Das Spiel der reinen Geometrie

Wie man sich manchmal täuscht! Da war ich der festen Überzeugung, das schöne Spiel «Blek» schon einmal in diesem Blog besprochen zu haben. Aber mitnichten!

Na gut, dann halt jetzt: «Blek» ist ein schönes Spiel, dass in diesem Blog unbedingt besprochen werden sollte. Dominik hat mich nach der Sendung Preis gewonnen – und was nun? daran erinnert, weil es ähnlich funktioniert wie sein Spiel Schlicht.

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Knapp daneben ist auch vorbei…

Blek ist ein grafisches Puzzle, das ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht. Die Spielelandschaft, wenn man so sagen darf, sehr spartanisch: Farbige Punkte in einer geometrischen Anordnung – mehr ist da nicht.

Die Punkte haben je nach Farbe unterschiedliche Bedeutungen. Die schwarzen Punkte sind schwarze Löcher, die man meiden sollte. Die farbigen Punkte sind die, auf die man es abgesehen hat: Sie muss man treffen und beseitigen, um das Level zu meistern.

Für diese Aufgabe zeichnet man mit dem Finger eine Linie auf den Touch-Screen. Diese setzt sich als Strahl automatisch in Bewegung. Die Bewegung erhält der Strahl von der Richtung, in der man ihn gezeichnet hat. Allfällige Kurven werden in der Bewegung wiederholt. Ein Halbkreis pflanzt sich als eine Art abgerundete Zinne übers Display. Eine S-förmige Figur wird zur Sinuskurve. Ein Winkel zur Zickzackform.

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Mit Sinuskurven zum Ziel… (Nebenbei: Ich kann das besser, aber es wahnsinnig schwierig, gleichzeitig «Blek» zu spielen und einen Screenshot zu machen.)

Eine gerade Linie wandert gerade übers Display. Sie wird am rechten und linken Rand reflektiert: Wenn man eine perfekte Waagrechte hinbekäme, würde die ewig zwischen den beiden Rändern pendeln, sofern kein schwarzes Loch dazwischen liegt. Die oberen und unteren Ränder sind «durchlässig». Wenn man einen Strahl in diese Richtung schickt, verschwindet er dort.

Das ist schon alles: Die Level bestehen aus zunehmend komplizierten Anordnungen, die man mit seinem Strahl durchwandern muss, um alle farbigen Punkte abzuräumen. Das braucht geometrisches Abstraktionsvermögen und die Fähigkeit, die Kurven präzise genug aufs Display zu malen. Da Genauigkeit gefragt ist, eignet sich das Spiel weniger für rumpelige Zugfahrten oder einhändiges Spielen an der Bushaltestelle. Auch als Nebenbei-Spiel während des Podcast- oder Hörbuchhörens hat sich «Blek» bei mir nicht bewährt. Aber um die Gedanken im Büro zu bündeln, ist es ganz hervorragend geeignet.

Der Kritikpunkt wäre, dass die Levels für meinen Geschmack recht schnell sehr schwer werden. Aber das kann auch an meinen unbeholfenen Fingern liegen…

Autor: Matthias

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Ein Gedanke zu „Das Spiel der reinen Geometrie“

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