Apps gegen das Organisations-Chaos

Ich bin nun nicht gerade ein leuchtendes Vorbild an Selbstorganisation und planhafter Arbeit. Ich bin eher ein Single-Tasker als einer, der gleichzeitig mehrere Fäden in der Hand hält (Aber wieso auch nicht? Siehe Multitasking ist produktiv? Ein fataler Irrtum). Darum bin ich nur bedingt berufen, den Leuten Tipps zu geben, wie sie ihren Alltag organisieren sollen.

Ich tue es trotzdem – denn beurteilen, welche Apps und Webdienste etwas taugen, kann ich. Und da ich meine diversen Deadlines immer einhalte, funktioniert meine Methode (anstehende Aufgabe mit Vollgas erledigen, dann den Kopf für die nächste befreien) ganz gut.

Also, es geht im neuesten Patentrezept-Video um Apps und Webdienste, mit denen man seine Aufgaben plant, die Übersicht über Projekte behält und für sich oder zusammen mit Mitstreitern am gleichen Strick zieht (möglichst auch in die gleiche Richtung). Es gibt drei unterschiedliche Ansätze: Die klassische Pendenzenliste in digitaler Form, die Pomodoro-Methode und die Kanban-Tafeln.

Die ergeben zusammen eine breite Palette an Möglichkeiten, wie man sich organisieren und mit anderen abstimmen könnte. Sie decken alltägliche Planungsaufgaben genauso ab wie kleinere oder grössere Projekte – ohne dass man gleich zu Microsoft Project greifen müsste. Und man kann die Instrumente auch durchaus zweckentfremden, bzw. originell benutzen. Die Kanban-Boards eignen sich auch sehr gut fürs Brainstorming und für die Entwicklung von Ideen.

Falls ihr lustige Beispiele habt, was man damit auch noch anstellen könnte, dann lese ich die gerne in den Kommentaren.


Früher in den Feierabend

Und das sind die vorgestellten Apps und Webdienste:

  • Microsoft To-Do: Simpel, kostenlos auf für alle Plattformen verfügbar (iPhone, Android, Windows). (Allerdings nehmen Fans von Wunderlist Microsoft den Kauf nach wie vor übel und trauern der alten App noch heute nach.)
  • Todoist.com: Eine leistungsfähige Alternative für iPhone, Android, Windows und Mac. Kostenlos in der Basisversion, für Premium zahlt man drei Euro im Monat.
  • Fokus To-Do (für iPhone und Android) ist eine App, mit der man die Pomodoro-Technik anwendet. Bei der arbeitet man 25 Minuten konzentriert an einer Aufgabe, macht dann fünf Minuten Pause und fährt mit der gleichen oder anderen Aufgabe fort. Man kann sie auch gut mit Post-it-Zettel, einem Bleistift und einer Teeuhr anwenden.
  • trello.com: Digitale Kanban-Boards, die man im Netz und auf diversen Plattformen (iPhone, Android, Windows, Mac) zur Verfügung hat. Man kann mit anderen Leuten zusammenarbeiten und Boards auch öffentlich zur Verfügung stellen. Für die nicht allzu intensive Nutzung kommt man mit dem kostenlosten Einsteiger-Plan gut über die Runden. Die professionelle Nutzung kostet 10 US-Dollar pro Nutzer und Monat.

Das Video ist der inoffizielle zweite Teil der Apps für bessere Entscheide, die einem bei der Meinungsbildung helfen. Ich hatte beide Themen ursprünglich in einem Video, fand dann aber, das sei genügend Material für zwei Folgen. Gut in diesen Themenbereich passen übrigens auch die Tipps aus Hey Leute, es ist freiwillig!, wo ich u.a. den lustigen Zeiterfassungswürfel von Timeular vorstelle.

Beitragsbild: Man kann sie auf die Pizza legen. Oder aber zur Strukturierung des Arbeitstags verwenden (Finmiki/Pixabay, Pixabay-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzegungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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