Seelenfrieden trotz Evernote

Ich bin ein intensiver Nutzer von Evernote. Ich schreibe Ideen für Artikel, Verschwörungstheorien, Musikschwerpunkte, Blog-Beiträge und Digitalmagazinsendungen hinein, protokolliere Todos, fotografiere die Etiketten von trinkbaren Weinen, halte fest, was ich für meine Publisher-Insiders-Aufnahmen alles dabei haben muss, schreibe rein, welche Glühbirne ich für den Ofen brauche, und so weiter… Evernote für diese Dinge gut geeignet, auch wenn mich die Software mit ihrem Umgang mit Formatierungen manchmal in den Wahnsinn treibt. Wieso gibt es keine Absatzformate? Und wieso kann ich nicht per Markdown reinschreiben?

Aber halt, darum geht es gar nicht. Mein Punkt war: Evernote ist wichtig für mich. Und wichtige Daten müssen ab und zu gesichert werden, damit man sie lokal zur Hand hat. Das ist wichtig für den Seelenfrieden, selbst wenn man diese lokalen Daten gar nie brauchen sollte.

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Wie es euch gefällt: Backup-Varianten in Evernote.

Wie macht man das lokale Backup also bei Evernote? Man holt sich als erstes die Windows- oder Mac-Version der Software. Man installiert die Software, meldet sich an und findet seine Notizbücher dann in der Software vor – und kann an dieser Stelle dann auch ein Formatierungschaos bereinigen, indem man den fraglichen Text markiert, mit der rechten Maustaste darauf klickt und Formatierung entfernen aus dem Kontextmenü auswählt. Aber das nur nebenbei.

Für die Datensicherung klickt man in der Navigationsleiste links mit der rechten Maustaste auf Notizbücher und wählt Notizen exportieren. In einem Dialog werden vier Exportvarianten angeboten:

  • Das Enex-Format. Es dürfte sich um das proprietäre Format von Evernote handeln, mit dem man direkt nichts anfangen kann. Wenn es darum geht, das Archiv mit allen Metainformationen (Geotags, Labels, etc.) zu sichern, dann sollte man diese Datei mit in sein Archiv aufnehmen.
  • Als HTML-Webseite exportieren. Mit dieser Option wird eine Datei erstellt, die von horizontalen Linien abgetrennt, nacheinander alle Notizbücher enthält. Als momentane Bestandesaufnahme eignet sich dieses Format nicht schlecht.
  • Als Webarchiv exportieren. Diese Methode unterscheidet sich von der vorherigen dadurch, dass eine MHT-Datei gespeichert wird, die eingebettet auch die Bilder enthält. Der Vorteil ist, dass man alle Informationen in einer einzigen Datei hat und nicht wie bei der Methode zwei noch einen Unterordner mit den Bildern erhält. MHT-Dateien lassen sich im Internet Explorer, in Google Chrome und Opera, aber ohne Zusatz-Erweiterung nicht in Firefox öffnen, daher taugt diese Methode für mich nicht.
  • Als HTML-Webseite mit mehreren Seiten exportieren. Mit dieser Methode wird für jede Notiz eine separate HTML-Seite erstellt. Für die Orientierung wird Evernote_index.html generiert. Das ist eine Inhaltsseite mit Links zu den separaten Notizen. Die Sortierung der Einträge im Inhaltsverzeichnis erscheint willkürlich, aber abgesehen davon ist diese Methode brauchbar – auch zur Archivierung, wenn man die Mühe nicht scheut, das ganze Archiv in eine ZIP-Datei zu verfrachten.

Fazit: Ich für meine Zwecke sichere die Enex-Datei und die HTML-Webseite mit mehreren Seiten und verfrachte die in den Backup-Ordner, wo auch Exporte vom Google-Calendar, von Facebook und Twitter liegen…

Autor: Matthias

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