Damit der Gärtner nicht immer der Pflanzenmörder ist

Leute, die keinen grünen, sondern einen braunen Daumen haben, können sich vom Smart­phone helfen lassen. Die Picture This-App erkennt nicht nur jedes exo­tische Pflänz­lein, sie hat auch Pflege­tipps parat.

Ich hatte vor einiger Zeit eine botanische Phase, in der ich drei Apps zur Bestimmung von Pflanzen vorgestellt habe: Plant Snap, Seek und iNaturalist.

Damals hat mich keine von beiden überzeugt, sodass ich zum Schluss gekommen bin, man könne genauso gut Google Lens verwenden. Also jene Funktion, die eine Suche anhand eines abfotografierten Objekts durchführt. Für Android gibt eine separate App, am iPhone ist diese visuelle Suche in die Google-App eingebaut.

Nun, es gibt in diesem Bereich Neuigkeiten, die ich schon längstens hätte besprechen wollen. Ich habe es bislang nicht getan – und zwar nicht aus Faulheit: „Damit der Gärtner nicht immer der Pflanzenmörder ist“ weiterlesen

Ein Jahr Vegetarier

Vor einem Jahr habe ich hier im Blog öffentlich dem Fleisch abge­schwo­ren. Und jetzt interes­siert euch natürlich alle, ob ich durch­gehal­ten habe oder reu­mütig zum karni­voren Lebens­wandel zurück­gekehrt bin.

Vor einem Jahr habe ich hier im Blog berichtet, dass ich Vegetarier geworden bin. Ich habe erklärt, welche Gründe mich zu diesem Schritt bewogen haben. Und ich habe gelobt, hier im Blog Rechenschaft abzulegen – gleichgültig, ob ich meinen neuen Lebenswandel treu bleibe oder zur karnivoren Gewohnheiten zurückkehre.

Und ich hätte offen darüber berichtet, wenn ich gescheitert wäre. Gleichwohl ist meine Situation hier leichter und angenehmer: „Ein Jahr Vegetarier“ weiterlesen

Oben richtig ohne

Ein Rasierer, der nicht nur das Kinn glättet, sondern gleich den ganzen Kopf: Der Remington Glatzen-Rasierer im Test.

Als stolzer Besitzer eines kahlen Kopfes sehe ich mich mit der Aufgabe konfrontiert, diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Konkret, mithilfe eines Scherwerkzeugs in schöner Regelmässigkeit die Stoppeln zu stutzen, die an manchen Stellen spriessen, als ob es die Löwenmähne der Jugend wiederherzustellen gäbe. Ich habe zu diesem Zweck vor einiger Zeit einen Langhaarschneider von Philips angeschafft, mit dem man in der Lage sein soll, es sich frisierenderweise selbst zu besorgen.

Nun, dieses Marketingversprechen wurde nur ansatzweise eingelöst. Es ist zwar tatsächlich möglich, ohne fremde Hilfe die Haarpracht zu trimmen. Ich habe es jedoch leider nicht (bzw. nur selten) geschafft, ein gleichmässiges Resultat zu erzielen. Oft haben Schneisen den Eindruck getrübt und dazu geführt, dass die Haare noch weiter gekürzt werden mussten, sodass eine Vollglatze die Folge war. Darum hat meistens meine liebe Gattin den Langhaarschneider geführt.

Darum steht eine Frage weiterhin im Raum: „Oben richtig ohne“ weiterlesen

Kalorienzählen lohnt sich nicht, my darling

Die Yazio-App im Test: Mit ihr führt man ein Ernä­hrungs-Tage­buch, zählt Kalo­rien und erfasst Akti­vi­täten oder zieht eine Fasten­kur durch.

Ohne Verzicht? Tatsächlich?

«Erreiche dein Ziel auch ohne Verzicht». Dieses Versprechen gibt mir die Yazio-App beim allerersten Start. Und sie stellt unsere noch frische Beziehung gleich auf die Probe. Denn ich habe meine Zweifel, ob diese Zusage haltbar ist. Schliesslich will Yazio mir beim Fasten und Kalorienzählen helfen. Für viele Leute – mich inklusive – ist Fasten der Inbegriff des Verzichts.

