiss Bescheid über all die Probleme, die es bei Bluetooth gibt. Die Funktechnologie ist nicht frei von Sicherheitslücken – naja, wie sollte sie auch? Es wäre das erste Mal, dass ich es in der digitalen Welt mit einem Standard zu tun bekommen hätte, von dem die Experten sagen: «Alles perfekt: Komplett unangreifbar. Hundertprozentige Sicherheit ist in allen Lebenssituationen gewährleistet.»

Über Bluetooth gibt es immer wieder unschöne Dinge zu lesen. Hier ist von einem schweren Konzeptfehler zu lesen. Damit lasse sich die Verschlüsselung von «vermutlich allen Bluetooth-Geräten knacken». Und ja, das ist höchst unerfreulich. Und damit will ich die Sicherheitsmängel nicht herunterspielen. Aber bei Kopfhörern ist die Knackbarkeit der Verschlüsselung für mich kein gravierendes Sicherheitsproblem. Anders sieht es bei den Bluetooth-Tastaturen aus. Aber auch da gilt: Wenn jemand sich die Mühe macht, das Bluetooth-Signal meiner Tastatur abzufangen, dann kann er mich auch sonst nach Strich und Faden ausspionieren.

Ein Kritikpunkt ist auch die wachsende Komplexität, wie Heise.de hier erläutert. Die führt zu häufigen Kompatibilitätsproblemen: „Alles ist besser mit Bluetooth“ weiterlesen

Youtube Premium ist ganz okay – aber wie wird man die schlechten Videos los?

Youtube Premium verschont einen vor Werbung. Die fragwürdigen, doofen und irreführenden Videos wird man mit dem Bezahl-Abo jedoch nicht los. Dabei wäre genau das ein echter Mehrwert.

Aus beruflichen Gründen habe ich neulich einen Vorsatz über Bord geworfen. Ich hatte mir vorgenommen, das grosszügige Angebot von Google, Youtube Premium  einen Monat kostenlos auszuprobieren, nicht wahrzunehmen.

Der Grund für meine Verweigerungshaltung war die Penetranz, mit der Google dieses Abo unter die Leute bringen will. Sowas löst bei mir eine sture Gegenreaktion aus. Ich will dann beweisen, dass ich mich so leicht nicht kleinkriegen lasse. Und ja, das ist ein bisschen kindisch: Als ob ich damit Sundar Pichai himself oder sonst jemanden bei Google beeindrucken würde.

Aber wie angedeutet: Ich bin eingeknickt und habe mit dem Testmonat begonnen. Der Grund war mein Plan, Youtube Premium in einem Video zu besprechen. Und darüber hinaus bin ich auch wirklich daran interessiert, wie Google Youtube weiterentwickelt. Ein Abomodell finde ich nicht grundsätzlich verkehrt: Richtig gemacht, könnte einen dringend benötigten Qualitätsschub bringen.

Darüber gleich mehr, aber hier erst einmal das Video mit meinem Fazit zu Youtube Premium: „Youtube Premium ist ganz okay – aber wie wird man die schlechten Videos los?“ weiterlesen