So einfach ist die Physik

In der iOS-App Simple Physics konstruiert man Rampen, Hochhäuser, Riesenräder und Dämme. Zwei Ziele hat man als Ingenieur zu beachten: Das Budget und, natürlich, die Stabilität bei den Konstruktionen.

Ein Ingenieur ist jemand, der für ein Zwanzigrappenstück etwas bewerkstelligt, das jeder Narr für einen Dollar schafft – das ist die Redewendung, die Andrew Garrison bei der Entwicklung seiner App Simple Physics im Auge hatte. Es gilt Bauwerke zu erstellen, die den Anforderungen standhalten und möglichst günstig sind.

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Das Bauwerk (hier das Riesenrad) auf dem Zeichenbrett.

Simple Physics arbeitet ähnlich wie das bereits früher vorgestellte Spiel Bridge Constructor: Auf einem Häuschenraster zeichnet man sein Bauwerk ein. Ist man damit fertig, startet man über die Schaltfläche in der rechten oberen Bildschirmecke die Simulation. Dann zeigt sich, ob das Bauwerk den Belastungen standhält, oder in sich zusammenkracht. In der Belastungsansicht (einzuschalten über das Symbol in der linken oberen Ecke) sieht man, wo die grössten Kräfte walten und das Bauwerk allenfalls verstärkt werden müsste.

Dem Schnee und den Wassermassen trotzen
13 Herausforderungen stehen an: Man startet mit zwei einfachen Baumhäusern und baut dann unter anderem ein Treppenhaus, einen Dachstuhl, der Schneemassen trotzen muss, einen Damm, einen Luftschutzkeller, ein Untersehboot, eine Steinrampe, ein Riesenrad und einen Wolkenkratzer. Wenn man sein Maximalbudget überschreitet, wird das Bauwerk zwar getestet, aber nicht als Erfolg gewertet. Um den Level zu beenden, muss man die Kostenvorgabe einhalten oder besser noch unterschreiten. Für günstige Bauwerke gibt es zwei oder drei Sterne oder sogar die Möglichkeit, sich in der globalen Ranglisten als Pfennigfuchser zu verewigen.

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Das Riesenrad hat seine Bewährungsprobe bestanden!

Testen mit dem Finger oder der Bombe
Über die Menü-Schaltfläche speichert und lädt man Blaupausen. Beim Fingertest lässt sich die Stabilität des Bauwerks prüfen. Dazu zieht man an einzelnen Stellen setzt eine Bombe oder einen Crash-Test-Dummy ein. Bei Solution Pack gibt es für einen Franken eine Ein-Stern-Lösung zu kaufen. Und unter Leaderboards ist die Bestenliste ersichtlich.

Fazit: Ein lehrreiches Spiel, das Spass macht – trotz einiger negativer Punkte: Die Touch-Steuerung ist nicht immer zielgenau, die Animationen teils etwas grobschlächtig und auch das Interface könnte eine Überarbeitung vertragen. Doch eben: Als Ingenieur tut man sich durch Kostenbewusstsein hervor, nicht durch Sinn für Ästhetik.

2 Franken, für iPhone und iPad

Autor: Matthias

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