Apps gegen den körperlichen Zerfall

Der körperliche Zerfall ist nicht aufzuhalten. Er fängt an bei den Äusserlichkeiten an (Abhandenkommen der Frisur). Er setzt sich bei den sensorischen Defiziten fort (4k-Video, nicht schärfer Super-8). Und dann, ja dann, kommt er auch im Oberstübchen an. (Wer sind all die Leute, die um mich herum im Büro sitzen?) Doch wie ein guter Freund von mir zu sagen pflegt: Wenn man sich noch an den Namen des guten Doktors erinnert (Alois Alzheimer), dann hat man seine Krankheit noch nicht.

Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber die gute Nachricht ist: Man kann Gegenmassnahmen einleiten. Nicht in jedem Fall – die Frisur bleibt, wie sie ist. Aber was das Gehirn angeht, da kann man trainieren. Sowohl Daten und Fakten. Als auch die geistige Fitness.

Und dafür habe ich ein paar Apps zusammengetragen. Die Inspiration war der Beitrag Die Elefantenhirn-App. In dem geht es um eine Methode, die einem angeblich hilft, das Namensgedächtnis zu verbessern. Die überzeugt mich nur halb. Aber die Idee, seinen Kopf auf Trab zu halten, die leuchtet durchaus ein. Darum habe ich in einem Patentrezept-Video fünf Apps zusammengetragen, die dabei helfen.


Fünf Apps, die schlauer machen

Und das sind die Apps:

  • Mit Wissenstraining bleut man sich selbst Daten und Fakten ein (iPhone und Android, gratis; Vollversion für 4 Franken).
  • Wo liegt das? schliesst peinliche Geografielücken (iPhone und Android, gratis; 9 Franken für die Vollversion).
  • Duolingo, eine der populärsten Apps aus der Schweiz (iPhone/Android, gratis; 10.50 Franken für unlimitierte Nutzung), hilft beim Lernen oder Auffrischen von Fremdsprachen. 23 Sprachen stehen zur Wahl.
  • Lumosity (Gratis für iPhone und Android, In-App-Käufe bzw. Abos für regelmässige Nutzung) hilft beim Gehirntraining. Es gibt diverse kleine Spiele für mehrere mentale Fähigkeiten, nämlich Gedächtnis, logisches Denken, Konzentration und Schnelligkeit.
  • Neuronation (Gratis für iPhone und Android; Abo: ab 28 Fr. pro Jahr) ist eine noch etwas komplexere Alternative fürs so genannte Gehirnjogging.

Wie im Beitrag angetönt, sind die Grenzen zwischen Gehirntraining und einem normalen Game ohne höhere Ansprüche fliessend. Es wird sogar so sein, dass man bei beiden Fällen irgend eine Fähigkeit verbessert – nur wird es bei den klassischen Spielen nicht unbedingt eine Fähigkeit sein, die einem im Alltag viel hilft: Es sei denn, man möchte Heckenschütze werden: Dann ist das Ballerspiel natürlich die erste Wahl.

Ansonsten übt man in vielen Fällen Mustererkennung und strategisches Denken. Zu den Spielen, die man auch unter Gehirntrainig rubirizieren kann, würde ich aber auf jeden Fall Sudoku zählen und auch gleich auf meinen Beitrag Alter Sudoku-Wein in neuen App-Schläuchen verweisen: Da geht es um hübsche Varianten in Form von Smartphone-Apps.

Wenn man es locker angeht, dann darf man sich natürlich auch mit einer Wikipedia-Lese-App vergnügen: Das fördert auf alle Fälle die Allgemeinbildung und oft auch die Ansammlung unnötigen Wissens. Denn bekanntlich sind viele Wikipedia-Autoren unglaubliche Tüflischiiser und erklären einem die Dinge viel genauer, als man es jemals wissen wollte. Für eine gute Wikipedia-Zusammenfassungs-App würde ich übrigens gutes Geld zahlen.

Bis es so weit ist, nutze ich aber nach wie vor gerne V – eine App, bei der wenigstens der Name kurz ist. Siehe Der Wikipedia-Serendipitynator.

Beitragsbild: Die Sonne des Wissens ins Hirn strahlen lassen (Daniel Hjalmarsson/Unsplash, Unsplash-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzegungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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