Gut, man kann dagegenhalten, dass man keine Entsagung leistet, wenn man sich umgewöhnt – und statt des Schnitzels mit Pommes mit gleichem Genuss einen mit Hüttenkäse garnierten Gartensalat vertilgt. Man kann das so sehen, aber auch für Schönfärberei halten. Wie man urteilt – man gnadenlos oder auch einmal Fünf geradeseinlässt – ist eine Frage des Charakters.

Was mich angeht: Ich bin ein harter Hund zu mir selbst. „Kalorienzählen lohnt sich nicht, my darling“ weiterlesen

Eine unvollkommene App für Perfektionisten wie mich

Verschwendung von Lebens­mit­teln ist mir zuwi­der. Darum ver­walte ich den Not­vor­rat und die ver­derb­lichen Güter mit der Nowaste-App. Die macht zwar Arbeit – aber sie beruhigt das Gewiss­en so schön.

Neulich habe ich Apps vorgestellt, die beim Einkaufen und beim Kühlschrank-Management helfen. Eine der vorgestellten Apps ist No Waste, die es fürs iPhone und für Android gibt.

Sie ist dazu da, uns einen Überblick über die Lebensmittel in Kühlschrank, Gefriertruhe und Vorratskammer zu verschaffen – und wo wir sonst noch verderbliche Güter lagern. Ihr Ziel besteht darin, die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen. Dieses Problem, das oft unter der englischen Kurzformel Food Waste subsummiert wird, ist eine Folgen unserer Lebensweise.

Manche haken es unter dem Schlagwort Überflussgesellschaft ab. Als pauschale Begründung greift mir das zu kurz: „Eine unvollkommene App für Perfektionisten wie mich“ weiterlesen

Hilfe naht, wenn sich das Kind spielend austoben will

Die Bänkli-App ist ein unver­zicht­bares Hilfs­mittel für Eltern: Sie zeigt die Spiel­plätze in der Um­gebung an. Und man findet mit ihrer Hilfe auch Sitz­gele­gen­heiten, Brunnen, Feuer­stellen und Aus­sichts­punkte.

Wie es so ist, wenn man mit einem Kind unterwegs ist: Das Kind hat klare Vorstellungen davon, was es tun will und was nicht. Zu den Beschäftigungen, die immer gehen, gehört das Spielen auf Spielplätzen.

Mit der Suche «Spielplätze in der Nähe» ist Google Maps einigermassen brauchbar.

Doch wie findet man in einer Gegend, in der man sich nicht auskennt, auf die Schnelle die passende Umgebung, um derlei Wünsche zu erfüllen? Natürlich, man sucht auf Google Maps nach Spielplatz. Wenn ich das tue, dann zeigt mir Google einen Spielplatz in 220 Kilometern Entfernung, den ich selbst einmal in einem Ort im schönen Bayern erfasst habe.

Apple Karten ist nicht viel besser: Die App nötigt mir immerhin keine dreistündige Autofahrt auf. Doch für Winterthur – wo ich mich zufällig ein bisschen auskenne – findet diese App nur einen einzigen Spielplatz am anderen Ende der Stadt.

Man könnte beide Apps aus Elternsicht nun für völlig unbrauchbar halten. Ganz so schlimm ist es aber nicht: „Hilfe naht, wenn sich das Kind spielend austoben will“ weiterlesen

Frischluft fürs Homeoffice

Der Airthings View Plus ist ein Sensor, der Temperatur, Luft­feuch­tig­keit, CO₂, Fein­staub und flüch­tige Verbin­dungen, Luft­druck und Radon misst und hilft, für gute Luft­quali­tät zu sorgen. Ich habe das im Home­office schätzen gelernt.

Seit einigen Tagen habe ich den Airthings View Plus in Betrieb. Das ist ein smarter Sensor für Temperatur und Raumluft, den ich als Testgerät erhalten habe. Er misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kohlenstoffdioxid (CO₂), flüchtige organische Verbindungen (VOC), Feinstaub (PM2,5), Luftdruck und Radon. Er kostet 319 Franken bei Galaxus, bzw., mit zusätzlichem Anti-Schimmel-Kit, 352 Euro bei Amazon.

