Nie heruntergelassen von der Cablecom

Ich bitte um Verständnis, dass im Moment auf diesen Seiten nichts läuft. Die Betreuung des Blog per iPhone ist kein wirklich prickelndes Erlebnis. Und wenn ich des Abends nach den unverzichtbaren Verrichtungen wie Mailabruf und Datensicherung die wackelige Not-Internetverbindung per Analogmodem kappen kann, ohne gebloggt zu haben, bin ich auch nicht böse. Fakt ist, dass die Sch****-Cablecom nach nunmehr zwei Wochen noch immer nicht in der Lage war, meinen Hispeed-Anschluss wieder aufzuschalten. Die letzte Episode dieser mehr als leidigen Geschichte bestand in einem Anruf am letzten Freitagnachmittag: «Ihr Anschluss geht doch wieder?», hat man mir da gesagt. «Aha? Wieso kommt dann nichts aus der Leitung?» war meine Frage.
Und dann das alte Spiel von neuem, Gott, bin ich es leid! Verbindung zum technischen Support, geduddel, wartwart, däumchendreh… Pikanterweise kommt recht häufig ein Stück mit der Zeile «I never let you down» oder so ähnlich, vielleicht von Bonnie Tyler? Jedenfalls fragt man sich, ob das ein Versprechen ist, ob die Cablecom ihren Sinn für Humor beweist oder vielleicht sogar Freude daran findet, den Hilfesuchenden eine lange Nase zu drehen. Dann erreiche ich einen Herrn vom Support und schildere mein Anliegen. Zum x-ten mal die alte Leier: Nein, ich wohne nicht in St. Gallen, nein, ich habe kein neues Modem erhalten, nein, ich bin nicht umgezogen, verflucht, schreibt das doch endlich in eure Sch****-Datenbank und entschuldigen Sie, wenn ich laut werde, aber jetzt gopfverdamminamal, ich versuche schon seit August euch klarzumachen, dass irgendöppis an meinem Benutzerkonto nicht stimmt, hueresiech, weil ich nie in St. Gallen wohnte, seit 2005 nicht umgezogen bin und ihr das Puff habt und nicht ich, und ich wirklich nicht mehr weiss, was man tun muss, damit irgend einer mal den Finger r…, ähm, sich bequemt und diese Sache in Ordnung bringt.
Gut, vielleicht ist die Flucherei kontraproduktiv. Ausserdem hat der Zehnder die Defätistennummer schon viel gekonnter durchgezogen. Der Herr am anderen Ende der Leitung macht zwar einen abgebrühten Eindruck. Trotzdem fliege ich aus der Leitung, während der Mann irgendwelche Abklärungen vornimmt. Aber vielleicht ist das der Trick? Man tut so, als ob man was tun würde und hängt dann ab. Der Kunde ruft ja wieder an und hat dann einen anderen an der Leitung. Das wiederholt sich dann noch einmal, inklusive aus der Leitung-Fliegen und beim dritten Mal, nach dem Durchstottern der Mac-Adresse des Modems meint der Mann, mein Modem sei deaktiviert und zwar irreversibel. Er schicke mir ein neues. Wie lang geht das? – Eine Woche. – Gehts nicht schneller? – Hmnein. – Das ist inakzeptabel. Schicken Sie mir einen vorbei, der das Modem mitbringt. – Das ist unmöglich. – Dann schicken Sie es doch wenigstens Express, in Gottesnamen! – Warten Sie bitte. (Duddel duddel) Sind Sie noch dran? Vielen Dank fürs Warten! Ähm, aso wir können Ihnen das Modem Express schicken.
Bis heute: Keine Expresslieferung, nichts. Da sehe ich doch mal im Kundencenter nach. Und sehe das:
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Doch, das fasst die Sache ganz gut zusammen.

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

3 Gedanken zu „Nie heruntergelassen von der Cablecom“

  1. deine geduld ist bewunderswert. ich hätte schon lange per brief eine nachfrist gesetzt für die behebung des mangels (max. 2 tage) und dann per sofort den vertrag aufgelöst. und eine korrigierte rechnung der ERBRACHTEN dienstleistungen verlangt. diese soll transparent und klar gegliedert sein (inkl. korrekturen des datenbankzwillings, kein belastung der «offline»-zeiten). ansonsten die rechnung nicht bezahlen.

    cablecom ist nicht günstig, sondern billig. die nerven und zeit die man damit verbratet kostet massiv mehr. es scheint reine glücksache zu sein, dass etwas funktioniert. nur durch die monopolstellung hat dieser laden noch kunden…

    Roger

  2. Naja, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, was da auf mich zukommt, hätte ich mich nicht darauf eingelassen, sondern mich gleich nach einem neuen Provider umgeschaut. Aber dass das so mühselig wird, ahnt man ja nicht (wobei ich durch meine Erfahrungen mit Digital-TV hätte gewarnt sein müssen).
    Für Leute, die das Internet für ihren Lebensunterhalt benötigen, könnte das existenzbedrohende Züge annehmen. Ich bin erstaunt, wie kalt das die Cablekömmler lässt.

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