Das letzte aus der Taskleiste herauskitzeln

Die Ära der Betriebssystem-Utilities ist vorbei. Das sage ich als jemand, der selbst mal solche Programme geschrieben hat1. Es braucht sie nicht mehr, da Betriebssysteme heute ausgereift sind und alles können, was sie müssen. Ausserdem haben diese Utilities oft unerwünschte Risiken und Nebenwirkungen – ich empfehle darum, diese Utilities links liegen zu lassen.

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Die Taskleiste zwicken…

Heute gibt es als Ausnahme, die die Regel bestätigt, ein Hinweis auf 7+ Taskbar Tweaker. Dieses kostenlose Hilfsprogramm für Windows chlüttert2 an der Taskleiste herum. Man kann diverse Verhaltensweisen ändern: Was beim Rechtsklick oder Mittelklick auf ein Symbol in der Taskleiste passiert, wie die Symbole auf Drag&Drop-Aktionen reagieren, was beim Mouse-Over passiert. Man kann, wenn man will, die Miniaturansichten per Maus neu ordnen oder per Linksklick das dazu gehörende Fenster minimieren. Die optische Erscheinung der angehefteten Elemente lässt sich verändern, ebenso die Art und Weise, wie Symbole gruppiert und kombiniert werden. Un dide Gruppierung bzw. Kombinierung lässt sich auch abschalten.

Über die Anwendung lässt sich der Start-Knopf wieder entfernen – was denjenigen Nutzern entgegenkommen wird, die sich mit Windows 8.0 schon so an die Abwesenheit dieses Elements gewöhnt haben, dass sie auch bei Windows 8.1 darauf verzichten können. Die Windows-Uhr darf mit einer Sekunden-Anzeige ausgestattet werden und was die Option Etwas Taskleisten-Freiraum erhalten bewirkt, hat sich mir bislang nicht erschlossen.

Lautstärke per Mausrad ändern
Besonders nützlich – und der Grund für die Empfehlung – sind nun allerdings die Möglichkeiten fürs Mausrad. Ich nutze das Mausrad gerne, und dementsprechend ist es sinnvoll, wenn auch die Taskleiste darauf reagiert. Mit Zwischen Fenstern wechseln richtet man es ein, dass man per Mausrad durch die offenen Fenster blättern kann, wen der Mauszeiger auf der Taskleiste positioniert ist. Mit der Opion Minimieren/Wiederherstellen beim Zeigen mit dem Mauszeiger auf… hat man die Möglichkeit, Fenster durch Drehen per Mausrad ein- und auszublenden. Man kann wählen, ob man für diese Aktion den Mauszeiger auf das Fenster oder die Miniaturvoransicht platzieren will. (In Kombination mit Zwischen Fenstern wechseln würde sich das zweite empfehlen).

Ich nutze allerdings die Option Lautstärke regeln beim Zeigen auf: Die Taskleiste (als Alternative stünde auch … den Infobereich zur Verfügung). Mit der brauche ich nur den Mauszeiger auf die Taskleiste zu bewegen und am Mausrad zu drehen, um lauter oder leiser zu machen.

Ferner nutze ich auch Doppelklick im Taskleisten-Freiraum und Mittelklick im Taskleisten-Freiraum: Mit den beiden Optionen lassen sich per Klick auf eine freie Stelle auf der Taskleiste Aktionen auslösen. Als mögliche Aktionen gibt es diverses zur Auswahl. Ich starte per Doppelklick den Taskmanager und per Mittelklick wechsle ich zwischen Stummschaltung und Soundausgabe hin und her.

Das Programm fragt bei der Installation an, ob es automatisch mit Windows gestartet werden soll. Das ist nicht nötig; die Einstellungen bleiben in Kraft, auch wenn das Programm nicht läuft.

Footnotes

  1. Clip This ist nach wie vor nützlich. ^top
  2. Chlüttern: Schweizerdeutsch für herumbasteln, -manipulieren oder -figureteln. ^top

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

2 Gedanken zu „Das letzte aus der Taskleiste herauskitzeln“

  1. Ich habe keine Probleme mit der Site oder dem Programm festgestellt. Das Programm gibt es auch bei chip.de und anderen Software- und Shareware-Plattformen, sodass ich vermuten würde, dass es sich um einen Fehlalarm handelt. Ich behalte die Sache aber im Auge.

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