Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise

Ich stelle Notion im Video vor. Das ist eine App, die wahrscheinlich gerade deswegen so nützlich ist, weil es einem schwerfällt zu beschreiben, was sie genau tut.

Das Video, um das es heute hier geht, ist zugegebenermassen nicht mehr als die Verfilmung eines Beitrags aus diesem Blog, nämlich Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt. In dem ging es um die Notion. Das ist eine Anwendung, die es für den Browser, die mobilen Plattformen (iPhone, iPad und Android), sowie für Windows und Mac gibt.

Ich habe sie im ersten Beitrag als Notiz-App bezeichnet. Die Bezeichnung wird der Sache aber nicht wirklich gerecht. Man kann Notion für Notizen brauchen – und somit als Ersatz für die Apps, die ich im Beitrag Wie ich einmal die 100-Millionen-Dollar-Idee vergessen habe vorgestellt habe –, doch damit schöpft man die Möglichkeiten nicht aus. Notion ist für komplexe Informationssammlungen ausgelegt.

In welche Softwarekategorie würde diese App gehören?

Damit stellt sich die Frage, welches die passende Kategorie wäre. Darüber habe ich nachgedacht, und die Frage hat sich als komplizierter entpuppt als im Vornherein gedacht. Da meinen Ausführungen zur näheren Bestimmung der richtigen Zuordnung dieses Produkts womöglich nicht alle Leserinnen und Leser folgen möchten – ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass manche die Abhandlungen unter dem Stichwort WGAS verbuchen werden – hier erst einmal das Video: „Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise“ weiterlesen

Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert

… und drei Vorschläge, wie die Betriebssystemhersteller uns die tägliche Arbeit noch viel angenehmer machen könnten.

Wer dieses Blog hier regelmässig liest, dem fällt auf, dass manche Beiträge als Patentrezept-Video verfilmt werden. Das passiert bei den Themen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie für ein breites Publikum interessant sind – und natürlich auch, dass sie einen ansprechenden Clip ergeben, der prägnant und deutlich kürzer als der typische Post hier sein sollte.

Das ist nun wieder einmal passiert. Der Beitrag Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt hat eine Verfilmung erfahren.

Es geht neben dem Problem, wie man den Cursor auf einem riesigen Bildschirm einfacher wiederfindet, noch um zwei weitere Angelegenheiten, die uns Computernutzern regelmässig oder sogar ständig das speditive Arbeiten vermiesen.

Zum zweiten ist das die Capslock-Taste, die die allermeisten Leute in den allermeisten Fällen versehentlich betätigen – und die in den Fällen, in den man sie in voller Absicht benutzt, auch nur dazu da ist, um die Leute im Internet anzuschreien (siehe hier, Abschnitt «Lesbarkeit»). „Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert“ weiterlesen

iOS-Apps auf dem Mac: Ist das eine Sensation – oder nicht?

Bei den ARM-Macs ist die Auswahl an Apps dank iPhone und iPad gigantisch. Doch was bringt das in der Praxis? Und wie gross ist die Gefahr, dass das Angebot an spezialisierten Mac-Apps sogar sinkt?

Ich empfand es schon immer als verschwenderisch, dass die schönen iPad-Apps nur auf einem Tablet, nicht aber auf einem vernünftigen Computer ausgeführt werden können. Das hat sich geändert: Mit der neuen Laptop-Generation mit Apples M1-Prozessor und der neuesten Version von Mac OS namens Big Sur stehen die mobilen Apps auch an den Desktop-Rechnern zur Verfügung.

Ich war darum gespannt auszutesten, wie man die Apps auf den Mac bringt und wie man sie benutzt. Ich habe ein Video dazu gedreht, in dem ich vorführe, wie man an die Apps herankommt – und welchen Trick es gibt, wenn eine App am Macbook nicht im Store auftaucht.

Diese Beschränkung lässt sich mit dem Programm iMazing umgehen, das ich bereits im Beitrag In den iPhone-Innereien herumschnüffeln ausführlich besprochen habe.

Und so geht es:  „iOS-Apps auf dem Mac: Ist das eine Sensation – oder nicht?“ weiterlesen

Was Apple, Google und Microsoft unseren Familien zu bieten haben

Im Video stelle ich die Fa­milien­funk­tio­nen von iPhone, iPad, Mac, Android, Windows und Xbox vor – und gebe zu den Familien-Abos von Spotify und Co. eine Empfehlung ab, wie die noch besser werden könnten.

Neulich habe ich im Beitrag Mit einer App die Kinder schützen? die Family Safety-App von Microsoft getestet. Die hat mich nur mässig befriedigt. Darum bin ich zum Schluss gelangt, dass ich die Sache systematisch angehen muss.

Das Resultat dieser Bemühungen ist ein Video, in dem ich die Familienfunktionen beim iPhone, iPad, Mac und von Android vorstelle und die Möglichkeiten bei Microsoft mit besagter Family Safety-App streife.

