Der Trick für gezielte Google-Suchen

Der «Site»-Parameter hilft uns, Recherchen mit den gängigen Suchmaschinen auf eine Quelle einzuschränken. Mit einem wirkungsvollen Kniff führen wir die Suche über eine Auswahl von Websites durch.

Heute kredenze ich euch einen Tipp, den manche von euch vielleicht für trivial halten werdet – und das noch nicht einmal zu Unrecht. Aber ich finde ihn derart praktisch, dass ich ihn andauernd anwende. Und weil Kleinvieh bekanntlich auch Mist macht, wäre es falsch, ob der Banalität eines Tipps die Nase zu rümpfen.

Also, es geht um die Suche im Web und den Parameter Site-Parameter. Den gibt es bei Google, aber nicht nur: Er funktioniert identisch bei Bing, Duck Duck Go, Qwant und sogar bei der Schweizer Suchmaschine swisscows.com. (Einen Vergleich dieser Suchmaschinen gibt es übrigens hier.)

Der Site-Parameter schränkt die Suchresultate auf eine bestimmte Website ein. Mit [Suchbegriff] site:wikipedia.org beschränken wir die Resultate aufs Online-Lexikon Wikipedia und mit [Suchbegriff] site:reddit.com auf den besagten News-Aggregator.

Manchmal ist die native Suchfunktion vorzuziehen

Das ist schon mal praktisch, zumindest dann, wenn die Website selbst keine brauchbare Suchfunktion bereithält. Falls doch, verwenden wir besser die, weil wir dadurch keine Datenspur bei einem Drittanbieter hinterlassen. Klar, namentlich Duck Duck Go und Qwant geben sich Mühe, dem Datenschutz Rechnung zu tragen. Aber wenn wir eine Suchmaschine erst gar nicht beanspruchen, dann sind wir auch nicht auf ihre Diskretion angewiesen.

Und eine Empfehlung am Rand: Um komfortabel auf bestimmten Websites zu suchen, gibt es in Firefox die Möglichkeit, ein Schlüsselwort zu definieren, über das wir die Suche via Adressleiste initiieren. Wie das geht, beschreibe ich hier beim ersten Tipp.

Nach Top-Level-Domains einschränken

Mit dem Site-Parameter können wir nicht nur eine Site, sondern auch eine Gruppe von Sites durchsuchen. Mit site:de oder site:fr führen wir ohne viel Aufwand eine Suche auf den Websites mit deutscher oder französischer Top-Level-Domain durch (siehe auch hier).

Die eigenen Websites abfragen

Wir können auch eine Liste von Websites übergeben. Das tun wir, indem mithilfe des Operators OR eine Liste mit allen für uns interessanten Sites aufbauen. Wenn ich alle von mir betreuten Websites nach einem Begriff durchforsten will, verwende ich folgenden Suchaufruf:

[Suchbegriff] site:clickomania.ch OR site:nerdfunk.ch OR site:archiv.matthiasschuessler.ch

Alle App-Stores aufs Mal durchsuchen

Ich habe diesen Trick für diverse weitere Zwecke adaptiert. Mit folgendem Aufruf suche ich parallel in den App Stores von Google und Apple.

[Suchbegriff] site:apps.apple.com/ch OR site:play.google.com

Falls wir denn unbedingt möchten, könnten wir auch den Store von Microsoft berücksichtigen:

[Suchbegriff] site:apps.apple.com/ch OR site:play.google.com OR site:microsoft.com/de-ch/store

In den einschlägigen Bilder-Websites recherchieren

Auch die Bildersuche lässt sich auf diese Weise einschränken. Das ist überaus praktisch, da ich die kostenlosen Bilddatenbanken, die ich für mein Blog verwende (Bilder zum freien Gebrauch), in einem Rutsch durchsuchen darf:

[Suchbegriff] site:unsplash.com OR site:pexels.com OR site:pixabay.com

Der Site-Trick funktioniert auch mit der Bildersuche.

Es gibt natürlich noch unzählige weitere Einsatzmöglichkeiten: Wir können mehrere News-Websites aufs Mal konsultieren, mehrere Videoplattformen aufs Mal abklopfen oder eine Handvoll Online-Auktionsbörsen abklappern. Zu den letzteren ist allerdings eine Anmerkung nötig: Da Suchmaschinen die Websites in gewissen Intervallen indizieren, sollten wir für zeitkritische Recherchen nicht Suchmaschinen, sondern die native Suchfunktion verwenden. Oder ein Tool wie Visualping.io (Im Web nie wieder etwas verpassen).

Zwei abschliessende Ergänzungen:

Damit wir Site-Parameter nicht von Hand eintippen müssen, verwenden wir beim iPhone, iPad und Mac die Textersetzung, wobei ich für den Mac eine Einschränkung machen muss. Bei Windows empfehle ich eine Autotext-App wie das hier in der neuesten Version getestete PhraseExpress. Bei Android kommt die Textkorrektur von Gboard zum Zug, aber meines Erachtens ist Swiftkey von Microsoft die bessere Alternative.

Mehr als 32 Suchbegriffe schluckt Google nicht.

Bleibt natürlich die Frage, wie lang die Liste der Sites sein kann, die wir auf diese Weise übergeben. Hier wird angegeben, dass die Suche auf 32 Worte beschränkt sei. Eine Überprüfung, allerdings mit simplen Worten und keinen Paramentern, bestätigt diesen Befund.

Beitragsbild: Am Handy klappt der Trick auch (Solen Feyissa, Unsplash-Lizenz).

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