Freiheit für Podcasts

In den Anfangs­zeiten konnte man jeden Podcast herun­ter­laden und damit machen, was einem be­liebte. Das klappt immer sel­tener. Darum hier die An­lei­tung, wie man Pod­casts trotz­dem sichert.

Podcasts sind Kinder des freien Internets: Sie bestehen aus einer offenen Audiodatei, die friedlich auf einem Server liegt, um auf die Art und Weise genutzt zu werden, wie es der Hörerin und dem Hörer am besten passt. Sie/er kann sie im Browser abspielen, über das Smartphone und eine Podcatcher-App konsumieren oder auch herunterladen, um sie auf die Hifi-Anlage zu streamen.

So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis ist es leider so, dass immer mehr sogenannte Podcasts auf geschlossenen Plattformen verschwindet. Spotify ist an dieser Entwicklung nicht unschuldig, aber sie wäre wohl so oder so eingetreten. Und ja, eigentlich sollte man solche Audio-Darbietungen nicht Podcast nennen. Wir alle hätte protestieren sollen, als sich Spotify den Begriff angeeignet hat.

Doch auch bei den nicht-exklusiven Podcasts, die eigentlich frei verfügbar sein müssten, sind die Nutzungsmöglichkeit oft eingeschränkt: „Freiheit für Podcasts“ weiterlesen

Einmal alles zum Mitnehmen, bitte

Die Wordpress-Erweiterung WP RSS Aggregator zieht Inhalte von mehreren Quellen zusammen und zeigt sie, laufend aktualisiert, auf einer Website an – und zwar ohne, dass der Nutzer selbst einen RSS-Reader nutzen müsste. Ich schildere konkrete Anwendungsfälle.

Seit Juni 2012 gibt es in der Rubrik Werkschau und Linkstau eine Übersicht meiner neuen Artikel und Podcast, die ich in (mehr oder weniger) regelmässigen Abständen von Hand zusammenstelle.

Es gibt zwei Probleme mit dieser Übersicht: Erstens muss ich sie von Hand zusammenstellen. Und zweitens ist sie immer nur dann aktuell, wenn ich das gerade getan habe. Schon eine Woche später fehlen die allerneuesten Beiträge – also typischerweise jene, die gerade am meisten interessieren.

Ich habe mir darum überlegt, wie sich dieses Problem beheben liesse. Es bestand bis anhin in den unterschiedlichen Quellen. Da es nicht auf allen Websites einen passenden RSS-Feed gibt, kann ich die nicht automatisch zusammenziehen und in einem konsolidierten Liste anbieten, so wie es mir vorschweben würde.

Doch zum Glück gibt es dafür seit einigen Wochen eine Lösung: „Einmal alles zum Mitnehmen, bitte“ weiterlesen

Gut geeignet für Newshäppchen, nicht ganz perfekt fürs Nachrichten-Gelage

Niemand von uns sollte sich mit der erst­besten News-App zufrieden­geben. Darum gibt es hier einen weiteren Kandidaten zur Auswahl, wie man RSS am besten nutzt, nämlich die flinke iPhone-App Newsify.

Neulich habe ich den RSS-Reader Feedlab vorgestellt. Als Reaktion auf den Tipp hat mir Hugo Strassmann geschrieben, er verwende Newsify und sei damit zufrieden.

Klar, dass ich diese Antwort als Auftrag verstanden habe, mir Newsify anzusehen und hier zu besprechen. Denn RSS-Reader gehören zu jener Sorte Apps, bei denen man sich nicht mit dem erstbesten Treffer im Store zufriedengeben sollte: „Gut geeignet für Newshäppchen, nicht ganz perfekt fürs Nachrichten-Gelage“ weiterlesen

Mit Windows auf dem Laufenden bleiben

Feedlab ist ein hervorragender Feedreader für Windows: Über­sicht­lich, flink, mit sinn­vol­len An­pas­sungs­mög­lich­kei­ten und Tas­tatur­kür­zeln für die wichtigsten Funk­tionen.

Für einen selbstbestimmten Umgang mit News und Online-Medien ist eine eigene Sammlung von wichtigen RSS-Feeds unverzichtbar – das steht ausser Frage.

Diskussionswürdig ist indes, wie man diese RSS-Feeds konsumiert. Man kann dafür eine Website direkt im Browser nutzen, beispielsweise Feedly oder Inoreader (Hier wirst du gefüttert!). Eine gute Wahl ist auch eine Smartphone App wie Lire (Das Nonplusultra für RSS-Fans) oder eine Browser-Erweiterung wie das kürzlich vorgestellte Feedbro-Addon für Firefox.

