Ruhe herrscht!

In der ersten Folge meiner sommerlichen Tipp-Serie geht es um Windows 10 und die Benachrichtigungen: Wie man die entweder ganz abschaltet oder wunschgemäss konfiguriert.

Als direkte Folge des Sommers und meiner ferienbedingten, kurzen Blog-Auszeit gibt es ab heute immer mal wieder kurze Tipps – heute zu Windows 10.

Der Tipp dreht sich um die Benachrichtigungen, die ich bislang ausgeschaltet habe: Mir reicht es nämlich, wenn mich das Smartphone mit Mitteilungen unterbricht – gleichgültig, ob ich nun arbeite oder kontempliere. Aber es gibt eine bessere Alternative – nämlich die Benachrichtigungen zu priorisieren.

In den Einstellungen von Windows 10 gibt es zwei relevante Rubriken:

Benachrichtigungen und Aktionen

Die erste, Benachrichtigungen und Aktionen, befindet sich in den Einstellungen im Bereich System. Deaktiviert man die Option Benachrichtigungen von Apps und anderen Absendern abrufen, sorgt man für komplette Ruhe.

Wer Windows 10 Stillschweigen verordnen will, tut das bei «Benachrichtigungen und Aktionen».
An gleicher Stelle lassen sich auch einzelne Apps zum Schweigen verdonnern.

An der gleichen Stelle konfiguriert man auch, ob einem Windows von sich aus ab und zu mit Informationen zu Neuigkeiten und Tipps und Tricks behelligt.

Und man stellt pro App ein, ob sie Benachrichtigungen anzeigen darf oder nicht – das natürlich nur, wenn man die Benachrichtigungen nicht generell abgeschaltet hat.

Benachrichtigungsassistent

In den Einstellungen bei System gleich darunter befindet sich der Benachrichtigungsassistent. Die Bezeichnung ist verwirrlich – passender wäre wahrscheinlich ein Name wie Konzentrationshilfe oder etwas in der Art.

Der Assistent hat nämlich die Aufgabe, während der Arbeit für Ruhe zu sorgen. Wenn man ihn also auf Aus schaltet, dann deaktiviert man damit eben nicht die Benachrichtigungen, wie man glauben könnte – sondern sorgt dafür, dass alle Mitteilungen ungefiltert angezeigt werden.

Die Option Nur mit Priorität führt dazu, dass nur wichtige Nachrichten zu sehen sind. Und die Option Nur Alarme zeigt eben nur jene Dinge an, die man vermutlich tatsächlich sehen möchte – denn wenn der Wecker nicht weckt, bringt das schliesslich auch nichts.

Der Benachrichtigungsassistent ist eigentlich ein Ablenkungs-Verhinderer.

Ich würde Benachrichtigungs-Muffeln wie mir diese Option Nur Alarme empfehlen – mit der verpasst man weniger.

Darunter gibt es die Option, den Benachrichtigungsassistenten in bestimmten Situationen automatisch zu aktivieren, beispielsweise nach Zeitplan, während Präsentationen, während Spielen und bei Apps im Vollbildmodus. Die Option Zusammenfassen, was ich verpasst habe, während der Benachrichtiungsassistent aktiv war zeigt beim Beenden der verordneten Ruhe eine Übersicht der verpassten Informationen an.

Beitragsbild: Windows ist neuerdings darauf erpicht, uns Nutzer nicht zu stören (Sound On, Pexels-Lizenz).

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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