Mein Fazit ist, dass Apple die drei Bereiche, die mit solchen Familien-Features abgedeckt werden sollen, am elegantesten unter einen Hut bringt.

Google macht einen verzettelten Eindruck

Google hat ebenfalls einiges zu bieten, tut das aber etwas verzettelt und weniger elegant ins System integriert. Dafür hat man bei Android immerhin den Vorteil, dass die Lösung nicht nur innerhalb der eigenen Plattform funktioniert: „Was Apple, Google und Microsoft unseren Familien zu bieten haben“ weiterlesen

Mit Google schneller zu den Resultaten kommt

Google hat einen Hang zur Besserwisserei – und die Suche ist im Lauf der Zeit nicht besser, sondern deutlich schlechter geworden.

Google bastelt immer mal wieder am Layout, doch an der grundsätzlichen Funktionsweise hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Die grösste Neuerung der letzten Jahre war (falls mich meine Erinnerung nicht trügt) die Suchfilter-Leiste.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich kein grosser Fan dieser Leiste bin. Sie bleibt zwar dezent im Hintergrund, wenn man sie nicht braucht. Doch wenn man sie häufig verwendet, dann muss man sie immer erst einblenden. Es gibt keine (mir bekannte) Möglichkeit, sie dauerhaft anzeigen zu lassen.

Um die Leiste zum Vorschein zu bringen, braucht es einen Klick. Dann sieht man die Optionen, aber um eine auszuwählen, muss man noch zwei weitere Klicks leisten: Erst auf den Titel der Kategorie, dann auf den gewünschten Punkt. Und da die wie Menüs funktionieren, sieht man nicht alle Filter aufs Mal und muss sich daher nach jedem Klick erst neu orientieren. Ich bin kein Usability-Experte; aber ich halte das nicht für das Gelbe vom Ei.

Das ist nicht alles, was mich nervt. „Mit Google schneller zu den Resultaten kommt“ weiterlesen

Homeoffice, Level 2

Tipps zur Arbeit zu Hause: Wie man sich absichert und organisiert – und wie man Firefox davon abhält, einem zu sehr auf den Wecker zu fallen.

Das Homeoffice – der Ort, wo man in Unterhosen mit seinem Chef videotelefoniert oder vom Sofa aus geschäftliche Gespräche führt. (Falls man in der unschönen Situation ist, überhaupt direkt mit Menschen reden zu müssen und nicht alles per Mail oder Instant-Messanger abwickeln zu können.

Dieses Homeoffice hat uns wieder. Und darum gibt es einige Tipps in Videoform, die sich mit dem Homeoffice auf Level zwei beschäftigen. (Etwas ärgerlich ist, dass wir nicht genau wissen, wie viele Level dieses MMOG eigentlich hat.) Es geht um Sicherheit und um Komfort – und darum, wie man Privates und Berufliches auf seinen eigenen Geräten getrennt hält.

Webseiten ins Job-Ghetto verbannen

Mein persönliches Highlight ist nach wie vor die im Beitrag Container für Webseiten vorgestellte Firefox-Erweiterung Multi-Account Containers: Sie hilft, Slack, Gmail mit meinem Job-Account und das berufliche CMS in eine separate Umgebung zu verbannen. Das sind jedenfalls die Tipps: „Homeoffice, Level 2“ weiterlesen

Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem

Mac OS 11 alias Big Sur ist seit letzter Woche verfügbar: die grossen und die kleinen Neuerungen.

Big Sur – das ist die neueste Version von Apples Mac-Betriebssystem, die nun bezeichnenderweise die Versionsnummer 11 trägt. Das mag als Detail erscheinen. Doch man muss bedenken, dass das System, das seinerzeit das klassische Mac OS ablöste, seit zwanzig Jahren die Versionsnummer 10 verwendet hat und Apple auch die grossen Updates nur hinter dem Punkt hochgezählt hat.

Ich habe das Video noch vor der Keynote am 10. November gemacht – also noch ohne Kenntnis darüber, wie viel Apple über die neuen Macs und die Strategie bei den Betriebssystemen würde preisgeben wollen. Dabei ist der Klärungsbedarf gross. Und zwar nicht erst, seit der Wechsel von Intel zu Apple Silicon bekannt geworden ist.

Das Verhältnis zwischen dem iPad und dem Mac bedarf seit fünf Jahren der Klärung. Damals hat Apple das iPad Pro eingeführt und die Devise ausgegeben, man könne damit so produktiv arbeiten wie mit einem richtigen Computer.

Doch inzwischen wissen wir: Viele Fragen blieben am Apple-Event offen. Die Enttäuschung darüber habe ich mir hier von der Seele geschrieben.

Trotzdem – hier zunächst das Video mit den wichtigsten Neuerungen: „Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem“ weiterlesen

Windows, was für eine Sauordnung!

