Frischluft fürs Homeoffice

Der Airthings View Plus ist ein Sensor, der Temperatur, Luft­feuch­tig­keit, CO₂, Fein­staub und flüch­tige Verbin­dungen, Luft­druck und Radon misst und hilft, für gute Luft­quali­tät zu sorgen. Ich habe das im Home­office schätzen gelernt.

Seit einigen Tagen habe ich den Airthings View Plus in Betrieb. Das ist ein smarter Sensor für Temperatur und Raumluft, den ich als Testgerät erhalten habe. Er misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kohlenstoffdioxid (CO₂), flüchtige organische Verbindungen (VOC), Feinstaub (PM2,5), Luftdruck und Radon. Er kostet 319 Franken bei Galaxus, bzw., mit zusätzlichem Anti-Schimmel-Kit, 352 Euro bei Amazon.

Im Vergleich zu meinem Eve Room-Sensor (Wie es im Smarthome riecht, muss kein Geheimnis bleiben) punktet der Airthings View Plus mit der grösseren Datenfülle. Sieben Datenpunkte sind nun mal einfach besser als drei. (Eve Room ermittelt Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VOC.) Auf die Angabe des Luftdrucks könnte ich verzichten, zumal ich den auch von meiner smarten Uhr erfahre.

Als überaus nützlich erweist sich die CO₂-Angabe: „Frischluft fürs Homeoffice“ weiterlesen

Das digitale Leben nach dem Tod

Bei Apple, Facebook und Google darf man festlegen, wer Zugriff auf die Konten erhält, wenn man das Zeitliche gesegnet hat. Sinnvoll – aber ich empfehle noch ein paar weitere Vorkehrungen.

Den Nachlasskontakt für die Apple-ID festlegen.

Eine unscheinbare, aber dennoch bedeutsame Neuerung in iOS 15.2 ist der Nachlasskontakt. Mit dem ist es jetzt möglich, den Zugang zum digitalen Erbe offiziell zu regeln. Bis anhin musste man – wenn man diese Frage nicht gänzlich verdrängen wollte – sie behelfsmässig lösen.

Diesen Nachlasskontakt legt man für seine Apple-ID fest, indem man in den Einstellungen zuoberst auf seinen Account-Bild tippt und dann Passwort & Sicherheit betätigt. Hier findet sich der Menüpunkt Nachlasskontakt, über den man die Person hinzufügt, die Zugriff auf die Daten erhalten soll, nachdem man einen Abgang gemacht hat.

Diese Neuerung ist sinnvoll: „Das digitale Leben nach dem Tod“ weiterlesen

Die App, auf die man zählen kann

Mit der Hand­zähler-App erfasst man Schnee­män­ner, rosa­rote Autos, wei­dende Ein­hörner am Küchen­fenster oder andere exo­tische Exem­plare aus der Tier­welt. Sie ist auch ein Vor­bild an Nutzer­freund­lich­keit.

Es gibt eine App für alles – auch für die banalen Dinge des Lebens. Und eine solche App stelle ich heute vor.

Aber wieso auch nicht? Die meisten von uns beschäftigen sich nicht ausschliesslich mit den letzten grossen Fragen der Menschheit, mit ethischen Dilemmata oder wortwörtlicher Raketentechnik. Die meisten von uns müssen auch mal einkaufen, den Küchenboden wischen und dem Kinde zum 25. Mal erklären, warum Pippi Langstrumpf, Annika und Tommy so viel Kaffee trinken, obwohl sie noch Kinder sind.

Also, zur App, die dieser einen banalen Aufgabe dient: „Die App, auf die man zählen kann“ weiterlesen

Tief Luftholen oder durch die zugekniffene Nase atmen?

Die Breezometer-App behauptet von sich, die Luftqualität auf fünf Meter genau ausweisen und mit verlässlichen Prognosen für die nächsten Stunden aufwarten zu können. Das klingt eindrücklich – aber kann die App dieses Versprechen auch halten?

Neulich ist mir aufgefallen, dass die Wetter-App des iPhones für Sylt eine Angabe macht, die für alle anderen Ortschaften, die ich ausgewählt habe, nicht ersichtlich ist. Bei der nordfriesischen Insel erfährt man Näheres zur Luftqualität. Es gibt eine Farbskala, die von Blau bis tiefrot reicht, wobei die Sylter sich glücklich wähnen können, da der Wert an der Grenze zwischen Grün und Blau noch im niedrigen Bereich angesiedelt ist – wie man es sich für eine Ferieninsel auch erhofft.

Gute Luft, aber das Emoticon schaut trotzdem traurig.

