Erst der Ehrgeiz, dann das Vergnügen

Winterthur begeht dieses Jahr das 750. Jubiläum des Stadtrechts. Wir waren deswegen schon an der einen oder anderen Veranstalung; beispielsweise bei der öffentlichen Lesung aus dem Stadtliebe-Blog, wo es Interessantes zum Verhältnis von Stadthistoriker Johann Conrad Troll zur Kartoffel zu erfahren gab (Rek­tor Troll schreibt über die Kar­tof­fel und Rek­tor Troll schreibt noch­mals über die Kar­tof­fel) – nebst vielen anderen Begebenheiten aus der Geschichte der Stadt.

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Ein lauschiger Aussichtspunkt…

Nun ist mir zu Ohren gekommen, dass es zur 750.-Jahr-Jubiläum einen neuen Weg um die Stadt herum gibt, eröffnet am 25. Mai 2014. Da ich zu Spontan-Projekten neige und diese Woche Ferien habe, dachte ich mir, ich könnte doch einmal per Velo abfahren. Denn wozu soll so ein Weg sonst gut sein?

Ich bin vorgestern also beim Rosenberg auf den Weg eingeschwenkt und nicht eher abgestiegen, als ich wieder beim Rosenberg war. Den guten Ratschlag von Kollega Widmer (siehe Kommentare)…

… habe ich in den Wind geschlagen. Er hatte empfohlen, zwei Etappen draus zu machen. Was auch logisch ist, denn nur so hat man genügend Zeit und Musse, sich die eine oder andere Sehenswürdigkeit zu gönnen und in Musse und die Landschaften auf sich wirken zu lassen. Aber so ist das mit unserer reizüberfluteten Generation – die zappt sich in einer Ungeduld durch die Weltgeschichte. Was mich angeht, musste ich rechtzeitig zurück sein, da wir abends noch Live-Sendung beim Stadtfilter hatten.

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Hier hoch? Na, dann…

Das macht aber nichts. Jetzt, wo der velomässige Ehrgeiz gestillt ist, kann ich mir wie ein vernünftiger Mensch die eine oder andere Etappen noch einmal vornehmen und sie in aller Ruhe noch einmal absolvieren. Bis dahin ist dann vielleicht auch die App so weit

Autor: Matthias

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