Ein hübscher kleiner PDF-Viewer fürs iPad

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Foxit macht PDFs (wieder) radiotauglich.

Im Beitrag Das papierlose Studio habe ich beschrieben, weswegen ich gerne eine PDF-App hätte, mit der man sehr leicht Links öffnen kann. Ich habe die iBooks-App von Apple lobend erwähnt, weil die das ermöglicht.

Nun waren diese anerkennenden Worte Apple offenbar peinlich. Denn wie anders ist es zu erklären, dass kaum obiger Beitrag veröffentlicht war, ein Dialog zwischengeschaltet wurde, der beim Antippen eines Links die folgende Warnung anzeigt: «Möchtest du iBooks beenden und diesen Link öffnen?»

Da liegt einem eine Replik im Stil von «Ja, du Trottel, sonst hätte ich nicht auf den Link getippt» auf der Zunge. Und vielleicht noch der Hinweis, dass die iBooks-App überhaupt nicht geschlossen, sondern bloss in den Hintergrund verschoben wird und man über den kleinen Eintrag in der Titelleiste sehr schnell wieder zu iBooks zurückkehren kann. Respektive, wenn man den Splitscreen aktiv hat, die iBooks-App offen und sichtbar bleibt.

Mit anderen Worten: Apple hat eine grässliche Verschlimmbesserung in iBooks eingebaut, die mich dazu zwingt, mein Lob zurückzuziehen und durch ätzende Kritik zu ersetzen: Diese Warnung ist nutzlos, nervig und idiotisch.

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Wtf, Apple?

Ich habe mich darum nach einer Alternative umgesehen und bin bei Foxit PDF Reader gelandet. Ihn gibt es nicht nur fürs iPhone und iPad, sondern auch für Android und im Microsoft Store.

Foxit hat einen klingenden Namen, auch bei Desktop-Nutzern. Der Foxit Reader ist eine gute Alternative zum Adobe Reader. Es gibt vom Hersteller auch ein PDF-Bearbeitungsprogramm namens PhantomPDF, das für 160 Dollar zu kaufen ist.

Die App macht das, was man erwartet: Sie zeigt PDF-Dateien an. Und was die Links angeht: Die werden ohne zwischengeschaltete Warnung direkt geöffnet. Allerdings nicht in Safari, sondern in einer eigenen Web View. Das ist nicht ganz das, was ich haben will – weil so die Splitview-Darstellung nicht möglich ist. Aber es ist besser als iBooks.

Ansonsten ist Foxit PDF Reader eine App mit nützlichen Funktionen: Mehrere offene PDF-Dateien sind über Reiter zugänglich. Es gibt eine Suchfunktion und eine Seitenleiste, in der Lesezeichen, Outlines (also Titel und Zwischentitel), Notizen und Anhänge ersichtlich sind.

Nützlich auch die Ansichtsfunktionen: Man kann Seiten einzeln, fortlaufend oder nebeneinander anzeigen. Es gibt auch eine Thumbnail-Ansicht aller Seiten und man kann die Seiten neu umbrechen (PDF Reflow) und vorlesen lassen. Die Autoflip-Funktion blättert automatisch weiter, wobei man die Zeitdauer pro Seite einstellen kann. Und man kann die Hintergrundfarbe anpassen und anstelle von grellem Weiss beispielsweise ein angenehmeres Beige auswählen. Auch eine invertierte Darstellung ist vorhanden.

Es gibt des weiteren eine Kommentarfunktion, mit der man Textpassagen hervorheben, Test markieren oder durchstreichen kann. Auch Kommentare und Zeichnungen sind einfügbar. Und unter Signature unterschreibt man seine Datei mit seiner Handschrift oder mit einem Zertifikat.

Fazit: Nicht ganz die perfekte App für mich – aber trotzdem eine grosse Empfehlung!

Autor: Matthias

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