Werdet Fans von Open Data!


Der Beitrag und das Video bei Tagesanzeiger.ch.

Warum? Weil es die Welt besser macht. Daten erweitern den Horizont, unterhalten und machen Spass.

Damit ist die Hauptbotschaft dieses Beitrags an sich verkündet – mit dem kleinen Extra-Hinweis, dass es im Video acht schöne Beispiele für Apps und Weblösungen gibt, die nur dank öffentlicher Daten möglich sind. Für mich sind sie ein guter Anfang in einem Bereich, wo in den nächsten Jahren noch viel mehr gehen wird. Denn im Moment gibt es noch viele Daten, die nicht öffentlich sind und viele Anbieter, die sich erst noch an den Gedanken gewöhnen müssen, dass nicht nur die Gedanken, sondern eben auch die digitalen Informationen frei sein sollten.

Open Data bedeutet einen Paradigmenwechsel – und für die Entwickler von Apps und Webangeboten die Herausforderung, sich schöne Ideen und gelungene Umsetzungen zu überlegen. Aber gschäch nüt Schlimmers, wie meine Grossmutter zu sagen pflegt.

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In der Vergangenheit durch Genf spazieren…
Open Data ist der Bruder im Geist der Open Source: Und bei der gibt es keinen Zweifel an der Wichtigkeit. Das ist bei Open Data nicht der Fall. Wie im Tagi-Beitrag erwähnt, wegen einer gewissen Skepsis. Der Beitrag hier – Kanton schiebt «Open Data» auf die lange Bank – legt eine weitere Erklärung nahe:

Mario Göldi, Leiter der Informatikdienste der Stadt Rappers­wil-Jona, gehen die OGD-Bemühungen des Kantons noch nicht weit genug. «Die Daten liegen unstruk­turiert bei den verschiedenen Ämtern – und in unterschiedlichen Dateiformaten.» Für Unternehmer, App-Ent­wickler und Forscher sei es deswegen meist sehr schwierig, mit Behördendaten zu arbeiten.

Natürlich: Wenn man Daten öffentlich macht, müssen sie sinnvoll strukturiert und verständlich dokumentiert sein. Gerade der zweite Punkt scheint mir wichtiger, als man denken mag: Denn um die Aussagekraft von Daten zu beurteilen, muss man wissen, wie belastbar sie sind und wo die Grenzen der Anwendbarkeit liegen.

Ausserdem macht der Landbote-Beitrag noch folgenden Einwand:

Die Idee hinter OGD sei sehr abstrakt und das Thema trocken, sagt Mario Göldi. Es sei schwer, Politikern den Nutzen einer solchen Strategie näher zu bringen.

OGD steht für Open Government Data. Und der Einwand mag stimmen, wenn man mit dieser Abkürzung und theoretischen Definitionen operiert. Wenn man hingegen schöne Apps, tolle Webdienste und generell einleuchtende Beispiele präsentiert, werden sogar die Politiker sofort verstehen, warum wir alle in einer Open-Data-Welt leben wollen.

Autor: Matthias

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