Im Vergleich zu meinem Eve Room-Sensor (Wie es im Smarthome riecht, muss kein Geheimnis bleiben) punktet der Airthings View Plus mit der grösseren Datenfülle. Sieben Datenpunkte sind nun mal einfach besser als drei. (Eve Room ermittelt Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VOC.) Auf die Angabe des Luftdrucks könnte ich verzichten, zumal ich den auch von meiner smarten Uhr erfahre.

Als überaus nützlich erweist sich die CO₂-Angabe: „Frischluft fürs Homeoffice“ weiterlesen

Das digitale Leben nach dem Tod

Bei Apple, Facebook und Google darf man festlegen, wer Zugriff auf die Konten erhält, wenn man das Zeitliche gesegnet hat. Sinnvoll – aber ich empfehle noch ein paar weitere Vorkehrungen.

Den Nachlasskontakt für die Apple-ID festlegen.

Eine unscheinbare, aber dennoch bedeutsame Neuerung in iOS 15.2 ist der Nachlasskontakt. Mit dem ist es jetzt im iPhone-Betriebssystem möglich, den Zugang zum digitalen Erbe offiziell zu regeln. Bis anhin musste man – wenn man diese Frage nicht gänzlich verdrängen wollte – sie behelfsmässig lösen.

Diesen Nachlasskontakt legt man für seine Apple-ID fest, indem man in den Einstellungen zuoberst auf seinen Account-Bild tippt und dann Passwort & Sicherheit betätigt. Hier findet sich der Menüpunkt Nachlasskontakt, über den man die Person hinzufügt, die Zugriff auf die Daten erhalten soll, nachdem man einen Abgang gemacht hat.

Diese Neuerung ist sinnvoll: „Das digitale Leben nach dem Tod“ weiterlesen

Die App, auf die man zählen kann

Mit der Hand­zähler-App erfasst man Schnee­män­ner, rosa­rote Autos, wei­dende Ein­hörner am Küchen­fenster oder andere exo­tische Exem­plare aus der Tier­welt. Sie ist auch ein Vor­bild an Nutzer­freund­lich­keit.

Es gibt eine App für alles – auch für die banalen Dinge des Lebens. Und eine solche App stelle ich heute vor.

Aber wieso auch nicht? Die meisten von uns beschäftigen sich nicht ausschliesslich mit den letzten grossen Fragen der Menschheit, mit ethischen Dilemmata oder wortwörtlicher Raketentechnik. Die meisten von uns müssen auch mal einkaufen, den Küchenboden wischen und dem Kinde zum 25. Mal erklären, warum Pippi Langstrumpf, Annika und Tommy so viel Kaffee trinken, obwohl sie noch Kinder sind.

Also, zur App, die dieser einen banalen Aufgabe dient: „Die App, auf die man zählen kann“ weiterlesen

Tief Luftholen oder durch die zugekniffene Nase atmen?

Die Breezometer-App behauptet von sich, die Luftqualität auf fünf Meter genau ausweisen und mit verlässlichen Prognosen für die nächsten Stunden aufwarten zu können. Das klingt eindrücklich – aber kann die App dieses Versprechen auch halten?

Neulich ist mir aufgefallen, dass die Wetter-App des iPhones für Sylt eine Angabe macht, die für alle anderen Ortschaften, die ich ausgewählt habe, nicht ersichtlich ist. Bei der nordfriesischen Insel erfährt man Näheres zur Luftqualität. Es gibt eine Farbskala, die von Blau bis tiefrot reicht, wobei die Sylter sich glücklich wähnen können, da der Wert an der Grenze zwischen Grün und Blau noch im niedrigen Bereich angesiedelt ist – wie man es sich für eine Ferieninsel auch erhofft.

Gute Luft, aber das Emoticon schaut trotzdem traurig.

Da ich das für eine sinnvolle Information halte, aber ich mich näher damit beschäftigt und entdeckt, dass die Angabe von breezometer.com stammt.

Das ist eine private Organisation, deren Gründer Ran Korber wissen wollte, welches die israelische Stadt mit der geringsten Luftbelastung ist und herausgefunden hat, dass es diese Information nicht gibt. Daraufhin hat er das Unternehmen gegründet – und stellt die Information einerseits über die Air Quality Map, andererseits über eine App (iPhone/iPad und Android) zur Verfügung.

Die App macht einen aufgeräumten und durchdachten Eindruck: „Tief Luftholen oder durch die zugekniffene Nase atmen?“ weiterlesen