Netzwerk-Tricks für Windows

Einige nützliche und teils recht gut versteckte Möglichkeiten zu den Internet- und WLAN-Einstellungen bei Microsofts Betriebssystem.

Wer hat hier wieder wie wild Daten gesaugt?

Eine Neuerung in den Windows-Einstellungen, die nicht brandneu, aber wirklich nützlich ist, steckt unter Netzwerk und Internet bei Status: Es wird einem angezeigt, mit welcher Methode man mit dem Internet verbunden ist und vor allem auch, wie gross die übertragene Datenmenge ist.

Diese Datenmenge ist essenziell, wenn man ein beschränktes Volumen zur Verfügung hat und das im Auge behalten sollte. Doch auch wenn man über eine unbeschränkte Flatrate online unterwegs ist, kann einen diese Information interessieren: Sie befriedigt die Neugierde des daten- und informationshungrigen Nerds, und sie ist unter Umständen überraschend.

Der grösste Datenverbraucher ist natürlich Firefox

In meinem Fall ist Firefox der grösste Datenverbraucher. Aber als Platz zwei taucht bereits das Betriebssystem auf. Natürlich würde man sich noch eine Spezifizierung wünschen, also die konkrete Information, was das Betriebssystem eigentlich treibt, um Gigabyteweise Daten zu verbraten. Die Vermutung liegt nahe, dass es die Updates sind.

An dieser Stelle im Abschnitt Datenlimit eine Begrenzung eingeben; dazu einfach auf die Schaltfläche Grenzwert eingeben klicken.

Nochmals zurück zur Übersichtsseite, Status, bei Netzwerk und Internet: Hier findet sich auch die Schaltfläche Eigenschaften. Über die gelangt zu den Einstellungen zum fraglichen Netz, bei dem man die Option Getaktete Verbindung setzen kann: Sie gibt an, dass es sich um eine volumenbeschränkte Verbindung handelt und leitet Windows dazu an, Daten zu sparen.

Ohne Verrenkungen an der Befehlszeile die IP-Adresse herausfinden

Darunter findet sich der Abschnitt Eigenschaften: Er verrät sehr viele nützliche Details zur Verbindung, im Fall von WLAN beispielsweise den Wifi-Standard, die der Adapter benutzt, die maximale Verbindungsgeschwindigkeit, die der Adapter zulässt, die IP-Adressen (IPv6, IPv4), DNS und auch die MAC-Adresse. Früher musste man dafür die Befehlszeile und ipconfig bemühen (siehe Das kleine Befehlszeilen-Vademekum).

Auch Windows lässt sich nun dazu herab, einen mobilen Hotspot bereitzustellen.

Und wo wir dabei sind: Windows stellt seit einiger Zeit einen mobilen Hotspot bereit. Diese Funktion stellt die Netzwerkverbindung anderen Geräten in der Umgebung zur Verfügung. Das passiert entweder per WLAN oder aber über Bluetooth. Man kennt diese Funktion seit längerer Zeit von iOS. Dort ist sie auch wirklich sinnvoll, weil man auf diese Weise seine Laptops oder Tablets, die selbst keinen Mobilfunkzugang haben, ins Internet bringen kann. Das schätze ich unterwegs sehr.

Bei Windows ist sie weniger zwingend: Da es inzwischen keine Windows-Smartphones mehr gibt, steht Windows eher in der Rolle des Nutzers als des Anbieters einer freigegebenen Netzwerkverbindung. Aber da es auch Windows-Laptops mit Mobilfunkanbindung gibt, sei sie hier trotzdem kurz erwähnt.

Der schnellste Weg zu den Netzwerkeinstellungen

Sie ist in den Einstellungen bei Netzwerk und Internet unter Mobiler Hotspot zu finden. Einmal eingerichtet, schaltet man den Hotspot am schnellsten über die «schnellen Aktionen» ein (Englisch Quick Actions): Das ist der untere Bereich in der Leiste mit den Benachrichtigungen, die mit der Tastenkombination aus Windows-Taste und a erscheint (siehe auch: Wie nutzlos ist die Windows-Taste? (Jetzt wirklich!)).

Diese schnellen Aktionen sind praktisch; es findet sich hier auch das VPN, die generellen Netzwerkeinstellungen und der Flugzeugmodus.

Allerdings empfehle ich mit Nachdruck, diesen Knopf aus den schnellen Aktionen zu verbannen, wenn man mit einer drahtlosen Maus und Tastatur an einem Desktop-PC arbeitet – genauso übrigens wie der Schalter für Bluetooth. Denn wenn man einen dieser beiden Knöpfe aus Versehen betätigt, dann hat man keine Möglichkeit mehr,  mit seinem Computer zun interagieren und muss sich eine Kabel-Maus und/oder Kabel-Tastatur besorgen. Es sei denn, man hat Teamviewer griffbereit. Siehe dazu: Eine selten dämliche Selbst-Sabotage.

Die schnellen Aktionen werden in den Einstellungen bei System unter Benachrichtigungen und Aktionen konfiguriert.

Beitragsbild: Die meisten Leute dürften inzwischen WLAN verwenden – aber eine drahtlose Verbindung gibt als Symbolfoto nicht so viel her (Brett Sayles, Pexels-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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