Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln

Für viele Aufgaben ist ein «richtiger» Computer das bessere Werkzeug als ein Smartphone oder Tablet – davon bin ich weiterhin überzeugt. Doch es gibt Ausnahmen: Digitale Dokumente, die man mit Unterschrift versehen retournieren sollte, nimmt man sich besser am Smartphone vor.

Das iPhone hat eine praktische Funktion, mit der man PDFs unterschreiben kann, sogar direkt in der Mail-App. Darum kommt dieser Tipp auch im Video vor, das im Beitrag Für Leute mit und ohne Sockenhalter vorzufinden ist. Apple beschreibt die Sache im Beitrag Markierungen auf dem iPhone, iPad oder iPod touch verwenden.

Wenn man sich fragt, wie das bei den Desktop-Betriebssystemen aussieht, dann kommt man zu einem zwiespältigen Bild. Apple jedenfalls will sich nicht lumpen lassen. „Unterschriften auf digitale Dokumente krakeln“ weiterlesen

Mit diesen Tricks wird der Daumen grün

Das Smartphone hat die Fähigkeit, uns das Leben zu erleichtern. Das gilt speziell für jene Bereiche, wo wir uns betätigen, obwohl wir keine Ahnung haben. Ein Beispiel aus meinem Alltag: Es gibt hier im Haushalt ein paar Pflanzen, obwohl (und damit trete ich hoffentlich niemandem zu nahe) keiner von uns einen grünen Daumen und besonders viel Ahnung von der Aufzucht floraler Mitbewohner hat.

Aber zum Glück leben wir in technisierten Zeiten: Hilfsmittel gleichen derlei Mankos aus und machen uns zwar nicht zum Chefgärtner, retten aber immerhin ein paar Topfpflanzen das Leben.

Ich habe seinerzeit einen Sensor namens Parrot Flowerpower vorgestellt, der unser Olivenbäumchen vor unseren Behandlungsfehlern bewahrt hat. Mit entscheidendem Erfolg: Petros gedeiht  nach wie vor auf unserer Loggia, wohingegen er ohne den Sensor ziemlich sicher vertrocknet wäre, weil wir den Wasserbedarf seiner Gattung massiv unterschätzt haben.

Schade allerdings, dass der Sensor nur Bluetooth und kein WLAN hat. So werden Daten nicht regelmässig synchronisiert, sondern nur, wenn man daran denkt. Deswegen treten Lücken in der Überwachung auf.

Ich empfehle den Sensor nach wie vor, bin mir allerdings nicht sicher, ob er noch produziert wird oder nur noch in Restbeständen erhältlich ist. Eine Alternative ist jedenfalls der Xiaomi Flower Care: „Mit diesen Tricks wird der Daumen grün“ weiterlesen

Der Weinkeller als Netzdiagramm

Das hier ist der zweite Beitrag in der Rubrik Lesertipp. (Und ja, ich habe mir überlegt, ihn LeserInnentipp zu nennen.) In letzter Zeit gibt es vermehrt Hinweise von Leuten, die mir eigene Projekte vorstellen. Im ersten Teil war das die schöne App Sun Locator. Und auch wenn ich nicht versprechen kann, alle Vorschläge zu berücksichtigen, so werde ich sie doch wohlwollend prüfen. Bessere Chancen haben Leute, die nicht einfach ein Massenmail an jeden dahergelaufenen Hobbyblogger raushauen, sondern zum näheren oder entfernteren Leserkreis meines Blogs oder meiner journalistischen Arbeit gehören.

Heute geht es um visual.wine: René schreibt mir, was ihn zu diesem Projekt bewogen hat:

Um einen Paradigmenwechsel in der eher traditionellen Weinbranche einzuleiten, habe ich mit meinem Webdesigner die Plattform entwickelt, die Weine in ihrer Harmonie objektiver darstellt.

Man soll Weine, die einem schmecken, rascher und mit einer höheren Trefferquote finden. Damit muss man weniger lang suchen und stösst schneller den Wein der Wahl.

Nun bin ich, was Wein angeht, leider das Gegenteil von dem, was man einen Kenner nennt. „Der Weinkeller als Netzdiagramm“ weiterlesen

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht…

Wenn man das Blühmchen am Anfang des Videos sieht, könnte man auf die Idee kommen, dass die digitalen Patentrezepte auf den Valentinstag gekommen sind. Da gäbe es einiges:

Die schönsten Dating-Apps. Die romantischsten Hintergründe für den Homescreen. Den erotischsten Klingelton für Anrufe der oder des Geliebten. Und selbst bei Liebeskummer kann man sich digital helfen lassen. Mend heisst die App, die am iPhone gebrochene Herzen flickt.