Doch so gut mir das auch gefällt: „Mit Windows auf dem Laufenden bleiben“ weiterlesen

Wissen, was läuft

Google Alerts ist ein unschein­barer Dienst des Such­maschinen-Konzerns, der mir nichts­destotrotz seit Jahren gute Dienste leistet. Mit der Mention-App habe ich ausser­dem eine Alternative in petto.

Eine unbestritten praktische Sache sind die Google Alerts, zu finden unter google.com/alerts. Die Aufgabe dieser Funktion ist es, die Nutzer zeitnah über neue Informationen im Web zu informieren.

Das funktioniert einfach: Man trägt ein Stichwort oder eine Anfrage ein, wie man sie via Suchmaschine verwenden würde. Dazu trifft man einige Einstellungen: „Wissen, was läuft“ weiterlesen

Hier wirst du gefüttert!

Wer sich mit einer individuellen Auswahl an Nachrichtenquellen auf dem Laufenden halten will, kommt um einen RSS-Reader nicht herum. Zwei kommen bei mir in die engere Wahl: Feedly und Inoreader – ein Vergleich.

Unvermittelt hat sich hier eine neue Blog-Saga zum Thema RSS ergeben. Der Beitrag Das Nonplusultra für RSS-Fans hat erfreulich viel Resonanz ausgelöst. Das ist Grund genug nachzuhaken.

Erstens bei Firefox. Mein Lieblingsbrowser musste kritisiert werden, weil Mozilla die RSS-Funktionen ausgebaut hat. Zweitens heute mit einer Empfehlung, die ich auf Facebook erhalten habe. Yves sagt, ich solle mir einmal Inoreader ansehen. Was ich umgehend gemacht habe.

Und schon nach einem ersten Augenschein denke ich, dass es mir so gehen könnte wie Yves – und ich Feedly untreu werde. Dort bin ich, seit Google den Google Reader beerdigt hat. Feedly ist und bleibt eine ausgezeichnete Wahl – aber Inoreader scheint mir noch etwas runder, detailverliebter und flexibler bei der Nutzung und Konfiguration zu sein.

Sowohl Feedly als auch Inoreader haben ein Freemium-Modell

Vorausschicken muss ich, dass ich bei beiden Diensten die Gratisvariante nutze. Sowohl Feedly als auch Inoreader bieten kostenpflichtige Pläne an.  „Hier wirst du gefüttert!“ weiterlesen

Firefox fällt den RSS-Fans in den Rücken

Mozilla entfernt die Unterstützung für das Webfeed-Protokoll aus dem hauseigenen Browser. Das halte ich für einen groben Fehler, weil RSS ein entscheidendes Mittel für das freie Web abseits von grossen sozialen Netzwerken ist.

Im Beitrag Das Nonplusultra für RSS-Fans habe ich mich für RSS in die Bresche geworfen und anhand der vielfältigen Reaktionen erfreut festgestellt, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass auch andere RSS noch sehr schätzen.

Darum muss ich an dieser Stelle Kritik an meinem Lieblingsbrowser Firefox üben: Die Mozilla-Stiftung entfernt den Support für RSS Schritt für Schritt. Die Unterstützung für Feeds und die dynamischen Lesezeichen sind seit Version 64 nicht mehr vorhanden. Der Grund ist angeblich die geringe Nutzerzahl dieser Funktionen.

Es ist einleuchtend, dass Mozilla die Kräfte auf relevante Funktionen konzentriert. Nun dürfte man meines Erachtens die Relevanz nicht allein anhand der Nutzerzahlen definieren: Wohin das führt, sieht man bei den Medien, die ihre Berichterstattung allein auf die Klickzahlen ausrichten.

Das gilt besonders für Mozilla:  „Firefox fällt den RSS-Fans in den Rücken“ weiterlesen

Wie das Internet deine Arbeit macht

Ifttt hat die Idee, Webdienste miteinander zu verknüpfen, populär gemacht. Es gibt inzwischen eine Reihe Möglichkeiten für die Automatisation im Netz, namentlich Integromat, Zapier und Microsoft Flow. Erstere habe ich mir näher angeschaut.

Es gibt viele tolle Webdienste. Doch die verrichten ihr Werk meist isoliert, ohne mit anderen tollen Services im Web zu kooperieren. Schuld an diesem Zustand ist wahrscheinlich der alte Charles Darwin. Er, bzw. Herbert Spencer, hat beschlossen, dass der Tüchtige und nicht der Kooperative überlebt. Und seitdem scheint das eine gemachte Sache zu sein. So gibt es denn viele Datensilos im Web, aber nur wenige Schnittstellen, mit denen man die Anwendungen zu harmonischer Zusammenarbeit bewegen könnte.