Da ich das für eine sinnvolle Information halte, aber ich mich näher damit beschäftigt und entdeckt, dass die Angabe von breezometer.com stammt.

Das ist eine private Organisation, deren Gründer Ran Korber wissen wollte, welches die israelische Stadt mit der geringsten Luftbelastung ist und herausgefunden hat, dass es diese Information nicht gibt. Daraufhin hat er das Unternehmen gegründet – und stellt die Information einerseits über die Air Quality Map, andererseits über eine App (iPhone/iPad und Android) zur Verfügung.

Die App macht einen aufgeräumten und durchdachten Eindruck: „Tief Luftholen oder durch die zugekniffene Nase atmen?“ weiterlesen

Der halbe Hausrat im Jogginggurt

Im Flipbelt findet beim Sport oder Reisen nicht nur das Smartphone Platz, auch Hausschlüssel und Wasserflasche lassen sich im schlauchartigen Gurt verstauen. Nach einem Test gefällt mir dieses Konzept gut.

Eigentlich müsste die Apple Watch es einem ersparen, beim Joggen das Handy mitzuschleppen. Schliesslich liefert sie Musik, trackt den Lauf und hält kommunikativ die Verbindung – zumindest, wenn man eine E-Sim mit entsprechendem Vertrag in der Uhr hat.

Das ist bei mir nicht der Fall, und es gibt zwei weitere Gründe, weswegen ich beim Sport nach wie vor das Handy mitschleppe. Erstens, weil mir beim Sport ab und zu Ideen kommen, die ich in schriftlicher Form festhalten möchte. Zweitens, weil mir die Offline-Funktion für Podcasts und Hörbücher zu wenig komfortabel ist. Darüber habe ich mich im Blogpost Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung? ausgelassen.

Zu erwähnen ist immerhin, dass sich die Situation graduell verbessert. Spotify kennt inzwischen die Möglichkeit, Musik fürs Offline-Hören auf der Uhr zu speichern. Man legt dafür die passende Wiedergabeliste an, sucht die auf der Uhr hervor, tippt auf das Menü mit den drei Punkten und wählt Auf Apple Watch herunterladen.

Da ich vorerst aufs Handy nicht verzichten will, stellt sich die Frage, auf welchem Weg ich es mit mir führe. „Der halbe Hausrat im Jogginggurt“ weiterlesen

Das Bargeld in der Defensiven

Corona hat dem elektronischen Bezahlen einen grossen Schub verpasst. Zurecht, wie ich finde, weil ApplePay und auch Twint gegenüber dem Cash gewichtige Vorteile haben. Genau darum müssen sich nun auch die Handyhersteller öffnen.

Während der Pandemie ist der Gebrauch von Bargeld stark zurückgegangen. Das ging so weit, dass die 2020 geprägten Münzen noch gar nicht in Umlauf gebracht wurden, wie man anfangs Juni lesen konnte.

Eine spannende Entwicklung! Was mich angeht, hat Corona keine Verhaltensänderung bewirkt. Seit sich mit meiner EC-Karte kontaktlos bezahlen kann, mache ich das. 2018 habe ich mit dem Schweizer Zahlungsdienstleister Twint experimentiert, allerdings mit mässiger Begeisterung. Ich habe schon 2017 ApplePay ausprobiert, war mit der virtuellen Kreditkarte von Boon aber nur mässig zufrieden. Seit im Oktober 2019 meine Hausbank, die ZKB, ApplePay eingeführt hat, ist das meine bevorzugte Zahlungsmethode. Ich nehme an, dass ich dieses Jahr höchstens ein-, zweimal Bargeld abgehoben habe.

Vor Kurzem habe ich beim SRF das Tagesgespräch mit Andreas Dietrich gehört, der Professor für Banking an der Hochschule Luzern ist. Das hat mir einige Denkanstösse vermittelt. „Das Bargeld in der Defensiven“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps, erster Teil: Der Bart

Nehmen wir an, Mann würde sich entscheiden, sich einen Bart stehenzulassen: Braucht es dafür die Beratung eines gestandenen Barbiers oder kommt man auch mit Apps wie Beard Booth Studio oder Grooming über die Runden?

Ich habe ein kleines Projekt am Laufen. Und zwar bin ich daran, schöne Männer-Apps zusammenzutragen.

… und ja, ich weiss, welche Risiken ein solches Unterfangen birgt. Man könnte vermuten, dass ich ein antifeministisches Zeichen setzen will oder mich sogar zu zum Maskulinismus bekenne.

