Verbietet Google!

Was lese ich heute im «Tagi»? Das da:

«Wettbewerbsfähigkeit ist wahrscheinlich der meistverwendete und missbrauchte Begriff der modernen Ökonomie», sagt der Lausanner Professor Stéphane Garelli und verweist als Beleg auf die 10,5 Millionen Nennungen des Wortes in der Internet-Suchmaschine Google.

Hallo? Ist es jetzt so weit, dass Professoren Google brauchen, um ihre Aussagen zu untermauern? Das wäre für mich der richtige Moment, die Suchmaschine zu verbieten. Ansonsten werden wir unweigerlich mit folgenden Aussagen konfrontiert werden: «Sex scheint wichtig zu sein für die Leute», sagt Nikolaus Nixblicker, eine der leuchtendsten Koryphäen der jungen wissenschaftlichen Disziplin der Googologie und Besserwisserei und verweist auf die 748 Millionen Nennungen des Wortes in der Internet-Suchmaschine Google.

Übrigens, was mich wirklich schockiert, ist, dass auf Platz zwei dieser 748 Millionen Suchresultate eine Site namens «***mitoma» erscheint. Also entweder ist die Menschheit noch perverser als bis anhin vermutet, oder aber es ist doch nicht so weit her mit dem viel gepriesenen PageRank-Algorithmus. Letzteres wäre ein zwingender Grund, Google zu verbieten.
Und was ist sonst noch wichtig für die Leute? «Spears», 128 Millionen; Microsoft, 767 Millionen; USA, 1,25 Milliarden; John, 115 Millionen; swiss, 115 Millionen (*huch*); Google, 2,25 Milliarden (!); no, 6,69 Milliarden.

«No zu sagen scheint wichtig zu sein für die Leute, insbesondere für die Frauen», sagt Alfons Abgeblitzt und verweist nicht auf die vielen Körbe bei seinen wahllosen Blind-Dates, sondern auf die 6,69 Milliarden Nennungen des Wortes in der Internet-Suchmaschine Google. Verbietet Blind-Dates! äh, nein, Google.

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

2 Gedanken zu „Verbietet Google!“

  1. Noch ein PS: Eben habe ich «Wettbewerbsfähigkeit» gegoogelt und bin auf 1’470’000 Treffer gekommen. Das gibt Anlass für eine weitere Forderung: Verbietet Professoren, die nicht googeln können.
    Naja, wahrscheinlich hat der Mann das englische Wort gegoogelt. Allerdings gibt Google für «competitiveness» 12,5 Millionen Treffer an. «competitive ability»? 3,74 Mio. Treffer. En français? «Compétitivité», c’est 2,62 millions de résultats. Mais monsieur le professeur! Googologie ist offensichtlich keine exakte Wissenschaft.

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