Microsoft kassiert eine Standpauke, weil offensichtliche Mängel des Betriebssystems auch 25 Jahre später noch nicht behoben sind. Und ich gebe Tipps, wie man das Beste aus dieser desolaten Situation macht.

Windows hat sich in der letzten Zeit gemacht: Die Einstellungen sind im Vergleich zur alten Systemsteuerung einfacher zu benutzen und einleuchtender. Die App-Zeitleiste, die mit April-2018-Update eingeführt wurde, machte eine annähernd nutzlose Funktion brauchbar. Und die Fotos-App ist ebenfalls ein grosser Fortschritt.

Es gibt auch eine Kehrseite: Manche Funktionen sind seit Jahren unbrauchbar. Und obwohl das jedem bewusst ist, der seinen Windows-PC mindestens einmal pro Woche einschaltet und mehr als drei Apps installiert hat, tut Microsoft nichts dagegen. Dieses komplette Desinteresse ist mir ein völliges Rätsel.

Ich beziehe mich mit dieser Kritik auf den Windows-Explorer, bzw. die Windows Shell. Das ist die sichtbare Benutzeroberfläche des Betriebssystems, mit der man sich herumschlägt, wenn man Programme startet und Dokumente verwaltet. Diese Shell muss sich (meiner bescheidenen Meinung nach) nicht hinter der anderer Systeme verstecken. Ich finde sie beispielsweise besser als den Finder des Mac.

Aber eben: Sie hat ein paar Mängel, die den Alltagsnutzen unnötig schmälern und Funktionen, die eigentlich sinnvoll wären, mehr oder weniger unbrauchbar machen.

Das Kontextmenü des Windows Explorers neigt zum Chaos

Ich habe ein Paradebeispiel und einen Kronzeugen für diese Behauptung: „Windows, was für eine Sauordnung!“ weiterlesen

Zur Hölle mit dem User Journey Mapping

Was man gegen das Tracking in den Apps tun kann – und warum es endlich ein Umdenken bei den Datensammlern braucht.

Das Tracking in Apps ist ein Thema, das mich seit einiger Zeit beschäftigt. Denn wenn man sieht, wie minutiös unsere Aktivitäten beim Surfen protokolliert, analysiert und monetarisiert werden, dann braucht man sich keine Illusionen zu machen.

Im Gegenteil: Es liegt auf der Hand, dass das gleiche auch bei der Nutzung von Apps an Tablets und Handys geschieht. Und auch die Desktop-Betriebssysteme sind nicht ausgeklammert, wie die gelegentlichen scheuen Anfragen zeigen, ob man denn nicht «Insights mit den Entwicklern teile wolle».

Im Web haben wir immerhin Möglichkeiten, Gegensteuer zu geben. Einige davon habe ich im Beitrag Den Datensammlern eine lange Nase! beschrieben. Bei den Apps sind die Einflussmöglichkeiten geringer. Das liegt daran, dass sie direkt vom Betriebssystem ausgeführt werden und keinen Browser benötigen. Denn dieser Browser ist der Verbündete von uns Nutzern, wenn es um die Beschränkung des Trackings geht. Wir können ihn anweisen, unerwünschte Module nicht zu laden und Gegensteuer geben.

Diese Möglichkeit gibt es bei Apps nicht. Eine App ist im Vergleich zu einer Website eine Blackbox. Und da die mobilen Betriebssysteme weniger über interne Vorgänge preisgeben als die Desktop-Systeme, sind wir Nutzer den Aktivitäten der Datensammler ausgeliefert. Naja, nicht ganz: „Zur Hölle mit dem User Journey Mapping“ weiterlesen

Microsoft dreht das Rad zurück

Kommt bei Windows 10 der Vista-Look zurück? Die Verän­derungen beim Start­menü deuten darauf hin – ebenso all das Glas, die Trans­parenz und die plastischen Elemente.

Wir sind es uns gewohnt: Im Herbst gibt es von Microsoft ein Update für Windows 10. Das war auch heuer nicht anders. Das Update trägt den Codenamen 20H2 (siehe Die bizarre Zahlenmystik, die Microsoft mit Windows 10 betreibt). Es wird derzeit über die automatische Update-Funktion an die Nutzer ausgeliefert.

Ja, ich kann meine Enttäuschung nicht verbergen: Es gibt nur wenige Neuerungen in diesem Update. Und die Hauptneuerung finde ich nicht gelungen.

Diese Hauptneuerung ist die optische Auffrischung des Startmenüs. Microsoft-Manager Brandon LeBlanc erklärt im Windows-Blog, die Kacheln seien nun «Theme-aware» – was eine extravagante Formulierung dafür ist, dass sie das für Windows gewählte Farbschema berücksichtigen.

Die Veränderungen am Startmenü beschreibt LeBlanc wie folgt: „Microsoft dreht das Rad zurück“ weiterlesen