Doch dergleichen liegt mir fern. Sollte Klärungsbedarf bestehen, würde ich keinen Hehl daraus machen, dass ich diese beiden Ideologien deplatziert und verachtenswürdig finde und einfach nur auf die Idee gekommen bin, weil ich nun einmal ein Mann bin und mir die Frage gestellt habe, ob diesem Umstand von den App-Entwicklern speziell Rechnung getragen wird.

Wir Männer werden ein bisschen vernachlässigt

Mir scheint das nämlich nicht der Fall zu sein: „Projekt Männer-Apps, erster Teil: Der Bart“ weiterlesen

Nachtigall, ick hör dir pfeifen

Die App Zwitschomat klärt Naturbanausen wie mich darüber auf, welchen Vogel ich gerade singen höre – egal, ob ich von der Vorführung nun erfreut oder genervt bin.

Apps, die uns die Welt erklären: Es gibt bestimmt Leute, die darob die Nase rümpfen, weil sich das Smartphone in dieser Rolle gar wichtig macht. Mich stört das allerdings nicht. Ich bin mir bewusst, dass ich in manchen Bereichen erschreckende Bildungslücken aufweise und habe keine Mühe, mir auf technischem Weg über die hinweghelfen zu lassen.

Zwei Apps, die mir beim Verständnis meiner Umwelt helfen, habe ich in den Beiträgen Floraler Ermittlungshelfer und Wie wäre es mit einem QR-Code? vorgestellt. Sie finden sagen einem, mit was für Pflanzen man es zu tun hat, wenn man das nicht selbst weiss.

Nun besteht die Natur bekanntlich nicht nur aus Gewächsen. Es gibt auch Tiere, insbesondere solche, die Geräusche von sich geben. Zu den lärmigsten Kreaturen gehören, gerade in dieser Jahreszeit, die Vögel. Sie krächzen, piepsen, zwitschern und jubilieren, dass es eine Freude ist. Oder ein Ärgernis: „Nachtigall, ick hör dir pfeifen“ weiterlesen

Apps wider das Chaos

Doppelte Fotos oder Kontakte, verstopfte Fest­plat­ten und ein reales Puff in der Woh­nung oder WG – gegen alle diese Probleme gibt es Apps, die ich mit einer geball­ten Ladung Ord­nungs­liebe zusam­men­ge­sucht habe.

In meinen Jugendtagen habe ich eine Lebensweise gepflegt, die ich damals «kreatives Chaos» nannte. Das war aber auch nur ein Euphemismus für Faulheit und besagte, dass ich keine Lust zum Aufräumen hatte. Ich habe auch meine Kleider sorg- und lieblos in den Schrank gequetscht und der Einfachheit halber das angezogen, was oben auf dem Stapel lag.

Naja, letzteres mache ich heute noch. Ansonsten bin ich deutlich ordentlicher geworden und halte sowohl im Geschäft als auch zu Hause einigermassen Ordnung auf dem Schreibtisch. Trotzdem pflege ich nach wie vor die Philosophie, dass die Ordnung im Kopf der Aufgeräumtheit der Umgebung vorzuziehen ist.

Wichtig finde ich auch die digitale Ordnung, sprich: „Apps wider das Chaos“ weiterlesen

Einfach Kochen ist gar nicht so simpel

Ein doppelter Verriss ist angesagt: Ich habe zwei Kochbücher bekommen, die angeblich besonders einfache Rezepte enthalten sollen. Doch dieses Versprechen ist völlig haltlos.

Heute begehe ich gleich ein zweifaches Sakrileg: Erstens blogge ich über ein Thema, das in diesem Blog wirklich nichts verloren hat. Und zweitens beklage ich mich öffentlich über ein Weihnachtsgeschenk, was auch nicht gerade die feine Art ist. Aber zu meiner Entlastung darf ich sagen, dass es der Schenker auch nicht gerade feinfühlig mit mir umgesprungen ist.

Die Person – deren Identität hier geheim bleiben soll – hat mir nämlich zwei Kochbücher geschenkt. Das ist per se nichts Ehrenrühriges. Doch die Titel der Bücher könnte man als subtilen Hinweis oder sogar als Beleidigung verstehen.

Das erste Buch heisst nämlich Simplissime – Das einfachste Kochbuch der Welt. Es stammt von einem Mann namens Jean-François Mallet, der hier eine echte Marktlücke entdeckt hat. Es gibt dieses «einfachste Kochbuch der Welt» nämlich nicht nur einmal, wie man aufgrund des Superlativs im Titels annehmen sollte: „Einfach Kochen ist gar nicht so simpel“ weiterlesen