Wir Chippiedales

In der 250. Ausgabe unseres Digitalmagazins ging es – wieder einmal – darum, ob wir nun als Nerd gelten dürfen oder nicht. maege war der Ansicht, dass man das eh nicht selbst in der Hand hat, sondern die Umwelt über einen urteilt. Er hat die Geschichte von den Geeks in die Runde geworfen, die lebendigen Hühnern den Kopf abbeissen. Klingt absurd, aber man kann es tatsächlich bei Wikipedia nachlesen. Jedenfalls stand wieder einmal die Frage im Raum, ob man nun, wenn überhaupt, lieber ein Geek oder ein Nerd sein möchte.

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Und die Nerdinen bzw. Geekinnen haben wir obendrein vergessen! (Bild: Marta Manso alias Lady Pain/Flickr.com)

Marcel kommt nun das Verdienst zu, diese Frage ein für alle Mal geklärt zu haben. Er hat mir nämlich per Twitter eine kleine Infografik weitergeschickt, die den Unterschied klärt.

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Bleibt nur noch die Frage, wie der Freak eigentlich ins Bild passt… Oder Chippie – ein Begriff, den man in der Ausgabe 12/1987 des Spiegels nachlesen kann:

Seit Weihnachten ist der 17jährige Holger Widmann abwesend. Nicht, daß er verlorengegangen wäre. Er hat sich vielmehr in seinem Spielzimmer verbarrikadiert und wird seither vom Rest der Familie nur noch auf dem Weg zur Küche oder zum WC gesichtet. An seiner Tür hängt das Pappschild: «Laßt mich in Ruhe», darunter mit Filzstift: «Ich bin ein Chippie», ein Computerbesessener.

Falls ich die Etymologie des Begriffs richtig verstanden habe, rührt das Wort vom Chip her. Man könnte Holger Widmann also auch Prozessie nennen.

Zurück zum Spiegel-Beitrag. Mir als altem Delphi-Programmierer hat übrigens der folgende Abschnitt das Herz erwärmt:

Das Gegenstück zu «Basic» ist die logisch ungeheuer klare, geradezu sture Programmiersprache «Pascal», die der Zürcher Mathematik-Professor Niklaus Wirth mit gleichsam zwinglianischer Strenge entwickelt hat. Die US-Softwarefirma Borland hat sie griffig und schnell gemacht…

Wie auch immer. Ich hätte nicht übel Lust, unsere Sendung in «Die Chippiedales» umzubenennen.

Autor: Matthias

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