Fernsehen in Zeiten der Glasfaser

170815-playback.jpg
Der legitime Nachfolger des VHS-Rekorders.

Wie hier ausgeführt, habe ich der UPC (Cablecom) den Rücken gekehrt. Dieser Schritt bringt einige Veränderungen mit sich, über die hier im Blog noch zu reden sein wird: Über den neuen Router, den Turris Omnia. Über die Erfahrungen mit der Umstellung auf Sip, inklusive Rufnummernportierung (guest-voip.ch mit dem Gigaset S850 A GO). Und jetzt vor allem über Teleboy.

Denn auch wenn sich unser Fernsehkonsum stark gewandelt hat und wir meistens bei Netflix abhängen, so ist das lineare Fernsehen nicht komplett abgeschrieben. Ab und zu möchten wir die Tagesschau oder den Tatort sehen. Plus ein paar andere Sendungen, auf die manche Leute in unserem Haushalt nicht verzichten wollen, deren namentliche Erwähnung an dieser Stelle für die Betroffenen allerdings über Gebühr peinlich wäre. Ich habe mir einige Zeit überlegt, was mir nun besser gefällt – Wilmaa oder Zattoo? Und bin dann bei Teleboy gelandet. Genau, beim lachenden Dritten.

Zwei Gründe haben zu diesem Entscheid geführt und mich dazu bewogen, für die Premium-Funktionen Teleboy Comfort für 115 Franken im Jahr zu abonnieren: „Fernsehen in Zeiten der Glasfaser“ weiterlesen

Fiber ahoi!

170728-fiber.jpg
Fiber! (Bild: Pixabay, CC0)

Es geht eine Ära zu Ende. Ich habe meinen UPC-Vertrag gekündigt und bei Init7 angeheuert. Mit der zweimonatigen Kündigungsfrist sollte der Wechsel bis Ende September abgeschlossen sein. Und dank eines Monats Überlappung hoffe ich, möglichst nicht zwischendurch mal ohne Internet dazustehen. (Salt würde es sicherlich danken.) Es sieht aber gut aus: Die Glasfaserdose ist schon montiert und Modem/Router ist auch schon da. Ich glaube, auch die Leitung ist geschaltet. Aber das sehe ich, wenn ich aus den Ferien zurück bin.

Gründe für den Wechsel gibt es mehrere. Der erste und vielleicht wichtigste Grund ist, dass meine Wohnstrasse inzwischen mit Fiber to the Home (siehe auch hier) erschlossen ist. „Fiber ahoi!“ weiterlesen

Wenn es bei der UPC mal wieder klemmt

Ich habe hier die Vorteile eines VPN-Zugangs gelobt: Man muss sich nicht bevormunden lassen, welche Inhalte man im Netz konsumieren darf und welche nicht. Man kann in offenen WLAN-Netzen den Schutz für seine Daten erhöhen. Und VPNs helfen, Netzsperren zu umgehen.

170518-pure-vpn.jpg
Streaming ist das eine, Provider-Engpässe umgehen das andere.

Neulich ist mir ein weiterer Pro-VPN-Grund begegnet. Die UPC (früher bekannt als UPC-Cablecom, noch früher bekannt als Cablecom und nochnoch früher bekannt als Rediffusion) hatte nämlich das Problem, was sie des Öfteren hat: Sie war nicht willens, einen reibungslosen Internetzugang bereitzustellen. Konkret war es so, dass viele Websites funktionierten, manche aber nicht. Zum Beispiel war dieses Blog fast gar nicht erreichbar – die Ladezeiten betrugen fünf Minuten und länger. Auch andere, für mich wichtige Websites waren davon betroffen. Ich bin kein Netzwerkexperte, aber für mich deutet das auf ein Peering-Problem hin. Ich habe einen Anruf bei der Hotline oder eine kleine Stänkerei auf Twitter erwogen. Doch erfahrungsgemäss bringt das nichts: Bei der Hotline exerziert man in solchen Fällen jeweils ein Diagnoseprogramm durch, bei dem man seinen Router neu starten, die Leitung vermessen und unzählige Fragen beantworten muss – selbst wenn schon von Anfang an (aufgrund des selektiven Auftretens) völlig klar ist, dass die Ursache nicht beim Anschluss und nicht auf der letzten Meile liegt, sondern irgendwo in einem Rechenzentrum der UPC oder einem ihrer Partner.

