Googles hübscher Seitenhieb

Motion Stills (für iPhone) ist ein kleiner Seitenhieb von Google gegen Apple. Er besagt so viel wie: Ist ja nett, eue Live-Foto-Funktion. Aber wir zeigen euch jetzt einmal, wie es richtig geht.

Zur Rekapitulation: Live-Fotos werden oft in Anspielung an Harry Potter
Ein Videoclip aus Live-Fotos, ohne tiefere Bedeutung.

Man kann sich bezüglich dieses Mankos mit Dritthersteller-Apps behelfen. Ich habe bereits eine solche App vorgestellt, die einigermassen gut funktioniert, aber ein zweites Manko nicht behebt: Da man die Kamera nie ganz ruhig hält, sind die Live-Fotos wackelig. Manchmal nur ein bisschen, oft aber sehr.

Motion Stills von Google führt eine Bildstabilisierung durch. Und zwar nicht nur eine halbherzige, sondern eine nahezu perfekte. Selbst stark verwackelte Aufnahmen wirken hinterher wie vom Stativ geschossen – nur die Bewegungsunschärfe verrät gelegentlich noch, wie viel Geschüttel eliminiert wurde. Man kann das prüfen, indem man in der Einzelansicht den Knopf in der linken unteren Ecke betätigt – dann sieht man das Bild unkorrigiert.

Ansonsten ist die App schnell erklärt: Wischen nach links blendet ein Foto aus. Das Ausblenden kann man während einiger Sekunden widerrufen, hinterher (meines Wissens) nicht mehr. Wischt man nach rechts, sammelt man Live-Fotos, um sie als einzelnen Videoclip zu exportieren.

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Links: Die Fotorolle mit den Live-Bildern.
Rechts: Die Einstellungen für den Export.

Bilder lassen sich als GIF exportieren, ganze Clips als Video. Zwei Nachteile: Im Sharesheet sieht man nicht, welche Apps mit animierten GIFs etwas anfangen können. Facebook beispielsweise ignoriert sie. Zweites Problem: GIF-Dateien werden auch bei bescheidener Qualität sehr gross. Das ist natürlich nicht die Schuld von Motion Stills, sondern darauf zurückzuführen, dass es bislang kein Standardformat für JPEGs mit Animationsmöglichkeit gibt. In den Einstellungen (die zugänglich sind, wenn man in der Fotoliste ganz nach oben scrollt), lässt sich die Qualität wählen.

Autor: Matthias

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