Retro, Prüderie, George Soros

Die neue und letzte Publisher-Ausgabe von 2018 ist da, mit folgender Beteiligung  meinerseits:

Automatische Inhalte zeigt eine spannende Möglichkeit auf, in InDesign dynamische Inhalte aus dem Netz einzubetten. Die weiteren Tricks in InDesign erklären ein nützliches Tastaturkürzel bei der Suche bzw. bei Suchen-Ersetzen-Operationen. Es gibt die Möglichkeit, Text per Drag&Drop zu verschieben und Farbeffekte ohne Photoshop zu erzielen. Und wir erklären, wie man ohne viel Einarbeitungsaufwand mit den alternativen Layouts (Liquid Layouts) operiert.

In Photoshop zeigen wir auf, wie man die Werkzeugleiste aufräumt und den eigenen Wünschen anpasst, wie man mittels der Zeichenflächen-Funktion mit Varianten eines Designs umgeht, überflüssige Masken weglässt, über alle Ebenen hinweg kopiert und grosse Dateien schneller öffnet. Für alle CC-Anwendungen gilt die Möglichkeit, alle Dokumente zu schliessen, wenn man beim Klick auf das x bei einem Reiter die Umschalttaste gedrückt hält.

Hier haben Sie eins auf die Mütze! umfasst eine Reihe spannender Downloads, namentlich das Cineware-Plugin für Illustrator von Cinema 4D-Hersteller Maxon.  Mit dem bringt man Vektorformen auf 3-D-Objekte auf. Ausserdem gibt es diverse Lightroom-Alternativen, Entwicklungseinstellungen und Photoshop-Aktionen für Hochzeitsfotografen, eine Passwortschutzfunktion für InDesign-Satzdateien, ein Photoshop-Plugin für Comiczeichner und ein Tool, das textile Muster generiert.

Plus zwei Fonts: Erstens die «Open Dyslexic», die Legastenikern beim Lesen helfen soll, sowie die «Sans Forgetica»: Das ist eine Schrift, die dabei hilft, das Gelesene besser zu behalten.

Die Uralt-Fonts sind nicht totzukriegen Im Gegenteil. Sie feiern fröhlich Urständ, nicht zuletzt auch wegen Netflix, wo Serien wie «Glow» und «Stranger Things» das Retrogefühl anheizen. Das hat zur Folge, dass auch Klötzchenschriften (Pixelfonts) wieder voll in Mode sind. 25 nette Exemplare sind in einer Zusammenstellung aufgeführt. Und wer selbst Klötzchenschriften zeichnen mag, kann das mit Bitfontmaker 2 tun. Weitere typografische Tipps umfassen die Font-Dokumentation von MIcrosoft und einen Online-Schriftenbetrachter.

Weitere Tipps gibt es zu einer Web-App, mit der sich Photoshop-Dateien öffnen lassen und einen Vektor-Editor, plus Websites, die Aktionen, Pinsel und Muster, Verläufe, Ebenenstile, Icons und Vektorformen für Photoshop liefert und einige Links, wo man tolle, kreative Photoshop-Werke im Bereich des Surrealismus aufstöbert. Und ich erkläre wieder einmal, warum mir deviantart.com gefällt.

Wie immer bei dieser Gelegenheit auch ein Aufwisch der Stücke, die ich für den Tagi und den Tamedia-Mantel gemacht habe:

Das sind die neuesten Folgen beim Nerdfunk:

