Genau hinsehen bei Googles personalisierter Suche

Search, plus Your World ist Googles neuestes Kind: Die Suche wird mit sozialen Infos angereichert: Mit Posts von Google+, und mit Fotos aus Googles sozialem Netz und von Googles Bilderdienst Picasa.

Da fragt man sich, ob sozial gefilterte Resultate wirklich besser sind als unpersönliche, und ob Google seine eigene Plattform + über Gebühr bevorzugt. Ich bin über die Neuerungen bei Google nicht glücklich; schon die InstantSearch war für mich keine überzeugende Neuerung. Ich würde vorerst aber nicht so weit gehen wie gizmodo.com, wo man findet, damit habe Google soeben Bing zur besten Suchmaschine gemacht.

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Google-Plus-Postings metastasieren in die Liste der Suchresultate.

Generell sind die Reaktionen kritisch bis komplett ablehnend, wie man bei netzwertig.com, spiegel.de oder von Twitter hört (via cnet.com). Besonders gut bringt sie Danny Sullivan von Searchengineland.com auf den Punkt:

«If You’re Not On Google+, You’re Not A Suggestion» (Bist du nicht auf Google+, dann bist du auch kein Vorschlag.)

Für die Meinungsbildung ist es wichtig, sich mit der neuen personalisierten Suche von Google auseinanderzusetzen, und das Feature einmal selbst zu nutzen. Da die neue Funktion bislang erst in Englisch angeboten wird, muss man auf google.ch oder google.de links unten auf den Link Google.com in English (Go to Google.com) klicken. Ausserdem sollte man über ein Google+-Konto angemeldet sein – falls es nicht klappt, die Seite neu laden oder auf einen anderen Browser ausweichen.

Die personalisierte Suche lässt sich über beiden Schaltflächen am rechten Rand ein- und ausschalten. Das Weltkugel-Symbol gibt die Resultate ohne personalisiertes Beigemüse aus. Um die Personalisierung dauerhaft abzuschalten, klickt man auf Options (das Zahnrad-Symbol) und dann auf Search Settings und setzt bei Personal Results die Option Do not use personal results. Aber wie gesagt – um zu sehen, in welche Richtung sich der «Do no evil»-Suchriese bewegt, sollte man bei dieser Neuerung sicher genau hinsehen.

Autor: Matthias

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