Nun, es gibt Versuche, diese Dienste zum Zusammenwirken zu zwingen. Respektive einen Austausch von aussen herbeizuführen. Mit der Hilfe von Dritten werden Web-Anwendungen zusammengestrickt, selbst wenn sie von Haus aus keine Verbindungsaufnahme ermöglichen. Ein Beispiel, das ich in diesem Blog öfters angeführt habe, ist If this then that. Nach dem Prinzip Wenn (am einen Ort) das passiert, mache (am anderen Ort) jenes richtet man Automatisierungen ein: Wenn Iftt, dann Zeitersparnis, habe ich die Sache seinerzeit auf den Punkt gebracht. Ich nutze beispielsweise einen persönlichen Twitter-Bot. Und logge auch Arbeitszeiten mittels Ifttt.

Eine interessante Anwendung ist Ellp, die, wie hier beschrieben, das Ifttt-Prinzip auf Windows überträgt. Wobei man das im Präteritum formulieren müsste: Im Oktober 2018 hat das Unternehmen aufgegeben. Man kann die Software noch weiter benutzen, doch sie wird nicht mehr fortgeführt.

Drei Alternativen zu «If this then that»

Im Netz feiert das Ifttt-Prinzip allerdings fröhliche Urständ.  „Wie das Internet deine Arbeit macht“ weiterlesen

Das Nonplusultra für RSS-Fans

Zwei Apps für Nachrichten und Web-Feeds: Feedly ist der Klassi­ker für Gele­gen­heits­nutzer, Lire RSS die leis­tungs­fähige App mit um­fang­reicher Syn­chro­ni­sa­tion für News-Junkies.

Es ist wieder einmal Zeit, eine Lanze für RSS zu brechen. Hinter Rich Site Summary steht eine klevere Webtechnologie, mit der man die Inhalte seiner Lieblings-Websites in einer App vorfindet – oder zusammengeführt auf einer Website.

RSS macht, nebenbei erwähnt, auch Podcasts möglich: Die abonnierten Sendungen werden per RSS verteilt und landen so in der App, mit der man sie hört – ohne dass man als Hörer die einzelnen Anbieter abklappern und nach neuen Folgen sehen müsste. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig Leute unsere Website nerdfunk.ch besuchen – auch wenn die Hörerzahlen unseres Podcasts stabil und (für Schweizer Verhältnisse) ganz in Ordnung sind.

Die Website führt nebst dem RSS-Feed ein Schattendasein

Ich würde schätzen, dass über neunzig Prozent der Hörer den Podcast abonniert haben. Es gibt vermutlich Leute im Publikum, die niemals je auf unserer Website waren. „Das Nonplusultra für RSS-Fans“ weiterlesen

Charles, bring mir mal die Milch!

Charles ist ein Netzwerk-Utility, bzw. genauer ein HTTP-Proxy, der Anfragen des Browsers und Apps und die Antworten der Server mitschneidet. Das erlaubt einen Blick hinter die Kulissen.

Charles – das Icon ist aus unerfindlichen Gründen eine reich verzierte Milchkanne, wie sie unsere Grossmütter gerne nutzen würden – gehört zu den Netzwerkutilities. Das ist eine Programmkategorie, für die ich, wie hier festgestellt, eine gewisse Schwäche habe.

Warum dem so ist, bleibt mir selbst ein Rätsel. Mir fehlen sowohl Zeit als auch Fachkenntnisse, um mich im Detail damit auseinanderzusetzen, was sich auf dem Netzwerkkabel oder der WLAN-Schnittstelle im Detail tut. Und eigentlich bin ich zufrieden, wenn die richtigen Daten in ausreichendem Tempo bei mir ankommen.

Milch. (In Form von HTTP-Kommunikation.)

Doch dann passiert es wieder, und mich packt der Rappel. Dann möchte ich doch genauer wissen, was sich hinter der Benutzeroberfläche meiner Betriebssysteme und der Programme abspielt – und was dieses oder jenes Programm genau treibt. Und dabei hilft Charles. Das Programm nennt sich selbst einen HTTP-Proxy Schrägstrich HTTP Monitor.

Für Entwickler und Neugierige

Der Proxy dokumentiert die HTTP-Anfragen der Browser und Apps und die Antworten, die aus dem Internet zurückkommen. Der Monitor überwacht diesen Datenverkehr und ermöglicht es, nicht nur die Metadaten, sondern auch den Inhalt des Datenverkehrs zu analysieren.

Stellt sich die Frage nach dem Sinn und Zweck: „Charles, bring mir mal die Milch!“ weiterlesen