Vermessen wie ein Nerd

(Alternativtitel: Der Messdiener)

Wir haben demnächst das Vergnügen, eine neue Wohnung zu bewohnen – grösser, schöner, besser, und überhaupt. Für dieses Vergnügen muss man bekanntlich einen Preis bezahlen, wobei ich nicht von der Miete spreche. Nein, man muss den Umzug organisieren und bewältigen, man muss putzen, alte Möbel entsorgen, neue kaufen. Man muss dieses und jenes. Und ich hoffe, dass die Macher der Umzugsplaner-App nichts vergessen haben – damit ich nichts vergesse.

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Wir lernen: Der Fotograf ist 35,4 Zentimeter von meiner Tastatur entfernt.

Jedenfalls habe ich mich, zur Steigerung der Vorfreude und zur nerdgerechten Herangehensweise, mit dem Bosch PLR15 eingedeckt. Das ist ein Entfernungsmesser, der mit Laser operiert. Nun fand die Liebste, man könne den gleichen Zweck auch mit dem guten alten Messband erzielen. Dabei hat sie allerdings übersehen, dass der PLR15 mit Laser (!!!) operiert!

Das Gadget funktioniert simpel. Man platziert das hintere Ende des rechteckigen Kästchens an Punkt A. Sobald man nun mit dem aus dem anderen Ende des Kästchens schiessenden Laserstrahl auf Punkt B zielt und den Schiebeschalter nach unten zielt, erscheint auf dem Display die Distanz zwischen Punkt A und Punkt B. Sie wird in Metern auf drei Nachkommastellen genau angezeigt. Die Messung funktioniert bis 15 Meter und ist nach meinen Test sehr akkurat, zumindest, wenn man die gerade Linie einhält – was aber kein Problem ist, so lange man es mit rechteckigen Grundrissen und geraden Wänden zu tun hat.

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Gut zu wissen: Der Laser brennt kein Loch in den Sensor meiner Spiegelreflex.

Fazit: Ein hervorragendes Beispiel, wie man Arbeiten, die mit einem fünffränkigen Werkzeug langweilige Routine sind, mit einem hundertfränkigen, batteriebetriebenen Gadget zum Vergnügen machen kann. Das mit den Millimetern ist etwas geprahlt (die Genauigkeit wird mit ±3mm angegeben). Aber darum geht es schliesslich beim PLR15. (Laser!!!)

Autor: Matthias

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