Metadaten ergründen und bereinigen

Die App ViewExif (im Moment kostenlos) zeigt die Metadaten von Fotos an: Nicht nur Dateiname, Grösse, Abmessungen, Aufnahmezeit und -ort, sondern auch die Parameter wie die ISO-Einstellung, die Blende, Belichtungszeit, -modus und -programm sowie Brennweite und ob der Blitz ausgelöst hat oder nicht. Diese Informationen sind meistens nur für Fotonerds von Interesse. Es gibt aber auch Situationen, wo die Nicht-Foto-Nerds sie nutzbringend finden können. Beispielsweise, wenn sie gerne herausfinden möchten, mit welchem Programm ein digitales Foto wohl bearbeitet wurde: Diese Angabe findet sich nämlich auch im Exif-Datensatz.

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Metapho löscht Ortsdaten aus Bildern – damit sie geteilt werden können, ohne dass zuviel preisgegeben wird.

Ich verwende zum gleichen Zweck auch Exif & IPTC Metadata Browser (1 Franken im App Store). Diese App erfüllt ihren Zweck ebenfalls, ist aber nicht ganz so praktisch in der Benutzung. Um die Metadaten bei ihr einzusehen, muss man sie öffnen und das fragliche Foto in der Fotorolle suchen. Bei ViewExif geht es einfacher: Sie klinkt sich als App Extension in das Share Sheet von iOS ein. Um die Metadaten eines Bildes einzusehen, braucht man somit nur aufs Teilen-Symbol zu klicken und ViewExif auszuwählen.

ViewExif stellt ausserdem die Möglichkeit zur Verfügung, Bilder wahlweise mit oder ohne Metadaten weiterzugeben. Diese Funktion ist auf alle Fälle auch für Nicht-Fotonerds interessant: Die Fotos enthalten standardmässig den Aufnahmeort: Bei der Weitergabe privater Fotos wird der Aufnahmeort, sprich: der Wohnort publik. Das schätzen nicht alle – und es lässt sich über ViewExif wirkungsvoll unterbinden, indem ein Bild ohne Metadaten weitergeben wird. Nicht möglich ist mit dieser App, bloss einzelne Metadaten auszufiltern. Das klappt mit Metapho. Die Funktion Location Edit entfernt, verändert oder fügt Standortdaten zu einem Foto hinzu. Die App ist kostenlos, die Premium-Funktionen (nebst Location Edit, Metadaten-Entfernung und sicheres Teilen) kosten 3 Franken.

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Links: ViewExif listet die Metadaten auf und zeigt den Aufnahmeort auf der Karte.
Rechts: Exif & IPTC Metadata Browser verrät die technischen Bildgeheimnisse.

Wer sich nicht die Mühe machen möchte, die Metadaten zu löschen, der kann die Standortfreigabe in den Einstellungen bei Datenschutz > Ortungsdienste für die Kamera abgeschaltet werden.

Das Highlight habe ich mir für den Schluss aufgespart. Das ist die kostenlose App Pixelgarde, die sämtliche Felder im Exif- und IPTC-Datensatz bearbeiten kann. Mit ihr kann man Informationen wie den Aufnahmeort oder die -zeit herauslöschen, aber auch Titel und Bildbeschreibungen hinzufügen.

Autor: Matthias

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