Ein Jahr Mailen am Stück

Es guets Neus!
Also, nachdem ich nicht viel vor dem Computer hockte und trotzdem nicht viel freie Zeit hatte (wer Computer als Zeitdiebe nennt, sollte die Familie nicht unerwähnt lassen), habe heute ich die traditionelle Neujahrsdatenaufräumaktion in Angriff genommen: Dokumente vom letzten Jahr ins Archiv schieben, Wichtiges auf DVD sichern, Ihr kennt das ja sicher.
Dabei ist mir aufgefallen, dass im letzten Jahr die magische 100’000er-Grenze gefallen ist. Die Rede ist von E-Mails. In meiner Ablage stecken jetzt 104’518 einzelne Nachrichten. Natürlich ohne Spam, blöde Frage!
Hm. Wenn man annimmt, dass ich mit jedem Mail fünf Minuten verbracht habe, dann ergibt das 363 Tage Nonstop-Mailbearbeitung. Oder fast ein Jahr am Stück. Fünf Minuten sind konservativ gerechnet, zumal ich zu epischen Erzählungen neige, an denen ich auch gerne eine Stunde schreibe. Wobei diese Monstermails in der Gegenwart sehr selten geworden sind. Denn woher Zeit und Musse nehmen, wenn nicht stehlen?
Nun könnte ich mir für 2009 vornehmen, mehr Zeit mit realer Konversation zu verbringen. Oder wieder mit den epischen Mails anzufangen, zumal es doch nett ist, dass ich dort im Detail nachlesen kann, was ich am 3. Juni 1999 alles angestellt habe. Puh, zum Glück neige ich nicht zu Neujahrsvorsätzen!

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

Kommentar verfassen