Dienstägliche Erbauung

Vor einiger Zeit habe ich die TimeLapse-App vorgestellt (Die Zeit im Flug vergehen lassen). Die kostete damals noch 2 Franken. Heute muss man 5 Franken hinblättern – was sich aber trotzdem lohnt. Sie hat mit den letzten Updates nämlich nochmal ordentlich zugelegt. Sie macht nun sogar 4k-Videos und bietet zwei Aufnahmemöglichkeiten – nämlich Video und Standfotos. Neu dazu gekommen ist die zweite Methode, bei der einzelne Fotos gemacht und zu einem Video zusammengerechnet werden. Was die Qualität deutlich erhöht.

Neu und wirklich praktisch sind die Vorlagen. Sie ersparen es einen, an den Einstellungen herumzutüfteln, wie man das mit der alten Version noch tun musste. Bei der musste man sich überlegen, mit welcher zeitlichen Kompression man filmen muss. Das weiss man nicht einfach so. Man muss es nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum in Erfahrung bringen. Die Vorlagen stellen für verschiedene Zwecke die passenden Vorgaben bereit. Das Demo-Video habe ich mit der Wolken-Vorlage aufgenommen. Sie beschleunigt den Zeitablauf um den Faktor 120. Mit der Vorlage Menschenmenge (Crowds) wird der Ablauf 60-fach beschleunigt, sodass man wuselnde Gestalten sieht. Die Vorlage Vorbeihuschende Menschen (Metro Rush) zeigt die Dynamik von Massen in Bewegung – mit einem Beschleunigungsfaktor von 150. Das ist ein Bild alle 5 Sekunden.

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Es gibt auch die Vorlage People Pop mit doppeltem Tempo, bei der man seinen Familienmitgliedern auf den Wecker geht, indem man ihre alltäglichen Verrichtungen beobachtet. Mit Road Trip (Beschleunigung 60) filmt man aus dem Auto, um eine Fahrt zu dokumentieren. Der Klassiker, Sonnenauf- und Untergang, beschleunigt um 90 und wenn man den ganzen Tagesablauf von früh bis spät abbilden will, wählt man Day Time mit der Einstellung 900. Slow Bloom zeigt zu guter Letzt, wie sich eine Blüte entfaltet. Bei dieser Vorlage arbeitet man mit einer Einstellung von 9600 und muss nicht nur viel Geduld mitbringen, sondern auch das iPhone ein paar Tage lang entbehren. Glück hat, wer für seine Zeitraffer-Filme auf ein altes, ansonsten nicht mehr benötigtes Smartphone zurückgreifen kann.

Fazit: Ein gelungenes Update, das euch ein Video beschert, das der dienstäglichen Erbauung gewidmet ist. Weil es zeigt, wie die Sonne durch die Regenwolken bricht und damit euer Herz erwärmt. Nebenbei zeigt das Video auch das Problem, das entsteht, wenn man die Zeitrafferkamera auf seinem Schreibtisch platziert: Die leichten Wackler, die man beim Arbeiten macht, sind nämlich im Video zu sehen.

Autor: Matthias

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