Stattdessen hatte ich den Geistesblitz, etwas Erfolgversprechendes zu tun. „Wenn es bei der UPC mal wieder klemmt“ weiterlesen

WLAN-Ärger zum x-ten

In meinem Desktop-PC – einem bei Digitec gekauften, demnächst vierjährigen Schmuckstück namens Tharsis T70.24 – stecken inzwischen drei WLAN-Module. Eines ist eingebaut. Ein zweites habe ich vor einiger Zeit gekauft. Ein drittes Ende des letzten Jahres.

Das deutet darauf hin: Das drahtlose Netz funktioniert bei dieser Maschine nicht sonderlich zuverlässig. Das gute an der Sache: Das Problem war Inspiration für eine der erfolgreichsten Digitale-Patentrezepte-Folgen und hat auch diesem Blog schon Inhalte beschert.

170118-ethernet.jpg
Es könnte so einfach sein. (Bild: e3Learning/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Doch abgesehen davon ist das lästig. Wer sein Tageswerk nicht erst nach Sonnenuntergang beenden will, der will damit nicht erst anfangen, nachdem er zweimal den Computer und einmal den Router neugestartet hat. Und ich natürlich würde ich ein Ethernetkabel ziehen, wenn das Büro dafür nicht sehr ungünstig gelegen wäre. Es bleibt daher beim Datenfunk. Das eingebaute Modul1 hat überhaupt nie zuverlässig funktioniert. Das kann daran liegen, dass es im Tower drin keine gute Verbindung zur Aussenwelt hat. Vielleicht ist es auch von minderer Qualität, weil es hauptsächlich darum ging, in den Specs WLAN ausweisen zu können.

Das zweite2 hat seinen Dienst zuverlässig verrichtet. Jedenfalls bis vor Kurzem. „WLAN-Ärger zum x-ten“ weiterlesen

Tröpfel, tröpfel, tröpfel


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich im Moment, wo ich ein Video zu lahmem Internet für den Tagi produziert habe, selbst mit den Problem kämpfe. Die Horizon-Box der UPC-Cablecom, die bekanntlich ihre Macken hat, internetmässig aber bis jetzt immer gut funktionierte, will täglich neu gestartet werden, um zuverlässig mit dem Internet zu kommunizieren. Das WLAN ist unzuverlässiger geworden, was vor allem durch die starke Auslastung des 2,4 GHz-Bands verursacht wird. Daran ist die Cablecom auch nicht ganz unschuldig, weil diverse Wi-Free-Netze sich dort tummeln – die meines Erachtens nicht viel bringen. „Tröpfel, tröpfel, tröpfel“ weiterlesen

Warum MyPrime nicht mit Netflix mithalten kann

Wir leisten uns in diesem Haushalt den absurden Luxus von zwei Flatrate-Streamingdiensten. Netflix zum einen, MyPrime zum anderen. Diese Überversorgung ist mehr zufällig entstanden: Netflix musste ich aus beruflichen Gründen kennenlernen und habe mich dann privat daran gewöhnt. Und MyPrime ist Teil meines UPC-Abos, zu dem ich gekommen bin wie die Jungfrau zum Kind.

160118-myprime.jpg
Links: Die gleiche Serie x-mal im Katalog.
Rechts: No Airplay for you!

Immerhin werde ich so in die Lage versetzt, die beiden Dienste zu vergleichen. Und um gleich mit dem Fazit anzufangen: MyPrime unterliegt Netflix auf der ganzen Linie. Das ist zu einem gewissen Grad natürlich unvermeidlich: Netflix ist das, was man neudeutsch einen Global Player1 nennt. Netflix stellt eigene Produktionen her, die sich sehen lassen können. Netflix ist dem Streaming voll und ganz verpflichtet: «Our core strategy is to grow our streaming subscription business domestically and globally»2.

Bei der UPC ist das Flatrate-Streaming ein Angebot unter vielen. MyPrime wurde im August 2014 als Reaktion aus dem Boden gestampft, dass Netflix in die Schweiz kommt3. Und auch wenn auch die UPC Eigenproduktionen für MyPrime plant und das Angebot auch im Vergleich zur Konkurrenz gar nicht so schlecht ist, lässt es sich nicht verhehlen, dass MyPrime lieblos und ohne viel Inspiration zusammengeschustert wurde.
„Warum MyPrime nicht mit Netflix mithalten kann“ weiterlesen

IPv… wieviel?

Die UPC-Cablecom hat IPv6 auf der ganzen Linie verschlafen.

