Kurzvideos zusammenadobeclippen


Falls das Video nicht erscheint, sieht man es womöglich hier.

Adobe Clips ist mir bei meiner Recherche für den Artikel Apps für kreative Exploits begegnet. Es gibt sie kostenlos für Android und iPhone/iPad. Sie spielt in der Liga von iMovie. Das heisst, sie ist dazu da, kurze, direkt am Telefon gefilmte Videoclips zusammenzufügen, mit Musik zu unterlegen und allenfalls mit Intro und/oder Outro auszustatten. Ich nutze auch gerne die Funktion, Videos zu beschleunigen oder zu verlangsamen.

Adobe Clips hat noch einige Extra-Funktionen, die sie für mich interessant machen:

  • Sie schneidet Videos als Option auf den Takt. Das wirkt schick, gerade wenn man seine Clips schnell schneidet. (Was ich nicht getan habe.)
  • Sie erlaubt, anders als iMovie, eine Korrektur von Belichtung und Farbe.
  • Es gibt Instagram-artige Effekte.
  • Und, für Nutzer von Premiere Pro interessant: Man kann ein Projekt an die Software übergeben und dort professionell weiterbenutzen.

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Clips automatisch im Takt schneiden (links) und lustige Funktionen wie den «Automix» verwenden.

Ferner sei die Automatikfunktion erwähnt, die im Blindflug ein Endresultat produziert und die zu nutzen mir das Ehrgefühl verbietet. Man kann die Clips über die üblichen Verdächtigen veröffentlichen, wobei Facebook mein Testvideo gelöscht hat, weil es als Soundtrack Rainin’ In Paradize von Manu Chao verwendet, und Facebook neuerdings einen ähnlichen Quatsch betreibt, wie Youtube mit der Content ID. Ich bin ja nicht der Meinung, dass ich Manu Chao etwas wegnehme, wenn ich in meinem Clip 40 Sekunden seines Songs anspiele. Im Gegenteil, ich weise auf seine tolle Platte La Radiolina hin, die ihr bitte alle kauft, selbst wenn ihr mein Video Mist findet. Darum, selbst nach amerikanischem Recht Fair use (weil eindeutig transformativ). Aber gut, wir wissen ja, dass Urheberrechte mehr gelten als Menschenrechte.

Fazit: Eine nette App, die, anders als viele der anderen Adobe-Apps, auch ohne Creative-Cloud-Abo einigermassen benutzbar bleibt. Auf das Werbebanner am Ende könnte ich gut verzichten. Wenn man es weghaben will, muss man den fertigen Clip noch durch eine andere App durchjagen, um es dort wieder wegzuschnippeln – da wäre eine (günstige) Pro-Variante der App, in der man es abschalten kann, nicht verkehrt.

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Die Belichtung anpassen und schöne Farbeffekte auf die Aufnahmen werfen.

Autor: Matthias

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