Oben richtig ohne

Ein Rasierer, der nicht nur das Kinn glättet, sondern gleich den ganzen Kopf: Der Remington Glatzen-Rasierer im Test.

Als stolzer Besitzer eines kahlen Kopfes sehe ich mich mit der Aufgabe konfrontiert, diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Konkret, mithilfe eines Scherwerkzeugs in schöner Regelmässigkeit die Stoppeln zu stutzen, die an manchen Stellen spriessen, als ob es die Löwenmähne der Jugend wiederherzustellen gäbe. Ich habe zu diesem Zweck vor einiger Zeit einen Langhaarschneider von Philips angeschafft, mit dem man in der Lage sein soll, es sich frisierenderweise selbst zu besorgen.

Nun, dieses Marketingversprechen wurde nur ansatzweise eingelöst. Es ist zwar tatsächlich möglich, ohne fremde Hilfe die Haarpracht zu trimmen. Ich habe es jedoch leider nicht (bzw. nur selten) geschafft, ein gleichmässiges Resultat zu erzielen. Oft haben Schneisen den Eindruck getrübt und dazu geführt, dass die Haare noch weiter gekürzt werden mussten, sodass eine Vollglatze die Folge war. Darum hat meistens meine liebe Gattin den Langhaarschneider geführt.

Darum steht eine Frage weiterhin im Raum: Welche Mittel erlauben einem Mann mit einfachen Ansprüchen an die Haarpflege eine diesbezügliche Selbstversorgung? Bei meinem zweiten Versuch bin ich beim Remington Glatzen-Rasierer gelandet. Ihn gibt es für 69.10 Franken bei Galaxus, respektive 57 Euro bei Amazon.

Fünf flexible Scherköpfe verrichten das Scherwerk

Er sieht aus wie ein klassischer Rasierapparat, allerdings mit der Spezialität, dass er fünf Scherköpfe statt der üblichen zwei bis drei hat. Die sind leicht beweglich, sodass sie sich der Kopfform anpassen und auch über allfällige Hubbel hinweggleiten. Das Gerät ist so geformt, dass man ihn in der Faust halten und ihn auf diese Weise auch einfach über den Hinterkopf führen kann.

Liegt gut in der Hand, auch am Hinterkopf.

Das habe ich inzwischen einige Male getan und kann festhalten: Es funktioniert. Da bei diesem Verfahren glattrasiert wird, ist es noch nicht einmal notwendig, den eigenen Hinterkopf im Blick zu haben. Es klappt auch, mit der Hand zu überprüfen, ob noch stachelige Stellen vorhanden sind. Praktisch, denn man kann das Gerät auch zum Einsatz bringen, wenn kein Doppelspiegel vorhanden ist.

Auch Kopf und Kinn in einem Rutsch

Nicht nur das: Man rasiert sich mit diesem Gerät nicht bloss den Kopf, sondern im gleichen Arbeitsgang auch das Kinn. Zumindest, wenn man die Scherköpfe dort verträgt. Ich empfinde die runden Scherköpfe als weniger schonend als die geraden Scher-Elemente, die es etwa bei den Rasierern von Braun gibt, und ich bevorzuge am Kinn darum nach wie vor den hier vorgestellten Bartschneider. Aber wenn es die Haut zulässt, wäre das eine Möglichkeit, im Bereich der Körperpflege den Gerätepark auszudünnen.

Ein Extra-Scher-Element trimmt (womöglich) auch die Nasenhaare.

Auch auf dem Kopf braucht es bei empfindlicher Haut Sorgfalt und Vorsicht, damit es zu keinen Hautreizungen kommt. Und ich empfinde es als ungewohnt, wenn der Schädel komplett kahl ist – wie angedeutet, habe bis anhin einen Millimeter stehen lassen. Optisch macht das keinen grossen Unterschied, aber taktil ist er enorm – und gewöhnungsbedürftig. Die Glätte weicht schnell kurzen Stoppeln, die sich dadurch auszeichnen, dass an ihnen Fuseln von Kopfbedeckungen hängen bleiben. Man muss die Glatze daher wortwörtlich abstauben.

Die Kühlwirkung im Hochsommer ist beträchtlich

Fazit: Ein beträchtlicher Unterschied besteht auch im Sommer: Ein komplett glatter Kopf kühlt massiv besser als einer, auf dem Haare spriessen – gleichgültig, wie kurz die auch sein mögen. Der Rasierer von Remington erfüllt den Zweck unkompliziert. Er ist mit einem Akku ausgestattet, was heute (meines Wissens) Standard ist und hier besonders sinnvoll ist, damit man sich, wenn man seinen Hinterkopf und Nacken trimmt, nicht versehentlich mit dem Kabel erdrosselt. Ein weiterer Pluspunkt ist die kompakte Bauweise und der Umstand, dass man den Rasierer unter fliessendem Wasser abspülen kann.

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

2 Gedanken zu „Oben richtig ohne“

  1. Ein wichtiges Kriterium ist der Geschmack der Frau: Mir ist keine Glatze erlaubt, das Minimum sind 10mm. 😀 Da die Akku-Geräte immer zu schwach waren und die Haare sowieso zu Hause geschnitten werden, habe ich ein Profi-Gerät mit Kabel, Metallgehäuse und 24W-Motor gekauft. Hat keine Hundert Franken gekostet und ist top. Damit werde ich ihn zehn Minuten geschoren, ohne Rupfen. Es ist schade, dass im normalen Handel nur Akkugeräte erhältlich sind.

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