Selfies mit der richtigen Kamera

Perfektionisten wie ich bemängeln am klassischen Selfie die schlechte Qualität. Es wird nämlich mit der Front-Kamera aufgenommen. Die ist deutlich schlechter als die Rückkamera. Die Kamera hinten hat laut Wikipedia 8 Megapixel. Die Kamera vorn nur 1,2 Megapixel (1280×960 Bildpunkte). Das ist nicht gerade der Haufen – ausserdem fehlt bei der Selfie-Kamera die Bildstabilisation und der Blitz.

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Trotz allem nicht das grossartigste Selfie, das die Welt je gesehen hat. (Auch die Schweizerfahne reisst es nicht raus.) Aufgemotzt mit Snapseed.

Darum benutzen echte Profis für egoschmeichelnde Selfies die App SelfieX von Vito. Sie macht Bilder über die Frontkamera. Da man sich nicht sieht, weil das Display von einem abgewendet ist, verwendet sie die Gesichtserkennung, um festzustellen, ob man im Bild ist. Sie dirigiert einen per Sprachausgabe zur richtigen Handhaltung. Und sobald das Gesicht im Zentrum ist, löst sie automatisch aus.

Das klingt nach einer kindischen Spielerei, hat aber in der Tat praktische Vorteile: Weil die App selbst auslöst, besteht weniger die Gefahr des Verwackelns, weil der Lautstärke-Knopf bzw. der On-Screen-Auslöse-Knopf bei den Selfie-Verrenkungen schlecht erreichbar ist. Ausserdem weiss man nicht genau, wann ausgelöst wird – das reduziert die Gefahr von allzu gestellten Gesichtsausdrücken und zu extremem Posing.

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Die Bearbeitungsmöglichkeiten in SelfieX.

Für das fertige Bild gibt es simple Bearbeitungsmöglichkeiten: Tippt man aufs Display und hält den Finger gedrückt, kann man durch vertikales Wischen Kontrast (links), Helligkeitmit (Mitte) und Farbsättigung (rechts) steuern. Die fertige Aufnahme lässt sich dann bei Instagram, Facebook und Twitter deponieren und per Mail weitergegeben.

Mit anderen Worten: Ein Tipp für Selfie-Fans – zu denen wir schliesslich alle gehören!

Autor: Matthias

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