  • Hallo, reicher Prinz! Der zweite Teil unseres Realitätsablgeichs kürt die Tops und Flops in den Bereichen Software und Web des Jahres 2018. Mit einigen Überraschungen und Tipps, was im nächsten Jahr noch für Furore sorgen könnte. Es diskutieren: Kevin, maege und Matthias.
  • O’zapft is Der digitale Realitätsabgleich, unser grosser Jahresrückblick. Wir starten mit unseren Gadget-Tops und Flops von 2018 und beginnen mit den Software-Tops. Wie immer auch mit vielen Anekdoten aus der Technik-Welt und nerdischen Erfolgserlebnissen.
  • Gadgetwunschlos glücklich Kummebox Live mit dem Umstieg von iPhoto zur Fotos-App, Problemen mit den Smartphone-Akku und der Frage, ob man nur bis 80 Prozent laden soll. Plus die Frage, wie man sich auf eine USA-Reise vorbereitet.
  • PC gehört zum alten Eisen. Oder? Die mobile Revolution ist in vollem Gang und eines der Opfer ist offensichtlich der Personal Computer. Zeit für eine Abdankung – oder ist es dafür noch zu früh, weil alles doch nur ein Marketing-Stunt ist, um uns auch noch ein iPad anzudrehen?
  • Die grosse Gadget-Show Sind Gadgets nun Spielerei und Geldverschwendung – oder doch ernsthafte Arbeitsinstrumente? Wir scheitern zwar an der Definition, doch Joel Simmler rettet unsere Show: Er ist Gadget-Fan, gibt Empfehlungen und hilft, Nützliches von Unsinn zu unterscheiden.
  • Der Strassenfeger wurde weggefegt Digichris zum aktuellen Stand der Dinge auf der Mattscheibe: Wie hat das Streaming und vier Jahre Netflix die Sehgewohnheiten verändert? Wie lebt es sich mit der Verantwortung, selbst der Programmchef zu sein? Und trauern wir den Strassenfegern nach?
  • Wie gläsern sind wir im Netz? Christian Bennefeld, Informatiker und Mathematiker, kennt sich mit beiden Seiten des Trackings aus: Sowohl mit dem Datensammeln als auch mit der Blockade der Datensammler. Wir diskutieren das Technische, Vor- und Nachteile und Methoden zum Selbstschutz.
  • Programm nach Ansage Kummerbox Live zur Frage, wie man einem lahmen Internetzugang beikommt. Plus: Backups unfertiger Projekte am iPhone, Updates für alte Macs, Probleme mit Office und mit Windows-Updates.
  • Überlebensstrategien für den modernen Arbeitsplatz Vernünftig arbeiten kann man fast überall (ausser im Grossraumbüro). Wir diskutieren darum die Unverzichtbarkeiten und die Verbesserungsmöglichkeiten – sodass wir alle möglichst viel Zeit für die wichtigen Dinge, das Nachdenken und die Kreativität haben.

Und wie immer runde ich diese Ladung von Links mit ein paar Texten ab, die nicht von mir stammen – damit das nicht allzu selbstreflexiv wirkt…

  • Why couldn’t you type the F-word on the iPhone? Why did Steve Jobs make weird eye movements during demos? These and other questions are answered in a new book by Ken Kocienda, a former iPhone programmer who spent 15 years at Apple helping to develop the first iPhone, iPad and Safari web browser.
  • Tumblr’s Porn Ban Reveals Who Controls What We See Online Tumblr was never explicitly a space for porn, but, like most things on the internet, it is chock full of it anyway. Or at least it was.
  • Schlechte Nachrichten. Zur dreifachen Krise des Journalismus Der Österreichische Nachrichten-Anchor Armin Wolf war eingeladen, bei der Verleihung der renommierten Otto-Brenner-Preise für kritischen Journalismus in Berlin die Festrede zu halten.
  • «Das Radio hält sich enorm gut» Roger Schawinski über orthodoxe Juden in Zürich, die Medienlandschaft und leider auch über ein völlig irrelevantes Thema, nämlich das neue Fussballstadion in Zürich.
  • Welcome to Switzerland, Mr Soros! Wie Rhetorik und Feindbilder der globalen Rechten in den Abstimmungskampf um die SVP-Selbstbestimmungsinitiative einsickern – die Nachverfolgung einer Fake-Nachricht.
  • Vom Aufstieg des autoritären Staates Verschwörungstheorien, korrumpierte Wirtschaft, Angriffe auf die Justiz: Polen ist Europas Warnung an die USA. Die Analyse einer amerikanisch-polnischen Doppelbürgerin.

Beitragsbild: Standbild zum Trailer zur Netflix-Serie «Glow» (siehe Youtube-Clip)

Autor: Matthias

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