Oder aber eine «Sie liebt mich, sie liebt mich nicht»-App, wie das Video-Standbild insinuiert? Die gibt es übrigens auch. Picking Daisies ist kostenlos fürs iPhone und erlaubt es auch Fruitariern und anderen fundamentalistischen Naturschützern, die Chancen bei dem angebeteten Menschen durch Auszupfen von Blütenblättern in Erfahrung zu bringen. Denn mit dieser App leidet keine Blume, ausgezupft werden simulierte Blättchen. (Ich habe die App nicht getestet, aber ich wäre sehr enttäuscht, wenn es in den Credits keinen Hinweis à la: «Bei der Entwicklung dieser App sind keine Blumen zu Schaden gekommen» hat.) „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht…“ weiterlesen

Die App für gewachsene Schnäbel

Die Dialäkt-Äpp (kostenlos fürs iPhone und im Web unter dialaektaepp.ch) führt vor Augen Ohren, dass wir aller Globalisierung zum Trotz verwurzelte Wesen sind. Zumindest, was die Sprache von Leuten wie mir angeht, die nie ausgewandert oder weggezogen sind. Die App stellt einem 16 Fragen zur Aussprache von Dialektbegriffen wie Abend, Apfelkerngehäuse, Augen, Bett und Donnerstag – beziehungsweise zu einzelnen Laute aus diesen Worten. Daraus ergibt sich der wahrscheinlichste Wohnort, der in meinem Fall mit Winterthur hundertprozentig genau ermittelt wurde.

Ist das nun eine erstaunliche Leistung? Oder ist es im Grund banal, und einfach nur systematisiert, was ein geübter Zuhörer und Dialektkenner nach zwei, drei Sätzen sowieso herausgehört hätte? Ich finde, es ist beides. Einerseits natürlich tatsächlich banal:  „Die App für gewachsene Schnäbel“ weiterlesen

Die Digitalisierung des Portemonnaies

Neulich bin ich doch tatsächlich über meinen Schatten gesprungen. Und ich habe etwas gemacht, von dem ich dachte, dass ich es nie jemals machen würde. Ich habe nämlich mit Twint bezahlt. Twint ist das bargeldlose Zahlungssystem der Post, das es seit 2014 gibt. Ich hatte die App (für Android und iPhone) schon länger auf meinem Telefon, aber ich habe sie nie benutzt. Man hätte nämlich ein Guthaben deponieren müssen, und das war mir zu umständlich.

Nun hat mich maege aufgeklärt (ich glaube in dieser Nerdfunk-Sendung vom kommenden Mittwoch), dass es das Prepaid-Guthaben nicht braucht, wenn man so schlau ist, nicht die normale Twint-App herunterzuladen, sondern die seines Finanzinstituts. In meinem Fall ist das die Twint-App der ZKB, die es ebenfalls fürs iPhone und für Android gibt. Inzwischen wird das in der Prepaid-Variante der App auch so erklärt – aber ursprünglich war das, falls ich mich richtig erinnere, nicht der Fall. Ich nehme an, das hat damit zu tun, dass inzwischen auch einige Banken an Bord sind. Inzwischen gibt UBS, die Raiffeisen, CS und weitere.

Ist das ein Grund für Begeisterung? Ich bin zwiegespalten. Einerseits halte ich Bargeld nach wie vor für eine gute Sache:  „Die Digitalisierung des Portemonnaies“ weiterlesen

Wie wäre es mit einem QR-Code?

Im Beitrag Floraler Ermittlungshelfer habe ich eine App besprochen, die von sich behauptet, Pflanzen identifizieren zu können. Wie mein Test ergeben hat, klappt das leider nicht zuverlässig. Die App hat meinen florabezogenen Wissensdurst nicht zu stillen vermocht. Das hat mich nicht überrascht, da ich die Aufgabe für ausgesucht schwierig halte, Pflanzen anhand eines Fotos zu identifizieren: Die Grösse eines Blatts ist auf dem Bild schwer oder gar nicht abzuschätzen. Die Perspektive kann es schwer machen, die Form zu erkennen. Es gibt, je nach Situation, störende Elemente im Bild. Und selbst die Farbe von Blüten, Bättern und Stängeln kann durch die Kamera oder durch das Umgebungslicht verfälscht werden.

