Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert

… und drei Vorschläge, wie die Betriebssystemhersteller uns die tägliche Arbeit noch viel angenehmer machen könnten.

Wer dieses Blog hier regelmässig liest, dem fällt auf, dass manche Beiträge als Patentrezept-Video verfilmt werden. Das passiert bei den Themen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie für ein breites Publikum interessant sind – und natürlich auch, dass sie einen ansprechenden Clip ergeben, der prägnant und deutlich kürzer als der typische Post hier sein sollte.

Das ist nun wieder einmal passiert. Der Beitrag Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt hat eine Verfilmung erfahren.

Es geht neben dem Problem, wie man den Cursor auf einem riesigen Bildschirm einfacher wiederfindet, noch um zwei weitere Angelegenheiten, die uns Computernutzern regelmässig oder sogar ständig das speditive Arbeiten vermiesen.

Zum zweiten ist das die Capslock-Taste, die die allermeisten Leute in den allermeisten Fällen versehentlich betätigen – und die in den Fällen, in den man sie in voller Absicht benutzt, auch nur dazu da ist, um die Leute im Internet anzuschreien (siehe hier, Abschnitt «Lesbarkeit»).

Zum dritten geht es darum, wie man sich ohne viel Tamtam an seinem Computer anmeldet. Die Inspiration für diesen Tipp stammt aus dem Beitrag Schneller anmelden bei Windows und Mac.

Am Mac habe ich die Anmeldung per Apple Watch sehr schätzen gelernt, die mir eigentlich Windows auch anbieten könnte. Aber ich würde wetten, dass es noch sehr lange gehen wird, bis Apple den Weg dafür ebnet. Obwohl das eine nette Geste gegenüber den Watch-Besitzern wären, die mit Windows arbeiten – sei es, weil sie gute Gründe dafür haben, sei es, weil sie dazu gezwungen werden.

Also, hier das Video mit den drei Tipps:


Drei lästige Probleme – und wie Sie sie beheben

Ich finde, dass diese kleinen Tricks und Kniffe aus dem Alltag oft die nützlichsten sind. Denn während man dieses oder jenes neue Feature einer Anwendung oder des Betriebssystems nur alle Jubeljahre einmal sinnvoll verwenden kann, sparen diese kleinen Finessen tagtäglich Zeit und Energie.

Darum gilt wie immer: Wenn ihr einen eigenen Trick habt, den ihr nicht mehr missen möchtet und der euch täglich produktiver macht, dann lasst mich das doch wissen – entweder über einen Kommentar oder über dieses Formular hier. Ich werde dann gerne in einem Video oder Blogpost darauf zu sprechen kommen.

Wenn ich mir überlege, auf welche Weise ich noch produktiver werden könnte, dann fallen mir folgende Dinge ein – und auch da würde mich eure Meinung brennend interessieren:

Webdav, aber zuverlässig. Die Idee ist super: Mit Webdav stellt man ein Laufwerk via Internet zur Verfügung. Man kann mit diesem Protokoll auch von einem Windows-PC auf den Mac zugreifen oder umgekehrt. Und Nextcloud auf dem Raspberry Pi kann als eigenes Laufwerk in Erscheinung treten. Leider ist Webdav meiner Erfahrung nach so unzuverlässig, dass man besser die Finger davon lässt.

Airdrop, aber universell. Ich bin ein Fan davon, wie grossartig der Informationsaustausch mit dieser Technik von Apple zwischen Apple-Geräten funktioniert. Wie grossartig wäre es, wenn man damit alle seine Geräte, also auch die Android-Telefone und die Windows-PCs mit Informationen versorgen könnte?

Und ja, ich weiss, das ist wie oben meine Idee zur Windows-Entsperrung mit der Apple Watch mein Wunschdenken. Aber es zeigt, wie grossartig echte Interoperabilität wäre.

Dateiverwaltung, aber smart. Im Beitrag Eine artistische Windows-App für Ordnungsfanatiker habe ich die FileJuggler-App vorgstellt, die ich je länger je mehr schätze. Die Organisation der lokalen Dateien macht einen gewissen Aufwand, zumindest, wenn man sie systematisch betreibt.

Ich bin darum überzeugt, dass das ein exzellentes Anwendungsgebiet für die KI wäre. Es sollte nicht so schwierig für den Windows-Explorer oder den Mac-Finder sein zu lernen, wo ein Anwender welche Dateien verräumt, wie er sie benennt, welche Informationen er gezippt ablegt und welche offen. Ein Assistent könnte so in vielen Fällen seine Hilfe anbieten; zum Beispiel so: «Ich habe gesehen, dass du eine grosse Bilddatei heruntergeladen hast. Willst du die mit dem aktuellen Datum und dem Bildtitel benennen und in den Ordner ‹Bildarchiv› verschieben?»

Beitragsbild: Mit den richtigen Methoden erledigt sich die Arbeit fast von allein (Vlada Karpovich, Pexels-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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