Das papierlose Studio

Obwohl ein Mann der Bits und Bytes und ein Verfechter des papierlosen Büros habe ich meine Manuskripte jeweils in ausgedruckter Form zu Radio Stadtfilter getragen. Ich musste mir deswegen oft Spott anhören, vor allem von maege. Aber: Es liest sich einfach angenehm von Papier. Man minimiert das Risiko, mitten im Live-Vortrag seine Notizen zu verlieren – zum Beispiel durch eine plötzliche Leere des Akkus oder einen Absturz. Oder weil man aus Versehen die App schliesst, in der gerade noch das Manuskript offen war.

Aber ich aber eingesehen, dass dieser Anachronismus ausgemerzt werden muss. Ich lese daher meine Texte inzwischen ab Bildschirm, und zwar ab iPad. Klar, man könnte auch einen der Computerbildschirme im Studio verwenden. „Das papierlose Studio“ weiterlesen

Auf dass der Nerdfunke überspringe!

Nach einer etwas längeren Sommerpause sind wir mit dem Digitalmagazin von Radio Stadtfilter fulminant gestartet. Wir haben uns einen neuen Namen verpasst und nun endlich eine eigene Website. Der neue Name: Nerdfunk. Die neue Website (folgerichtig): Nerdfunk.ch.

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Woher die Ideen für den Neustart kamen, führe ich auf der neuen Seite hier aus. Es gibt aber auch einige Hinweise in unserer ersten Nerdfunk-Sendung: Bei uns stehen die Zeichen auf Veränderung und manchmal hat man den Drang, sich neu zu erfinden. Wobei das nun auch wieder etwas hoch gegriffen ist. „Auf dass der Nerdfunke überspringe!“ weiterlesen

Wir Chippiedales

In der 250. Ausgabe unseres Digitalmagazins ging es – wieder einmal – darum, ob wir nun als Nerd gelten dürfen oder nicht. maege war der Ansicht, dass man das eh nicht selbst in der Hand hat, sondern die Umwelt über einen urteilt. Er hat die Geschichte von den Geeks in die Runde geworfen, die lebendigen Hühnern den Kopf abbeissen. Klingt absurd, aber man kann es tatsächlich bei Wikipedia nachlesen. Jedenfalls stand wieder einmal die Frage im Raum, ob man nun, wenn überhaupt, lieber ein Geek oder ein Nerd sein möchte.

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Und die Nerdinen bzw. Geekinnen haben wir obendrein vergessen! (Bild: Marta Manso alias Lady Pain/Flickr.com)

Marcel kommt nun das Verdienst zu, diese Frage ein für alle Mal geklärt zu haben. Er hat mir nämlich per Twitter eine kleine Infografik weitergeschickt, die den Unterschied klärt.
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Wir feiern!

Vor fünf Jahren ist, quasi über Nacht und ohne viel Plan, das Digitalmagazin von Radio Stadtfilter entstanden. Seitdem senden Kevin, maege und ich 1 unverdrossen jeden Dienstag Abend von halb acht bis acht über alle Themen, die uns so einfallen – oder die sich irgendwie an den Haaren herbeizerren lassen.

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Für einmal steht er mir nicht im Studio gegenüber: Sir Kevin the versatile!

Am nächsten Dienstag (15.4.2014) 2 findet unsere 250. Sendung statt. Und das feiern wir mit einer Sendung, die nicht aus dem Studio kommt, sondern Live aus dem La Cyma an der Neustadtgasse 1A in Winterthur. Gerne auch mit euch! Kommt vorbei, wenn ihr könnt und mögt!
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Es knirscht, klimpert, scheppert und knarzt

Eine Website, die es mir in letzter Zeit angetan hat, ist 100strangesounds.com Ich bin bei meiner Suche nach exotischen Klängen für die Sounds-Rubrik im Morgomat auf sie gestossen.


Gruselig: Die Klänge der Muttermilchpumpe.

Joo Won Park will, so schreibt er in seiner Biografie, er wolle Alltagsgeräusche schön und seltsam machen. Dabei nimmt er Dinge wie Glasvasen, Küchengeräte, Musikinstrumente oder Spielzeuge und bringt sie zum Klingen. Es kann auch mal eine Muttermilchpumpe oder ein Kohlkopf mit dabei sein. „Es knirscht, klimpert, scheppert und knarzt“ weiterlesen

Das iPad als Jingle-Maschine

Wir senden das Digitalmagazin von Radio Stadtfilter wann immer möglich live. Voraufzeichnungen lassen sich aber nicht immer verhindern. Unser digitaler Realitätsabgleich in drei Teilen, bei dem der erste Teil am letzten Dienstag gesendet wurde, ist eine Voraufzeichnung.

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Alle Sounddateien griffbereit.

Bei den Voraufzeichnungen ist die Versuchung gross, sich nicht so genau ans Zeitlimit zu halten. Man kann nachträglich ja schneiden und der Sendung den letzten Schliff geben. Das ist natürlich auch so – nur hat sich gezeigt, dass der Aufwand für die Nachbearbeitung erklecklich ist. Eine halbstündige Sendung um zwei Minuten zu kürzen, ist viel Arbeit. Zumindest, wenn man den Anspruch hat, dass hinterher keine Schnitte und Lücken im Ablauf hörbar sein sollen. Auch das Einfügen Sendungs- und Sponsor-Jingles macht die Nachbearbeitung zu einer aufwändigen Angelegenheit.

Darum sind wir dazu übergegangen, auch die Aufzeichnungen Quasi-Live zu produzieren, also Live on bzw. Live to Tape (wobei wir nicht wirklich auf Band aufzeichnen). „Das iPad als Jingle-Maschine“ weiterlesen

Ein stabiles Podcast-Bein

Die deutschsprachige Podcasterszene schwärmt seit Monaten auf die für sie typische selbstreflexive Art über einen neuen Dienst namens Auphonic. Er spart angeblich bei der Produktion so viel Zeit, dass nun viel mehr Raum für die Themensuche bleiben müsste – und die Podcaster nicht ständig ihre eigene Arbeitsweise zu diskutieren brauchten. Das tun sie aber trotzdem.

Und ich komme an dieser Stelle auch nicht umhin, lobende Worte zu verlieren. Ich habe die letzten zwei Folgen des Digitalmagazins nicht durch GarageBand gejagt, sondern mittels Auphonic fertiggestellt. Das hat nicht nur reibungslos, sondern auch zügig und total unkompliziert geklappt.

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Das Team von Auphonic spart den Podcastern jede Menge Zeit. (Quelle)

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Podcastlückenbüsser

Unser Podcast ist in der Sommerpause. Mediale Sommerpausen sind im Grunde ein Unding, weil die Leute im Sommer Ferien haben und entsprechend über zusätzliche Zeit zum Medienkonsum verfügen. Da müssten wir unsere Kadenz eigentlich verdoppeln. Aber es ist nun einmal so, dass das Senden allein daran scheitert, dass das Studio 1 beim Stadtfilter umgebaut wird.

Immerhin: Wir leben nicht in Zeiten, in denen es nur Radio Beromünster gab. Es gibt Ausweichmöglichkeiten. Da sind zwei Podcastepisoden, die ich letzte Woche mit Vergnügen gehört habe und darum gerne weiterempfehle:

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Besuch beim Optiker. (Bild Paul Stevenson/Flickr.com)

Zum einen Holger Klein mit Wrint-Folge 189, Anruf beim Optiker: „Podcastlückenbüsser“ weiterlesen