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Die App ist so schlau, den Aufenthaltsort miteinzubeziehen. Und sie erkennt Nachbars Katze als Katze.

Darum hat es mich gewundert, dass ich eine weitere App gefunden habe, die sich dieser schwierigen Angelegenheit stellt: Seek fürs iPhone. Die App macht es auf den ersten Blick besser als Plant Snap: Sie stellt per GPS fest, wo man sich befindet und zeigt sogleich Pflanzen und auch Tiere an, die für diese Gegend typisch sind. Tippt man aufs Plus-Symbol, kann man der App via Kamera oder Fotoablage eine Aufnahme unterbreiten, um eine Identifizierung vorzunehmen. Die App behauptet, nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere zu erkennen.

Ich probiere es mit dem Olivenbaum auf unserem Balkon. „Wie wäre es mit einem QR-Code?“ weiterlesen

Floraler Ermittlungshelfer

Meine Neugierde hat mich neulich 4 Franken gekostet. Es geht um die Plant Snap-App (für iPhone und iPad, kostenlos für Android und Pro-Version für Android). Die behauptet, in der Lage zu sein, mehr als 316’000 Pflanzen erkennen zu können. Da ich selbst so in etwa zehn bis zwanzig Pflanzen erkenne – darunter diejenigen auf unserem Balkon, von denen ich weiss, unter welchem Namen sie im Blumenladen verkauft worden sind –, wäre das eine interessante und praktische smartphonemässige Erweiterung meines Skillsets.


Ganz so einfach ist die Sache leider nicht.

Beim Start erklärt einem die App, dass man gute Fotos machen muss, um eine gute Erkennung zu haben. Heisst: Blüte formatfüllend im Bild, Blätter gut sichtbar, nicht zu nahe, nicht mit verschiedenen Spezies im gleichen Bild, auch nicht zu weit entfernt fotografiert und nicht unscharf. Irgendwie alles klar, aber wahrscheinlich ist es nötig, das noch einmal deutlich zu machen. Wenn man dann loslegen will, kommt noch einmal das Angebot, einem in einem Video zu erklären, wie man seine Fotos schiessen muss, um vernünftige Erkennungsraten zu erzielen. Das deutet darauf hin, dass nicht alle Nutzer glücklich über die Resultate zu sein scheinen, die die App ihnen liefert.
„Floraler Ermittlungshelfer“ weiterlesen

Wer sich vermisst, hat die falsche App


Mit diesen Apps misst das Smartphone richtig

Eine der klassischen Kategorie im Store – nebst dem virtuellen Furzkissen und dem Biertrink-Simulator (iBeer) – sind die Apps, die irgend ein Werkzeug ersetzen, klassischerweise das Messband, Geodreieck und den Massstab. Neuerdings operieren diese Apps auch mit dem AR-Kit, das Apple mit iOS11 eingeführt hat und das es offensichtlich relativ einfach macht, Apps mit Augmented Reality-Funktionen auszustatten.

Das ist einerseits faszinierend. Andererseits fragt man sich doch: Ist das nur eine Spielerei? Oder sind die Messresulate auch einigermassen verlässlich? Denn wenn sie es nicht sind, dann kann man es auch gleich bleibenlassen – ein schlechtes Messresultat ist nämlich schlimmer als gar keines.

Ich habe fürs jüngste Patentrezept-Video einige der vielversprechendsten Apps angeschaut. Mein Fazit ist einigermassen durchwachsen. „Wer sich vermisst, hat die falsche App“ weiterlesen

Apps für Shopping-Muffel wie mich


Artikel und Video bei Tagesanzeiger.ch.

Die Leser des Blogs kennen mich als Shoppingmuffel. Ich bin nicht einer, der sich stundenlang in Boutiquen herumtreiben würde und seine Erfüllung in einem paar neuer Schuhe findet. Das heisst: Für dieses Patentrezept hier war ich absolut prädestiniert. Es geht um fünf Apps, die einem dabei helfen, die Sache möglichst schnell und effizient über die Runden zu bringen. Nämlich:
„Apps für Shopping-Muffel wie mich“ weiterlesen