Es ist nun auch schon wieder vier Jahre her, seit IPv6 ein grosses Thema war. Ich habe damals ausführlich über das Thema geschrieben. Es gab am 8. Juni 2011 den IPv6-Tag, der ein grosser Erfolg war.

150814-upc-cablecom.jpg
Gebt dem Mann doch endlich ein zeitgemässes Röhrli!

Und seither? Lief IHMO nichts. Null. Nada. Ich habe mich neulich darüber gewundert, dass mein Internet-Anschluss von der UPC-Cablecom offenbar nach wie vor gar nichts mit dem neuen Standard anfangen kann – und bin bei meinen Nachforschungen auf die Meldung Informationen zu IPv6 DS-Lite gestossen, die vor zwei Wochen veröffentlicht wurde:

UPC-Cablecom führt schrittweise IPv6 DS-Lite ein. Dies bedeutet, dass alle Kunden einen öffentlichen IPv6-Adressbereich und einen privaten IPv4-Adressbereich erhalten. Horizon-Kunden sind davon zu Beginn ausgeschlossen.

„IPv… wieviel?“ weiterlesen

Festnetz am Handy

Eine App, die ich seit ihrer Veröffentlichung Ende letzten Jahres nutze, ist die UPC Phone App (kostenlos für Android und iOS). Sie macht es möglich, das Smartphone als Endgerät für den Festnetzanschluss zu nutzen. Man nimmt Anrufe auf der Festnetznummer entgegen oder tätigt selbst Anrufe über den Heimanschluss. Das klappt über WLAN oder auch übers Mobilfunk-Datennetz. Und auch wenn man den Anfruf nicht entgegennimmt, wird man per Push-Benachrichtigung über ihn informiert.

Wenn es hier klingelt, kann man auch am iPhone rangehen.

Bekanntlich habe ich meinen Festnetzanschluss nicht ganz freiwillig zur UPC-Cablecom migriert. Diese App versüsst mir diesen Wechsel nun aber, indem sie den Festnetzanschluss deutlich aufwertet: „Festnetz am Handy“ weiterlesen

Die wackeligen DNS-Server der Cablecom

In letzter Zeit hatte ich immer wieder kleinere Probleme mit meiner Internetverbindung. Mal schien plötzlich Youtube aus dem Internet verschwunden, ein anderes Mal ging Netflix nicht. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass das Problem jeweils bei meinem Internet-Provider liegt, der UPC-Cablecom.

141106-netflix02.jpg
Nachher: Mit OpenDNS.

Gerade im Fall von Netflix vermutet man natürlich sofort eine Verschwörung: Das ist schliesslich ein direkter Konkurrent zum Streaming-Angebot der UPC-Cablecom, MyPrime. Allerdings habe ich neulich aus gut unterrichteten Kreisen erfahren, dass Netflix bislang bei den Schweizer Providern noch nicht für die grosse Netzwerklast sorgt. Im Gegenteil, man hat mir versichert, der Datenverkehr bewege sich in kaum messbaren Bereichen. „Die wackeligen DNS-Server der Cablecom“ weiterlesen

Die grosse Horizon-Wunschliste

Es ist den Lesern dieses Blogs nicht entgangen, dass ich aufgrund äusserer Umstände auf die Horizon-Box umgestiegen bin1. Nun habe ich die Box seit zwei Wochen in Betrieb – und könnte hier eigentlich eine ausführliche Besprechung schreiben.

140919-horizon01.jpg
Viele Optionen machen die Bedienung umständlich.

Ich könnte auch ein Kurzfazit von mir geben, was ich hiermit tue: Stattdessen soll es die grosse Horizon-Wunschliste geben. In den Ansätzen finde ich das Gerät gut. Mir gefällt die moderne Optik des Menüs, die das Blau in Blau gehaltene Erscheinungsbild der klassischen Box sehr altbacken erscheinen lassen. Das schnellere Zappen, die vielfältigeren Funktionen, die Anbindung per WLAN (im Client-Modus), die Companion-App für iOS und Andrdoid, Dinge wie Replay und MyPrime und die Fernbedienung, die auch als Universal-Fernbedienung funktioniert, machen die Box tatsächlich zu so etwas wie einen Entertainment-Hub. Für einen echten Hub würde ich gerne Apps wie die von Netflix auf der Box installieren. Es gibt zwar die Erweiterbarkeit per Apps (im Menü via Mediathek > Apps), doch dass im Angebot der Dienst des famosen Herrn Hastings erscheint, ist doch eher wenig wahrscheinlich.
„Die grosse Horizon-Wunschliste“ weiterlesen