Wie ich einmal die 100-Millionen-Dollar-Idee vergessen habe


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Notiz-Apps sind nicht spektakulär, aber für den Alltag … darf ich das überstrapazierte Wort auch mal benutzen? … matchentscheidend. Die passende Idee im richtigen Augenblick parat zu haben, hilft uns Journis über die Runden. Auch bei einer Sitzung kann man sich gut rauslavieren, wenn man nicht im falschen Moment einen unvorbereiteten Eindruck macht und stattdessen ein Buzzword auf Abruf parat hat. Und eben – die Geschmäcker sind verschieden. Manche werfen alles unsortiert in einen grossen Topf. Andere haben lieber eine gewisse Ordnung. Daran scheiden sich die Geister, wie wir beim Nerdfunk anlässlich unserer Jahresrückblick-Sendungen 2016 festgestellt haben: maege ist der Evernote-Mann, der alles sammelt und dann mittels Suche wiederfindet. Ich bin der Onenote-Mensch, der nur ein paar wenige Listen führt, die aber wohlgeordnet vorfinden will (siehe auch Onenote statt Evernote)

Des weiteren ist entscheidend, wie man die Notizen weiterverarbeitet: Reichen ein paar Stichworte, die man ab App nachsehen kann? Oder will man sich intensiv mit den Notizen auseinandersetzen und sie, à la Mindmap, zu einem Konzept, einem Text ausbauen? Auch da gibt es praktischere und weniger praktische Lösungen. Onenote kann man sich an Word und andere Office-Anwendungen andocken. Das funktioniert, etwas umständlich, über die verknüpften Notizen, die man im Menüband Überprüfen vorfindet. Bei Google Keep ist es einfacher: Da muss man in Docs nur auf Tools > Notizblock klicken, um seine digitalen Post-its im Blickfeld zu haben.

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Hier hätte sie stecken können… die 100-Millionen-Dollar-Idee.

Fazit: Jeder, wie er gern möchte. Die Kunst ist, im grossen Angebot die Apps zu finden, die einem am ehesten zusagen. Es lohnt sich IMHO, auch mehrere Apps durchzuprobieren – denn nichts ist schlimmer als ein vergessener Geistesblitz. Ich erinnere mich heute noch, wie ich irgendwann 2012 beim Warten auf den Zug am Bahnhof Winterthur die Idee hatte, die mein Leben verändern sollte. Dann kam der Zug, ich stieg ein, suchte mir einen Platz, setzte mich hin und als ich die Idee aufschreiben wollte, war sie weg. Vielleicht wars nur Einbildung. Oder vielleicht, wenn der Zug drei Minuten Verspätung gehabt hätte, wäre ich heute reich, berühmt oder zumindest eine interessante Erfahrung reicher…

Update 12. April

In den sozialen Medien wurden zwei Alternativen empfohlen, die ich beide hier schon einmal vorgestellt habe, nämlich Workflowy (Gedanken und Konzepte zu Faden schlagen) und Tiddlywiki (Das simple Wiki für den Hausgebrauch). Beides gute Lösungen, aber zumindest für mich nicht im Bereich der Notizen. Da brauche ich etwas, das es auch als App gibt und das möglichst unkompliziert funktioniert.

Autor: Matthias

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